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Insidious - Out of the Furher

Kritik Details Trailer News
Jumpscares aus der Resteverwertung

Insidious - Out of the Furher Kritik

Insidious - Out of the Furher Kritik
0 Kommentare - 24.08.2026 von John-Dorian
In dieser Userkritik verrät euch John-Dorian, wie gut "Insidious - Out of the Furher" ist.
Insidious - Out of the Furher

Bewertung: 1 / 5

Ich würde nicht so weit gehen, Insidious als mein Guilty Pleasure zu bezeichnen, aber es gibt zwei Franchises aus einer Zeit, in der ich in einem Zustand geistiger Umnachtung eine Tradition daraus gemacht habe, bei jedem neuen Eintrag ins Kino zu gehen: Evil Dead mit einer Freundin, Insidious mit meinem Bruder. Beide Traditionen sollten spätestens nach diesem Jahr gründlich überdacht werden.

Insidious 6 erfindet die Formel der Reihe nicht neu. Er versucht zwar, neue Akzente zu setzen, indem diesmal auch Dinge aus dem Ewigreich mit in die reale Welt transportiert werden können, aber im Grunde ist es einfach ein weiterer Aufguss der bekannten Story. Ich würde sagen, dass der Film kein kompletter Reinfall wie sein Vorgänger ist, aber diesen zu toppen, ist nun wirklich noch kein Garant für Qualität.

Trailer zu Insidious - Out of the Furher

Ich fühlte mich während des Films ständig an eine dieser Direct-to-VHS-Fortsetzungen erinnert, die es damals zuhauf gab. Die Nebendarsteller sind teilweise so furchtbar besetzt, dass praktisch sofort ersichtlich ist, wer hier lediglich als Kanonenfutter dient. Entsprechend muss der Film eigentlich von einem, vielleicht zwei Darstellern getragen werden, die das den Umständen entsprechend auch ganz solide machen. Da die Story selbst kaum etwas hergibt, versucht man stattdessen, sich mit Jumpscares über Wasser zu halten.

Vielleicht liegt es an meinem Alter, aber ich bin mittlerweile total anfällig für so etwas und wirklich leicht zu erschrecken. Hier zieht allerdings nicht eine einzige dieser Szenen. Ich habe mich wirklich nicht ein einziges mal erschreckt. Keine Ahnung, ob es ausschließlich an der Umsetzung liegt, aber wahrscheinlich trägt auch seinen Teil dazu bei, dass man all das in sämtlichen Variationen schon fünfmal vorher gesehen hat. Dazu kommt, dass selbst einen großen Teil der Jumpscares aus Teil 6 bereits der Trailer vorweggenommen hat. Alles in diesem Film war zu erwartbar.

Und darüber hinaus gibt der Film schlicht nicht viel her.

Kameratechnisch ist das alles grundsätzlich in Ordnung, wobei mir eine Szene besonders im Kopf geblieben ist, in der es meiner Ansicht nach einen katastrophalen Fehler im Gegenschnitt gibt: Die komplette Lichtstimmung verändert sich innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde. Und nein, ich meine damit nicht den Wechsel ins Ewigreich, bei dem sich Licht und Stimmung ja ohnehin verändern. Dazu kommt eine weitere Szene, die eigentlich in einem ernsten Setting stattfindet, dann allerdings so lächerlich ist, dass sie wie ein kompletter Fremdkörper im Film wirkt. Ich mein: Wenn der Hund auf dem Schoß des Kinderdarstellers plötzlich verschwindet und sie stattdessen den Dämonenkopf vorfindet, der sie mit einem gespielten Bellen erschreckt , mag das in einen Evil Dead passen – sofern die Reihe zum Humor zurückfindet. In einen Film, der sich und den Dämon die 85 Minuten vorher ausschließlich ernst nimmt, passt das einfach nicht rein.

Beendet wird das Ganze schließlich mit einem durchaus durchschaubaren Finale. Noch durchschaubarer als das Finale selbst ist eigentlich nur die Finte, mit der man dem Zuschauer vorgaukeln möchte, dass es eben nicht so enden wird, wie man von Anfang an erwartet.

Am Ende bleibt ein völlig belangloser Streifen aus einer Reihe, deren Zeit spätestens jetzt abgelaufen sein sollte. Ich lande hier tatsächlich nur bei einem Stern – und auch nur deshalb, weil ich dem Vorgänger retrospektiv und aus dem Gedächtnis heraus einen halben Stern geben würde und dieser hier zumindest minimal darüber liegt.

Kein Wiederschauwert. Belanglos.

Insidious - Out of the Furher Bewertung
Bewertung des Films
210

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