Jay Gardiner möchte nach den Überresten seines verstorbenen Vaters suchen, der beim Tauchen ums Leben kam. Dabei wird Jay jedoch von einem riesigen Pottwal überrascht, der ihn zufällig in sein Maul zieht. Im Innern des riesigen Säugetiers angekommen, stellt Jay fest, dass er nur noch für 60 Minuten Luft hat. Ein Überlebenskampf beginnt.
Whalefall ist sicherlich nicht frei von Fehlern. Aber ein Film mit so einer absurden Geschichte - der Trailer hat es angedeutet - hat dann doch irgendwie Mut.
Nach dem Trailer hätte man den Eindruck gewinnen können, dass es sich hier ume eine Trashperle handeln könnte, Josh Brolin ist für die Promo mit im Cast, ist aber vielleicht nur 2 Minuten zu sehen. Ansonsten gibt es jede Menge absurder Walaction.
Doch dem ist nicht so, der Film nimmt sich unglaublich ernst und erzählt eine tiefer Vater-Sohn Geschichte zwischen Austin Abrams und eben Josh Brolin. Diese Geschichte wird von zahlreichen Rückblenden begleitet, sodass man immer wieder auch Szenen mit dem Hollywoodstar zu sehen bekommt.
Aber im Kern steht wirklich Abrams, sein Tauchgang und die Begegnung mit dem Wal. Das ist wirklich stark eingefangen, teilweise bizarr, teilweise eklig, teilweise sehr gruselig. Wenn etwa Jay im Innern des Wals auf einen Kraken trifft, tauchen schon leichte Alien-Vibes auf.
Die Geschichte basiert auf einem Roman von Daniel Kraus (US Amerikaner) und soll offenbar sehr gut recherchiert und im Buch auch wissenschaftlich dargelegt werden. So ist das Szenario ansich augenscheinlich ziemlich an den Haaren herbeigezogen, der Film präsentiert es trotzdem so, als könnte es tatsächlich so funktionieren. Wir bewegen uns also weit weg vom Trashfestival.
Zudem mag ich, dass Jay wirklich sehr geschunden wird und dieses Abenteuer mit klaren körperlichen Spuren durchläuft.
Was insbesondere hinten raus etwas anstrengend ist, ist wenn der Film bei der Vater-Sohn-Geschichte teilweise sehr ins esoterische abdriftet. War mir hier und da eine ganze Schippe zu viel. Aber durch die allgemein knackige Laufzeit fällt dieses Manko nicht so stark ins Gewicht.
Für mein Geschmack ein ungewöhnlicher Film, den man sich durchaus anschauen kann, insbesondere wenn man sich für Wale oder auch fürs Tauchen interessiert.
Meine Bewertung
Einer meiner meisterwartetsten Filme des Jahres 2026, seit ich vor 2-3 Jahren zum ersten Mal von der Handlungsprämisse gelesen hatte. Nun...
Über weite Teile handelt es sich bei "Whalefall" um einen spannenden, beklemmenden und ekelerregenden Survivalhorrorthriller, Austin Abrams versucht sich schreiend und stöhnend aus dem Wal zu kämpfen, während sein Körper komplett geschunden wird. In Kombination mit "Weapons" und "Resident Evil" erweist sich Abrams klar als Scream King des aktuellen Kinos.
Gleichzeitig möchte "Whalefall" über Flashbacks auch ein Drama über einen Sohn erzählen, der stark unter dem Autoritären und den Misshandlungen seines todkranken Vaters gelitten hat, sich vor dem Tod des Vaters nie mit ihm verbinden und aussprechen konnte und diese Konflikte und Traumata nun irgendwie verarbeiten muss. Josh Brolin spielt den Vater, grobschlächtig und breit angelegt in der Charakterisierung, in den Dialogen und im Auftreten. Entsprechend fungiert der Wal als Metapher für die Vaterfigur und das Einverleiben durch die Traumata. Je weniger man von Brolin zu sehen und hören bekommt, desto besser und fokussierter gestaltet sich der Film, dennoch bilden das Drama und die Metaphorik zumindest noch einen soliden Rahmen für den Survivalthriller und die Geschichte findet einen stimmigen und konsequenten Abschluss.
Dann kommt jedoch der letzte Akt und die Autoren entscheiden sich für ein Finale und eine Auflösung, welche jegliche Suspension of Disbelief, die man dem Szenario bisher noch entgegengebracht hat, vollkommen auflösen. Absurde Zufälle und Geschehnisse reihen sich aneinander und die ohnehin schon nicht subtile Metaphorik wird nun wortwörtlich verstanden, wodurch der Film komplett in Esoterik und Kitsch abdriftet.
Meine Bewertung
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Hab den Trailer ein paar Mal im Kino gesehen und der hat mir echt gut gefallen.
Der Film gibt einem auch das, was der Trailer verspricht. Einen atmosphärischen Unterwasser-Survival-Thriller, bei dem der Hauptcharakter versucht, aus dem Inneren des Wals herauszukommen. Dabei hilft ihm das, was sein verstorbener Vater ihm beigebracht hat. Dies sieht man durch regelmäßige Flashbacks, sowie seine generelle Beziehung zu seinem Vater, die kompliziert war. Wer Ähnliches erlebt hat, den spricht der Film bestimmt besonders an.
Die visuellen Effekte fand ich gut, und auch die praktischen Effekte (was die Szenen im Inneren des Wals sicherlich oft waren) gefielen mir. Auch der Ton war gut und die Atmosphäre beklemmend. Den Score fand ich ebenfalls gut. Klasse war wie üblich Austin Abrams Leistung in der Hauptrolle, aber auch Josh Brolin konnte in seinen Szenen überzeugen. Spannend war der Film durchweg, die 100 Minuten vergingen schnell.
Dass Jay überlebt konnte man sich ja denken, aber wie er aus dem Wal herauskommt, hätte ich nie erratet.
Fazit: Definitiv sehenswert, sowas sieht man schließlich nicht alle Tage. Und im Kino kam der Film wie erhofft echt geil rüber, also wenn man ihn schauen möchte, dann dort.
Meine Bewertung
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