
Bewertung: 4 / 5
Erstmalig geschaut, diesen Katastrophenfilm aus dem Jahr 1972. Inzwischen also stolze 54 Jahre alt. In den Hauptrollen finden sich Gene Hackman und Ernest Borgnine wieder. In einer Nebenrolle taucht sogar Leslie Nielsen in einer ernsten Performance auf.
Erzählt wird von einem Schiffsunglück und wie Menschen versuchen, sich aus der misslichen Lage zu begreifen. Das Schiff liegt durch einen heftigen Wellengang plötzlich kieloben. Diese Katastrophe sorgt bereits zu Beginn für eine eindrucksvolle Kamerafahrt die mit ihrer Zeit durchaus zu überzeugen weiß. Auch die restliche Szenerie ist dadurch verkehrt herum was für schöne Settings sorgt
Die Höllenfahrt der Poseidon konzentriert sich auf eine kleinere Gruppe von Leuten und diese haben eine gute Gruppendynamik. Es gibt keine richtig nervigen Figuren und immer wieder dramatische Momente. In vielen Szenen fühlt man sich an jüngere Filme erinnert, die sich offenbar von der Höllenfahrt der Poseidon inspiriert fühlten.
Mit der nicht übertriebenen Laufzeit von knapp unter zwei Stunden ist der Film auch heute noch gut guckbar. Inszeniert wurde das Werk von Ronald Neame, der es schafft einen durchgehenden Spannungsbogen zu kreieren. Es gibt nur wenige cheesy Szenen die einfach aus der Zeit gefallen wirken.
Vielleicht noch erwähnenswert: John Williams komponierte Teile der Musik. Diese ist nicht sonderlich erwähnenswert, hat aber gut zu den Situationen gepasst.
Also wenn man sich mal einen etwas älteren Katastrophenfilm anschauen möchte, dann ist Die Höllenfahrt der Poseidon keine schlechte Wahl.


