
Zehn Jahre nach Batman v Superman - Dawn of Justice: Dawn of Justice ist die Diskussion lebendiger denn je. Damals löste die sehr kritische Moviejones-Kritik im Forum eine regelrechte Kettenreaktion aus, umso interessanter ist heute der Rückblick, auch weil der Ultimate Cut inzwischen von vielen deutlich positiver bewertet wird und für zahlreiche Fans überhaupt erst die „runde“ Version des Films darstellt.
Im Interview mit Josh Horowitz spricht Zack Snyder Klartext über verworfene Ideen und frühe Weichenstellungen seines DC-Universums. So sei es zeitweise durchaus denkbar gewesen, Christian Bale als Batman zu behalten, letztlich habe man sich aber bewusst für einen Neuanfang entschieden. Mit Ben Affleck fand Snyder dann seinen klaren Favoriten, einen älteren, kampferprobten Dark Knight, der für viele Zuschauer bis heute als Idealbesetzung gilt. Auch die ursprünglich geplante Man of Steel-Fortsetzung, der Aufbau der Justice League und die Wahl der Gegenspieler kommen zur Sprache, ebenso wie sein Grundgedanke, dass wahres Heldentum immer mit einem Opfer verbunden ist.
Ein Blick in die Kommentare zeigt, wie stark Snyders Version des DC-Kosmos weiterhin unterstützt wird. Viele feiern seine Filme als Gegenentwurf zu „formelhaften“ Superheldenproduktionen, loben die Ernsthaftigkeit, die Bildsprache und die Musik. Mehrfach wird die Warehouse-Kampfszene als eine der besten Batman-Sequenzen überhaupt hervorgehoben, während Batfleck für zahlreiche Fans der definitive Dunkle Ritter bleibt. Der Ultimate Cut von Batman v Superman - Dawn of Justice wird mehrfach als Lieblings-Comicverfilmung bezeichnet, manche sprechen sogar davon, dass die Trilogie zu den Höhepunkten des Genres gehöre.
Gleichzeitig schwingt in vielen Beiträgen Wehmut mit: Der Wunsch, die Zack Snyder’s Justice League-Geschichte vollständig umgesetzt zu sehen, ist weiterhin präsent. Auffällig ist auch der respektvolle Ton gegenüber Snyder selbst, unabhängig von der Bewertung seiner Filme wird er als leidenschaftlicher, nahbarer Filmemacher wahrgenommen. Schaut mal in das Video, das deckt sich mit unserem Eindruck.
Dazu passt auch sein Blick auf James Gunn: Snyder äußert sich durchweg positiv, betont den Respekt für dessen klare kreative Linie und zeigt ehrliche Vorfreude auf den neuen Superman. Während die Diskussionen in Teilen des Fandoms noch immer hitzig geführt werden, wirkt seine Haltung gelassen und wertschätzend.
So zeigt sich zehn Jahre später ein bemerkenswertes Bild: Batman v Superman - Dawn of Justice bleibt umstritten, hat sich aber längst zu einem Film entwickelt, der für seine Anhänger Kultstatus besitzt.
Wie hat sich eure Wahrnehmung zu Batman v Superman - Dawn of Justice nach zehn Jahren verändert?
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Das Gespräch ist in einzelne Abschnitte unterteilt und lässt sich direkt zu den jeweiligen Themen anspringen:
00:00 – Introduction – Einstieg und Einordnung des Jubiläums
03:33 – Zack Snyder begins – Persönlicher Auftakt und Rückblick auf die Zeit rund um den Film
04:51 – The Dark Knight Returns – Einfluss der Comicvorlage auf Ton und Figurenzeichnung
09:07 – Reception to BvS – Reaktionen von Kritikern und Publikum
15:12 – Origins of BvS – Wie die Idee zum Aufeinandertreffen von Batman und Superman entstand
19:07 – Initial plans for a Superman sequel – Die ursprünglich geplante Man of Steel-Fortsetzung
20:59 – Using Nolan’s Batman – Überlegungen, das Nolan-Universum weiterzuführen
22:25 – Forming the Justice League – Frühe Weichenstellungen für das Team-Up
24:59 – Deciding on the villains – Auswahl und Funktion der Gegenspieler
34:56 – Casting Batman – Warum Ben Affleck Snyders Wunschkandidat war
37:42 – Casting Luthor – Die Entscheidung für Jesse Eisenberg
40:14 – BvS controversies – Der Umgang mit der Kritik und den Diskussionen
46:57 – Can the Snyderverse continue? – Einschätzung zu einer möglichen Fortführung
49:45 – James Gunn – Gedanken zur aktuellen DC-Ausrichtung
51:19 – Zack’s next film – Ausblick auf kommende Projekte
