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Avatar - Die sieben Häfen

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Sind zwei Avatare besser als einer?

Avatar - Die sieben Häfen Review

Avatar - Die sieben Häfen Review
1 Kommentar - 03.11.2026 von Moviejones (Alex Wall)
Wir haben uns "Avatar - Die sieben Häfen" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Review, ob sich diese Serie lohnt.
Avatar - Die sieben Häfen

Bewertung: 4 / 5

Mehr als zehn Jahre nach dem Ende von Die Legende von Korra, kehrt das Avatar-Franchise mit der neuen Serie Avatar - Die sieben Häfen auf unsere Bildschirme zurück. Die Showrunner bisher aller Serien, Michael Dante DiMartino und Bryan Konietzko, haben schon mit dem diesjährigen Film Avatar Aang - Der Herr der Elemente bewiesen, dass sie ihr Universum und ihre Charaktere noch gut kennen. Nun müssen sie beweisen, dass sie die gleiche Magie auch ohne den Nostalgiefaktor bekannter Figuren transportieren können. Warum das nicht ganz aufgeht, die Serie aber dennoch viel Potenzial bietet, lest ihr in unserer Review zur ersten Staffel.

Avatar - Die sieben Häfen Staffel 1 Review

Die Ära des vorherigen Avatars Korra endete mit dem Kataklysmus, der die Welt zerstörte und die Menschheit zur Errichtung von sieben Häfen zwang, die als letzte Zufluchtsorte dienen. Seitdem wird der Avatar von den meisten Menschen gehasst und gefürchtet. Der Hafen von Ellora wird von Kayoko regiert, die auf Unterstützung durch den späteren Brigadenkommandanten Karthik zählen kann. Die Brigade ist eine Ansammlung von Bändigern, die zum Schutz der Stadt zwangsrekrutriert werden.

Trailer zu Avatar - Die sieben Häfen

So lernen sich 200 Jahre nach den Geschehnissen von Die Legende von Korra die beiden Zwillingsschwestern Pavi und Nisha kennen, die in jungen Jahren voneinander getrennt wurden. Nisha ist Karthiks Schützling und wird von ihm und wenigen Weiteren heimlich als Avatar ausgebildet. Als Luftbändiger Jae herausfindet, dass Pavi ebenfalls alle vier Elemente bändigen kann, wird klar: Es gibt zwei Avatare. Zeitgleich verschlechtert sich die Lage von Ellora zunehmends und Intrigen gefährden die Geheimhaltung der Existenz der Avatare.

Setting mit vielen Fragezeichen

Wir erwähnten bereits in unserem Ersteindruck, dass das neue Setting einige spannende Anhaltspunkte liefert. Allem voran natürlich die Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte? Dass hinter dem Kataklysmus mehr steckt als ein böser Avatar Korra, war bereits von Beginn an offensichtlich. Auch das Mysterium, was es mit dem seltsamen, roten Wesen aus den Trailern und ersten Folgen auf sich hat, nährte etliche Spekuationen in der Fangemeinde.

Diese Spekulationen dürften erstmal nicht abreißen, denn erklärt uns Avatar - Die sieben Häfen im Verlaufe seiner 13 Folgen zwar einiges. Doch reichen die 20 minuten Laufzeit pro Folge bei weitem nicht aus, um uns alles zu verraten. Schließlich ist die zweite Staffel laut Branchenberichten bereits fertiggestellt, während Paramount und Nickelodeon kurz nach Start der Serie bereits zwei weitere Staffeln bestellten. Jedoch verstehen es die Showrunner ziemlich gut, Mysterien aufzubauen und langsam zu entfalten. Es ist nicht nervig alles, noch nicht alles zu wissen. Stattdessen fiebern wir mit, achten auf Details und erschaffen Theorien.

Vor allem ab der zweiten Hälfte zieht die Geschwindigkeit an und die Ereignisse überschlagen sich beinahe. Das wirkt dennoch plausibel. Wir werden zwar mit Wendungen und Bruchstücken von Erklärungen bombadiert, diese fügen sich aber nach und nach zusammen. Nach dem Finale sind wir somit zwar nicht allwissend, aber zufrieden. Und wir können es kaum abwarten, mehr von dieser Welt, den Hintergründen und größtenteils auch der tatsächlichen Geschichte von Pavi und Nisha zu sehen.

Pavi und Nisha funktionieren, aber nicht immer gut

Denn in Avatar - Die sieben Häfen geht es ja immer noch um die aktuellen Avatare Pavi und Nisha. Pavi wirkt dabei ruhiger als die hitzköpfige Nisha. Während Pavi der Konfrontation lieber aus dem Weg geht, kann es Nisha kaum erwarten, ins Gefecht zu stürmen. Diese Dynamik ist interessant, vor allem zum Finale hin. Und mit der finalen Entscheidung Pavis, eröffnet das auch spannende Möglichkeiten der Charakterentwicklung. Nur nervt der Aufbau dieser Dynamik ein wenig.

Die Episoden vier bis sechs wirken fast wie Filler-Folgen. Sie machen uns mit Ellora, seinen Einwohnern und den Zwillingen vertraut, etwas wirklich Wichtiges passiert aber nur in Folge sechs. Diese drei Folgen fühlen sich zudem etwas deplatziert an, weil sie deutlich harmloser und lustiger gehalten sind, wenngleich der Humor in den anderen Folgen besser zündet.

Nichtsdestotrotz sehen wir über die Staffel hinweg klare Entwicklungen bei den Charakteren, die sich langsam aufbauen. So wird Kayoko durch die Geschehnisse immer paranoider, Jae erkennt die Wichtigkeit eigener Entscheidungen, Pavi lernt über sich hinaus zu wachsen und Nisha lernt, dass ihr etwas Demut gut täte. Es gibt außerdem viele weitere spannendere Charaktere, auf deren Wiedersehen wir uns freuen.

Keine falsche Scheu vor düsteren Themen

Dass die Charektere sich entwicklen dürfen ist auch dem Mut zu verdanken, ernste Themen anzugehen. Denn eigentlich richtet sich die Serie ja auch an Kinder. Während das bei Die Legende von Korra für Budgetkürzungen seitens Nickelodeon geführt hat, scheint sich die Meinung in den Chefetagen dazu mittlerweile geändert zu haben. Durch diese Auswahl düsterer Themen, die einen bewegen und mitnehmen können, bleiben die Folgen auch für erwachsene Zuschauer interessant.

Vor allem die Suche nach den Eltern der Zwillinge nimmt in den finalen Folgen eine düstere, nicht vollends aufgeklärte Wendung. Hier spielen etwa Verlust und Zugehörigkeit eine Rolle. Während Nisha zuvor grundlos wütend und eingebildet erscheint, macht eine Szene sie extrem menschlich und verletzlich. Gerade vor diesem Hintergrund ist der weitere Weg von ihr so interessant, denn sie muss lernen ihre Fehler einzusehen und ihre Wut zu bändigen.

Auch Jae gerät in den Fokus ernster Themen. Nicht nur muss er seine Vorstellungen vom Avatar und die unbedingte Loyalität zu Ellora in Frage stellen, er wird dazu gezwungen schmerzhafte Entscheidungen zu treffen. Nicht zuletzt stellt sich auch die Frage, wie man jemanden lieben kann, der auf der Seite des Feindes steht, weil man sich selbst geändert hat.

Diskussionspunkt Animationsstil

Im Vorfeld von Avatar - Die sieben Häfen diskutierten die Fans über den Animationsstil. Nicht wenige sehen im Look einen Rückschritt im Vergleich zu Die Legende von Korra. Einige sprechen gar davon, dass die Serie völlig anders aussehe. Wir können die Kritik in Teilen nachvollziehen. Gerade in den Action-Szenen gefällt uns Die Legende von Korra besser, von der Inszenierung wirkt selbst das 20 Jahre alte Avatar - Der Herr der Elemente besser. Auch Emotionen sahen schon besser aus.

Nichtdestotrotz gibt es auch gute Dinge am neuen Stil. So passt die Farbpalette gut zum Setting und liefert schöne Panorama-Bilder. Allgemein sticht das Design der Welt hervor, wenngleich Ellora zum Teil etwas leblos aussieht. Hier würden wir uns in Zukunft aber dennoch ein Upgrade wünschen, vor allem wenn Staffel drei und vier mit höherem Budget ausgestattet sein sollten.

Fazit

Mit Avatar - Die sieben Häfen können wir exklusiv auf Paramount+ endlich wieder in die Welt von Avatar eintauchen. Zwar hat sich diese stark verändert, die Mysterien, Figuren und Geschichten kommen aber nahe an das heran, was Avatar - Der Herr der Elemente und Die Legende von Korra so legendär gemacht hat. Größter Kritikpunkt ist der etwas schwache Animationsstil, während in der Mitte auch etwas Langeweile entsteht. Doch lässt uns ein großartiges Finale mit etlichen spannenden Anknüpfungspunkten für die Zukunft optmistisch bleiben, dass die kommenden Staffeln eine erneut einzigartige Serie kreieren werden.

Avatar - Die sieben Häfen Bewertung
Bewertung des Films
810

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DrGonzo : : Drachenzähmer
03.11.2026 07:22 Uhr
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Dabei seit: 02.12.10 | Posts: 3.287 | Reviews: 0 | Hüte: 149

Ich würds echt gerne schauen - genauso wie den Avatar Film, aber noch einen Streamingdienst möchte ich mir nicht leisten.

"Fuck the kingsguard, fuck the city, fuck the king."

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