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Wechsel zu Skydance

John Lasseter findet neuen Job & vergrault Emma Thompson (Update)

John Lasseter findet neuen Job & vergrault Emma Thompson (Update)
0 Kommentare - Mi, 27.02.2019 von R. Lukas
Bei Disney hatte Animations-Guru John Lasseter keine Zukunft mehr, nachdem Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen ihn laut geworden waren. Skydance Animation gibt ihm eine neue Chance.

++ Update vom 27.02.2019: Emma Thompson wendet sich in einem Schreiben an Skydance Animation, in dem sie die Entscheidung des Studios, zu John Lasseter zu stehen, anprangert und ihre Bedenken auch begründet. Es fühle sich für sie sehr seltsam an, dass man jemanden mit Lasseters Muster von Fehlverhalten anheuern könnte, beginnt sie ihre Ausführungen. Gerade in Anbetracht des aktuellen Klimas, wo man doch vernünftigerweise annehmen könne, dass Leute mit der Art von Macht, wie sie Skydance habe, sich ihrer Verantwortung stellen. Den vollständigen Brief ließ Thompson der Los Angeles Times zukommen, hier zum Nachlesen.

++ Update vom 24.02.2019: Wenn sich Skydance Animation da mal kein faules Ei ins Nest gelegt hat. Dass nicht jeder bereit ist, für John Lasseter zu arbeiten, zeigt sich am deutlichsten daran, dass Emma Thompson still und leise beim Skydance-Animationsfilm Luck ausgestiegen ist, weil sie Bedenken wegen Lasseter gehabt haben soll. Mit den Aufnahmen ihrer Sprechrolle hatte sie noch nicht begonnen.

++ Update vom 21.01.2019: Pixar bricht das nächste Urgestein weg, diesmal aus freien Stücken. Lee Unkrich sagt nach 25 Jahren Lebewohl: Er gehe nicht, um Filme bei einem anderen Studio zu machen. Stattdessen freue er sich darauf, dringend benötigte Zeit mit seiner Familie zu verbringen und Interessen zu verfolgen, die lange hintenanstehen mussten, lässt Unkrich verlauten. Mit Toy Story 3 und Coco - Lebendiger als das Leben! gewann er zwei Oscars, außerdem war er Co-Regisseur bei Toy Story 2 (von John Lasseter), Die Monster AG und Findet Nemo.

++ News vom 10.01.2019: Ende letzten Jahres wurde offiziell der Schlussstrich gezogen: John Lasseter, einer der einflussreichsten kreativen Köpfe im Animations-Genre, musste sein Amt als Chief Creative Officer der Pixar Animation Studios und Walt Disney Animation Studios niederlegen und gehen. Toy Story, Toy Story 2, Cars, Cars 2 und Das große Krabbeln entstanden unter seiner Regie, seit Die Monster AG war er ausführender Produzent aller Pixar-Filme.

Was war vorgefallen? Während seiner Zeit bei Disney soll Lasseter immer wieder unerwünschten körperlichen Kontakt zu weiblichen Angestellten gesucht haben, im November 2017 gab er seine "Fehltritte" auch selbst zu. Daraufhin stellte Disney ihn erst einmal sechs Monate lang frei, ehe die endgültige Trennung erfolgte - Lasseter war für das Studio wegen seines ungebührlichen Verhaltens nicht mehr tragbar. Doch er hat schon einen neuen Job gefunden: Ab sofort leitet Lasseter Skydance Animation. Dort übernimmt er von Bill Damaschke, der den Titel "President of Animation and Family Entertainment" innehatte, und ist direkt Skydance-CEO David Ellison unterstellt.

In einem Memo an die Belegschaft erklärt Ellison, man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Lasseter aber habe seine Fehler eingesehen und sich dafür entschuldigt, und er sei während seiner einjährigen Abstinenz vom Arbeitsplatz bestrebt gewesen, sie anzusprechen und sich zu bessern. In seiner neuen Rolle ist Lasseter dafür zuständig, die übergreifende Strategie und kreative Ausrichtung der Animations-Abteilung von Skydance festzulegen. Er beaufsichtigt die Produktion und Betriebsabläufe, um ein robustes Angebot von animiertem Entertainment über alle Medien hinweg zu gewährleisten. Fast unnötig zu erwähnen, dass die "Time’s Up"-Inititative diese Entscheidung verurteilt und dagegen protestiert...

Skydance Animation wurde 2017 gegründet und hat derzeit seine ersten beiden Kinofilme in der Mache: zum einen Luck von Kung Fu Panda 3-Co-Regisseur Alessandro Carloni und den beiden Kung Fu Panda-Autoren Jonathan Aibel und Glenn Berger, zum anderen einen noch titellosen Action-Fantasyfilm von Close-Regisseurin Vicky Jewson und Maleficent- und Alice im Wunderland-Autorin Linda Woolverton.

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