Ein geisteskranker amerikanischer General, Jack D. Ripper, fühlt sich durch die kommunistische Weltverschwörung mehr und mehr bedroht. Eines Tages dreht er völlig durch: Er setzt die amerikanische Atombombenflotte Richtung Sowjetunion in Marsch. Weil der General das Geheimnis des Rückruf-Codes schließlich mit ins Grab nimmt, ist der amerikanische Präsident Muffley gezwungen, dem Sowjetpremier am Roten Telefon alle Einzelheiten über die anschwebenden Todesbomber zu verraten. Die rote Abwehr kann alle Bomber abschießen - bis auf einen!
In Vorbereitung auf Digger wieder geschaut.
Das ist schon eine echt geniale Satire, welche nicht nur den Kalten Krieg und das Wettrüsten zwischen Russland und den USA auf die Schippe nimmt, sondern zeitgleich noch die Nazis mit ins Boot holt und die männliche Überheblichkeit aufgreift.
Trotz toller Kamerafahrten ist der Film in seiner Gesamtpräsentation leider schon etwas eingerostet, sodass ich ihn nicht sonderlich zugänglich finde. Da sind andere Werke aus der Zeit etwas moderner. Aber vielleicht war das auch ein stilistisches Mittel gewesen.
Meine Bewertung
Gerade zum ersten Mal gesehen wegen der 1960er-Wahl. Ein Meisterstück politischer Satire, nahezu einschlägige Reviews und Analysen zum Film finden sich im Netz in großer Zahl, daher mache ich mir nicht die Mühe, selbst einen Text zu schreiben. 8,5/10 Punkten.
Ich liebe es, wie der Schauspieler des sowjetischen Botschafters merklich und letztendlich nur halbwegs erfolgreich bemüht ist, während der finalen Strangelove-Szene in seiner Rolle zu bleiben, anstatt sich einfach wegzuömmeln (ab Minute 3:00). Da wäre ich gerne am Set dabei gewesen oder würde mir die Outtakes ansehen wollen, denn das muss ja schon der beste Take gewesen sein^^
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."