Im Gespräch mit GQ stellt Elba klar, dass die Spekulationen aus seiner Sicht nie auf einer konkreten Grundlage beruhten. „Es war immer nur ein Gerücht“, so der Schauspieler. Seiner Erinnerung nach nahm die Debatte 2008 Fahrt auf, als Daniel Craig rund um die Premiere von Ein Quantum Trost erklärte, die Zeit könne reif für einen schwarzen Bond sein. Fans und Medien hätten diese Aussage aufgegriffen und die Idee über Jahre weitergetragen.
Elba selbst sah die Angelegenheit deutlich nüchterner. Zwar habe er die Diskussion immer als Kompliment verstanden, wirklich realistisch erschien ihm ein Bond-Casting jedoch nie.
Dabei verweist der Schauspieler vor allem auf die internationale Bedeutung der Marke. Bond sei weltweit erfolgreich und nicht jeder Markt würde einen schwarzen Darsteller in der Rolle gleichermaßen akzeptieren. Deshalb habe er die Spekulationen stets mit einer gewissen Distanz betrachtet.
Gleichzeitig spricht sich Elba dafür aus, die Figur nicht grundlegend zu verändern. Seiner Ansicht nach sollte James Bond in erster Linie Eskapismus bleiben und nicht versuchen, auf jede gesellschaftliche Debatte eine Antwort zu liefern. Bond sei so unrealistisch, dass ein bisschen Realität gut ist. Aber man sollte nicht versuchen, ihn "woke" zu machen.
Stattdessen steht Elba nun bei Masters of the Universe in der Rolle des Man-At-Arms im Dienst. Und selbst dort gab es negative Reaktionen im Internet. Elba räumte ein, anfangs kurz über die möglichen Reaktionen auf sein Casting nachgedacht zu haben. Dann habe er sich jedoch gesagt, dass bei einem Charakter aus einer Fantasywelt mit grünen Gliedmaßen die Hautfarbe wohl kaum das entscheidende Merkmal sei. Den Part habe er vor allem angenommen, weil er selbst als Kind ein großer He-Man-Fan gewesen sei, auch wenn er zunächst unsicher war, ob ein derartiges Fantasy-Abenteuer noch zu seiner Karriere passe.
