
Mit Barbarian und Weapons hat Zach Cregger bereits bewiesen, dass er ein Händchen für ungewöhnlichen Horror besitzt. Dass ausgerechnet seine sehr freie Interpretation von Resident Evil im Vorfeld nicht bei allen Fans auf Begeisterung stieß, dürfte inzwischen ebenfalls bekannt sein. Cregger adaptiert keines der Spiele direkt, sondern erzählt eine neue Geschichte innerhalb der von Capcom geschaffenen Horrorwelt.
Nach der Premiere scheint sich diese Vorgehensweise zumindest für einige der ersten Zuschauer ausgezahlt zu haben.
Die ersten Reaktionen loben vor allem das hohe Tempo, die Spannung und die kompromisslose Horror-Ausrichtung des Films. So wird Resident Evil als regelrechter Horror-Blockbuster beschrieben, den man möglichst auf einer großen Leinwand und mit Publikum erleben sollte. Andere Stimmen heben die blutigen Actionsequenzen und die teilweise an Das Ding aus einer anderen Welt erinnernden Kreaturendesigns hervor. Wiederholt fällt dabei auch der Begriff Survival Horror - also genau jene Richtung, die Cregger für seine Neuinterpretation immer wieder angekündigt hatte.
Besonders überschwänglich äußerte sich unter anderem SplashReport-Chefredakteur Kellvin Chavez. Für ihn liefert Cregger praktisch von der ersten Szene an Spannung und Gore und möglicherweise sogar den bislang besten Resident Evil-Kinofilm. Andere Reaktionen sprechen von einem „cineastischen Spektakel“ oder zählen den Film bereits zu den gelungensten Videospieladaptionen. Auch Hauptdarsteller Austin Abrams bekommt viel Lob für seine Darstellung von Bryan.
Ganz neu ist die positive Resonanz allerdings nicht. Bereits Anfang September wurden ausgewählten Zuschauern die ersten rund 30 Minuten gezeigt. Schon damals wurde insbesondere gelobt, dass sich Creggers Film trotz seiner neuen Figuren und Geschichte stärker nach dem Spielgefühl von Resident Evil anfühlen soll als die früheren Realfilm-Adaptionen. Die jetzigen Stimmen stammen dagegen von Vorführungen des vollständigen Films und bestätigen offenbar viele dieser frühen Eindrücke.
Im Mittelpunkt steht der von Austin Abrams gespielte Bryan, ein medizinischer Kurier, der während eines verheerenden Ausbruchs in einen immer größeren Überlebenskampf gerät. Neben Abrams gehören unter anderem Zach Cherry, Kali Reis und Paul Walter Hauser zur Besetzung. Cregger schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Shay Hatten.
Natürlich gilt wie immer bei solchen frühen Reaktionen: Ein paar begeisterte Social-Media-Stimmen sind noch kein endgültiges Kritikerurteil. Gerade nach Premieren dominieren häufig die besonders positiven Eindrücke. Angesichts der schwierigen Kinogeschichte von Resident Evil dürfte es dennoch interessant sein, dass ausgerechnet Creggers eigenständiger Ansatz bislang derart viel Zuspruch erhält.
Ob sich dieser Eindruck mit den ausführlichen Kritiken und beim Publikum bestätigt, erfahren wir schon sehr bald. Auch unsere Kritik folgt in Kürze. Resident Evil startet am morgigen 17. September in den deutschen Kinos.
Zach Cregger’s ’Resident Evil’: First Reactions From the Premiere https://t.co/RS3WPcDJLP
— The Hollywood Reporter (@THR) September 16, 2026
