AnzeigeR
AnzeigeR
AnzeigeR

Ready or Not 2

Kritik Details Trailer News
Der Pakt mit dem Fortsetzungsteufel

Ready or Not 2 Kritik

Ready or Not 2 Kritik
5 Kommentare - 10.04.2026 von Moviejones (Alex Wall)
Wir haben uns "Ready or Not 2" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Ready or Not 2

Bewertung: 3 / 5

In Ready or Not 2 geht es den Reichen, die ihr Vermögen und ihre Macht auf einen satanischen Kult begründen, wieder an den Kragen. Denn nur kurze Zeit nach dem Versteckspiel mit der Familie Le Domas realisiert die Braut Grace, dass ihr Überleben nur die nächste Stufe eines Albtraums ausgelöst hat. Diesmal bekomment sie es gleich mit mehreren Familien zutun, kann aber auch auf Unterstützung durch ihre Schwester hoffen.

Lohnt sich die Fortsetzung zu Ready or Not - Auf die Plätze, fertig, tot und braucht des diese sieben Jahre später überhaupt noch? Wir haben uns die Mischung aus Komödie und Action- sowie Horrorfilm angeschaut und sind durchaus angetan, wenngleich der Film das Rad nicht neu erfindet.

Trailer zu Ready or Not 2

Ready or Not 2 Kritik

Direkt nach den Ereignissen des ersten Teils fällt Grace (Samara Weaving) in Ohnmacht. Als sie im Krankenhaus erwacht, verdächtigt die Polizei sie, am Mord von zwei Personen sowie Brandstiftung beteiligt zu sein. Das ist zwar nicht falsch, hat sich aber natürlich anders zugetragen und war Notwehr. Das erzählt sie auch ihrem Notfallkontakt, ihrer Schwester Faith (Kathryn Newton). Grace ließ sie vor Jahren im Stich, seitdem ist das Verhältnis beider Frauen gestört.

Währenddessen bereiten sich vier rivalisierende Familien darauf vor, den vakanten Sitz des Hohen Rats zu gewinnen, der heimlich die Welt kontrolliert. Vakant ist dieser Sitz nur, weil Grace überlebt hat und die Le Domas daher ausgelöscht wurden. Und die Braut ist auch die, die getötet werden muss, um zu gewinnen. Also beginnt erneut eine Jagd, in der Grace und ihre Schwester allen Widrigkeiten zum Trotz überleben müssen - bis zum Sonnenaufgang jedenfalls.

Mehr vom Gleichen: Action, Humor und Satanismus

Während der erste Teil noch kleine Brötchen backte und den satanischen Kult auf eine einzelne Familie bezog, geht Ready or Not 2 einen anderen Weg. Denn hier wird uns offenbart, dass die Sekte im Geheimen den ganzen Planeten kontrolliert - sichtbar, als Chester Danforth (David Cronenberg) Nachrichten über einen Krieg schaut, kurz wegen eines Waffenstillstand telefoniert und dieser dann als "Breaking News" verkündet wird. Die rivalisierenden Familien, die um den Thron der Organisation kämpfen, kommen aus allen Ecken der Welt. Zwar ist diese Erweiterung der Geschichte wichtig für den Film und auch nicht total dämlich, uns gefiehl es aber besser, als Grace es nur mit einer Familie zutun hatte. Ein die Welt kontrollierender Kult ist da eine ganz andere Hausnummer und wirkt nicht mehr komplett nachvollziehbar.

Dafür bekommt Grace ja aber auch Hilfe durch ihre Schwester. Die Streitigkeiten der beiden sind meistens recht unterhaltsam und die gemeinen Kommentare witzig. Das gilt im Übrigen auch für den gesamten Film. Wie im Vorgänger wird an zynischem Humor, ausufernden Beleidigungen und irrwitzigen Szenen nicht gesparrt. Besonders in Erinnerung bleibt so etwa eine Szene, in der Grace mit einer Frau kämpft. Beziehungsweise versuchen beide zu kämpfen, denn dank des Pfeffersprays in ihren Augen treffen ihre Fäuste eher die Luft als Gesichter. Abseits davon bekommen wir natürllich wieder explodierende Leute zu sehen. Die Action und die Kills sind solide, wenngleich da nichts hervorsticht. Hier hätten wir uns mehr Kreativität, Inszenierung und Mut gewünscht.

Fokus auf Geschwisterbeziehung

Neben all der Gewalt, den teuflischen Mordversuchen und lustigen Momenten versucht Ready or Not 2 noch eine emotionale Geschichte zu erzählen. Denn im Alter von 18 Jahren ließ Grace ihre 15-jährige Schwester Faith bei einer Pflegefamilie zurück, um zu studieren. Seitdem haben beide nicht mehr miteinander gesprochen. Der Konflikt darüber kommt immer wieder auf. Leider ist das alles nicht besonders originell oder zumindest richtig gut umgesetzt. Der Film kann das zwar besser rüber bringen, als They Will Kill You es, mit einer ziemlich ähnlichen Geschichte, konnte, das reicht aber nicht, um wirklich greifbar zu werden.

Dafür rückt der Kult eher in den Hintegrund. Wir erfahren vor allem am Anfang und zum Ende mehr über ihn. Praktischerweise hat der Anwalt (Elijah Wood) nämlich ein dickes Handbuch mit allen Regeln. Viel mehr finden wir nicht heraus. Es stört aber auch nicht besonders, bis auf einige, kleine Logiklöcher befriedigen uns die Erklärungen und Motivationen.

Teuflisch gute Darstellerleistungen

Das uns die Erklärungen genügen, liegt zu einem großen Teil sicherlich auch an den hervorragenden Darstellern. So spielt Samara Weaving wie schon im ersten Teil eine starke aber zugleich ängstliche Frau, die eigentlich nur heiraten wollte. Das macht sie grandios und ihre Figur darf sich über den Film hinweg sogar entwickeln und abgehärteter werden. Kathryn Newton komplettiert das Geschwister-Duo mit einer ebenfalls sehr guten Leistung, ihre lässige und coole Art ergänzt Graces Figur sinnvoll.

Die zahlreichen, alle auf ihre eigene Art komischen Familienmitglieder überzuegen ebenfalls. Besonders Sarah Michelle Gellar und Shwan Hatosy fallen positiv auf. Erstere spielt eine kontrollverliebte und zielbewusste Frau, während letzterer einen tollpatschigen und psychopathischen Mann verkörpert. Elijah Wood brilliert derweil als Anwalt, der das Geschehen beobachtet und die Regeln kennt. Die große Auswahl an unterschiedlichsten Figuren bereichert den Film enorm.

Fazit

Ready or Not 2 ist eine Fortsetzung, die vor allem eines bietet: mehr vom Gleichen. Wer den ersten Teil mag, wird auch Spaß mit dem zweiten haben. Leider entwickelt der Film sich nicht so richtig weiter und die Kills und die Geschichte rund um die Sekte sind nicht wirklich besonders eindrucksvoll. Dafür kann die Chraktervielfalt überzeugen und die Darsteller machen ihren Job durchweg gut. Dank guter Witze und einem immer noch funktionierendem Grundkonzept, bleibt das Kinoerlebnis aber ein spaßiges.

Wir können Ready or Not 2 also vor allem Fans vom ersten Teil sowie Horror- und eingeschränkt Actionfilmen empfehlen. Die Fortsetzung läuft seit dem 9. April in den deutschen Kinos.

Ready or Not 2 Bewertung
Bewertung des Films
610

Weitere spannende Kritiken

Finding Emily Kritik (Redaktion)

Ganz viel Wohlfühlkino

Poster Bild
Kritik vom 11.09.2026 von Moviejones - 0 Kommentare
Wie weit würdest du gehen, um deine "große" Liebe zu finden? Mit dieser Frage setzt sich die charmante britische Rom-Com Finding Emily auseinander. Dabei spielt Regisseurin Alicia MacDonald die gesamte RomCom-Palette gekonnt ab. Viel Neues gibt es zwar nicht zu sehen, und doch i...
Kritik lesen »

Der Kinderflüsterer Kritik (Redaktion)

Wie der Vater, so der Sohn?

Poster Bild
Kritik vom 09.09.2026 von Moviejones - 11 Kommentare
Seit rund einer Woche ist Der Kinderflüsterer auf Netflix zu sehen. Schon die Besetzung macht neugierig: Robert De Niro, Adam Scott und Michael Keaton stehen im Mittelpunkt des düsteren Thrillers. Doch reicht das aus, um einen entspannten Filmabend zu rechtfertigen? Oder sollte man um Der ...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Was denkst du?
Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
5 Kommentare
Avatar
GPJ : : Popcornologe
19.07.2026 12:24 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 1.388 | Reviews: 5 | Hüte: 83

Samara Weaving macht einen guten Job in der Reihe. Das sie prominente Verwandtschaft hat, wusste ich gar nicht. Ich hätte eher gedacht, dass ihr Aussehen ihr viele Türen öffnet.

Sie wäre auch eine hervorragende Harley Quinn. -)

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
15.04.2026 00:03 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.203 | Reviews: 190 | Hüte: 700

Ich würde auch vermuten, dass das eine verzerrte Wahrnehmung ist und es sich heutzutage nicht um mehr Personen handelt als früher. Gestandene Schauspieler nimmt man als gegeben hin und nimmt den Familienbezug weniger wahr, während man es in der Gegenwart live miterlebt, wenn "Sohn/Tocher/Neffe/Nichte/Enkel/Enkelin von" anfängt, in Filmen oder Serien mitzuspielen.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
14.04.2026 15:47 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 9.335 | Reviews: 156 | Hüte: 777

@ move

Ich bin mir nicht sicher, was du mit deinem Kommentar nun genau aussagen willst. Spielst du damit auf Samara Weaving an, weil ihr Onkel Hugo Weaving ist? Immerhin kann man sagen, dass Samara Weaving ihre Hauptrollen allein tragen kann und sie auch nicht völlig talentfrei in ihrem Schauspiel ist.

Abgesehen davon ist es in Hollywood doch schon sehr lange üblich, dass Schauspieler oft aus Schauspielfamilien stammen, ebenso Regisseure. Es scheint üblich zu sein, dass Kinder von Schauspielern oder Regisseuren ebenfalls Schauspieler oder Regisseure werden. Das ist doch nichts neues und ein alter Hut, wie du ja selbst bereits festgestellt hast. Es waren früher deutlich mehr, als dir jetzt auf Anhieb einfallen, z. B. Familie Southerland, Familie Baldwin, Familie Belushi, Familie Bridges, Familie Brolin, Familie Coppola, Familie Cusack und viele mehr.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

Avatar
move : : Moviejones-Fan
14.04.2026 14:30 Uhr | Editiert am 14.04.2026 - 14:33 Uhr
0
Dabei seit: 08.08.23 | Posts: 637 | Reviews: 0 | Hüte: 26

Dieser Kommentar ist gesperrt.

Avatar
TiiN : : Goldkerlchen 2021
10.04.2026 12:41 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 10.642 | Reviews: 190 | Hüte: 728

Klingt solide und inetwa das, was man von so einer Fortsetzung hätte erwarten können. smile


Forum Neues Thema
AnzeigeR