Eine junge Politikerin möchte den Job ihres Mentors übernehmen. Dabei hat sie jedoch mit familiären Problemen und einem herausfordernden Berufsleben zu kämpfen.
"Ella McCay" erzählt die Geschichte der 34-jährigen Vizegouverneurin Ella McCay, die ins Amt des Gouverneurs gewählt wird, weil ihr Vorgänger ins Kabinett des Präsidenten aufrückt. Fortan hat sie dann mit den Herausforderungen des Amtes und außerdem mit Problemen in der eigenen Familie zu kämpfen.
Von James L. Brooks ("Besser geht’s nicht", "Spanglish", "Die Simpsons"), der nach 15 Jahren wieder einen Film gedreht hat, und die klassische Dramödie der 80er/90er/00er wiederbeleben möchte. Da darf dann z.B. auch ein Hans Zimmer mit seiner traditionellen Flötenmusik nicht fehlen.
Jamie Lee Curtis als Tante und Ayo Edebiri als Freundin des Bruders trumphen wieder mit ihrem typischen, sympathischen Spiel aus "The Bear" auf und Woody Harrelson hat den Old-Dad-Core aktiviert
"Marge Simpson" Julie Kavner gibt die Erzählerin und Hauptdarstellerin Emma Mackey kennt man vor allem aus "Sex Education" (ich nicht), sie macht ihre Sache auch gut.
Als Polit-Familien-Dramödie entwickelt sich das aber leider nirgendwo so richtig hin und bleibt oberflächlich. Ich hätte da auch einiges aus dem Familienplot rausgenommen und dafür mehr den Politikplot fokussiert und vertieft. Der politische Zustand der 2000er Jahre wird obendrein nostalgisch bis geschichtsrevisionistisch verklärt. Aus "Simpsons"-Sicht lässt sich zumindest spannenderweise feststellen, dass Brooks hier quasi einen Film über die erwachsene Lisa Simpson gedreht hat.
In den USA ist "Ella McCay" an den Kinokassen heftig gefloppt, weswegen Disney die Kinoauswertung für Europa abgesagt und den Film bei uns direkt auf Disney+ veröffentlicht hat.
Für mich ist der Film zu süß und nett, ich hatte zu viel Spaß mit den Schauspielern, als dass ich ihn wirklich schlecht finden konnte. Von daher 5 von 10 Punkten von mir.
Meine Bewertung
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."