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Coyote vs. ACME

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Meep Meep

Coyote vs. ACME Kritik

Coyote vs. ACME Kritik
6 Kommentare - 17.09.2026 von Moviejones (MJ-TiiN)
Wir haben uns "Coyote vs. ACME" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Coyote vs. ACME

Bewertung: 3 / 5

Coyote vs. ACME ist ein Hybrid aus Realfilm und Zeichentrick von Regisseur Dave Green, der nach einem Rechtsstreit nun doch weltweit in den Kinos zu sehen ist.

Wile E. Coyote ist eine Zeichentrickfigur, die seit jeher versucht, den Road Runner zu fangen. Dabei setzt er verschiedenste technische Produkte und Hilfsmittel der Firma ACME ein. Doch jeder Versuch scheitert seit Jahrzehnten, üblicherweise, weil die Produkte von ACME versagen. Wile ist frustriert, hadert mit sich selbst und sieht in einem Fernsehspot, wie eine kleine Kanzlei Werbung dafür macht, bei Produktmängeln für seine Rechte einzustehen.

Trailer zu Coyote vs. ACME

Kritik

Bei Coyote vs. ACME handelt es sich um eine Realfilmadaption, die jedoch Zeichentrickelemente enthält. In der Filmwelt leben die Menschen parallel mit den Tunes und diese gehören zu ihrem Alltag. Während der Film in seinen Anfängen primär in der Zeichentrickwelt unterwegs ist, verlagert sich der Fokus schnell auf die uns bekannte Realwelt, in der immer wieder das ein oder andere bekannte Zeichentrickgesicht durchs Bild läuft.

Die Handlung von Coyote vs. ACME ist relativ minimalistisch. Der Jurist Kevin Avery möchte zunächst für Wile E. Coyote wie üblich einen Vergleich herausholen. Dieser lehnt das jedoch ab und es entbrennt ein Rechtsstreit. Ausgerechnet gegen Buddy Crane, den ehemaligen Kommilitonen von Kevin, der weltweit zu den besten Anwälten zählt.

Die beiden Hauptrollen übernehmen Will Forte (Nebraska), John Cena (The Suicide Squad) zudem agiert Lana Condor (X-Men - Apocalypse) in einer Nebenrolle als Nichte des Protagonisten. Diese Figuren bestimmen letztlich auch das Geschehen. So tauchen zwar immer wieder andere reale Personen auf, aber diese bleiben Randerscheinungen. Ähnlich verhält es sich bei den Tunes. Hier gibt es jede Menge von Wile E. Coyote zu sehen, der passend zu seinen Ursprüngen nicht spricht, sondern sich über Schilder ausdrückt. Zwar treten eine Vielzahl weiterer Tunes auf, aber auch diese bleiben Randerscheinungen. Foghorn Leghorn hat neben dem Kojoten möglicherweise die größte Zeichentrickrolle.

Der Film selbst greift zunächst ziemlich direkt den amerikanischen Way of Life auf. Wenn ein Produkt versagt, dann hat ein amerikanischer Bürger das Recht zu klagen und Entschädigung zu verlangen. Diese Prämisse wird ein bisschen plump präsentiert, passt jedoch an sich gut zum Kontext des Films.

Aber Coyote vs. ACME ist keine reine Justizgeschichte. Insbesondere zu Beginn nimmt sich der Film ein bisschen Zeit, die Motive des Kojoten zu beleuchten und das gelingt ihm ausgesprochen gut. Dabei gibt es ein paar Rückblenden zu alten Road-Runner-Episoden, aber auch einige neue Szenen zwischen Wile E. und dem schnellen Vogel.

Dass man mit solchen Cartoons jedoch keinen ganzen Spielfilm füllen kann, war auch den Machern bewusst. So werkelt man in der Realwelt an einer Geschichte, die im Mittelteil deutliche Längen hat und zudem sehr beliebig daherkommt. Hinten raus könnte man meinen, dass sich das große Finale aufbaut, aber dieses fällt auf den letzten Metern etwas in sich zusammen. Das sind die größten Mängel des Films, der insbesondere zu Beginn und zum Ende hin durchaus starke Szenen hat. Aber wenn man als Zuschauer denkt, dass nun der nächste Schritt gemacht wird, lässt man die aufgebaute Atmosphäre einfach im Sande verlaufen. Das geht auf Kosten einer zweckmäßigen Begleithandlung, die nach dem Film aber vermutlich nicht lange in Erinnerung bleiben wird.

Fans der Looney Tunes sollten gewarnt sein, dass Figuren wie Bugs Bunny, Daffy Duck oder der Road Runner zwar durchaus auftauchen, ihre Rollen aber nicht viel Gewicht haben. Der Titel sagt es schon: Der Film gehört von den Tunes allein Wile E. Coyote. Trotzdem sorgen die vielen kleinen Auftritte der beliebten Zeichentrickfiguren natürlich für ein Schmunzeln.

Fazit

Coyote vs. ACME ist ein solider Film, der stellenweise gut zu unterhalten weiß. Die Kernhandlung ist jedoch über weite Strecken zu dünn aufgebaut, um über die relativ kurze Laufzeit von knapp 100 Minuten durchgehend tragen zu können.

Genrevertreter wie Space Jam (nicht dessen Fortsetzung) oder möglicherweise die Referenz Falsches Spiel mit Roger Rabbit sind ein anderes Kaliber. Trotzdem ist Coyote vs. ACME ein netter Spaß, den man sich durchaus anschauen kann.

Coyote vs. ACME Bewertung
Bewertung des Films
610

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6 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
28.09.2026 21:49 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.263 | Reviews: 190 | Hüte: 703

@MrBond

Jetzt hätte ich dich hier beinahe noch vergessen^^

Als Hybridfilm bezogen auf die Kombination von Realfilm und Animation sieht "Roger Rabbit" besser aus, zum einen die allgemeine Qualität, zum anderen sieht es mit Zeichentrick einfach besser aus als mit CGI und es ist bei diesen historischen Figuren auch angebrachter/sympathischer. "Coyote vs ACME" sieht natürlich auch toll aus, aber "Roger Rabbit" ist schlicht ein anderer Maßstab.

Zum Humor: Es bleibt natürlich ein Cartoon wink Im Rahmen dessen bedient der Film den Slapstick-Humor genauso sehr wie es "Roger Rabbit" tut.

Die Charaktere sind auf jeden Fall ernstzunehmen. Es ist eine David gegen Goliath Geschichte als Feelgood-Tragikomödie, der einfache Anwalt auf der einen Seite, der endlich mal einen Erfolgsfall landen möchte, und das ACME-Megaunternehmen auf der anderen Seite, durch das diverse Personen und Cartoons zu schaden kommen. Figuren wie z.B. Coyote, Road Runner, Bugs Bunny oder Foghorn Leghorn haben innerhalb dieser Geschichte auch ihre ernstzunehmenden Rollen, Coyote sogar seinen eigenen Charakterbogen.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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MrBond : : Imperialer Agent
25.09.2026 08:55 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.130 | Reviews: 30 | Hüte: 647

@luhp92

Danke für die Info. Da Du nun quasi die Blauspause für einen guten Zeichentrick/Realfilm-Hybrid (Falsches Spiel mit Roger Rabbit) gesehen hast, wie würdest Du Coyote vs ACME in diesem Kontext einordnen? Den letzten Film mit ähnlicher Ausgangssituation (zwar keine Animation), den ich im Stream gesehen habe, war Barbie (great Scott, was für ein Müll) - und ich frage mich bis heute, wie dieses Machwerk so gehypt werden konnte. Wie auch immer... man hätte ja aus der Story einen ernstzunehmenden Film machen können, wollte es aber überhaupt nicht und vor lauter Albernheit verlor man die Geschichte komplett aus dem Fokus. Lange Rede, kurzer Sinn: Wie steht`s mit der Albernheit in Cayote? Witze dar es ja ruhig geben, aber irgendwo will ich die Protagonisten auch ernst nehmen, bei dieser Handlung... eben so, wie in Roger Rabbit.

“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
23.09.2026 20:29 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.263 | Reviews: 190 | Hüte: 703

Ich habe mir gestern zum ersten Mal "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" angesehen.

https://www.moviejones.de/filme/2928/falsches-spiel-mit-roger-rabbit.html#commentstop

Im Kontext meines unteren Kommentars möchte ich anmerken, dass ich den Film deutlich über nachfolgende Hybridwerke ansiedele, obwohl mir "Space Jam 2" und "Coyote vs ACME" auch gefallen haben.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
22.09.2026 18:30 Uhr | Editiert am 22.09.2026 - 18:40 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.263 | Reviews: 190 | Hüte: 703

"Coyote vs ACME" folgt sicherlich keiner anspruchsvollen oder subtilen Handlung, agiert aber mit dem Herz am rechten Fleck und mit Liebe für seine Figuren, hat entsprechend ein gutes Gespür dafür, die Cartoon-Charaktere charmant, witzig und tragisch in die Geschichte zu integrieren.

Die Beziehung zwischen Wile E. Coyote und dem Roadrunner läuft darauf hinaus, dass ein simples "Meep Meep" irgendwann zu Tränen rührt. Sylvester und Granny, die ihren Tweety vermissen, Bugs Bunny als "Deep Throat"-artiger Whistleblower und Elmer Fudd als US-Senator, letzteres passt wie die Faust aufs Auge und lässt tief blicken. John Cena könnte als AMCE-Verteidiger mit seinem Aussehen und seiner Statur prinzipiell auch selbst einem Cartoon entstammen. Und dann bauen die Macher noch eine Hommage an den Schauspieler Peter Lorre ein, in Form einer Cartoon-Version als Naturwissenschaftler und früherer Chefentwickler der ACME-Produkte, fantastisch.

Als tragikomischer Gerichts- und Enthüllungsfilm bewegt sich "Coyote vs ACME" auf den Pfaden von "Better Call Saul" (spielt beides ja auch in Albuquerque) und Werken wie "Vergiftete Wahrheit", Will Forte spielt dabei den einfachen Anwalt, der die einfache Bevölkerung (die Cartoon-Figuren) gegen die Machenschaften (Trump´scher) Mega-Corporations mit Monopolstellung verteidigt. Man kann nur darüber spekulieren, was David Zaslav 2023 im Hintergrund gekocht oder bereits geplant hat, aber mit "Coyote vs ACME" wäre ein Film ins Kino gekommen, der ihm ans Bein gepinkelt hätte und den Fusionsbestrebungen rundum Warner Bros diametral entgegensteht.

Deswegen, im Vergleich mit "Space Jam", da handelt es sich aus meiner Sicht bei "Coyote vs ACME" (und ebenso "Space Jam 2") um das andere Kaliber. Filme, die Geschichten erzählen und sich um ihre Charaktere, ihre/unsere Welt scheren, während "Space Jam" die Cartoon-Figuren ohne Handlung nur für die Contentvermarktung zusammenbringt.


@MrBond
Alles, was du in deinem Text beschreibst, findet sich auch in "Coyote vs ACME", sogar inklusive der Verschwörung^^ Als Gerichts- und Enthüllungsfilm (der 2020er Jahre) zieht der Film seine Inspiration aber natürlich aus anderen Werken als es "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" als Noir-Krimi tat.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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Mumpitz : : Moviejones-Fan
18.09.2026 11:21 Uhr
0
Dabei seit: 31.10.17 | Posts: 32 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Der Fim ist grundsolide und ein gutes Stück besser als SpaceJam2 der ja wahrscheinlich auch nur wegen Lebron im Kino gelaufen ist.

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MrBond : : Imperialer Agent
18.09.2026 09:43 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.130 | Reviews: 30 | Hüte: 647

Das ist schade... aber offenbar auch der Grund, warum der Film eigentlich nicht veröffentlich werden sollte. Ich hätte es ja begrüsst, hätte man den Film in das Roger Rabbit Universum verfrachtet. Da hatte man ja eine tolle Welt etabliert mit Toon Town und der realen Welt der 1940er in den USA. Das ganze dann auch mit dem nötigen Ernst, wie seinerzeit auch Roger Rabbit, neuen Gesichtern und einer spannenden Handlung - gerne auch wieder eine Verschwörung.

Übrigens, ich habe auch schon (alte) Filme mit dem Koyoten gesehen, in denen er spricht.

“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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