Für den Film The 4:30 Movie und dessen Regie ist Kevin Smith verantwortlich. Zu den Darstellern im Film gehören Justin Long, Genesis Rodriguez und andere. The 4:30 Movie erschien 2024.
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Im New Jersey des Jahres 1986 schleichen sich die drei Teenanger-Freunde Brian, Belly und Burny regelmäßig ins Kino, um sich heimlich Filme anzusehen. An einem Tag bittet Brian seinen Crush Melody um ein Date, sie verabreden sich für einen Kinobesuch um 4:30 PM, was die Freundschaft der drei Jungs und ihre Kinobesuche auf die Probe stellt.
Kevin Smiths jüngster Film, eine semiautobiographische Coming-of-Age-Komödie mit nostalgischem Blick auf die 1980er Jahre, im Prinzip lässt sich "The 4:30 Movie" als "Clerks"-Prequel bzw. "Clerks 0" bezeichnen. Nachdem Smith mit "Clerks III" seinen 2018 erlittenen Herzinfarkt und Beinahetod verarbeitete und sich mit bitterem Blick auf seine mittelalten Protagonisten die Frage stellte, was am Ende des Tages von seinem 30 Jahre alten Schaffenswerk übrigbleibt, wählt er hier nun einen fröhlichen, leichtherzigen und humorvollen Ton, um von seiner eigenen Jugend zu erzählen.
Als Coming-of-Age-Komödie funktioniert der Film speziell zu Beginn und gegen Ende sehr gut, Austin Zajur als Brian und Siena Agudong als Melody harmonieren wunderbar miteinander, die Szenen mit den beiden zusammen sind ein Selbstläufer und ergeben einen süße und herzliche Teenie-Romanze.
Nach 15 Minuten fällt Kevin Smith allerdings auf, dass er seine Geschichte irgendwie auf 90 Minuten bringen muss und fängt dann an zu "experimentieren". In die Filmvorstellung baut er einige Grindhouse-artige Faketrailer ein und jede Szene bzw. jeder Gag mit den drei Jungs im Kino (gedreht in Smiths eigenem Kino, Ken Jeong gibt den bösen Kinobetreiber) wird qualvoll ausgewalzt und über Gebühr ausgereizt, bis letztendlich jeder Witz daran verloren geht. Besonders peinlich fallen dabei die sich auf zukünftige Ereignisse beziehenden Metagags aus (Post-Credit-Szenen werden sich nicht durchsetzen. "Batman"-Kinofilme werden nicht erfolgreich. "Star Wars" bleibt die Trilogie und wird nicht im Kino und Fernsehen fortgesetzt. Bill Cosby bleibt immer beliebt.). Nach 77 Minuten folgt ein elfminütiger Abspann, der mit Outtakes und Zusatzszenen gefüllt ist.
Der Cast setzt sich wie bei Smith üblich zu großen Teilen aus den Leuten zusammen, mit denen er schon seit 20-30 Jahren zusammenarbeitet, inklusive seiner eigenen Familie, hier kann man sich also auf ein Wiedersehen mit einigen Schauspielern in den Neben- und Statistenrollen freuen. Hauptdarsteller Austin Zajur ist Smiths Schwiegersohn in spe.
Die großen Zeiten Kevin Smiths liegen mittlerweile nun leider schon 20 Jahre zurück ("Yoga Hosers" und "Jay and Silent Bob Reboot" als nette Ausnahmen) und auch nach 30 Jahren führen die Wege immer wieder zurück zu seinem Debut- und Prestigewerk "Clerks". Mit "The 4:30 Movie" hat Smith dem im Gegensatz zu "Clerks III" jedoch kaum etwas Neues hinzuzufügen und wie es der Zufall will, erschien circa zeitgleich mit Chandler Levacks Debutwerk "I Like Movies" (2022, in Deutschland 2025) ein Coming-of-Age-Film, der über Nostalgie und Popkulturwitze hinaus etwas Substanzielles und Frisches über das Erwachsenwerden, über Filme und Filmnerds zu erzählen hatte.
"The 4:30 Movie" würde ich in erster Linie nur den Smith-Fans oder -Komplettisten empfehlen, ansonsten würde ich klar lieber den oben genannten "I Like Movies" sehen oder nochmal zu einem Film wie "Superbad" greifen.
Meine Bewertung
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."