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Jurassic World - Die Wiedergeburt

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Der Trash ist jetzt da - und geht auch nicht mehr weg.

Jurassic World - Die Wiedergeburt Kritik

Jurassic World - Die Wiedergeburt Kritik
0 Kommentare - 23.03.2026 von Manisch
In dieser Userkritik verrät euch Manisch, wie gut "Jurassic World - Die Wiedergeburt" ist.
Jurassic World - Die Wiedergeburt

Bewertung: 2 / 5

Nachdem ich Jurassic World 3 eine "ein halber Hut ist noch zu viel"-Vollkatastrophe fand, war meine Erwartungshaltung an Rebirth entsprechend gering - auch wenn da trotzdem ein kleiner Funke Hoffnung war, jetzt einiges an Ballast mit einem Neuanfang abwerfen zu können.

Und ich sage mal...okay, im Vergleich zur Vollkatastrophe ist der Film tatsächlich ein bisschen besser. Das ist jetzt auch nicht schwer. Aber uff, der Film bleibt einfach dumm und unmotiviert...

Die ganze Prämisse ist stumpfestes McGuffin-Gejage. Klar, ohne McGuffin geht es irgendwie oft nicht. Aber manche machen das cleverer und andere machen gar keinen Hehl draus. Straight forward, einfach nur "Jepp, wir müssen XY besorgen, einfach weil wir es brauchen. Rein, raus, fertig".

Besonders albern finde ich irgendwie, dass man groß darauf hingearbeitet hat, dass Dinos jetzt ja auch in der echten Welt angekommen sind. Das hat man in den vorherigen Filmen nur bedingt gesehen - und jetzt ist die Phase auch schon wieder vorbei. Alle tot, oder am Äquator. Hätte man sich irgendwie sparen können. Weird auch dieser Gedanke, dass die Menschheit keinen Bock mehr auf Dinos hat, als wäre es ein Trend wie Labubus. Ich meine, wer kennts nicht, die ganzen anderen Tiere wie Elefanten, Hunde, Giraffen usw., für die sich auch niemand mehr interessiert.

Oh, oder dieser unnötige Dino, der da einfach an einer Straßenkreuzung am Verrecken ist, lol. Lasst es doch einfach.

Die Familie, die man in den Mix geworfen hat, ist komplett zum Vergessen. Sie ist einfach da, weil die Jurassic-Filme irgendwie immer was mit Familie/Kindern zu tun haben. Und das geht ja nicht, dass das fehlt. Gott will es so. Also muss man sie auf möglichst konstruierte Art und Weise in die Story einbauen. Ein Dino-Angriff auf hoher See, wobei der Dino sich dann schlagartig nicht mehr für die Leute interessiert, obwohl es ein easy snack wäre.

Gerettet werden sie, ohne dass die Truppe einen logischen Plan hat, wie es dann eigentlich weitergeht. Ich meine, sie machen da einen Besuch auf einer Insel, deren Betreten von jedem Staat der Welt verboten wird. Jedem muss doch klar gewesen sein, dass es keinen Sinn ergibt, die Familie da mit hinzunehmen, weil da einfach Fragen aufkommen...

Bei der McGuffin-Gruppe sind 2-3 Leute so krasse NPCs, dass man von Anfang an weiß "Ok, du wirst schnell sterben". Ihr einziger Zweck ist, dass zumindest irgendjemandem was passiert, während die Hauptfiguren alle so krasse Plotarmor haben, dass nie ein Zweifel daran besteht, dass sie es schon überleben werden.

Besonders dumm ist da die Szene, wo der Forscher-Typ den Berg runterfällt. Natüüürlich passiert ihm absolut gar nichts. Natüüüüürlich bremsen die Blätter seinen Sturz. Natüüüürlich reicht so ein kleiner Tümpel aus für die Landung. Natüüüüürlich landet die DNA-Probe direkt neben ihm. Natüüüüürlich sind die anderen Leute keine 5 Sekunden direkt neben ihm, weil Abseilen und Treppensteigen genauso schnell ist, wie...nun ja...fallen.

Bei der Schlauchboot-Aktion stellt sich Tochter XY (Ich hab deren Namen alle schon vergessen) besonders dumm an, indem sie mit möglichst viel Krach die Kiste vor dem schlafenden T-Rex entlangschleift und das Boot entfaltet. Jeder normal denkende Mensch hätte sich gedacht "Ok fuck, das ist das Letzte, was ich jetzt machen sollte". Aber nein, nicht sie. Ihr Glück, dass der T-Rex sich ganz besonders dumm anstellt - bzw. deren Plot-Armor stabil genug ist.

Und was zur Hölle sollte das am Ende eigentlich mit den Mutationen?
Ich bin da ja voll dabei, wenn das irgendwie ein wichtiger Teil der Story gewesen wäre. Ist es aber nicht. Der D-Rex und die anderen Viecher waren einfach da, weil why not? Bzw. es waren einfach nur andere Skins für Raptoren und T-Rex, aber im Prinzip hätte man diese genauso gut für die Szenen verwenden können. Es gab einfach keinen Mehrwert. Das ist vor allem deswegen unverständlich, weil der D-Rex im Promo-Material und auch im Prolog ja so gefeatured wurde. Für was?

Dass der D-Rex auch irgendwie der Apex-Predator auf der Insel sein soll, ist doch auch ein Witz. Das Ding ist so endlos langsam gelaufen und besonders schlau schien er auch nicht gewesen zu sein. Sollte für die anderen Dinos auf der Insel ein Leichtes sein, einfach vor ihm wegzurennen. Seine größte Stärke ist wohl nur, dass er trotz seiner Größe einfach federleicht unterwegs ist und niemand ihn hört.

Der Film ist einfach nur noch eine trashige Abendunterhaltung. Und wenn jemand sagt, dass Jurassic Park das doch immer schon war, dann muss man klar sagen: Nein. Man kann echt gute, unterhaltsame Action-Filme machen, ohne wirklich komplett in Dummheit zu versinken, ohne dass alles komplett konstruiert ist. Das gelingt "der Wiedergeburt" einfach nicht. Aber das scheint man aus dem Franchise nicht mehr rauszubekommen. Ich bin jedenfalls froh, kein Kinoticket dafür gelöst zu haben.



Trailer zu Jurassic World - Die Wiedergeburt

Jurassic World - Die Wiedergeburt Bewertung
Bewertung des Films
410

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