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The Death of Robin Hood (2026)

Moviejones | 01.11.2026

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13 Kommentare
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
20.06.2026 00:23 Uhr
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Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 9.416 | Reviews: 159 | Hüte: 781

Absolut grandioser Film, der bei mir voll ins Schwarze getroffen hat. Solche Art Filme liebe ich einfach. Bisher entweder meine Nummer 1 oder Nummer 2 des Jahres. Morgen mehr dazu.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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DrStrange : : Moviejones-Fan
23.06.2026 10:26 Uhr
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Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 4.219 | Reviews: 76 | Hüte: 180

Meine Meinung steht fest » Hier ist meine "The Death of Robin Hood" Kritik

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"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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Pixeler : : Moviejones-Fan
19.09.2026 13:19 Uhr
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Dabei seit: 11.07.23 | Posts: 159 | Reviews: 0 | Hüte: 4

Ich habe mir den Film am 19. September 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)

Trotz gutem Schauspiel und sinnvoller Geschichte konnte mich dieses Werk nicht für sich gewinnen. Der Film ist zwar sehr bedeutungsschwanger aber auch langatmig und spannungslos.

Meine Bewertung
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MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
14.10.2026 20:40 Uhr | Editiert am 14.10.2026 - 20:42 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.304 | Reviews: 190 | Hüte: 703

Ein Film, der sich in zwei Teile spalten lässt.

Zunächst werden Robin Hood (Hugh Jackman) und Little John (Bill Skarsgard) in den ersten 30 Minuten exzessiv im Stil von "The Northman" und "Walhalla Rising" durch eine Hölle aus Gewalt, Blut und Matsch getrieben, um Robin Hood auf den absoluten Nullpunkt zu bringen und zu etablieren, dass in Robin Hood nichts Gutes steckt, es sich beim Mythos um ihn um Lügengeschichten handelt.

Danach folgt für 90 Minuten ein ruhiges, kontemplatives Klosterdrama, in dem sich Robin Hood mit der Priorin (Jodie Comer) und Little Johns Tochter anfreundet und ferner weitere Personen trifft, mit seiner Schuld konfrontiert wird, Reuegefühle durchlebt und versucht, Sühne zu leisten. In meinen Augen liegt dies zu Beginn des Dramas bereits alles auf dem Tisch und wird in den 90 Minuten nicht wirklich mit Tiefe gefühlt. Ich kenne die Literaturvorlage nicht (eine Ballade aus dem 17. Jahrhundert), aber ich habe nicht den Eindruck, dass sich der Stoff zumindest in dieser Form für einen solchen Langfilm eignet.

Prinzipiell ist es als Heldenabgesang die gleiche Geschichte wie "Logan", wenn man Hugh Jackmans Wolverine mit Robin Hood tauscht, den Vorgängerfilm habe im Vergleich als substanzieller wahrgenommen.

Erschwerend kommt hinzu, dass Robin Hood als moralischer Sozialheld (nimmt den Reichen, gibt den Armen) eigentlich auch für etwas steht. All dies wird dem Charakter hier jedoch genommen, in "The Death of Robin Hood" handelt es sich um einen nihilistischen Massenmörder, der Unschuldige, Frauen und Kinder umbringt, welcher der Gesellschaft schadet und vollkommen zurecht als Outlaw lebt bzw. wegen seiner Verbrechen gesucht wird. Ein Robin Hood, so wie ihn sich Johann Ohneland und der Sheriff von Nottingham oder die Elon Musks der heutigen Zeit vorstellen.

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"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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DrStrange : : Moviejones-Fan
14.10.2026 21:29 Uhr
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Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 4.219 | Reviews: 76 | Hüte: 180

@luhp92

Bei den inzwischen andauernden und ständigen „Entmystifizierungen“ und „Demontagen“ von Heldenfiguren, die man die letzten Jahre eher unnötigerweise zwanghaft und verkrampft unbedingt auf die Leinwand bringen musste, um… ja, warum eigentlich? Um den Menschen die klassischen Heldenfiguren wegzunehmen?

Jedenfalls ist gerade Robin Hood dann die eine berühmte Vorzeigefigur, bei der es noch am meisten Sinn ergibt, denn dessen Ursprung scheint lt. Historikern ja eindeutig bei klassischen Gesetzlosen des englischen Mittelalters wie Adam Bell oder Herward the Wake zu liegen und die waren halt Mörder und Räuber und keine „Gentleman-Diebe“.

Das sich der Film darüber sogar amüsiert ist bewusst eingebaut, denn von den ältesten Texten über Robin Hood, welche aus dem 15.Jahrhundert stammen, weiß man bekanntlich nur seine Vorliebe zur Trickserei und Verkleidungen. Alles andere ist eine romantisierte und angedichtete Erfindung von Hollywood des 20.Jahrhunderts wie eben der Kampf von Angelsachsen gegen Normannen, stiehlt von den Reichen und gibt es den Armen, oder die ganze Angelegenheit mit Marian.

Daher kann man dem Film eher schlecht vorwerfen, dass er sich um den eigentlichen Kern der Figur bemüht und den angedichteten Ballast, so schön er auch sein mag, ausnahmsweise mal weglässt.

Wer eine klassische Version der Figur im moderneren Gewand, in einer gelungenen Umsetzung sehen will, der sollte sich die Serie von MGM ansehen, die immer noch viel zu weit unter dem Radar verläuft, obwohl sie fast alles richtig macht.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
15.10.2026 18:59 Uhr | Editiert am 15.10.2026 - 19:00 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.304 | Reviews: 190 | Hüte: 703

@DrStrange

Okay, spannend. So tief bin ich in gar nicht in den historischen Hintergründen und Ursprüngen der Figur bewandert.

Im Diskurs auf der Wikipedia-Seite werden Adam Bell und Herward the Wake allerdings tatsächlich gar nicht als Vorbilder genannt. Die Google-Suche sagt mir aber auf jeden Fall, dass es historisch existente Outlaws mit ihren Banden waren und/oder gegen die Obrigkeit agierten, die auch in eigenen Balladen verarbeitet wurden und die Robin Hood Figur mitbeeinflussten. Bzw. Adam Bell wurde dann ja sogar als eigenständige Figur Bestandteil der Robin Hood Lore.

Im Wikipedia-Artikel steht zudem noch, dass Robin Hoods Verbindung zur Unterklasse gegen die Obrigkeit bereits im 15. Jahrhundert erkennbar ist und Maid Marian im 16. Jahrhundert hinzukam. Dann wären es keine Erfindungen aus dem 20. Jahrhundert.

https://en.wikipedia.org/wiki/Robin_Hood

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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GPJ : : Popcornologe
15.10.2026 19:46 Uhr
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Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 1.459 | Reviews: 5 | Hüte: 87

Tatsächlich spannend. Es ist am Ende auch eine Frage der Perspektive. Ist ja auch heute so. Für manche sind die "Schurken" der Gegenwart ja auch heute gerne mal "Helden" oder "Vordenker". Finde es also legitim, dass es verschiedene "Robin Hood" Interpretationen gibt.

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DrStrange : : Moviejones-Fan
15.10.2026 20:55 Uhr
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Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 4.219 | Reviews: 76 | Hüte: 180

@luhp92

Das waren nur zwei gänige Beispiele, es gab im englischen Mittelalter soviele dieser Gestzlosen in allen Teilen des Landes, es wäre daher noch nicht mal unwahrscheinlich das Robin Hood quasi eine Erfindung der Bankelsänger und Barden ist, weil es wohl einfach war alles über eine Figur laufen zu lassen, als sich merken zu müssen, welcher Outlaw jetzt welchen Sache verübt hat.

Von den Büchern die ich zu dem Thema von verschiedenen Historikern gelesen habe, ist man sich inzwischen ziemlich sicher das reale Figuren wie Adam Bell oder Fulk FitzWarin eben in die Legende eingezahlt haben. Inwieweit natürlich welcher Einfluss wichtiger oder weniger entscheidend war, ist sicherlich heute schwer nachzuvollziehen. Vieles wurde auch lange Zeit nur mündlich überliefert und da weiß man ja was dabei herauskommt.

Ich habe den Wiki-Artikel jetzt nur überflogen - sorry, nicht genug Zeit - aber ich habe wie gesagt genügend Lektüre über das Thema gelesen. Natürlich mag nicht alles erst mit Hollywood aufgekommen sein, Marian wird auch später namentlich, wohlbemerkt in einem Nebensatz, erwähnt, aber nicht in den ursprünglichen Texten des 15.Jahrhunderts. Von Friar Tuck ist sogar erstmal gar nicht die Rede. Spätere Volksbühnenstücke können hier natürlich bereits weiter Figuren dazugepackt haben.

Nun.. gegen die Obrigkeit agieren... das hat auch ein Adam Bell. Das nennt man Gesetzloser und Verbrecher. Das hat mit Volksheld noch nichts zu tun und der Rest ist dann halt die klassische "Romantisierung" des Stoffs.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
16.10.2026 16:35 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.304 | Reviews: 190 | Hüte: 703

@DrStrange

Gesetzlos bedeutet ja erstmal nur, dass dir wegen eines Verbrechens der Schutz durch das Gesetz aberkannt wird, also dass dich jede Person bestrafen oder gar töten darf, ohne selbst mit rechtlichen Konsequenzen rechnen zu müssen.

Kampf gegen die Obrigkeit war bei Hereward the Wake, so wie die Google-Suche es ergab, schon ein aktives Vorgehen gegen William den Eroberer und seine Barone. So ähnlich, wie man dass ja auch mit Robin Hood verbindet (Sheriff von Nottingham, Johann Ohneland).

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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DrStrange : : Moviejones-Fan
17.10.2026 07:22 Uhr
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Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 4.219 | Reviews: 76 | Hüte: 180

@luhp92

Gesetzlos bei diesen Charakteren bedeutet aber auch aus trieftigen Gründen. Wenn man ein wenig hinter die Geschichten schaut, zeichnet sich hier eben schnell ein sehr düsteres Bild ab, welches irgendwelche hehren und edle Ziele untergräbt. Denn auch ein Hereward ist in seiner Vorgehensweise wohl über Leichen gegangen, im Kampf gegen die Eroberer und die üblich Verdächtigen, genau wie ein Straßenräuber Adam Ball oder wer auch gut reinpasst wäre z.B. noch Eustace der Mönch, die trotz all der Geschichten um diese Charaktere, am Ende grausame Gesetzlose waren - Räuber und Mörder. Da ging es nicht um den Kampf gegen eine böse Obrigkeit, sondern um gewalttätige Verbrechen, die auch vor Unschuldigen keinen Halt machten. Selbst eine Geschichte wie „Robin Hood und der Mönch“ zeigt ja bereits, wenn Robin und John auf ihrer Flucht den Mönch und seinen Diener töten, nur aus Gründen, um ihre Flucht zu decken, dass es hier keineswegs um den edlen Kampf gegen irgendwelche Tyrannen geht, sondern um das Überleben als Verbrecher und Gesetzloser und dass man dabei „Kollateralschäden“ hinnimmt.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
18.10.2026 21:04 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.304 | Reviews: 190 | Hüte: 703

@DrStrange

Verstehe ich alles und ist sicherlich auch alles richtig und sollte man in so einem Film auch einbringen. Im Film hätte ich zumindest aber gerne eine Grauzeichnung gesehen und nicht die Schwarzzeichnung, wie geschehen.

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DrStrange : : Moviejones-Fan
19.10.2026 08:52 Uhr
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Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 4.219 | Reviews: 76 | Hüte: 180

@luhp92

...zumindest aber gerne eine Grauzeichnung gesehen und nicht die Schwarzzeichnung, wie geschehen.

Gut, kann ich auch verstehen. Trotzdem halte ich den Film gerade für seinen Hintergrund und wie er damit umgeht deshalb für gelungen, weil man erkennt, dass man sich Gedanken gemacht hat und sich auch wirklich mit dem Mythos und dessen Ursprünge auseinandergesetzt hat.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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Sleeper29 : : Moviejones-Fan
23.10.2026 11:16 Uhr
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Dabei seit: 09.02.16 | Posts: 1.517 | Reviews: 1 | Hüte: 31

Ich habe mir den Film am 11. Oktober 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)

Hier darf man definitiv kein Actionfeuerwerk erwarten, ansonsten wird man mit großer Wahrscheinlichkeit ziemlich enttäuscht über den Streifen und seine Entwicklung sein. Die ersten 20-30 Minuten sind noch äußerst hart inszeniert und haben die erwartete Action zu bieten. Im Anschluss werden allerdings sämtliche Genre-Erwartungen komplett über den Haufen geworfen und der Film entwickelt sich zu einem tieffgründigen, dialogreichen Charakterdrama mit deutlich entschleunigtem Pacing. Ich muss zugeben, ich habe etwas mehr Action und Spannung über die gesamte Laufzeit erwartet, konnte mich mit dem extremen Genrewechsel aber letztendlich durchaus arrangieren. Das lag vor allem an der faszinierenden Darstellung von Hugh Jackman, der seine Rolle großartig spielt, aber auch an den durchaus interessanten philosophischen Fragen, mit denen sich der Film beschäftigt.

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