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11.22.63 gesehen am  
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11.22.63 (2016)

Eine Serie von: Bridget Carpenter mit James Franco und Chris Cooper

USA1 StaffelDrama, Science Fiction, Thriller

11.22.63 Inhalt

Die von J.J. Abrams und Stephen King mitproduzierte Serie, die auf Kings gleichnamigem Roman basiert, handelt von Englischlehrer Jake Epping (James Franco), der in der Zeit zurückreist, um die Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy zu verhindern. Seine Mission wird allerdings durch Lee Harvey Oswald, sein Sich-Verlieben und der Vergangenheit selbst gefährdet. Denn die will nicht verändert werden...

Cast & Crew

Wer ist der Erfinder von 11.22.63 und wer spielt mit?

Originaltitel
11.22.63
Genre
Drama, Science Fiction, Thriller
Staffeln
1 (9 Episoden)
Land
USA
TV-Sender
Hulu
Premiere
15.02.2016
Start-DE
11.04.2016
Die Serie ist beendet oder eingestellt worden.

Staffeln & Episoden

Derzeit liegen keine Staffelinformationen vor.
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1 Kommentar
MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
10.09.2021 22:16 Uhr | Editiert am 10.09.2021 - 22:29 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 14.490 | Reviews: 158 | Hüte: 517

"11.22.63" ist keine schlechte Serie, viel mehr hat die Serie das Problem, dass sie sich abseits seltener Highlghts nie wirklich dringlich anfühlt und nur wenige eigene Akzente setzt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass im Vorfeld der Serie seitens der Produzenten und Showrunner erörtert wurde, warum genau es sinnvoll sei, Stephen Kings "Der Anschlag" zu adaptieren. Mehr scheint es so, dass man lediglich auf der King-Erfolgswelle der 2010er Jahre mitschwimmen wollte und sich dafür den populärsten Roman in Kings jüngerer Bibliographie ausgesucht hat.

Die ersten beiden Episoden kann man als durchschnittliche Inhaltszusammenfassung des entsprechenden Romanabschnitts bezeichnen, Exposition ohne sonderliche Höhepunkte. Danach kommt durch das Auftreten Lee Harvey Oswalds endlich Spannung auf, gleichzeitig entfernt sich die Serie teilweise stark von der Vorlage und geht eigene Wege, nicht unbedingt zum Schlechteren. Die sich andeutende Liebesbeziehung zwischen Bill Turcotte und Marina Oswald ist glaubwürdiger und mitreißender als jene zentrale zwischen Jake Epping und Sadie Dunhill, unter Anderem weil die Schauspieler Bills und Marinas deutlicher miteinander harmonisieren. Obendrein, und das zu schreiben schmerzt mich schon etwas als Fan, handelt es sich hier bei James Franco um eine krasse Fehlbesetzung. Anstatt Jake Epping zu spielen, schlüpft er in eine seiner typischen Comedy-Jugend-Rollen inklusive seines bekifft wirkenden Dauergrinsens.

Chris Cooper als Al Templeton, Daniel Webber als Lee Harvey Oswald, Lucy Fry als Marina Oswald und George MacKay als Bill Turcotte, diese vier Schauspieler halten die Serie zusammen. Als Kriminalthriller mit politischen Untertönen kann es die Serie nicht mit dem Roman aufnehmen, als Liebesdrama erst jetzt nicht, bezeichnenderweise steht die Beziehung zwischen Jake und Sadie im Finale in Abhängigkeit vom Oswald-Plot und nicht souverän auf eigenen Beinen. Buchleser wissen, was Sadies letzte Worte an Jake sind und welche Worte sich Jake als Lüge für die Freunde ausdenkt. In der Serie wird diese Lüge zur Wahrheit, weil der Oswald-Plot dort präsenter und das Tanzen kaum etabliert ist. Nichtsdestotrotz muss ich lobend erwähnen, dass zum Schluss gelungen herausarbeitet wird, dass es sich beim Kampf zwischen Lee Harvey Oswald und Jake Epping um zwei Menschen handelt, die davon besessen sind, einen Fußabdruck in der Geschichte hinterlassen zu wollen. Darüberhinaus hat mich der Weltschmerz, unter dem Jake zum Schluss leidet, überraschenderweise doch sehr mitgenommen, zumindest das Ende der Serie ist also ähnlich großartig wie jenes des Romans.

Abschließend möchte ich noch einmal zum Anfang zurückkehren, nämlich zum Intro, welches eine bessere Kriminalserie und Romanadaption verdient gehabt hätte. Der Schuss aus Oswalds Gewehr wird in Form eines roten Fadens visualisiert, rote Fäden verknüpfen Personen, Orte und Ereignisse miteinander wie auf der Pinnwand in der Kriminalermittlung. Die roten Fäden symbolisieren gleichzeitig Schicksalsfäden und Zeitlinien, die ebenso wie die Zusammenhänge in der Kriminalermittlung einen Komplex bilden. Fäden und Linien, die schnell reißen können, wenn man sie zu sehr belastet. Bei der Intromusik habe ich sofort das Gefühl, mir einen Krimiklassiker aus alter Zeit anzuschauen.

Meine Bewertung
Bewertung

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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