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Ergebnisse der Umfrage

Wie viel Veränderung darf eine neue "Narnia" oder "Harry Potter"-Verfilmung?
So viel wie nötig – es ist am Ende ja eine Neuinterpretation
333
46%
 
Mir ist das egal – Hauptsache, die Qualität stimmt insgesamt
145
20%
 
Zumindest bei Figuren und Charakteren sollte man sich exakt an die Vorlage halten
130
18%
 
Änderungen sind okay, solange die gute Geschichte erhalten bleibt
105
14.5%
 
Ich möchte eine exakt werkgetreue Verfilmung - in jeder Hinsicht
9
1.2%
 
Gesamt: 724 Stimmen
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4 Kommentare
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DrStrange : : Moviejones-Fan
30.09.2026 00:49 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 4.148 | Reviews: 75 | Hüte: 172

Ich denke auch das der Ansatz von @MrBond hier ganz richtig ist mit "kommt darauf an". Im Prinzip muss man damit leben: Buch ist Buch und Film ist Film. Vieles was in Büchern ausufernd beschrieben wird, kann man nicht direkt umsetzen und muss in die allgemeine Optik "einfließen", oder nimmt man die Gedankenwelt von Personen, die muss man sich ebenfalls "dazudenken" im filmischen Medium, wenn man nicht ständig einen "Off-Kommentator" einsetzen will.

Entscheidend ist wohl, dass man erkennt, was für die grundsätzliche Idee hinter der Geschichte entscheidend ist, und dies versucht auf die eine oder andere Weise, adäquat umzusetzen. Das ist ein schmaler Grat und daran sind schon viele mit Pauken und Trompeten gescheitert.

Harry Potter hat wohl eine gute Gelegenheit, sich als Serie nun deutlich mehr Zeit zu lassen und deutlich näher an die Bücher heranzukommen, als es ein Film je schaffen kann. Ob das im Gesamtbild funktioniert, steht auf einer ganz anderen Karte.

Narnia dagegen lehnt ja bereits im Vorfeld ganze Grundsätze der Vorlage rigoros ab und will zugunsten einer „moderneren Woke-Verfilmung“, deren oberste Prio natürlich zuerst die Diversität darstellt, einen neuen Weg gehen. Aber gerade die Ablehnung der christlichen Werte der Vorlage, ist ein unverzeihlicher Eingriff und daher wird diese Verfilmung mit Sicherheit seine Probleme haben.

Ein interessantes Beispiel von Interpretationen, bleibt für mich Verhoevens „Starship Trooper“. Wer den Roman von Heinlein kennt, weiß das es sich hier nicht mal ansatzweise um eine Verfilmung davon handelt, sondern um einen Actionfilm, der sich das „Setting“ entliehen hat. Das funktioniert als Sci-Fi-Actionfilm mit Gesellschafts- und Militärsatire hervorragend in Verhoevens Umsetzung, ist aber bezogen auf den Roman eigentlich reiner Etikettenschwindel.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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Rotwang : : Moviejones-Fan
29.09.2026 14:30 Uhr
0
Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.550 | Reviews: 0 | Hüte: 44

Es gibt ja auch Vorlagen, die extrem dünn sind, die Vorlage zu Total Recall oder Minority Report als Beisspiele.Da muss man ergänzen sonst reicht das wür eine TV Episode.

Wenn es nicht zur Handlung beitrgt ist es okay anzupassen, so wie bei Dune Doctor Kynes als Frau, Schneewitchen fand ich unnötig, Snape ist mir egal, ein schwarzer Weasly würde ich blöder finden, selbst Dennis Rodman sah mit rotem Haar blöd aus und der war ansonsten schon recht cool.

Bei HBO vertraue ich dass die was brauchbares liefern werden.

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bartacuda : : Mitternächtlicher Haijäger
29.09.2026 10:18 Uhr | Editiert am 29.09.2026 - 10:20 Uhr
0
Dabei seit: 03.03.10 | Posts: 4.523 | Reviews: 0 | Hüte: 362

Ich schließe mich im Groben Bond an und sage auf "kommt drauf an". Es gibt Geschichten, die sind in einem bestimmten zeitlichen Kontext enstanden. nehmen wir das u.a. Bsp. des Klassenzimmers. Hier finde ich es richtig und vielleicht auch wichtig, wenn man den Kern der Geschichte vermitteln will, ihn an die Zeit anzupassen um ihn dem aktuellen Publikum zugänglich zu machen. Sei da die 90er Verfilmung, die das ganze in den Zusammenhang mit der Zeit nach der D/D Wende legt oder die aktuellste, die sich von dem klassischen "Jungeninternat" trennt und auch weibliche Figuren in den Vordergrund stellt. Ähnlich verhält es sich zB bei Emil und die Detektive, wo ja gerade mal wieder ein neuer Aufguss ansteht.

Zu der Eingangsfrage nach "wieviel verträgt Potter", Gegenfrage, im Vergleich zu was? Zu den bisherigen Verfilmungen, mit Ausnahme vielleicht Teil 1&2, ne Ganze Menge. Dazu wurde an anderer Stelle schon viel gesagt. Im Vergleich zum Buch? Für mich persönlich wenig.

Ich bin da aber vielleicht auch nicht der richtige Maßstab. Wenn mir ein Buch gefällt und ich der Verfilmung entgegen sehe, lege ich persönlich Wert auf die Diinge, die mir im Buch wichtig waren. Werden diese ignoriert/geändert bzw. wird durch die Umsetzung an anderer Schwerpunkt gesetzt, dem ich nicht folgen kann, gefällts mir schon mal deutlich weniger. NegativBsp. Ready Player One, Ich bin Legende, unendliche Geschichte. Positiv trotz Änderungen/Abstrichen Herr der Ringe, Marsianer, der Astronaut

... ... aber lass uns ganz offen sein, Du hast nie Wert gelegt auf meine Freundschaft!
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MrBond : : Imperialer Agent
29.09.2026 09:48 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.124 | Reviews: 30 | Hüte: 645

Spannende Frage und ich muss zugeben, dass ich geteilter Meinung bin. Eigentlich würde ich sagen, ja, wenn ein Buch "neu interpretiert" wird, darf man da schon künstlerische Freiheit akzeptieren. Es gibt eine Menge Beispiele, in denen ich Neuinterpretationen gut, teilweise besser fand, als das werksgetreue Original. Manche Geschichten gewinnen tatsächlich an Charme, wenn sie mal aus einer anderen Sicht interpretiert werden, wenn sie in einer anderen Zeit spielen, oder wenn neue Personen eingeführt werden, die es im Original nicht gibt.

Teilweise sind es natürlich auch solche Fälle, bei denen ich einfach mit einer "Neuinterpretation" aufgewachsen bin und entsprechend das Original, bzw. die literarische Vorlage gar nicht kannte, wie z.B. das 1973er Fliegende Klassenzimmer. Rückblickend würde ich sagen, dass diese Version nicht die beste ist und insbesondere die Kinderdarsteller recht bescheiden gespielt haben. Die Romanvorlage darf man da gar nicht erst hinzuziehen. Aber hey, ich liebe diesen Film immer noch.

Unter`m Strich steht und fällt die Neuinterpretation mit der Art, wie sie umgesetzt wird. Ist die Story immer noch eindeutig erkennbar, die Protagonisten sympathisch, die Inszenierung gelungen und catcht mich ganz einfach, dann passt das für mich vermutlich in den meisten Fällen. Allerdings würde ich - stand heute - annehmen, dass eine Neuverfilmung von Star Wars (Original Trilogie) in meiner Welt ein Sakrileg wäre.

Ich würde die Frage "Wie viel Veränderung darf eine neue "Narnia" oder "Harry Potter"-Verfilmung?" also mit einem klaren "Kommt drauf an" beantworten.

“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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