24
24.05.2025
Lilo & Stitch
Heute ganz spontan alleine ins Kino. Das erste Mal dieses Jahr, obwohl ich zwei drei Highlights gerne mitgenommen hätte, aber es hat sich leider nicht ergeben. Lilo & Stitch von 2002 haben wir damals geliebt und ständig das dazugehörige PS2 Spiel gespielt, dass ebenfalls sehr unterhaltsam war. Aus Nostalgie bin ich also auch in die Neuverfilmung rein, hatte aber nur so mittlere Erwartungen, weil der Stil in dem diese neuartigen Realverfilmungen meist gedreht sind mir in der Regel nicht zusagen. Zu Beginn sah ich mich in meiner Skepsis auch direkt etwas bestätigt. Obwohl im Grunde nichts spannendes passiert, ist die Einführung der Figuren und der Einstieg in den Film (nach einem kurzen actionreichen Animationsausflug im Weltall) auf der Erde zu einem entspannten Song, ein einziges Schnittgewitter. Die Kamera schwenkt von einem Objekt zum nächsten Gesicht und wieder zur nächsten Nahaufnahme im Viertelsekundetakt. Das soll ein locker, flockiger Einstieg sein wo im Vorbeigehen quasi schon viele Charakteristika der Figuren eingeführt werden, aber anstatt ein Bild mal 1-2 sek stehen zu lassen, um eine Information verarbeiten zu können, wird im TikTokStxle durchgerusht. Für Kinder viel zu hektisch geschnitten. Diese inszenatorische Schwäche hält zum Glück nicht allzu lange an und mit der Zeit entwickelt der Film ein gutes Tempo. In Stichpunkten: - das Casting ist durch die Bank sehr gut, die Figuren machen alle Spaß - Lilo & Stitch haben eine hervorragende Chemie sind das absolute Highlight des Films - die zwei Alien-Verfolger sind ein gutes Gespann, wirken im Filmkontext aber fast etwas deplatziert und kommen immer wieder wie Kai aus der Kiste - die Story ist im Großen und Ganzen total Banane, der Film schafft es aber sie kindgerecht und in der Filmwelt glaubhaft zu vermitteln - ich musste wirklich 3-4 Mal eine Träne verdrücken - eine entscheidende Szene im Finale unter Wasser wurde vom Timing, Soundtrack und der Inszenierung allgemein wirklich sehr stark umgesetzt, Gänsehaut am ganzen Körper. - der Soundtrack ist unaufdringlich aber schön und passend - der Film spült im Grunde fast 1:1 das Original nochmal ab, mit zwei drei kleinen Veränderungen, die aber nicht der Rede wert sind, hat mich jetzt nicht gestört, ist aber dadurch jetzt auch nicht außergewöhnliches - die Schwesterndynamik ist super umgesetzt worden - der Humor zündet tatsächlich durch die Bank sehr gut, Erwachsene und Kinder waren gleichermaßen am Lachen...und ich auch... - das Ende war schon sehr emotional und ein absoluter Tränendrücker, für sensible Kinder wäre das definitiv zu viel des Guten, da musste ich schon schlucken und bei einigen Kindern brachen auch stark die Dämme Objektiv gesehen eher eine 3,5, aber der Film hat Herz und ist liebevoll gemacht, auch wenn er sich nichts neues traut und altbekanntes neu serviert. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
Heute ganz spontan alleine ins Kino. Das erste Mal dieses Jahr, obwohl ich zwei drei Highlights gerne mitgenommen hätte, aber es hat sich leider nicht ergeben. Lilo & Stitch von 2002 haben wir damals geliebt und ständig das dazugehörige PS2 Spiel gespielt, dass ebenfalls sehr unterhaltsam war. Aus Nostalgie bin ich also auch in die Neuverfilmung rein, hatte aber nur so mittlere Erwartungen, weil der Stil in dem diese neuartigen Realverfilmungen meist gedreht sind mir in der Regel nicht zusagen. Zu Beginn sah ich mich in meiner Skepsis auch direkt etwas bestätigt. Obwohl im Grunde nichts spannendes passiert, ist die Einführung der Figuren und der Einstieg in den Film (nach einem kurzen actionreichen Animationsausflug im Weltall) auf der Erde zu einem entspannten Song, ein einziges Schnittgewitter. Die Kamera schwenkt von einem Objekt zum nächsten Gesicht und wieder zur nächsten Nahaufnahme im Viertelsekundetakt. Das soll ein locker, flockiger Einstieg sein wo im Vorbeigehen quasi schon viele Charakteristika der Figuren eingeführt werden, aber anstatt ein Bild mal 1-2 sek stehen zu lassen, um eine Information verarbeiten zu können, wird im TikTokStxle durchgerusht. Für Kinder viel zu hektisch geschnitten. Diese inszenatorische Schwäche hält zum Glück nicht allzu lange an und mit der Zeit entwickelt der Film ein gutes Tempo. In Stichpunkten: - das Casting ist durch die Bank sehr gut, die Figuren machen alle Spaß - Lilo & Stitch haben eine hervorragende Chemie sind das absolute Highlight des Films - die zwei Alien-Verfolger sind ein gutes Gespann, wirken im Filmkontext aber fast etwas deplatziert und kommen immer wieder wie Kai aus der Kiste - die Story ist im Großen und Ganzen total Banane, der Film schafft es aber sie kindgerecht und in der Filmwelt glaubhaft zu vermitteln - ich musste wirklich 3-4 Mal eine Träne verdrücken - eine entscheidende Szene im Finale unter Wasser wurde vom Timing, Soundtrack und der Inszenierung allgemein wirklich sehr stark umgesetzt, Gänsehaut am ganzen Körper. - der Soundtrack ist unaufdringlich aber schön und passend - der Film spült im Grunde fast 1:1 das Original nochmal ab, mit zwei drei kleinen Veränderungen, die aber nicht der Rede wert sind, hat mich jetzt nicht gestört, ist aber dadurch jetzt auch nicht außergewöhnliches - die Schwesterndynamik ist super umgesetzt worden - der Humor zündet tatsächlich durch die Bank sehr gut, Erwachsene und Kinder waren gleichermaßen am Lachen...und ich auch... - das Ende war schon sehr emotional und ein absoluter Tränendrücker, für sensible Kinder wäre das definitiv zu viel des Guten, da musste ich schon schlucken und bei einigen Kindern brachen auch stark die Dämme Objektiv gesehen eher eine 3,5, aber der Film hat Herz und ist liebevoll gemacht, auch wenn er sich nichts neues traut und altbekanntes neu serviert. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
20
20.03.2025
Horizon
Vater&Sohn Filmabend... Hat mir gut gefallen. Anfangs wirkte alles noch etwas sehr gewollt und fast schon aus der Zeit gefallen, mit zunehmender Laufzeit entwickelte der Film aber einen richtigen Flow und die drei Stunden vergingen wie im Flug. Ich habe lange keinen Film mehr gesehen, der so Episodenhaft aufgebaut ist und trotzdem einen übergeordneten Spannungsbogen hat, der einen wie durch eine ewig weiterlaufende Telenovela bei der Stange hält und wo man sich am Filmende schon auf den nächsten überlangen Teil freut. Als die ersten Infos zum Filmprojekt rauskamen war ich mehr als skeptisch ob so ein 4-Filme-Projekt so eine gute Idee ist, aber ich muss sagen, ich bin weiterhin dabei. Schade, dass der erste Teil so gefloppt ist und Teil Zwei nun immer wieder verschoben wurde. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
Vater&Sohn Filmabend... Hat mir gut gefallen. Anfangs wirkte alles noch etwas sehr gewollt und fast schon aus der Zeit gefallen, mit zunehmender Laufzeit entwickelte der Film aber einen richtigen Flow und die drei Stunden vergingen wie im Flug. Ich habe lange keinen Film mehr gesehen, der so Episodenhaft aufgebaut ist und trotzdem einen übergeordneten Spannungsbogen hat, der einen wie durch eine ewig weiterlaufende Telenovela bei der Stange hält und wo man sich am Filmende schon auf den nächsten überlangen Teil freut. Als die ersten Infos zum Filmprojekt rauskamen war ich mehr als skeptisch ob so ein 4-Filme-Projekt so eine gute Idee ist, aber ich muss sagen, ich bin weiterhin dabei. Schade, dass der erste Teil so gefloppt ist und Teil Zwei nun immer wieder verschoben wurde. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
23
23.02.2025
Deadpool & Wolverine
Warum hab' ich es doch getan...ich habe es besser gewusst...ich wollte am letzten Tag Disney+ lediglich noch einen kurzen Happen vor dem Schlafen gehen mitnehmen und mir das Opening anschauen, weil ich da auf etwas kurzweilig unterhaltsames spekuliert habe. Danach habe ich letztendlich zwei Stunden gesucht und nichts gefunden. Warum ich den Film zuende geschaut habe...weil diese, mittlerweile zu schnell wegkonsumier- und vergessbaren Filmmutationen leider ein ähnliches Befriedigungsverhalten wie Shorts aufweisen...bekannte Popmusik setzt ein, wilde Grimassen, Overacting und während man noch versucht zu verarbeiten was das gerade war, kommt schon der nächste wilde Clip...vielleicht hat der ja was besseres zu bieten...oh wieder ein bekannter Song + Slo-Mo irgendwas... Rückfällig werden, in der leisen Erwartung der alten Befriedigung der Bedürfnisse und sich hinterher schlechter fühlen als bei allen anderen Malen zuvor. Keine macht den Drogen... PS: Handwerklich okay, aber aufjedenfall unterdurchschnittlich und Meta-Gags + Nostalgie-Bites haben den Finger von der Aus-Taste ferngehalten.Niedriger (die Neugierde treibt einen an) Unterhaltungswert! Kein Wiederschauwert! Keine Empfehlung!
Warum hab' ich es doch getan...ich habe es besser gewusst...ich wollte am letzten Tag Disney+ lediglich noch einen kurzen Happen vor dem Schlafen gehen mitnehmen und mir das Opening anschauen, weil ich da auf etwas kurzweilig unterhaltsames spekuliert habe. Danach habe ich letztendlich zwei Stunden gesucht und nichts gefunden. Warum ich den Film zuende geschaut habe...weil diese, mittlerweile zu schnell wegkonsumier- und vergessbaren Filmmutationen leider ein ähnliches Befriedigungsverhalten wie Shorts aufweisen...bekannte Popmusik setzt ein, wilde Grimassen, Overacting und während man noch versucht zu verarbeiten was das gerade war, kommt schon der nächste wilde Clip...vielleicht hat der ja was besseres zu bieten...oh wieder ein bekannter Song + Slo-Mo irgendwas... Rückfällig werden, in der leisen Erwartung der alten Befriedigung der Bedürfnisse und sich hinterher schlechter fühlen als bei allen anderen Malen zuvor. Keine macht den Drogen... PS: Handwerklich okay, aber aufjedenfall unterdurchschnittlich und Meta-Gags + Nostalgie-Bites haben den Finger von der Aus-Taste ferngehalten.Niedriger (die Neugierde treibt einen an) Unterhaltungswert! Kein Wiederschauwert! Keine Empfehlung!
23
23.02.2025
No Hard Feelings
Hatte mich auf eine kurzweilige spritzige Komödie mit Jennifer Lawrence eingestellt, hatte aber keine großen Erwartungen. Der Film reiht sich, was die Comedy-Elemente angeht, in die Länge Liste der völlig überdrehten Quatschmomente-Komödien-Filme ein. Ich verstehe wirklich nicht, wer sich diese Szenen vorher zurechtschreibt und sich denkt, dass das den Film aufwerten wird. Im Grunde hätte das eine schöne ComingofAge Geschichte mit leicht derber Note, etwas ComedySexyTime und konventioneller Story werden können. Stattdessen werden einige gute Elemente, wie ein sympathisch spielendes Hauptdarstellerpaar, brechen mit Genre-Klischees und einer gefülvollen Note für bestimmte Szenen, die in anderen Filmen dieser Art keinen Platz gefunden hätten, mit einer unnötig holprigen Handlung, unnötigen Nebencharakteren, absurden Comedyelementen ohne Sinn und Verstand und einem schlechten Filmaufbau und Pacing torpediert. Das sind viele gute Ansätze und irgendwo bin ich da auch mit den beiden mitgegangen, musste hier und da schmunzeln und auch mitfühlen, aber das hätte man doch deutlich runder drehen können. In Summe trotzdem irgendwie sympathisch und nett, aber als Film an sich eigentlich nur ein ausreichend/mangelhaft. Eigentlich eine 2/5...mit Lawrence-Bonus zum einmaligen Anschauen 2,5 Hüte. PS: Die Sichtung fühlte sich ähnlich an wie der Sweeney/Powell Film Wo die Lüge hinfällt. Besserer Filmtipp als diese beiden Vertreter...aber in der gleichen Kategorie: Zu scharf um wahr zu sein mit Jay Baruchel und Alice Eve...der schafft für mich den Spagat zwischen Quatsch, Comedy und Romanze am Besten. Mittlerer Unterhaltungswert! Kein Wiedersehen!
Hatte mich auf eine kurzweilige spritzige Komödie mit Jennifer Lawrence eingestellt, hatte aber keine großen Erwartungen. Der Film reiht sich, was die Comedy-Elemente angeht, in die Länge Liste der völlig überdrehten Quatschmomente-Komödien-Filme ein. Ich verstehe wirklich nicht, wer sich diese Szenen vorher zurechtschreibt und sich denkt, dass das den Film aufwerten wird. Im Grunde hätte das eine schöne ComingofAge Geschichte mit leicht derber Note, etwas ComedySexyTime und konventioneller Story werden können. Stattdessen werden einige gute Elemente, wie ein sympathisch spielendes Hauptdarstellerpaar, brechen mit Genre-Klischees und einer gefülvollen Note für bestimmte Szenen, die in anderen Filmen dieser Art keinen Platz gefunden hätten, mit einer unnötig holprigen Handlung, unnötigen Nebencharakteren, absurden Comedyelementen ohne Sinn und Verstand und einem schlechten Filmaufbau und Pacing torpediert. Das sind viele gute Ansätze und irgendwo bin ich da auch mit den beiden mitgegangen, musste hier und da schmunzeln und auch mitfühlen, aber das hätte man doch deutlich runder drehen können. In Summe trotzdem irgendwie sympathisch und nett, aber als Film an sich eigentlich nur ein ausreichend/mangelhaft. Eigentlich eine 2/5...mit Lawrence-Bonus zum einmaligen Anschauen 2,5 Hüte. PS: Die Sichtung fühlte sich ähnlich an wie der Sweeney/Powell Film Wo die Lüge hinfällt. Besserer Filmtipp als diese beiden Vertreter...aber in der gleichen Kategorie: Zu scharf um wahr zu sein mit Jay Baruchel und Alice Eve...der schafft für mich den Spagat zwischen Quatsch, Comedy und Romanze am Besten. Mittlerer Unterhaltungswert! Kein Wiedersehen!
20
20.02.2025
All of Us Strangers
Ich habe den Film sehr lange aufgeschoben, weil ich sehr viel gutes gehört hatte und auf den richtigen Moment für die Erstsichtung warten wollte. Ich hatte vorher so eine ungefähre Vorstellung davon, was mich hier wohl erwarten wird mein Gefühl sagte mir, dass der mir sehr liegen wird. Nach der Sichtung muss ich sagen, dass der Film mich in mehrlei Hinsicht überrascht hat. Selbst kurz nach der Sichtung habe ich eine sehr zwiegespaltene Meinung zu dem Film. Ich möchte nicht viel Vorwegnehmen, deshalb halte ich es mit den Kritikpunkten sehr allgemein... Vorweg kann ich sagen, dass meine Vorstellung von dem Film sich überhaupt nicht mit dem Film selbst deckte, was aber nichts schlechtes ist. Das geht soweit, dass ich selbst während der Sichtung immer wieder in meiner Eratungshaktung überrascht würde, womit der Film aber auch elegant spielt. Ich hätte mir wahrscheinlich im Grunde einen ganz andere Geschichte gewünscht, als die die hier erzählt wird, aber anders als man erwarten könnte finde ich auch das gar nicht so schlimm. Der Film hat es irgendwie geschafft mich auf mehreren Ebenen sehr abzuholen und gleichzeitig auf anderen Ebenen für eine seltsam distanziert-kritisch dreinblickenden Blick auf den Film zu sorgen. Der Film wandert so sehr zwischen verschiedenen Genres und Stilen und bleibt im Kern eigentlich doch ein ganz klassisches Drama, dass man im Grunde gleichzeitig mehrere Gedanken, Gefühle und Emotionen zu den gleichen Szenen haben und spüren kann. Im Großen und Ganzen hat der mich emotional gekriegt, die Kamera und die Bilder sind wirklich schön komponiert, der Soundtrack schwankt permanent zwischen Emotions-Kino und Kitsch genauso wie die Geschichte permanent sprunghaft den Fokus verlagert und mehrere Dramen gleichzeitig verhandelt. Ein Tränendrücker, der einen genauso mit einem positiven wie negativen Eindruck entlassen kann. Der einen gleichermaßen mitfühlen und aber das Gesehene auch als überhöhten Kitsch mit zu gewollten Dramaelementen erleben lässt. Den kann man genauso lieben, wie verreißen. Ich bin irgendwo dazwischen und kann gleichzeitig nicht anders als mich deutlich im positiven Bereich zu positionieren, ohne diese leichte Verwirrtheit zu ignorieren. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
Ich habe den Film sehr lange aufgeschoben, weil ich sehr viel gutes gehört hatte und auf den richtigen Moment für die Erstsichtung warten wollte. Ich hatte vorher so eine ungefähre Vorstellung davon, was mich hier wohl erwarten wird mein Gefühl sagte mir, dass der mir sehr liegen wird. Nach der Sichtung muss ich sagen, dass der Film mich in mehrlei Hinsicht überrascht hat. Selbst kurz nach der Sichtung habe ich eine sehr zwiegespaltene Meinung zu dem Film. Ich möchte nicht viel Vorwegnehmen, deshalb halte ich es mit den Kritikpunkten sehr allgemein... Vorweg kann ich sagen, dass meine Vorstellung von dem Film sich überhaupt nicht mit dem Film selbst deckte, was aber nichts schlechtes ist. Das geht soweit, dass ich selbst während der Sichtung immer wieder in meiner Eratungshaktung überrascht würde, womit der Film aber auch elegant spielt. Ich hätte mir wahrscheinlich im Grunde einen ganz andere Geschichte gewünscht, als die die hier erzählt wird, aber anders als man erwarten könnte finde ich auch das gar nicht so schlimm. Der Film hat es irgendwie geschafft mich auf mehreren Ebenen sehr abzuholen und gleichzeitig auf anderen Ebenen für eine seltsam distanziert-kritisch dreinblickenden Blick auf den Film zu sorgen. Der Film wandert so sehr zwischen verschiedenen Genres und Stilen und bleibt im Kern eigentlich doch ein ganz klassisches Drama, dass man im Grunde gleichzeitig mehrere Gedanken, Gefühle und Emotionen zu den gleichen Szenen haben und spüren kann. Im Großen und Ganzen hat der mich emotional gekriegt, die Kamera und die Bilder sind wirklich schön komponiert, der Soundtrack schwankt permanent zwischen Emotions-Kino und Kitsch genauso wie die Geschichte permanent sprunghaft den Fokus verlagert und mehrere Dramen gleichzeitig verhandelt. Ein Tränendrücker, der einen genauso mit einem positiven wie negativen Eindruck entlassen kann. Der einen gleichermaßen mitfühlen und aber das Gesehene auch als überhöhten Kitsch mit zu gewollten Dramaelementen erleben lässt. Den kann man genauso lieben, wie verreißen. Ich bin irgendwo dazwischen und kann gleichzeitig nicht anders als mich deutlich im positiven Bereich zu positionieren, ohne diese leichte Verwirrtheit zu ignorieren. Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert!
19
19.02.2025
Robot Dreams
Geheimtipp! Eine absolute Filmperle! So viel FILM in so einem unscheinbaren Gewand. Der Film hat eine wunderschöne Botschaft, die er auf auf tragikomische Art und Weise vermittelt. Er ist noch dazu gespickt mit popkulturellen und filmgeschichtlichen Referenzen en masse und das ohne es zum Selbstzweck verkommen zu lassen. Sie tragen, ganz im Gegenteil, zur allgemeinen Atmosphäre des Films bei. Die Inszenierung ist wirklich herausragend gut. Das der Film in der Form, im 2D Look und ohne ein gesprochenes Wort auskommend, heutzutage überhaupt das Licht der Welt erblicken durfte ist schon ein ziemlicher Glücksfall. Es gibt nur wenige Filme die noch dazu für alle Alters- und Menschengruppen gemacht zu sein scheinen und durch ihre Machart auch absolut universell schaubar sind. Ein paar Szenen haben mir wirklich einen Kloß in den Hals gesetzt und das Ende ist wirklich eines der schönsten, das ich kenne. Die gewählten Bildeinstellungen, die Details, der Soundtrack usw. alles greift hier sehr organisch ineinander und er ist selbst für schreckhafte Kinder schaubar, da hier zur Abwechslung mal auf irgendwie geartete Bösewichte verzichtet wird. Die Dramen in diesem Film schreibt das Leben selbst. Kleine Kritik: Ich hätte mir den Film um ca. 10-15 min kürzer gwünscht und ein, zwei Plot Points haben mich nicht ganz abgeholt, aber im Großen und Ganzen ist das ein ganz toller Film und ich würde mir mehr solcher Genre- und Stilgrenze Sprenger im inhaltlichen wie visuellen Bereich wünschen. PS: September von Earth, Wind and Fire kann hier tatsächlich noch stärker wirken als in Ziemlich beste Freunde und wenn man den Film gesehen hat, wird man den Song nur noch hiermit in Verbindung bringen können. PPS: Der Film basiert auf einer Graphic Novel was auch die zeitliche Einordnung im New York des Jahres 1980 erklärt. Werde ich mir eventuell auch mal für den familiären Leseabend besorgen.Mittlerer Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert! Klare Empfehlung!
Geheimtipp! Eine absolute Filmperle! So viel FILM in so einem unscheinbaren Gewand. Der Film hat eine wunderschöne Botschaft, die er auf auf tragikomische Art und Weise vermittelt. Er ist noch dazu gespickt mit popkulturellen und filmgeschichtlichen Referenzen en masse und das ohne es zum Selbstzweck verkommen zu lassen. Sie tragen, ganz im Gegenteil, zur allgemeinen Atmosphäre des Films bei. Die Inszenierung ist wirklich herausragend gut. Das der Film in der Form, im 2D Look und ohne ein gesprochenes Wort auskommend, heutzutage überhaupt das Licht der Welt erblicken durfte ist schon ein ziemlicher Glücksfall. Es gibt nur wenige Filme die noch dazu für alle Alters- und Menschengruppen gemacht zu sein scheinen und durch ihre Machart auch absolut universell schaubar sind. Ein paar Szenen haben mir wirklich einen Kloß in den Hals gesetzt und das Ende ist wirklich eines der schönsten, das ich kenne. Die gewählten Bildeinstellungen, die Details, der Soundtrack usw. alles greift hier sehr organisch ineinander und er ist selbst für schreckhafte Kinder schaubar, da hier zur Abwechslung mal auf irgendwie geartete Bösewichte verzichtet wird. Die Dramen in diesem Film schreibt das Leben selbst. Kleine Kritik: Ich hätte mir den Film um ca. 10-15 min kürzer gwünscht und ein, zwei Plot Points haben mich nicht ganz abgeholt, aber im Großen und Ganzen ist das ein ganz toller Film und ich würde mir mehr solcher Genre- und Stilgrenze Sprenger im inhaltlichen wie visuellen Bereich wünschen. PS: September von Earth, Wind and Fire kann hier tatsächlich noch stärker wirken als in Ziemlich beste Freunde und wenn man den Film gesehen hat, wird man den Song nur noch hiermit in Verbindung bringen können. PPS: Der Film basiert auf einer Graphic Novel was auch die zeitliche Einordnung im New York des Jahres 1980 erklärt. Werde ich mir eventuell auch mal für den familiären Leseabend besorgen.Mittlerer Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert! Klare Empfehlung!
14
14.02.2025
A Killer Romance
Netter, unterhaltsamer Film mit einem vielseitigen Glen Powell der hier schauspielerisch endlich mal abliefern darf und den ich gerne in jeder einzelnen Hitman-Rolle in einem Extra-Film sehen wollen würde. Insgesamt etwas zu lang geraten, schafft der Film es dennoch in der zweiten Filmhälfte einen gewissen Spannungsbogen aufzubauen, den man in der ersten Hälfte durchaus etwas vermissen könnte. Dafür darf Powell hier durchgehend seinen Charme spielen lassen und zeigt hier ohne Schwierigkeiten, dass er als Leading Man auch in Zukunft eigene Filme wird tragen kann. Die ganze Prämisse des Films macht schon Spaß, die Inszenierung und das ComedyDramaTiming sind sehr gut und zwischendurch fragt man sich als Zuschauer schon ob man in diesem, eigentlich simplen Plot noch den Überblick hat oder ob der Film einen mit seinen Figuren gerade an der Nase herumführt. Außerdem mag ich den Typen einfach. Mittlerer Wiederschauwert! Mittlerer Wiederschauwert!
Netter, unterhaltsamer Film mit einem vielseitigen Glen Powell der hier schauspielerisch endlich mal abliefern darf und den ich gerne in jeder einzelnen Hitman-Rolle in einem Extra-Film sehen wollen würde. Insgesamt etwas zu lang geraten, schafft der Film es dennoch in der zweiten Filmhälfte einen gewissen Spannungsbogen aufzubauen, den man in der ersten Hälfte durchaus etwas vermissen könnte. Dafür darf Powell hier durchgehend seinen Charme spielen lassen und zeigt hier ohne Schwierigkeiten, dass er als Leading Man auch in Zukunft eigene Filme wird tragen kann. Die ganze Prämisse des Films macht schon Spaß, die Inszenierung und das ComedyDramaTiming sind sehr gut und zwischendurch fragt man sich als Zuschauer schon ob man in diesem, eigentlich simplen Plot noch den Überblick hat oder ob der Film einen mit seinen Figuren gerade an der Nase herumführt. Außerdem mag ich den Typen einfach. Mittlerer Wiederschauwert! Mittlerer Wiederschauwert!
14
14.02.2025
Nightbitch
Ein Film für alle Väter...zusammen mit ihren Frauen. Eine Ode an das Muttersein und ein sehr realistischer Blick auf das Beziehungsleben mit Kind (Kindern). Amy Adams und Scoot McNairy spielen das sehr gut zusammen und das Drehbuch schafft es die Geschichte größtenteils ohne platte Klischees (außer die wahren..) zu erzählen. Ich denke jedes Paar das Kinder hat findet sich hier wieder und auch wenn es eigentlich keine Neuigkeiten sein sollten, kann man die hier angesprochenen Themen gar nicht oft genug verhandeln. Ein sehr eindringlicher Film den ich wie gesagt allen Vätern nur ans Herz legen kann, auch wenn man meint ein moderner Vater zu sein der seine Rolle vollumfänglich ausfüllt (was natürlich Quatsch ist), schafft der Film es durch gut gewählte Bilder und Dialoge, einem nochmal das Wesentliche vor Augen zu führen. Mothers are gods! Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert! Klare Empfehlung!
Ein Film für alle Väter...zusammen mit ihren Frauen. Eine Ode an das Muttersein und ein sehr realistischer Blick auf das Beziehungsleben mit Kind (Kindern). Amy Adams und Scoot McNairy spielen das sehr gut zusammen und das Drehbuch schafft es die Geschichte größtenteils ohne platte Klischees (außer die wahren..) zu erzählen. Ich denke jedes Paar das Kinder hat findet sich hier wieder und auch wenn es eigentlich keine Neuigkeiten sein sollten, kann man die hier angesprochenen Themen gar nicht oft genug verhandeln. Ein sehr eindringlicher Film den ich wie gesagt allen Vätern nur ans Herz legen kann, auch wenn man meint ein moderner Vater zu sein der seine Rolle vollumfänglich ausfüllt (was natürlich Quatsch ist), schafft der Film es durch gut gewählte Bilder und Dialoge, einem nochmal das Wesentliche vor Augen zu führen. Mothers are gods! Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert! Klare Empfehlung!
09
09.02.2025
King’s Land
Boah...falscher Film für einen Sonntagabend! Was für ein Brett. Ein dänischer Western im 18.Jahrhundert. Mads Mikkelsen in Topform. Der Film ist eine Tortur, im positiven Sinne. Mikkelsen bei seinem nahezu aussichtslosen Kampf zuzuschauen löste bei mir schon fast Krämpfe aus, so angespannt bin ich seiner Geschichte gefolgt. Ein wunderschön geschossener Film, mit einem eindringlichen Soundtrack und einer durchgehend starken Darsteller*Innen-Riege. Es gab mehr als eine Szene die für mich kaum zu ertragen war. Man kann sich vorstellen wie ein Hollywoodfilm diese Geschichte erzählt hätte, diese schablonenhafte Distanz hinter man sich bei derartigen Filmen dann gerne mal verstecken kann fällt hier leider weg. So oder so ähnlich wird es zugegangen sein und wahrscheinlich noch viel schlimmer. Ein absolut stimmiges, emotional packendes und mitreißendes Epos. Andere Filme brauchen für eine derart epische Geschichte drei Stunden, King's Land schafft ein Gefühl für diese Größe in knapp über zwei Stunden. PS: Wenn der Originaltitel zu Beginn in kompletter Bildschirmbreite und maximal verträglicher Bikdschirmhöhe zu seinem Soundtrack erscheint, beginnt man eine Vorstellung zu entwickeln auf was für eine Reise man sich da gerade einlässt: BASTARDEN! Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert! Klare Empfehlung!
Boah...falscher Film für einen Sonntagabend! Was für ein Brett. Ein dänischer Western im 18.Jahrhundert. Mads Mikkelsen in Topform. Der Film ist eine Tortur, im positiven Sinne. Mikkelsen bei seinem nahezu aussichtslosen Kampf zuzuschauen löste bei mir schon fast Krämpfe aus, so angespannt bin ich seiner Geschichte gefolgt. Ein wunderschön geschossener Film, mit einem eindringlichen Soundtrack und einer durchgehend starken Darsteller*Innen-Riege. Es gab mehr als eine Szene die für mich kaum zu ertragen war. Man kann sich vorstellen wie ein Hollywoodfilm diese Geschichte erzählt hätte, diese schablonenhafte Distanz hinter man sich bei derartigen Filmen dann gerne mal verstecken kann fällt hier leider weg. So oder so ähnlich wird es zugegangen sein und wahrscheinlich noch viel schlimmer. Ein absolut stimmiges, emotional packendes und mitreißendes Epos. Andere Filme brauchen für eine derart epische Geschichte drei Stunden, King's Land schafft ein Gefühl für diese Größe in knapp über zwei Stunden. PS: Wenn der Originaltitel zu Beginn in kompletter Bildschirmbreite und maximal verträglicher Bikdschirmhöhe zu seinem Soundtrack erscheint, beginnt man eine Vorstellung zu entwickeln auf was für eine Reise man sich da gerade einlässt: BASTARDEN! Hoher Unterhaltungswert! Mittlerer Wiederschauwert! Klare Empfehlung!