
Während sie bei uns noch gar nicht im Kino laufen, schlagen zwei Filme in Hollywood gerade große Wellen. Beide haben mehrere Gemeinsamkeiten, nämlich ein geringes Budget, dasselbe Genre und junge Filmemacher, die für ihre YouTube-Vergangenheit bekannt sind. Die Rede ist natürlich von Obsession - Du sollst mich lieben und Backrooms, die mittlerweile nicht nur jeweils über 200 Millionen US-Dollar eingespielt haben, sondern auch von Regie-Legenden gefeiert werden.
Der Hype lebt
Die kreativen Köpfe hinter den Erfolgen, Curry Barker und Kane Parsons, sind gerade mal 26 und 20 Jahre alt und zeigen, wie man, vor allem dank des Hypes auf Social-Media, die jüngere Zielgruppe in die Kinos lockt. So sind es Themen wie das Verliebtsein und dem Wunsch, den eigenen Crush besessen nach einem zu machen oder die Adaption eines Internet-Mythos, die vorwiegend die Gen Z zu packen scheint.
Die Ursprünge des Erfolgs
Doch auch nicht nur der Hype ist ursächlich für den gewaltigen Erfolg. Barker und Parsons bringen durch ihre bereits erwähnten Video-Projekte allerhand Erfahrung mit, was die Inszenierung der Filme anbelangt. So begann Curry Barker etwa mit Sketchen, bis er 2023 seinen ersten Horror-Kurzfilm und ein Jahr darauf mit Milk & Serial sein Langfilm-Debüt auf YouTube gab. 2025 feierte Obsession - Du sollst mich lieben seine Premiere auf dem Toronto Film Festival und ging viral, woraufhin sich Focus Features die Rechte für 15 Millionen US-Dollar sicherte.
Kane Parsons betreibt ebenfalls einen YouTube-Account und interessierte sich sehr für Visual Effects. Er startete mehrere Videoserien bis er 2019 auf das Bild der Backrooms-Creepy-Pasta stieß. 2022 lud er seinen ersten Kurzfilm im Found-Footage-Stil hoch, der millionenfach geklickt wurde und eine ganze Webserie nach sich zog. 2023 wurde der erst 18-jährige Parsons schließlich von der Indie-Schmiede A24 unter Vertrag genommen, um mit Backrooms einen Langfilm in die Kinos zu bringen.
Reaktionen aus Hollywood
Neben der finanziellen Sensation äußerten sich nun auch Hollywood-Giganten zu den beiden Filmen. So soll Die Odyssee -Regisseur Christopher Nolan Obsession - Du sollst mich lieben vor Kurzem gesichtet und ihn für seine herausragenden Darstellungen gelobt haben. Auch Steven Spielberg (Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit) höchstpersönlich lobte beide Filmmacher und freute sich, dass beide Filme, trotz ihrer Budgets so erfolgreich seien. Obsession - Du sollst mich lieben soll nämlich gerade mal 1 Millionen US-Dollar gekostet haben, während Backrooms mit 10 Millionen US-Dollar schon etwas mehr Spielraum hatte.
Studios im Geldregen
Große Gewinner sind jedenfalls die Studios. Backrooms konnte somit nicht nur den besten Start für A24 hinlegen und zählt aktuell mit 212,6 Millionen US-Dollar weltweit zum erfolgreichsten Streifen des Studios, noch vor Josh Safdies Marty Supreme. Dasselbe gilt für Obsession - Du sollst mich lieben bei Focus Features, der momentan bei 224,7 Millionen US-Dollar steht.
Die nächsten Projekte
Noch laufen die beiden Filme weltweit an, doch schon jetzt planen Barker und Parsons ihre nächsten filmischen Schachzüge. Ersterer arbeitet gerade an seinem dritten Spielfilm, Anything But Ghosts, der im selben Universum wie Obsession - Du sollst mich lieben angesiedelt sein wird und sogar dessen Ende adressieren soll. Kane Parsons könnte sich einer Portals-Videospielverfilmung widmen, da diese, eigenen Angaben zufolgen, sein Traum-Projekt darstellen würde. Im Hintergrund sollen zudem schon die Vorbereitungen für ein potenzielles Backrooms-Sequel laufen.
Hierzulande startet Obsession - Du sollst mich lieben ab dem 25. Juni 2026 in den Kinos. Etwas früher, nämlich schon am 18. Juni, können wir Backrooms in den hiesigen Lichtspielhäusern genießen.
