
Bewertung: 2.5 / 5
Red Sonja ist das Remake der gleichnamigen Trashperle aus den 1980er-Jahren. Nachdem man jahrzehntelang versucht hatte, einen zweiten Teil zum Film mit Brigitte Nielsen zu produzieren, wandelte sich das Vorhaben mehr und mehr zu einem Reboot. In diesem Jahrzehnt war es dann so weit und Red Sonja ging in Produktion.
Die Hauptrolle übernahm Matilda Lutz, die sich ihr Mitwirken an Die Medici: Herrscher von Florenz auf die Fahne schreiben kann. Kein Highlight, aber die Serie erhielt respektable Kritiken. Die anderen Filme und Serien mit Matilda Lutz waren eher durchwachsen.
Red Sonja erschien im Jahr 2025 in den USA im Kino. Der Film warb vor allem mit seinem R-Rating und der rothaarigen Kriegerin im knappen Metallbikini. Eine Kinoauswertung blieb in Deutschland aus; hier kam der Film im Februar 2026 direkt auf Blu-ray, DVD und VoD in die Wohnzimmer.
Dabei ist Red Sonja keine Vollkatastrophe geworden. Es gibt sicherlich schlimmere Filme. Bei einem Produktionsbudget von 15 Millionen US-Dollar sehen Effekte und Ausstattung allerdings entsprechend aus. Leider wird dieser Schwachpunkt erzählerisch nicht kompensiert. Die Kämpfe wirken zu mäßig choreografiert und sind vor allem schlecht geschnitten. Wirklich tolle Actionszenen gibt es daher nur wenige.
Darüber hinaus ist der größte Schwachpunkt vermutlich das uninspirierte Drehbuch. So sind die Schauspieler 110 Minuten lang damit beschäftigt, sich gegenseitig den Plot, ihre Gefühle und ihr Handeln zu erklären, statt dies visuell zu vermitteln. Am meisten versucht noch der Schurke, gespielt von Robert Sheehan, herauszuholen. Aus deutscher Sicht vielleicht erwähnenswert: Veronica Ferres hat eine kleine Nebenrolle als Red Sonjas Mutter.
Hauptdarstellerin Matilda Lutz macht ihre Sache mäßig und passt sich ihrer Umgebung und den Produktionsbedingungen an. Mit ein paar Metakommentaren geht man selbstironisch mit dem an sich unpraktischen Metallbikini von Red Sonja um. Das ist inhaltlich treffend, bleibt aber nicht mehr als ein kurzes Schmunzeln.
Inhaltlich ist der Film vermutlich nur leicht schwächer als das Original aus den 1980er-Jahren. Dieses hatte im Vergleich jedoch wertigere Produktionsbedingungen und vor allem den Vorteil, Arnold Schwarzenegger im Cast zu haben.
So tut das Remake von Red Sonja nicht weh, gibt beim Zuschauen aber auch nur relativ wenig zurück.


