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Hijack

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Terror in der Berliner U-Bahn

Hijack Staffel 2 Review

Hijack Staffel 2 Review
0 Kommentare - 14.01.2026 von Moviejones (F. Bastuck)
Wir haben uns "Hijack" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Review, ob sich diese Serie lohnt.
Hijack Staffel 2

Bewertung: 3.5 / 5

Etwas mehr als zwei Jahre, nachdem Idris Elba als Sam Nelson in eine Flugzeugentführung geriet, steckt er diesmal mit anderen Fahrgästen in einer ähnlichen Situation in der Berliner U-Bahn fest. Nachdem uns die erste Staffel dank der qualitativ hochwertigen Produktion und des Nervenkitzels überzeugen konnte, stellt sich die Frage, ob auch die zweite Staffel von Hijack ähnlich spannend werden kann wie die erste. Oder ob man es bei einer Staffel hätte belassen sollen.

Hijack Review

Zwei Jahre nach der Entführung von Flug KA29 gerät Sam Nelson erneut in Lebensgefahr, doch diesmal wird es persönlich. In der zweiten Staffel wird ein Berliner U-Bahn-Zug samt Passagieren gekapert. Während die Behörden alles tun, um hunderte Leben zu retten, befindet sich Sam Nelson (Idris Elba) unter den Geiseln an Bord, wo eine falsche Entscheidung zur Katastrophe führen kann. Doch ganz so zufällig scheint er nicht dort zu sein...

Trailer zu Hijack Staffel 2

Wie eingangs erwähnt hatte uns vor etwas mehr als zwei Jahren die erste Staffel von Hijack vollends überzeugt. Toll ausgestattet, tolle Schauspieler und eine spannende Story, die zwar nicht originell war, aber bislang auch noch nicht so oft in Serienform erzählt wurde, wo es schlichtweg mehr Zeit und Raum gibt, so einen Entführungsfall darzustellen. Dadurch kann sich von Folge zu Folge auch viel besser die Spannung und Dramaturgie aufbauen, als es in einem Film überhaupt möglich wäre.

Man hätte diese erste Staffel durchaus problemlos für sich stehen lassen können. Doch wie es so oft der Fall ist, wenn etwas am Ende zu überzeugen weiß, muss Nachschub geliefert werden. Wenngleich die zweite Staffel nicht vollends mit der ersten mithalten kann, so haben wir die acht Episoden doch erneut genossen.

Auch in der Serie sind zwei Jahre nach der ersten Staffel vergangen und im Verlauf der Episoden erfährt man auch, was in Sam Nelsons Leben in dieser Zeit vorgefallen ist und wie er erneut in so eine Situation geraten konnte. Leider ist dies mit der größte Schwachpunkt der neuen Staffel. Die Geschehnisse zwischen den Staffeln sind zu wichtig, werden aber fast nur am Rande erwähnt. Rückblicke als Beispiel hätten hier helfen können, um das Gesamtbild deutlicher zu machen. Auch erweisen sich die Hintergründe, die im Verlauf der zweiten Staffel mehr und mehr ans Licht kommen, als nun wirklich nicht sehr originell und durchdacht. Hier merkt man, dass eine zweite Staffel womöglich nie geplant war und man schnell mit einer Idee daherkommen musste, um Idris Elba erneut in einen Entführungsfall zu verwickeln. Dass zudem an der erzählerischen Struktur der ersten Staffel festgehalten wurde, ist dabei ebenfalls nicht hilfreich. Man hätte ruhig den Mut haben können, hier von der Formel etwas abzuweichen.

Dies zeigt sich auch an einem weiteren negativen Aspekt, den wir ansprechen müssen. Die U-Bahn-Entführung selbst liefert scheinbar nicht genug spannende Möglichkeiten, als dass sich dies allein über acht Episoden tragen könnte. Daher gibt es im Verlauf der Staffel gleich mehrere Nebengeschichten an anderen Orten, die zeitgleich stattfinden. Jedoch hat uns nahezu keine davon auch nur im Ansatz überzeugen können. Sie kommen weder spannend noch interessant daher und wirken mitunter auch sehr erzwungen, nur um bestimmte Figuren aus der ersten Staffel auch hier wieder dabeizuhaben. Auch hat man hier oft dumme Figuren, die dumme Entscheidungen treffen, sodass man sich als Zuschauer teilweise nur an den Kopf fassen kann.

Durch diese Punkte reichen die neuen Folgen nicht an die gelungene erste Staffel heran. Doch sehenswert sind sie dennoch. Vor allem die Produktion kann sich erneut sehen lassen und durch den Wechsel von einem klinischen Flugzeug hinein in die schmutzige U-Bahn bekommt die Serie in Staffel zwei auch einen unterschiedlichen Look, sodass sich das Ganze nicht als bloße Wiederholung anfühlt. Zumal eine U-Bahn eine gänzlich andere Umgebung bietet als ein Flugzeug und damit auch neue Möglichkeiten. Auch schauspielerisch weiß das Ganze wieder zu überzeugen. Doch hierzu gleich mehr.

Denn jetzt kommen erst einmal wir zu dem Punkt, an dem diese zweite Staffel vor allem aus deutscher Sicht interessant wird, denn es ist die Berliner U-Bahn, um die es hier geht, und die Staffel wurde auch sichtbar in Berlin gedreht. Vor allem Einwohner oder Kenner der Hauptstadt werden vieles wiedererkennen. Und erneut muss man sich die Frage stellen, warum ausländische Produktionen es so viel besser schaffen, eine deutsche Stadt so gut in Szene zu setzen, als es deutsche Produktionen bislang vermochten.

Wie zumeist bei Presse-Screenern haben wir uns die neuen Folgen im englischen Original angesehen. Doch war dies diesmal eine sonderbare Erfahrung, denn gefühlt mindestens die Hälfte der Dialoge dieser englischsprachigen Produktion finden auf Deutsch statt. Entsprechend gehören in der zweiten Staffel auch viele deutsche Schauspieler dem Cast an. Wir können und wollen daher auch empfehlen, die zweite Staffel im englischen Original mit (falls nötig) Untertitel zu schauen. Denn in der deutschen Synchronisation würde sicherlich manches verloren gehen, da es immer wieder Teil der Szenen ist, dass mit Deutsch und Englisch zwei unterschiedliche Sprachen gesprochen werden. Und dies sei noch zusätzlich erwähnt, da dies oft bei englischen Produktionen ein Problem ist: Es ist gutes und richtiges Deutsch, welches hier gesprochen wurde. Tatsächlich klang es sogar besser als in vielen deutschen Filmen... aber das ist ein gänzlich anderes Thema.

Sicherlich muss man gerade als Deutscher hier und da auch ein paar Augen zudrücken. Die Dynamik zwischen den Passagieren in der U-Bahn dürfte den wenigsten bekannt vorkommen und erinnert mehr an Szenen aus US-Filmen. Auch ist es schon erstaunlich, wie viele Deutsche scheinbar problemlos die englische Sprache beherrschen und diese auch verwenden, wenn sie unter vier Augen sind. Vor allem letzteres wirkte manchmal etwas merkwürdig, ist aber wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass es eben immer noch eine englischsprachige Produktion ist und man die Waage halten musste zwischen englischen und deutschen Dialogen. Dennoch hat es gerade aus deutscher Sicht enorm viel Spaß gemacht, diese Staffel zu schauen.

Und dies betrifft definitiv auch den schauspielerischen Aspekt, auf den wir jetzt zu sprechen kommen. Sicherlich wird hier niemand für irgendwelche Awards nominiert, dennoch überzeugen auch die Schauspieler wie schon in Staffel 1 auch diesmal. Idris Elba macht es erneut gut, wenngleich wir gerne etwas mehr emotionale Tiefe gesehen hätten. Dies hängt aber mit dem von uns bereits angesprochenen negativen Aspekt dieser Staffel zusammen, wie hier die Geschichte erzählt wird. Neu dabei ist unter anderem Toby Jones, bei dem man eine ganze Weile nicht so recht weiß, auf wessen Seite er hier eigentlich steht. Doch auch er macht seinen Job gut und wir hätten gerne noch mehr von ihm gesehen. Seine Nebengeschichte war für uns mit die interessanteste.

Wie bereits angesprochen finden sich viele deutsche Schauspieler in diesen neuen Folgen wieder und auch hier haben wir nichts Negatives zu berichten. Die Mischung aus deutschem und britischem Cast ist gelungen und wirkt harmonisch. Deutsche Schauspieler wie Christiane Paul als Polizeipräsidentin oder Lisa Vicarin, die als Bahn-Mitarbeiterin mit dem Entführer in Kontakt steht, überzeugen allesamt. Besonders hervorheben wollen wir Christian Näthe, der als Fahrer der U-Bahn in jeder Episode dabei ist und nahezu jede seiner Szenen mit Idris Elba teilt. Die Chemie zwischen den beiden stimmt, und wenngleich man erwarten könnte, dass ein international bekannter Filmstar wie Elba mit seiner Ausstrahlung und Star-Power einen deutschen Schauspieler geradezu unterdrückt, tritt genau dies hier absolut nicht ein. Es ist ein gemeinsames Schauspiel auf Augenhöhe.

Fazit

Die zweite Staffel von Hijack erhält Abzüge in der B-Note, wodurch die neuen Folgen nicht mit der gelungenen ersten Staffel mithalten können. Dennoch haben uns die Produktion und das Schauspiel erneut überzeugt und zumindest in dieser Staffel geht das Entführungs-Konzept auch noch einmal auf. Wenngleich wir offen für eine Fortsetzung wären, müsste spätestens dann jedoch etwas am Konzept verändert werden. Denn schon hier wirkte von der Story her einiges zu erzwungen.

Besonders interessant wird diese Staffel aus deutscher Sicht dadurch, dass sie in Berlin spielt, dort gedreht wurde und der Cast viele deutsche Schauspieler in wichtigen und großen Rollen enthält, die allesamt zu überzeugen wissen. Allen voran Christian Näthe, der sich neben einem Idris Elba nicht zu verstecken braucht und zusammen mit ihm diese Staffel sogar trägt.

Was bereits für die erste Staffel galt, gilt auch hier: Wer Lust auf eine spannende Thriller-Serie hat, der macht mit Hijack definitiv nichts falsch. Vor allem nicht, wenn sie so gut aussieht, wie diese hier.

Hijack Staffel 2 Bewertung
Bewertung des Films
710

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