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Springsteen - Deliver Me From Nowhere

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Nebraska der Film

Springsteen - Deliver Me From Nowhere Kritik

Springsteen - Deliver Me From Nowhere Kritik
0 Kommentare - 23.02.2026 von DrStrange
In dieser Userkritik verrät euch DrStrange, wie gut "Springsteen - Deliver Me From Nowhere" ist.
Springsteen - Deliver Me From Nowhere

Bewertung: 3.5 / 5

„Springsteen: Deliver me from Nowhere“ ist nun die nächste Bio-Pic über einen Musiker und diesmal über Bruce Springsteen, basierend auf dem gleichnamigen Buch von Warren Zane.

Ich mag die Musik vom „Boss“ wirklich sehr und seine Songs laufen bei mir auch mit einer gewissen Regelmäßigkeit, wenn ich auch mit Sicherheit kein Spezialist bin, wenn es um seine Geschichte geht. Springsteen ist aber so wichtig für die Musiklandschaft, dass diese Verfilmung absolut gerechtfertigt ist, vielleicht deutlich mehr als so manch andere.

Trailer zu Springsteen - Deliver Me From Nowhere

Der Film geht hier einen recht mutigen Schritt, indem er gar nicht versucht die gesamte Karriere vom Boss zu begutachten, sondern sich auf die Zeit konzentriert um ca. 1981, nach dem Album „The River“ und der dazugehörigen Tour. Wie sich hier herausstellt eine sehr schwere, aber auch bedeutende Zeit in seiner Karriere, als er beginnt an seinem wohl persönlichsten Album „Nebraska“ zu arbeiten.

Als Zuschauer sollte man sich dann auch gleich davon verabschieden hier einen Konzertfilm zu erwarten, denn auch wenn hier und da ein Song zum Zuge kommt und Bruce mal zur Gitarre greift, ist der eindeutige Schwerpunkt des Films der Künstler selbst.

In den zwei Stunden teilt man dann die Suche nach Inspiration, die Verarbeitung der Vergangenheit und auch die nicht einfache Geschichte mit seinem Vater, dazu eine Reflexion auf die Gegenwart und vor allem erlebt man einen Springsteen, der immer weiter in eine tiefe Depression verfällt, während er so verzweifelt an „Nebraska“ arbeitet.

Jeremy Allen White in der Hauptrolle, spielt diese so intensiv, dass man jede kleine Nuance seines Gefühlslebens selbst verspüren kann und liefert hier eine tiefe, emotionale Leistung ab, die eigentlich mit einem Oscar belohnt werden sollte.

Aber auch Jeremy Strong, Odessa Young und überhaupt der Cast, liefern eine durch die Bank starke Leistung ab, bei der ich kaum Schwächen feststellen konnte, sondern bis in kleine Nebenrollen noch eine gebührende Qualität.

Vielleicht ist hier aber wieder der heimliche Star, dass perfekt umgesetzte Setting der frühen 80er. Egal ob Kostüme, Preps oder die Locations incl. Tonstudio, alles ist so detailliert nachgestellt und dazu brauchte es nicht mal wirklich groß ein CGI-Gewitter.

An manchen Stellen erinnerte mich der Film an Scott Cooper’s früheren Film „Crazy Heart“ mit Jeff Bridges, der mir noch heute im Gedächtnis hängen geblieben ist und zwar kein Biopic darstellt, aber einen ziemlich beeindruckend erzählten Musikerfilm.

Wie aber eingangs erwähnt, ist „Springsteen: Deliver me from Nowhere“ ein Film, bei dem die Musik präzise und zielgerichtet eingesetzt wird, aber anders als in „Crazy Heart“, trägt sie diesen Film nicht maßgeblich. Der Fokus liegt auf der Person Springsteen und es gelingt dem Film hier mit seinen Hauptdarstellern auch nie ins Melodram abzurutschen, trotz der Tatsache, dass die Hauptfigur unter Depressionen und Angstzuständen leidet.

Trotz seiner Darsteller und all der Punkte, die der Film absolut richtig macht und sogar beeindruckend abliefert, konnte er mich aber leider nie ganz für sich gewinnen. Vielleicht wiegt die Schwere des Films zu arg, oder möglicherweise wäre eine bessere Zugänglichkeit mit einem ausgewogeneren Verhältnis von Musik und Künstler anders ausgefallen. Fragen, die ich so nicht beantworten werde können und auch gar nicht muss. Der Film ist sehenswert. Wie man am Ende damit seine eigene Verknüpfung findet, muss jeder selbst herausfinden.

Eigentlich selbsterklärend, aber meine Bewertung bezieht sich auf den Film und nicht auf die Musik vom Boss.

Springsteen - Deliver Me From Nowhere Bewertung
Bewertung des Films
710

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