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Comic-Historie

Die Geschichte des DC Comics-Universums

Die Geschichte des DC Comics-Universums
9 Kommentare - Sa, 21.03.2015 von Moviejones
In unserem Special erfahrt ihr alles über die Geschichte von DC Comics und woher die Helden stammen, die wir immer noch heutzutage im Kino erleben können.

Die Geschichte des heutigen DC Comics-Universums reicht weit in die Vergangenheit zurück, besser gesagt bis weit in die 1930er Jahre, und durchlebte in der Zwischenzeit eine Reihe von Entwicklungsstufen. Daher ist es für einen Neueinsteiger schwer, die Einflüsse der Vergangenheit zu verstehen beziehungsweise nachzuvollziehen. Im Folgenden präsentieren wir euch deswegen eine kleine Rundreise und damit relevante Ereignisse in der Geschichte von Superman, Batman & Co.!

Spricht man von der Gründung des heutigen DC, so wird oft auf die Person Malcolm Wheeler-Nicholson verwiesen, der zu seiner Zeit die sogenannte National Allied Publications (1934) gründete. Ein Jahr später begann unter diesem Namen die Veröffentlichung der ersten Serie: New Fun: The Big Comic Magazine. Der Pionier der klassischen Comichefte entstand, der sich primär auf die Erzählung verschiedener, wunderbarer Geschichten konzentrierte und somit kein genau festgelegtes Gesicht besaß.

Die zweite Serie New Comics (1935), welche bereits nach kurzer Zeit zu Adventure Comics umbenannt wurde, fokussierte sich hingegen auf die Erzählung spannender Geschichten und griff in den 40er Jahren erstmals das Motiv der Superhelden auf - wenngleich aus einem Fundus vieler Helden erzählt wurde. Während die Adventure Comics veröffentlicht wurden, sah sich der Gründer der National Allied Publications aufgrund erhöhter Schulden zu einer Zusammenarbeit mit Harry Donenfeld gezwungen, deren Konsequenz die Gründung von Detective Comics, Inc. sowie der gleichnamigen Serie war. Lang hielt Nicholson diesen Zustand jedoch nicht aus, womit er die Partnerschaft auflöste und sein aufgebautes Werk National Allied Publications durch Detective Comics aufgekauft wurde.

Bild 1:Kann nicht nur super, ist super
Kann nicht nur super, ist super
© DC Comics

Abgerundet wurde das Bild der 30er durch die Einführung einer weiteren Serie mit Namen Action Comics. Bereits die erste Fassung der Serie beinhaltete den kostümierten Held Superman, dem bekannte Kollegen wie Batman, Wonder Women, Flash und Green Lantern folgten. Nicht umsonst spricht man bei diesem Jahrzehnt auch vom Goldenen Zeitalter der Superheldencomics, denn die Resonanz war überwältigend positiv, auch wenn sich dies schon bald ändern sollte.

Die 40er Jahre waren grundsätzlich geprägt von einer Phase organisatorischer Tätigkeiten. National Allied Publications setzte sich mit Detective Comics, Inc. zu National Publications zusammen, welches hingegen mit Independent News, einem bereits im Besitz befindlichen Verlag sowie All-American Publications (1944) zu National Periodical Publications wurde. Inoffiziell sprach man zu dieser Zeit bereits von "DC Superman", dem bekannten Gesicht der Comicreihe. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verlor die Leserschaft jedoch das Interesse an der großen Masse an Superhelden, die nach und nach präsentiert wurden, woraufhin man sich entschied, sich auf andere Genres zu konzentrieren, während nur noch die bekanntesten Superhelden fortgesetzt wurden, so dass eine Phase der Ruhe einsetzte.

In den 50er Jahren entschied man sich, einen neuen Versuch zu wagen und begann Flash sowie Green Lantern in einer neuen Version aufleben zu lassen, wobei sich besonders ersterer als großer Erfolg herausstellte. DCs Höhepunkt spiegelte sich in der Gründung der Justice League of America wieder, welche den Zusammenschluss der bekanntesten Helden thematisierte und in den nächsten Jahrzehnten oft adaptiert werden sollte.

Die 60er Jahre werden rückblickend als Silbernes Zeitalter der Superheldencomics bezeichnet, da in diesem Jahrzehnt erhöht neue Helden erschaffen wurden, wobei die parallele Veröffentlichung mit MARVEL besonders auffällig war, die sich durch den Erfolg von DC gezwungen sahen, nachzuziehen beziehungsweise Konkurrenz zu bilden. Inhaltlich fiel die verstärkte Verwendung von weiblichen Charakteren auf, die sich nicht nur durch extreme feministische Tendenzen auszeichneten. Nur wenige Beispiele sind Gestalten wie Spider-Woman, auf Seiten von MARVEL, oder Power-Girl. Der Zusammenschluss von Warner Bros. und National Publications rundete die Zeitspanne ab.

Bild 2:Strömender Regen, das Cape sitzt
Strömender Regen, das Cape sitzt
© DC Comics

Die Auswirkungen von diesem gipfelten in den 70er Jahren, als man sich offiziell dazu entschloss, den Verlag in das heutige DC Comics, Inc. umzubenennen. Alte Veteranen des Verlags wurden durch junge Mitarbeiter ersetzt, um frischen Wind in die Schaffung der Geschichten zu bringen, indem alte Helden neuen Einflüssen ausgesetzt wurden oder man gänzlich neue erschuf. Als Problem sollte sich hingegen die Tatsache herausstellen, dass eben diese Neulinge sehr stark durch das organisatorische Konzept von MARVEL geprägt waren, womit man allmählich begann, die einzelnen Geschichten stark zu vernetzen. Paralleluniversen wurden geschaffen oder neue Erden, um die Verknüpfung begründen zu können. Genau dies sollte sich jedoch als Fehler erweisen, als man langsam aber sicher die Kontrolle über das Ganze verlor. Die Gesamthandlung wurde zu komplex und zu verworren, als dass der Durchschnittsleser diese hätte problemlos nachvollziehen können, womit das Interesse an den Comics urplötzlich verlorenging. Dies war auch der Beginn des sogenannten Bronzenen Zeitalters der Superheldencomics, dessen Einflüsse bis ins nächste Jahrzehnt reichen sollten.

Als Gegenmaßnahme dazu startete man Anfang der 80er eine Abschaffung all dieser Paralleluniversen, um eine einzige Welt beziehungsweise eine einzige Erde zu kreieren. Um genau dieses Ziel zu schaffen, erschien die Crisis on Infinite Earths, womit ein kompletter Neuanfang gesichert war. Neuauflagen einzelner Charaktere wurden geschaffen, von denen sich besonders die Man of Steel-Reihe hervorhob, da die Geschichte Supermans eine neues Gesicht bekam. Offiziell spricht man in diesem Kontext allgemein auch vom Anfang des modernen Zeitalters der Superheldencomics, und da sich das organisatorische Gesamtgebilde durch ein unglaubliches Maß an Freiheit für Leser und Künstler auszeichnete, stieß es MARVEL problemlos von seinem damaligen Thron. Besonders Watchmen (1986) sowie The Dark Knight returns (1986/1987) erfreuten sich erhöhter Popularität und stellten den Erfolg von DC klar.

Der allgemeine Aufschwung in der Branche machte sich in den 90er Jahren stark bemerkbar, als sich Leser über die wachsende Aufmerksamkeit bewusst wurden. Man kann fast sagen, dass die Hefte seitdem aktiv als Sammlerstücke betrachtet wurden. Vereinzelte Fragen und Lücken, die nach der Crisis on Infinite Earths aufkamen beziehungsweise übrig blieben und in den letzten Jahren aufgetaucht waren, wurden durch Zero Hours (1994) bereinigt, während ein letzter deutlicher Aufschwung durch den Tod von Superman (1992/1993) und die Verkrüppelung von Batman (1993/1994) aufkam. Der Konjunkturrückgang erstickte die Freude jedoch in Kombination mit aufsteigendem Desinteresse in Keim, womit eine Phase der Depression eintrat.

Bild 3:Das ultimative Hottie unter den Superhelden
Das ultimative Hottie unter den Superhelden
© DC Comics

Im neuen Jahrhundert angekommen begann man dem Desinteresse entgegenzuwirken, was besonders mit Batman: Hush aus dem Jahre 2002 gelang. Das Interesse kehrte allmählich zurück, während weitere Lücken des Universums mit Identity Crisis (2004/2005) gefüllt wurden. Infinite Crisis (2005/2006) hingegen war eine aktive Fortsetzung der Crisis-Reihe aus den 80ern und ließ die klassischen Superhelden, also Superman, Batman und Wonder Woman, für ein Jahr verschwinden, womit unbekanntere Gesichter die Möglichkeit erhielten, ihre Spuren in der Geschichte zu hinterlassen. Parallel dazu wurden die bekanntesten Figuren jedoch nicht vernachlässigt, sondern wurden vielmehr in der neu erscheinenden All-Star-Serie thematisiert, die sich besonders den Ursprüngen derer widmeten. Während die einzelnen Teile zu Superman und Batman erschienen, waren weitere Ableger zu Wonder Woman und Batgirl zwar geplant, wurden jedoch infolge des plötzlichen Abbruchs im Jahre 2008 aufgegeben.

Und heute, was bleibt nach fast 80 Jahren DC-Geschichte? Besonders in den letzten Jahren erfuhr das Motiv der Superhelden einen enormen Aufschwung. Charaktere wurden in Filmen neu präsentiert, während Fanartikel den Markt in Wellen überschwemmen und Videospiele wie Injustice: Gods Among Us (2013) den Eindruck komplettieren, dass wir in den nächsten Jahren wohl noch viel von den Superhelden erwarten dürfen. Wie sich das Ganze jedoch tatsächlich entwickelt, bleibt letztlich abzuwarten.

Quelle: Wikipedia.de
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9 Kommentare
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Gizmo5555 : : Moviejones-Fan
10.04.2018 01:56 Uhr
0
Dabei seit: 20.03.18 | Posts: 86 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Mir ist es völlig egal, ob DC oder Marvel.

Allerdings interessiere ich mich auch eindeutig mehr für die Filme und Serien.

DC gefallen mir spontan sehr gut

  • Superman
  • Batman
  • Daredevil
  • Wonderwoman
  • Flash

Bei Marvel gefallen mir

  • Hulk
  • Hawkeye
  • Spiderman
  • Guardians of the Galaxy
  • Dr. Strange
  • Ant-Man
  • Thor
  • Iron-Man
  • Black Panther
  • Scarlet Witch
  • Black Widow
  • Captain America
  • Deadpool
  • Wolverine
  • Quicksilver
  • Fantastic Four
  • Blade

Die sind mir spontan eingefallen, wenn bei der Zuordnung einer falsch ist, sorry.

Was mir bei einigen Verfilmungen gar nicht gefällt:

- Übermächtige Gegner, und die werden in der Regel durch einen einfachen Trick doch besiegt. Z.B. Dr. Strange mit der Zeitschleife bei Dormammu, Thor mit der Schwester

- Alberne Stimmen, Bekleidung, Ausrüstung, so gut die Batman Filme aufgebaut sind, wenn diese alberne Grummel Stimme kommt mit "Ich bin Batman" bekomme ich jedesmal einen Lachkrampf und kann den ganzen Film nicht mehr ernst nehmen. Das gleiche mit diesem ultrapeinlichem Batmobil mit diesen megagrossen Reifen, wenn er sich da drinnen dann im Kampfmodus auf dem Bauch legt, Kopf voran. Leg dich bei der Playsi beim zocken so hin, und versuche Mal so gut wie im Sitzen zu spielen.

Von den Unterhosen draussen getragen, bis hin zu den Capes bei Superman, Batman, Vision, Thor und Co ganz zu schweigen. Da macht für mich nur das Cape von Dr. Strange Sinn.

Oder bei Iron-Man, dass die Rüstung zuletzt per Nanotechnik in Sekundenschnelle aus dem Nichts entsteht.

Bei Spider-Man seinem neuen Anzug, hauteng, aber einen Fallschirm aus dem Nichts, 500 verschiedene Arten das Netz abzuschießen, und die Frage der Netze, diese kommen ja aus einer Art Druckluftpatrone geschossen. Woher weiss die Vorrichtung wie lang das Netz jeweils sein soll? Innerhalb von 10 Sekunden 5 Schüsse, 2 mtr, 5 mtr, 15 mtr, 3 mtr, und 30 mtr lang. Dann treffen sie auf eine Fläche, sind dort als Endpunkt immer gleich gross, sprich es werden auch nur 2,5,15,3 und 30 mtr verschossen. In Millisekunden, und kein einziges Netz hängt dabei durch, und wenn nötig lässt Peter den Faden sofort los, schwingt sich, oder hängt dran, oder klebt es neben sich fest. Woher weiss das Trennmesser wann es den Faden abschneiden soll, wann nicht weil er dran hängt?

- Zeitlinienprobleme, oder obwohl durch das Serum in Iron-Man 3 die Potter gerettet wird, lässt man Warmachine verkrüppelt und harte Rehamassnahmen aussetzen. Ist Iron-Man ein Sadist? Oder in Wakanda ihn heilen, oder Dr. Strange schaut vorbei.

Aber logischerweise gibt es etliche solcher Logikfehler, in der Regel ignoriere ich die, da ich solche Filme unheimlich gerne sehe.

Am liebsten mit Gegnern wie bei Spidey, ohne Superkräfte, aber mit der Flugmaschine und den Waffen ein spannender Fight.

Das einzige wo ich überhaupt nicht mit klar komme, ist diese alberne Batmanstimme

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ferdyf : : Alienator
13.02.2016 18:33 Uhr
0
Dabei seit: 04.02.13 | Posts: 2.669 | Reviews: 7 | Hüte: 93

Ich bin zwar kein comic fan, aber dafür interessiere ich mich mehr für die Serien und filme. Vielen dank für diesen mega geilen beitrag! In der Breite finde ich marvel besser besetzt mit spiderman, hulk, antman, iron man uns co., aber meine Nummer 1 ist und bleibt batman

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Hanjockel79 : : Moviejones-Fan
22.03.2015 17:05 Uhr
1
Dabei seit: 05.09.13 | Posts: 4.750 | Reviews: 36 | Hüte: 237
Wenn ich das so lese wird mir wieder einmal mehr klar warum ich erst so richtig leidenschaftlich seit ein paar Jahren, seit es die DC new52 gibt, dabei bin bei den DC Comics. Kommt mir vor wie ein absoluter Glücksfall das die new52 genau meinen Geschmack trifft. Egal hauptsache geile Comics.^^

Das ist halt das ganze Zusammenspiel von stylischen Zeichungen und Story. Was nützt mir z.b. nur gute Story wenn die Zeichnungen dazu nicht stimmen? Da kann ich ja dann gleich Bücher lesen (Die Comicgötter mögen mich davor bewahren^^)! Tja und ich muss sagen die DC new52 ist genau das was ich mir unter spannenden Comics vorstelle mit den ganzen Hammerevents wie Throne of Atlantis, Forever Evil, Futures End usw.

Marvel Now dagegen stinkt total ab für mich und weckt allerhöchstens mein totales desinteresse, zumal dort nicht den geilen MCU Kinofilmen wirklich ähnlich sieht welche außerdem zum Großteil eher an die geile Zeit aus dem Marvel Ultimate Universum erinnern. Deswegen kann ich mit Marvel Now überhaupt nichts anfangen und warte da den von jerichocane erwähnten Neustart ab. ;-D
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Seromal : : Moviejones-Fan
25.10.2014 11:44 Uhr
0
Dabei seit: 19.01.14 | Posts: 512 | Reviews: 3 | Hüte: 14
@Moviejones

Super Arbeit! Hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht das zu lesen. Das einzige was mir fehlt ist noch der komplette Reboot der Comics im Jahre 2011 durch das neue Dc Universum. Ausnahme war nur Green Lantern.
Die Serie startete zwar auch wieder mit der 1 vorne auf dem Heft, die Geschichte wurde allerdings weiter erzählt. Alle anderen Reihen wurden komplett auf Null gesetzt und neu gestartet.
Dadurch konnte ich erst in die Comics eintauchen, was mir persönlich sehr viel Spaß macht.
Vor allem die Reihen Flash und Aquaman haben davon sehr profitiert!

Think different

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Kumpeljesus : : Moviejones-Fan
07.06.2013 02:02 Uhr
0
Dabei seit: 10.08.12 | Posts: 652 | Reviews: 0 | Hüte: 10
Top Artikel, hab das ganze gerade verschlungen.
Wäre Interessant das ganze auch noch mit den Filmen zu verbinden.
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Kinofreund088 : : Heavy Coffee
27.05.2013 17:29 Uhr
0
Dabei seit: 09.06.12 | Posts: 220 | Reviews: 22 | Hüte: 0
Finde ich echt toll, dass sich da jemand die Mühe macht, die Geschichte von DC aufzuarbeiten. Toller Beitrag! laughing
Das sind nicht die Droiden, die ihr sucht!
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nYron2k5 : : Moviejones-Fan
26.05.2013 17:36 Uhr
0
Dabei seit: 27.03.11 | Posts: 104 | Reviews: 0 | Hüte: 3
Ich find persönlich find das Marvel Universion besser :O war noch nie fan von flash oder batman..
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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
26.05.2013 13:37 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 17.138 | Reviews: 19 | Hüte: 398
@ mjkoe23

Da hast du recht...
das war sehr schön sie zu lesen

Danke DC
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mjkoe23 : : Moviejones-Fan
25.05.2013 14:53 Uhr
0
Dabei seit: 08.01.13 | Posts: 953 | Reviews: 12 | Hüte: 4
Ein sehr informatives, ausführliches, spannendes und rundum gelungenes Special zu einem der größten / großartigsten Comicverläge überhaupt. War sehr schön zu lesen. Vielen Dank!
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