In dieser exklusiven Miniserie von Netflix nach dem gleichnamigen Roman von Agatha Christie wird 1925 in einem englischen Landhaus ein harmloser Scherz zur tödlichen Falle. Die junge Lady Eileen „Bundle“ Brent (Mia McKenna-Bruce) übernimmt die Ermittlungen und deckt einen Zirkel voller Intrigen und Machtspielchen auf.
@CountDooku
Ich mag eigentlich Agatha Christie Verfilmungen recht gern, aber es ist halt nicht alles "top-notch". Trotzdem gerne mehr aus der Ecke und überhaupt solche klassischen "Whodunit" Geschichten.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Die Miniserie basiert auf dem 1929er Roman „The Seven Dials Mystery“ von Agatha Christie. Zu dieser Story gab es bereits 1981 einen TV-Film.
Spricht also nach all den Jahren nichts dagegen, vielleicht eine modernere Version mal „auszuprobieren“.
Wo sich der alte TV-Film so ziemlich an die Vorlage gehalten hat, ist man hier eher bei einem losen Ansatz.
So weit wäre das schon alles noch in Ordnung, würde nicht Netflix seine Finger im Spiel haben.
Wer jetzt eine zweite „Whodunit“ Krimivorstellung wie die „Knives Out „Reihe erwartet, sollte die Erwartungen deutlich herunterschrauben.
Typisch Netflix ist die ganze Geschichte wieder mal zu lange geraten. Es musste ja wieder gleich eine Miniserie sein, wo ein Film für die Handlung vollkommen gereicht hätte.
Da eine Serie eben zu lange geraten ist, bewegt sich die Handlung auch nur ultralangsam voran und hängt einem ein Mysterium vor die Nase, wie dem Esel die berühmte Karotte. Dabei will man dann auch noch ständig besonders clever in seiner Erzählung rüberkommen. Aber dieses Kartenhaus fällt schnell in sich zusammen. Die Geschichte ist leidig interessant, die Charaktere versprühen wenig Charme oder besitzen wenig nennenswerten Hintergrund und so richtig Spannung mag einfach auch nie komplett aufkommen.
Martin Freeman als Superintendent dürfte noch der interessante Charakter sein und auch als Darsteller so ziemlich das Highlight. Mia McKenna-Bruce ist redlich bemüht und kann sich auf jeden Fall vor einem darstellerischen Ausfall retten, der Rest vom Cast wirkt wie eher wie ein Stillleben.
Insgesamt mit Sicherheit keine Totalausfall, aber das ist schon alles wirklich sehr flach. Wahrscheinlich war man hier zu bemüht ein zweites Standbein aufzubauen, das man wie „Knives Out“ wieder regelmäßig fortsetzen kann und kaum wartet man bis zum Ende der Marathon-Miniserie, kommt auch schon der ganze Gartenzaun mit dem entsprechenden Hinweis.
Meine Bewertung
"The Wheel weaves as the Wheel wills"