Hier dreht sich alles um den Film Coogans großer Bluff (1968). Tausch dich mit anderen Filmfans aus.
„Coogans Bluff“ ist die erste Zusammenarbeit von Don Siegel mit Clint Eastwood und packt Eastwood in ein Spät-60er Setting der Hippie-Szene, irgendwo zwischen „Cowboy-Spaß“ und „Grantelnder-Cop-Mentalität“, noch ein paar Jahre vor dem eigentlichen „Dirty Harry“.
Der Film funktioniert deshalb so ausgezeichnet, weil Siegel irgendwie weiß, wie er Eastwood anpacken muss, damit er einen verdammt coolen „Deputy-Sheriff“ aus ihm macht, um ihm im nächsten Moment mit trockenem Humor auch wieder vom Podest zu ziehen, aber ohne, dass Eastwood komplett die Hosen runterlassen muss. Das gibt es zwar auch, aber die lässt Coogan eigentlich nur für all die Damen, denen er begegnet fallen. Sozusagen das filmische Zugeständnis Siegels an die „Hippie-Bewegung“ und deren „freie Liebe“.
Siegels „Coogans Bluff“ nimmt vielen späteren und darauffolgenden Filmen, wie z.B. „Yakuza“ mit Robert Mitchum, schon viel vorweg. Quasi wie ein Prototyp eines Subgenres. Gerade das Thema, den Protagonisten in Form eines Cops, hier eben Cowboy aus Arizona, in eine ungewohnte und fremde Situation/Umgebung zu schubsen. Coogan gerät in der Großstadt ständig in Probleme und eckt überall an, weil es nicht seine Welt ist und weil er diese Welt vor allem auch nicht leiden kann.
Mit Sicherheit nicht der bekannteste, geschweige denn erfolgreichste Film von Eastwood bzw. dem Gespann Siegel/Eastwood, aber feiner, kleiner Klassiker, den ich immer wieder gerne anschauen kann.
Meine Bewertung
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Coogans großer Bluff (1968)
Moviejones | 03.04.2026