
Bewertung: 2 / 5
„Scream 7“ bringt eine der renommiertesten Horror-Reihen der Filmgeschichte zurück auf die große Leinwand und versucht, an die glorreichen Tage des Slasher-Kinos anzuknüpfen. Unter der Regie von Kevin Williamson versammelt der Film ein hochkarätiges Star-Ensemble, das zweifelsohne für Aufsehen sorgt. Besonders die Rückkehr von Neve Campbell in ihrer Paraderolle als Sidney Prescott weckt bei Fans der ersten Stunde große Hoffnungen und nostalgische Gefühle. Tatsächlich gelingt dem Film mit einer packend inszenierten Eröffnungssequenz ein vielversprechender Start. Die Atmosphäre ist dicht und lässt kurzzeitig den Geist der alten Klassiker aufleben.
Doch bei genauerer Betrachtung und Analyse abseits der reinen Fan-Euphorie entpuppt sich "Scream 7" leider als eine Enttäuschung, insbesondere was die narrative Tiefe und den psychologischen Tiefgang betrifft. Die Charakterentwicklung bleibt in weiten Teilen extrem oberflächlich. Selbst die von Neve Campbell verkörperte Sidney Prescott erreicht zu keinem Zeitpunkt die emotionale Resonanz und die Dringlichkeit, die man von früheren Auftritten gewohnt ist. Es scheint, als verlasse sich das Drehbuch zu sehr auf den Wiedererkennungswert der Figur, anstatt sie und ihre Motivationen in der Gegenwart neu zu verankern. Auch die Dynamiken innerhalb der partnerschaftlichen Beziehungen wirken konstruiert und lassen die nötige Wärme sowie Glaubwürdigkeit vermissen.
Trailer zu Scream 7
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Inszenierung der Killszenen. Zwar sind diese handwerklich solide und durchaus blutig gestaltet, doch fehlt ihnen der kreative Funke und jene nervenzerreißende Spannung, die das Franchise einst so berühmt und gefürchtet gemacht haben. Die Spannung verpufft oft in allzu vorhersehbaren Mustern. Auch die finale Auflösung des Ghostface-Rätsels ist nicht frei von Schwächen. Sie wirkt an den Haaren herbeigezogen und lässt die erzählerische Eleganz vermissen. Ein besonders bitterer Beigeschmack entsteht schließlich durch verpasste Gelegenheiten, wie beispielsweise die Nicht-Nutzung des Potenzials rund um die Rückkehr von Matthew Lillard, die den dramaturgischen Gesamteindruck des Films weiter schmälert. Insgesamt bleibt ein Werk übrig, das hinter den Erwartungen zurückbeibt.


