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Evil Dead Burn

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Evil Dead Burn – Leider völlig ausgebrannt

Evil Dead Burn Kritik

Evil Dead Burn Kritik
0 Kommentare - 23.07.2026 von John-Dorian
In dieser Userkritik verrät euch John-Dorian, wie gut "Evil Dead Burn" ist.
Evil Dead Burn

Bewertung: 1.5 / 5

Bevor mich die Sommergrippe lahmlegte, war ich vergangenes Wochenende Evil Dead Burn schauen und möchte hier kurz meine Gedanken zum Film darlegen. Ich bin jetzt kein Die-hard-Fan der Reihe, aber irgendwie begleitet sie mich doch schon mein ganzes Leben lang. Als ich noch zu jung war, um die Filme zu schauen, war im Bekanntenkreis meiner Eltern oft die Rede von diesem indizierten Film und der Szene mit dem Baumstamm. Gedanklich hat sich so bereits vor der ersten Sichtung eine Art Kult aufgebaut, sodass der Kinobesuch beim Remake von 2013 für mich Pflichtprogramm war.

13 Jahre später bin ich eigentlich nicht mehr so abgebrüht, dass ich mir gewisse Dinge problemlos ansehen kann. Gemeinsam mit der Freundin, die ich damals durch das Herunterspielen des Ekelgrades in das Remake gelockt habe, hat sich jedoch die Tradition entwickelt, einen Evil Dead-Film im Kino zu schauen, sobald ein neuer anläuft. Nachdem Evil Dead Rise für mich nicht annähernd an das Remake herangereicht hat, war ich umso gespannter auf Evil Dead Burn. Leider verließ ich das Kino dieses Mal noch enttäuschter, als ich es bei Rise getan hatte.

Trailer zu Evil Dead Burn

Die ersten fünf Minuten ließen mich zunächst skeptisch zurück, da ich durch die Einstiegsszene am See und den anschließenden Cut auf die Party deutliche Parallelen zum Aufbau von Rise sah. Ich befürchtete, hier einen Abklatsch zu bekommen. Das stellte sich im weiteren Verlauf zwar als Fehlschluss heraus, machte den Film aber auch nicht sonderlich besser.

Im Gegensatz zu Rise hatte Burn durchaus Szenen, die ordentlich blutig und damit typisch Evil Dead waren. Während bei Rise jedoch das Pacing stimmte, die blutigen Szenen dann aber immer ausgebremst wurden, obwohl das Remake sie bis zum Ende durchexerziert hätte, besitzt Burn zwar ein oder zwei solcher Szenen, dafür ist das Pacing insgesamt grausam. Zwischen diesen Szenen passiert schlichtweg nichts, und die Zeit wird mit der Suche nach einem Relikt oder mit irgendwelchem Blödsinn aufgefüllt.

Teilweise werden Situationen so erzwungen, dass Szenen entstehen, die bei aller Familienliebe wirklich vorne und hinten keinen Sinn ergeben. Da bricht die Hölle los und es passieren Dinge, die nun wirklich nicht von dieser Welt sind – und trotzdem reicht man der demenzkranken Mutter in aller Ruhe das Essen an, als wäre gerade Sonntagsbrunch im Seniorenstift. Von den direkt im Anschluss folgenden Szenen mit der über dem Bett schwebenden Omi, von der man zu Tränen gerührt ist, und dem Ehemann, der erst den Familienhund beseitigt und sich anschließend vor den Augen seiner Familie ein ganzes Magazin verpasst, will ich gar nicht erst anfangen.

Das ist teilweise an Absurdität kaum zu übertreffen. Dass zudem etwa 80 Prozent der Protagonisten zutiefst unsympathisch sind, macht das Ganze nicht besser.

Das Ende hat mich dann völlig aus der Bahn geworfen.

Es gibt also einen Dolch, mit dem man die Deadites aufhalten kann. Weshalb sie nach diesem Dolch suchen, wird allerdings nie erklärt. Klar, man könnte vermuten, dass sie ihn vernichten wollen, um dadurch unaufhaltbar zu werden. Aber wer wusste überhaupt von dem Dolch? Sie hätten doch die ganze Welt besiedeln können, bevor irgendwann jemand – wenn überhaupt – zufällig auf die Aufzeichnungen des Großvaters und den Dolch stößt.

Dass man sich überhaupt dorthinbegibt, ist beinahe genauso dämlich, wie den Dolch in die Finger zu bekommen, über seine Fähigkeiten Bescheid zu wissen und ihn dann nicht zu benutzen, obwohl direkt vor einem ein Deadite steht. Man nutzt ihn genau einmal, und bei jeder weiteren Konfrontation entscheidet man sich stattdessen für die Flucht.

Warum dann auf Krampf noch einmal ihr Ex auftauchen muss, ist mir ebenfalls völlig schleierhaft. Zumindest die letzten zehn Minuten hätte man ohne Qualitätsverlust problemlos herausschneiden können. Die Mid-Credit-Szene war ebenfalls überflüssig, und die End-Credit-Szene war mir persönlich dann doch zu viel.

Ich hoffe, dass meine Review zu Evil Dead Wrath im Jahr 2028 wieder besser ausfallen wird. Für Burn sind nach meinem Empfinden leider tatsächlich nicht mehr als 1,5 Hüte bei einem Wiederschauwert von null drin.

Evil Dead Burn Bewertung
Bewertung des Films
310

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