China, kurz nach der Jahrhundertwende. Auf einer Zugreise durch die Provinz gerät der junge Wong durch Zufall in den Besitz des kaiserlichen Jadesiegels, das nach England ins Museum verschifft werden soll. Bald sind ihm auch eine Menge finsterer Gesellen auf den Fersen...
@Raven13 & @luhp92
Ich glaube das schon mal irgendwo erwähnt zu haben, aber jedenfalls, Deutschland ist in punkto "verschrobene eigene Titel" vergeben schon immer Weltklasse gewesen. Man denke nur an all die schönen Titel, die in den 80ern in den Videotheken standen.
Aber eben nicht nur bei Filmen. Brandon Sanderson erzählt mal im Interview, das die fragwürdigsten Titel seiner Bücher, von all den Ländern, in denen sie veröffentlicht werden, aus Deutschland kommen. Kann ich bestätigen. Die haben meist mit dem Originaltitel rein gar nichts mehr zu tun.
Keine Ahnung wer hier wieder von „Drunken Master“ auf „Sie nannten ihn Knochenbrecher“ gekommen ist. Für mehr Verwirrung gibt es noch „Der Meister mit den gebrochenen Händen“, der auch als ein „echter Knochenbrecher mit Jackie Chan“ beworben wird.
Ist schon sehr lange her, seit ich die Filme gesehen habe, aber ich kann mich erinnern, dass ich den ersten Teil schon recht gut fand. Man darf hier wahrscheinlich auch nicht vergessen, wieviel Zeit zwischen den Filmen steckt. Der erste Teil ist von 1978 und aus Jackies Anfangstagen, während der Zweite erst 1994 erschien, als Jackie gerade sowas wie seinen internationalen Zenit erlebte.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
@Raven13
Das ist mir vor ein paar Monaten auch aufgefallen, dass das mit den deutschen Titeln der Jackie Chan Filme so eine Sache ist und nicht leicht nachzuvollziehen, welche Filme tatsächlich zu einer Filmreihe gehören und welche nicht^^
"Drunken Master 2" heißt in Deutschland tatsächlich nur "Drunken Master".
Und dann gibt es noch "Drunken Master 3" (mit Andy Lau), der ist aber keine Fortsetzung, sondern ein Remake/Imitat^^
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Nachdem ich gestern zum ersten Mal "Sie nannten ihn Knochenbrecher" (Drunken Master 1) gesehen habe, den ich bisher noch gar nicht kannte und von dem ich nicht einmal wusste, dass es ihn gibt, folgte nun "Drunken Master 2", der verwirrenderweise hier nur "Drunken Master" heißt. Diese Fortsetzung gehörte immer schon zu meinen liebsten Jackie Chan-Filmen, und das hat sich auch jetzt nicht geändert.
Die Kämpfe sind auf absolutem Top-Niveau inszeniert, Jackie Chan ist hier in Bestform, die Kameraführung ist stark und lässt die Zuschauer die Kämpfe wunderbar verfolgen. Was hier zudem an Stunts inszeniert wurde, ist absolut grandios und gehört zu den besten Stunts des Genres, da könnte sogar Tom Cruise neidisch werden.
Sogar die Handlung ist emotional und liefert gute Ankerpunkte zum Mitfiebern. Einzig die albernen Momente und das theatralische Schauspiel stören manchmal den Filmfluss. Und man muss sich damit anfreunden, dass dies zwar die Fortsetzung ist, aber viele Aspekte der Handlung passen nicht genau zum Vorgänger, einige Details wurden abgeändert, wodurch Logikfehler entstehen.
Neben "Jackie Chan ist Nobody" ist "Drunken Master 2" für mich der beste Jackie Chan-Film, da kommt sonst kaum etwas heran, auch kein "Police Story", da diese inszenatorisch nicht an diese beiden Filme herankommen.
Bewertung: 9/10 Punkte
Wiederschauwert: Hoch
Nachhaltiger Eindruck: Gering
Emotionale Tiefe: Mittel
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.