Für ihre Rolle als gefeierter Popstar in Mother Mary hat Anne Hathaway nicht nur gespielt, sondern selbst gesungen, und dafür ihre Stimme über Jahre komplett umtrainiert. Das Psychodrama von David Lowery zeigt Hathaway so intim und musikalisch wie selten zuvor. Besonders der Song „Burial“ sorgt bereits vor Kinostart für Aufmerksamkeit (wir berichteten).
Mit Mother Mary wagt sich Anne Hathaway in eine neue künstlerische Richtung: Der Soundtrack wurde von Jack Antonoff und Charli XCX produziert und umfasst sieben Originalsongs. Besonders der melancholische Titel „Burial“ gilt bereits als musikalisches Herzstück des Films. Hathaway interpretiert die Songs mit ungewöhnlich zurückgenommenem Gesang: hauchig, verletzlich und deutlich moderner als ihre früheren Musical-Auftritte.
Dabei musste die Oscarpreisträgerin ihren Stil nach eigenen Aussagen „neu lernen“. Bekannt wurde sie vor allem durch kraftvolle Musicalnummern wie „I Dreamed a Dream“ aus Les Misérables. Für Mother Mary trainierte sie jedoch über zwei bis drei Jahre hinweg eine weichere, intimere Pop-Stimme, inspiriert von Künstlerinnen wie Beyoncé und Tori Amos.
Sogar Beyoncé soll Hathaway persönlich bei Bühnenpräsenz und Performance beraten haben. Ziel war es, die Figur nicht wie eine Schauspielerin wirken zu lassen, die Popstar spielt, sondern wie einen echten Weltstar am Rande des Zusammenbruchs.
Im Zentrum des Films steht die Beziehung zwischen der Sängerin Mother Mary und der Modedesignerin Sam, gespielt von Michaela Coel. Was zunächst wie eine kreative Wiederannäherung wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einer psychologisch belastenden Verbindung voller Abhängigkeit, Vergangenheit und emotionaler Machtspiele.
Auch optisch setzt der Film stark auf Konzertbilder und Bühneninszenierungen. Hathaway arbeitete dafür mit Live-Bands, modernen Studioeffekten und erstmals intensiv mit Auto-Tune-Technik, ein Bereich, den sie zuvor kaum genutzt hatte. Der zweite Trailer deutet bereits an, dass Mother Mary musikalisch stark von Synth-Pop und düsterem Art-Pop beeinflusst ist.
Neben Hathaway und Coel gehören unter anderem Hunter Schafer, Kaia Gerber und FKA Twigs zur Besetzung.
Mother Mary startet am 21. Mai 2026 in den deutschen Kinos.
