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Wer sah was?

Tagebuch: Master & Commander - Bis ans Ende der Welt

Welche MJ-User haben Master & Commander - Bis ans Ende der Welt zuletzt gesehen?
Community
2022
Aug
04
Master & Commander - Bis ans Ende der Welt
04.08.2022
Master & Commander - Bis ans Ende der Welt
Heute Abend zum dritten Mal an Bord der "HMS Surprise" gewesen und habe zusammen mit Russel Crowe die "Acheron" gejagt. Peter Weirs Seefahrer-Spektakel gehört zu den Filmen die mir nach jedem anschauen noch ein klein wenig besser gefallen. Der Film ist von Anfang an spannend, überzeugend gespielt und rasant erzählt. Dazu die berauschenden Bilder, der Soundtrack. Russel Crowe als Kapitän Jack Aubrey und Paul Bettany als Schiffsarzt Stephen Maturin sind grandios, ach, was sage ich, die ganze Schauspielriege, kann sich wirklich sehen lassen und spornt sich zu Höchstleistungen an. Der Film ist bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt. Wir sehen einen überforderten, jungen Leutnant, der sich als Opfer des Lagerkollers für die Mannschaft opfert. Wir sehen auch, wie damals üblich, 13-jährige Offiziersanwärter, die Matrosen, die ihre Väter sein könnten, im Kampf befehligen. Die Szene als der Schiffsjunge Blakeney (Max Pirkis), gleich beim ersten Gefecht so stark verwundet wird, dass sein Arm amputiert werden muss, tut so weh beim anschauen. Genauso wenn Paul Bettany sich tatsächlich selber am Bauch notoperiert, nachdem er versehentlich von einem eigenen Offizier angeschossen wurde, was für Bilder. Malerische Landschaften und bezaubernde Seeaufnahmen wechseln sich mit grauem Nebel, schwindelerregenden Höhen auf den Masten und rasant geschnittenen Actionszenen ab. Im Mittelpunkt stehen neben dem Zweikampf der Kriegsschiffe und den verschiedenen Persönlichkeiten Aubreys und Maturins das raue Leben auf See, der Mikrokosmos auf dem Schiff und der Kampf des Individuums gegen die Naturgewalten. Das man den Feind eigentlich nie zu Gesicht bekommt, gleichwohl das französische Schiff des öfteren am Horizont auftaucht, diese Taktik des unsichtbaren Feindes funktioniert hervorragend, die Franzosen selbst bekommt man erst bei der Schlussschlacht zu sehen. Was mir besonders gefällt, bis auf den Showdown und ein paar Shots in der Mitte des Films verlassen wir nie die "Surprise", also 90% des Films sind wir an Bord dieser Fregatte. Auch die ruhigen Momente auf den Galápagos-Inseln tun dem Film gut, dort erlaubt Aubrey seinem Freund Maturin, sich auf den Inseln zu erholen und die Natur der Insel zu erforschen. Mit der Ruhe ist es vorbei als der Schiffsarzt das feindliche Schiff in einer Bucht ankern sieht. Dieser Film beschreibt ein Katz und Maus Spiel, bei dem man sich nie wirklich sicher sein kann wer die Katze, und wer die Maus ist. Bei jeder der häufigen Begegnung der Surprise und der Acheron werden die Karten neu verteilt, wobei der Schwächere in der Regel flieht. Wann kommt es zum entscheidenden Gefecht? Neben Master and Commander sieht jede andere Seeschlacht, die man bisher gesehen hat, aus wie eine Aufführung der Augsburger Puppenkiste. Niemals wurde das Leben auf einem Schlachtschiff und der Seekrieg im beginnenden 19. Jahrhundert so realistisch verfilmt. Unterm Strich, ganz großes Kino, ein ganz tolles Seefahrerdrama von Peter Weir, für mich ein Meisterwerk.
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Heute Abend zum dritten Mal an Bord der "HMS Surprise" gewesen und habe zusammen mit Russel Crowe die "Acheron" gejagt. Peter Weirs Seefahrer-Spektakel gehört zu den Filmen die mir nach jedem anschauen noch ein klein wenig besser gefallen. Der Film ist von Anfang an spannend, überzeugend gespielt und rasant erzählt. Dazu die berauschenden Bilder, der Soundtrack. Russel Crowe als Kapitän Jack Aubrey und Paul Bettany als Schiffsarzt Stephen Maturin sind grandios, ach, was sage ich, die ganze Schauspielriege, kann sich wirklich sehen lassen und spornt sich zu Höchstleistungen an. Der Film ist bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt. Wir sehen einen überforderten, jungen Leutnant, der sich als Opfer des Lagerkollers für die Mannschaft opfert. Wir sehen auch, wie damals üblich, 13-jährige Offiziersanwärter, die Matrosen, die ihre Väter sein könnten, im Kampf befehligen. Die Szene als der Schiffsjunge Blakeney (Max Pirkis), gleich beim ersten Gefecht so stark verwundet wird, dass sein Arm amputiert werden muss, tut so weh beim anschauen. Genauso wenn Paul Bettany sich tatsächlich selber am Bauch notoperiert, nachdem er versehentlich von einem eigenen Offizier angeschossen wurde, was für Bilder. Malerische Landschaften und bezaubernde Seeaufnahmen wechseln sich mit grauem Nebel, schwindelerregenden Höhen auf den Masten und rasant geschnittenen Actionszenen ab. Im Mittelpunkt stehen neben dem Zweikampf der Kriegsschiffe und den verschiedenen Persönlichkeiten Aubreys und Maturins das raue Leben auf See, der Mikrokosmos auf dem Schiff und der Kampf des Individuums gegen die Naturgewalten. Das man den Feind eigentlich nie zu Gesicht bekommt, gleichwohl das französische Schiff des öfteren am Horizont auftaucht, diese Taktik des unsichtbaren Feindes funktioniert hervorragend, die Franzosen selbst bekommt man erst bei der Schlussschlacht zu sehen. Was mir besonders gefällt, bis auf den Showdown und ein paar Shots in der Mitte des Films verlassen wir nie die "Surprise", also 90% des Films sind wir an Bord dieser Fregatte. Auch die ruhigen Momente auf den Galápagos-Inseln tun dem Film gut, dort erlaubt Aubrey seinem Freund Maturin, sich auf den Inseln zu erholen und die Natur der Insel zu erforschen. Mit der Ruhe ist es vorbei als der Schiffsarzt das feindliche Schiff in einer Bucht ankern sieht. Dieser Film beschreibt ein Katz und Maus Spiel, bei dem man sich nie wirklich sicher sein kann wer die Katze, und wer die Maus ist. Bei jeder der häufigen Begegnung der Surprise und der Acheron werden die Karten neu verteilt, wobei der Schwächere in der Regel flieht. Wann kommt es zum entscheidenden Gefecht? Neben Master and Commander sieht jede andere Seeschlacht, die man bisher gesehen hat, aus wie eine Aufführung der Augsburger Puppenkiste. Niemals wurde das Leben auf einem Schlachtschiff und der Seekrieg im beginnenden 19. Jahrhundert so realistisch verfilmt. Unterm Strich, ganz großes Kino, ein ganz tolles Seefahrerdrama von Peter Weir, für mich ein Meisterwerk.
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