Da seine Flamme Nikki ihn nur als guten Freund ansieht, nutzt der hoffnungslose Romantiker Bear ein „One-Wish-Willow”, um sie für sich zu gewinnen. Dieser magische Gegenstand erfüllt Wünsche, wenn man ihn zerbricht. Zunächst scheint Bear genau das zu bekommen, was er schon immer wollte. Doch schnell muss er feststellen, dass manche Wünsche einen finsteren, unheimlichen Tribut fordern.
@Silencio
Da finden sich im Netz aber auch noch andere Stimmen, u.A. in einem Interview mit den Philippou-Brüdern selbst. Also ich bin nicht der einzige, der da "Monkey Paw"-Elemente gesehen hat.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
@luhp92
Ich habe den Film, wie bereits erwähnt, nicht gesehen, aber das liest sich doch eher nicht nach einem „Monkey Paw“ Film.
Für mich ist hier klar der Unterschied, ob der spezifische Gegenstand den Mittelpunkt der Problematik darstellt, oder ob er nur der Auslöser ist, wie in „Talk to me“ und z,B, dazu führt, dass eine Seance wieder mal aus den Fugen gerät.
Aber trotzdem danke für den Hinweis. Vielleicht gucke ich in den Film mal rein.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
"Talk to me" ist KEINE Monkeys Paw-Geschichte. Nicht mal im Ansatz.
"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."
-Vern
@DrStrange
In "Talk To Me" geht es um eine einbalsamierte Hand, die dich, wenn du du einem bestimmten Ritual folgst, mit den Toten kommunizieren lässt. Das wird von Jugendlichen als Partyspiel und Adrenalinkick verwendet, die Protagonistin nutzt die Hand irgendwann aber dazu, mit ihrer toten Mutter zu sprechen, was dann in einer Abwärtsspirale mündet.
Hat sicherlich auch Elemente von Séance-Geschichten, aber nicht nur.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
So ziemlich jeder Horrorfilm hat ja eine Prämisse, die es schon mehrfach gab.
Dieser Film gibt dem Thema aber eine neue Facette.
@luhp92
Natürlich ist das Thema schon oft verbraten worden, mal mehr gut als ein anderes mal. „Talk to me“ kenn ich jetzt nicht, hört sich aber eher nach einem dieser „Seance“ Filme an als nach einem Film, bei dem es um einen verfluchten Gegenstand geht. Der Klassiker bleibt für mich hier „Night of the Demon“ von 1957, den Sam Raimi ja so halbwegs als Remake neu interpretiert hat… nur nicht in so gelungen wie das Original.
Bei „Obsession“ haben wir hier ja das spezielle Thema dieser erzwungenen Leidenschaft, hervorgerufen durch das alte Thema „sei vorsichtig mit dem, was du dir wünscht“. Bei der besagten Episode der Twilight Zone, wird gerade das auch in Form eines Liebestranks in die Story eingeführt. Das scheint hier schon ziemlich deutlich die geistige Vorlage gewesen zu sein. Was nicht verdammenswert ist, haben sich doch schon so viele Leute bei der „Twilight Zone“ bedient und tun es eben noch heute, wie man sieht.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
@DrStrange
Die "Monkey Paw"-Prämisse ist natürlich schon uralt und sehr beliebt im Horrorgenre, mit "Talk To Me" gab es z.B. ja auch noch einen weiteren populären Vertreter aus der jüngeren Vergangenheit. Wichtig ist, was daraus gemacht wird, und wie du ja selbst schreibst, macht "Obsession" diesbezüglich gute Arbeit.
Mit Inde Navarette ist in der anstehenden Award-Saison definitiv zu rechnen. Mal sehen, was sonst noch so geht für "Obession".
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
„Obsession“ ist im Gegensatz zum komplett überbewerteten „Backrooms-Flop“, dann auch ein deutlich gelungenerer Filmbeitrag, den ich aber eher in der Ecke „Psychothriller“ als in der Horrorecke sehe.
Am stärksten ist der Film eindeutig in seiner Leistung der beiden Hauptdarsteller Michael Johnston und Inde Navarrette, die beide auf ihre Art eine sehr eindringliche Performance abliefern und gerade die Figur der „Nicki“ wirkt auch in vielen Szenen richtig bedrohlich, was noch durch einige sehr gelungene Bildeinstellungen und dem Licht/Schattenspiel im Film geschuldet ist.
Das jetzt im Film eigentlich keine Figur wirklich sympathisch ist, mag für das spezielle Genre nicht lebensnotwendig sein, hätte aber gerade bei Bear vielleicht doch ein wenig gutgetan.
Neben der tollen Darstellerleistung dürfte der Film dann aber auch einen Preis als hässlichster Film des Jahres einheimsen können mit seiner Farbpalette aus Braun und Grau und dem Fehlen jeglicher anderen Farbnuancen. Keine Ahnung, wann es salonfähig geworden ist, das Grau-Braun-Matsche gut aussieht, nicht mal bei Horrorfilmen, aber davon sollte man schleunigst wieder wegkommen. Eine Unart, die mir immer öfter negativ aufstößt.
Gerade die letzten 20 Minuten des Films sind sehr… sagen wir mal konsequent inszeniert und passen zum Gesamtbild, welches der Film bereits eingangs schnell etabliert. Trotzdem hat man hier mit einer Spielzeit von etwa 110 Minuten deutlich zu hoch gepokert und der Film hat deutliche Längen in seiner ersten Hälfte. Eine straffere Inszenierung hätte hier einiges verbessern können.
Wie ich schon schrieb, ist der Film vor allem sehr konsequent in seiner „Zurschaustellung einer Abwärtsspirale“, die er eingangs etabliert und dann bis zum Ende durchzieht. Damit will ich sagen – „Spannung“ wäre hier eher ein falsch gewählter Ausdruck, denn der Film ist in seiner übersichtlichen Geschichte doch sehr vorhersehbar. Das Ende und die dazwischen stattfindenden entscheidenden Zwischenstopps, kann man schon weit im Voraus oder bei genauer, aufmerksamer Beobachtung, nach etwa den ersten 20 Minuten erahnen und vorhersagen. Hinweise gibt es dazu mehr als genug.
Originell ist die Story ja grundsätzlich eh nicht so recht, denn man bediente sich hier offensichtlich bei der Episode „The Chaser“ der Serie „Twilight Zone“, aber es gab auch Folgen von „Outer Limits“ und „Tales from the Crypt“ die einen ähnlichen Ansatz verfolgten und Parallelen aufweisen.
Für einen kleinen Indie Film und das dies eigentlich eine Blumhouse-Produktion ist, die ja eher dafür bekannt sind, Fließband-Durchschnittskram auf den Markt zu werfen, verdient der Film aber Respekt für seine gelungene Atmosphäre und natürlich eben, kann man nicht oft genug betonen, seine beiden Hauptakteure.
Meine Bewertung
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Ich habe mir den Film am 17. Juli 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Ein Film der die Lorbeeren die er aktuell erhält, vollkommen verdient. Schauspielerisch absolut top. 15 Minuten weniger hätten den Film aber glaube ich gut getan, genauso wie die Rolle des Hauptprotagonisten sympathischer zu gestalten. So viel es mir schwer, wirklich mitzufiebern. Die letzten 30 Minuten liefern dafür ab!
Meine Bewertung
Ich habe mir den Film am 05. Juli 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Stark inszenierte Low-Budget-Produktion, in der Inde Navarette eine der besten schauspielerischen Leistungen des bishrigen Jahres abliefert und somit zu gruseln weiß.
Meine Bewertung
"One movie a day, keeps the doctor away."
Ich habe mir den Film am 11. Juli 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Richtig starker Horrorfilm mit einer brillianten Hauptdarstellerin, die mit ihren absurden, teils völlig unerwarteten Wandlungen für ein hohes Maß an Schrecken sorgen konnte. Hier gab es Momente, die ich wirklich nicht erwartet habe und teilweise sogar einen Schauer in mir ausgelöst haben. Das schaffen ehrlicherweise nicht mehr ganz so viele Filme. Für mich ist "Obsession" definitiv schon jetzt eines der großen Highlights in diesem Kinojahr.
Meine Bewertung
Ich habe mir den Film am 03. Juli 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Überbewertet. Ungruselig und Handlung für mich nicht nachvollziehbar. Selbst wenn man den Wunsch sonstwie interpretiert. Komme ich nie auf sowas. Verschwendung einer Kinoleinwand.
Meine Bewertung
Sir Crocodile „Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert."
Wenn man nach dem Kinobesuch von "Obsession" nach Hause fährt und dann im Radio wieder von einer Männergruppe hört, die Frauen systematisch betäubt und vergewaltigt haben sollen, schließt das traurigerweise passend an den Film an.
Als Psychohorrorthriller eines der effektivsten Genrewerke der letzten zehn Jahre.
Meine Bewertung
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Ich habe mir den Film am 01. Juli 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Wirklich stark. Vor allem in den Bereichen Schauspiel und Atmosphäre. Hoffentlich kommt bei den großen Studios endlich an dass es für erfolgreiche Filme keine riesigen Budgets braucht, sondern vielmehr kreative Köpfe die ihre Ideen umsetzten dürfen.
Meine Bewertung
Ich habe mir den Film am 29. Juni 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Wirklich ein außerordentlicher Film mit viel Atmosphäre und einer grandiosen Hauptdarstellerin
Meine Bewertung