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The Bluff

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Meuterei in sehr flachen Gewässern

The Bluff Kritik

The Bluff Kritik
3 Kommentare - 28.02.2026 von Moviejones (Elijah H.)
Wir haben uns "The Bluff" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
The Bluff

Bewertung: 2 / 5

Könnt ihr euch eigentlich an einen sehenswerten Piratenfilm erinnern, der in den letzten fünf Jahren in die Kinos oder im Stream erschienen ist? Uns fiel ehrlicherweise keiner auf Anhieb ein, allerdings schafft Amazon MGM nun Abhilfe, denn seit Mittwoch, dem 25. Februar, steht mit The Bluff ein Freibeuter-Actioner auf Prime Video bereit, der genau in jene Kerbe, zumindest was das Genre betrifft, schlägt. Ob der Streifen sich als neues Highlight im Piraten-Genre etabliert oder ob er unserer Meinung nach über Bord gehen sollte, erfahrt ihr in dieser Kritik.

Die früher als Bloody Mary gefürchtete Piratin Ercell (Priyanka Chopra) hat das Plündern und das Morden hinter sich gelassen und auf der karibischen Cayman Island ein bürgerliches Leben als Fischerin mit ihrem Ehemann T.H. und dem gemeinsamen Sohn aufgebaut. Das friedliche Familiendasein wird jedoch getrübt, als der skrupellose Captain Connor (Karl Urban) und dessen Crew die Inselbewohner unter ihre Gewalt bringen. Ercell muss sich daraufhin ihren Dämonen aus der Vergangenheit stellen und ein weiteres Mal ihrem Ruf als unaufhaltsame Seeräuberin gerecht werden, denn Connor will nichts mehr als Vergeltung …

The Bluff - Kritik

Der Film beginnt mit dem Kapern eines Handelsschiffes, was die erzählerische Grundlage für den späteren Handlungsverlauf darstellen soll. Jener lässt sich allerdings so ziemlich vernachlässigen, da The Bluff seine größten Stärken in den Trailern bereits angerissenen Action-Szenen ausspielen kann. So inszeniert Frank E. Flowers (Bob Marley - One Love) hier größtenteils sehr lange Sequenzen, die angesichts der Kraftverhältnisse authentisch wirken und sich Zeit nehmen, anstatt Ercell durchgehend als übermächtige Killermaschine zu präsentieren. Auch wenn die Kamera bei einer 16er-Freigabe nicht immer konsequent alles zeigt, dürften Freunde des gepflegten Klopper-Kinos an manchen Stellen ihren Spaß haben.

Leider war das eigentlich schon alles Positive, denn sonst enttäuscht der Streifen in so ziemlich allem, was Inhalt und Figurenzeichnung anbelangt. Die Handlung kopiert nämlich so viele, bereits da gewesene Konzepte, dass schon ab der ersten halben Stunde weiß, wie der Film enden muss. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass man in keiner Sekunde richtig Angst um Ercell, ihren Sohn oder ihre Schwägerin haben muss, da am Ende sowieso alles funktioniert. Von John Wick über Kill Bill bis Rambo - Last Blood ist alles dabei, sodass auch der finale Showdown keinerlei Überraschungen bietet, geschweige denn fesseln kann.

Das Setting, welches am Ende des 19. Jahrhundert in der Karibik angesiedelt ist, sieht oft nach realen Schauplätzen aus: Gedreht wurde The Bluff zwar in Australien, was landschaftlich nicht auffällt, allerdings sind in manchen Momenten, wie etwa beim Finale, durch unscharfe Hintergründe sehr eindeutig die Greenscreens zu erkennen, was ablenkt und nicht selten ein Problem bei Streaming-Filmen darstellt.

Eine große Charakterzeichnung erwartet wohl niemand in einem Action-Film, dennoch bleibt der Großteil der Figuren hier wirklich blass. Natürlich zeigt man kleine Flashbacks zur gemeinsamen Vergangenheit von Ercell und Connor, so richtig nachvollziehen kann man einzelne Entscheidungen beider Figuren dennoch nicht. Karl Urban spielt hier eigentlich nur Billy Butcher mit Rauschebart und Degen, Priyanka Chopra bekommt ebenfalls nicht viel zu tun. Wenn ihr euch übrigens fragt, worauf sich der eigentlich spannende Titel bezieht, werdet ihr ebenfalls ernüchternd reagieren, da jener lediglich mit einem Insert-Shot erklärt wird. Potenzial für eine innovativere Geschichte wäre mit etwas Raffinesse im Drehbuch sicherlich vorhanden gewesen.

Fazit:

Abschließend lässt sich leider sagen, dass The Bluff außer einer Handvoll toller Kampfszenen und einem ansehnlichen Setting nicht viel zu bieten hat. Gerade durch die abgedroschene Story, eindimensionalen Figuren und durch die fehlende Spannung bleibt über 101 Minuten wenig übrig, was man erzählen könnte. Damit lässt sich die eingangs gestellte Frage um ein neues Piraten-Highlight klar beantworten, obwohl unserer Meinung mehr drin gewesen wäre.

The Bluff Bewertung
Bewertung des Films
410

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3 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
02.03.2026 13:42 Uhr | Editiert am 02.03.2026 - 13:46 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 18.985 | Reviews: 188 | Hüte: 694

"Könnt ihr euch eigentlich an einen sehenswerten Piratenfilm erinnern, der in den letzten fünf Jahren in die Kinos oder im Stream erschienen ist?"

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"The Bluff" fand ich überraschend okay, die R-Rated-Action macht schon was her, das bekommt man so in einem Piratenfilm normalerweise auch nicht zu sehen, Karl Urban und Priyanka Chopra können das auch solide verkaufen. Ähnlich we Natas bin ich bei 5-5,5 von 10 Punkten.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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ChrisKristofferson : : Moviejones-Fan
02.03.2026 07:25 Uhr
0
Dabei seit: 21.10.15 | Posts: 694 | Reviews: 0 | Hüte: 7

"Könnt ihr euch eigentlich an einen sehenswerten Piratenfilm erinnern, die Fluch der Karibik-Reihe dabei ausgenommen, der in den letzten fünf Jahren in die Kinos oder im Stream erschienen ist?"

In den letzten fünf Jahren ist sowieso kein Fluch der Karibik Film erschienen. Könnt mich aber auch weit darüber hinaus an keinen Piratenfilm erinnern.

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Natas : : Moviejones-Fan
01.03.2026 11:20 Uhr
0
Dabei seit: 06.05.19 | Posts: 55 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Ich fand ihn eigentlich ganz unterhaltsam. Eine 2,5 hätte ich dem Film schon gegeben. Da hatte ich schon wesentlich schlimmeres gesehen. Karl Urban hat auch eine gute Rolle gespielt, als Kindergärtner würde er nicht durchgehen.

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