Hier dreht sich alles um die News Hugh Jackman wird zu Long John Silver in "Treasure Island". Tausch dich mit anderen Filmfans aus.
@ChrisGenieNolan
Die Chance ist jedenfalls gering das da was richtig gutes rauskommt, Marsianer war schon eine Überraschung, davor waren auch die meisten Filme mittelmäßig oder weniger, ich glaube das beste was wir erwarten können ist ein Film den man sich ansehen kann.
Ridley Scott hat die letzten Jahre leider wirklich einen mäßigen Film nach dem anderen veröffentlicht, wenn nciht sogar den einen oder anderen Flop und langsam glaube ich eher, dass die Rente für ihn jetzt eher die passende Wahl wäre.
Warum es zu den 1327 Verfilmungen der Schatzinsel jetzt noch unbedingt eine weitere braucht, ist mir eher schleierhaft. Da reisst es auch ein Jackman nicht raus.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
@Rotwang: Ich bin ehrlich und direkt. Ich fand der Marsianer überhaupt nicht gut. Eher langweilig und langatmig.. das war ich froh als der film vorbei war. Gladiator 2, punkt grossteil von effekte und darbietung von Danzel Washington.
@ChrisGenieNolan
Aber er ist ja nicht schlecht weil du es so siehst, der hat als Beispiel eine 8.0 auf IMDB, als er kam schon gut weg, das sind ja zwei Sachen ob er noch gute Filme dreht, oder nur keine die dir gefallen, ich höre auch keine klassiche Musik, würde sie aber nicht als schlecht beschreiben, weil ich sie nicht verstehe.
@Rotwang & ChrisGenieNolan
"Ich bin ehrlich und direkt. Ich fand der Marsianer überhaupt nicht gut. Eher langweilig und langatmig.."
"Aber er ist ja nicht schlecht weil du es so siehst, der hat als Beispiel eine 8.0 auf IMDB, als er kam schon gut weg, ..."
Ich will mal ehrlich sein. "Der Marsianer" war kein schlechter Film, aber er ist nicht so bahnbrechend, wie er hochgehypt wurde. Unter anderem wurde seine angebliche Wissenschaftlichkeit hervorgehoben. Genügend Wissenschaftler haben dem Ganzen bereits vor Jahren den Wind aus den Segeln genommen.
@DrStrange
"Ridley Scott hat die letzten Jahre leider wirklich einen mäßigen Film nach dem anderen veröffentlicht, wenn nciht sogar den einen oder anderen Flop und langsam glaube ich eher, dass die Rente für ihn jetzt eher die passende Wahl wäre."
Da muss ich dir Recht geben. Die tatsächliche Frage ist jedoch, ob er es selber einsieht. Er will anscheinend, wie jemand schon irgendwo geschrieben hat, sein Vermächtnis, solange er noch lebt, maximal ausbauen. Beweist aber aufs Neue, dass Quantität eben nicht Qualität ist...
@DesertHunter24
Da muss ich dir Recht geben. Die tatsächliche Frage ist jedoch, ob er es selber einsieht. Er will anscheinend, wie jemand schon irgendwo geschrieben hat, sein Vermächtnis, solange er noch lebt, maximal ausbauen. Beweist aber aufs Neue, dass Quantität eben nicht Qualität ist...
Ganz genau. Ich will jetzt nicht Tarantino mit seiner eingegrenzten und selbstauferlegten Filmografie recht geben, aber Scott hat seit einigen Jahren eine recht hohe Ausfallquote, die inzwischen doch arg an seinem Vermächtnis kratzt. Aber er hier selbst ziemlich betriebsblind zu sein, wenn er das nicht langsam erkennt.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
@DrStrange
"Ich will jetzt nicht Tarantino mit seiner eingegrenzten und selbstauferlegten Filmografie recht geben, ..."
Nun, gut. Tarantino ist ein Fall für sich. Hat er nicht mehrfach seine Meinung geändert? In Bezug auf den Zeitpunkt seines Aufhörens? Und ob jetzt "Kill Bill" ein oder zwei Filme sein sollen...? Und wie viele er dementsprechend noch machen will? Und was, wenn er jetzt behauptet, dass seine Western jetzt ein loses, großes Anthologie-Projekt sind? Und macht dann doch noch fünf weitere Filme, von dem jeder der wirklich letzte und das Magnum Opus schlechthin ist? Ich beende mal meine Provokation an dieser Stelle, bevor irgendein Fan noch Schnappatmung bekommt... ;)
DesertHunter24, du hast Recht er ist nicht auf dem Level von Blade Runner oder Alien .
Ich meinte nur dass man da schon nicht viel erwartet hatte von Scott, dafür war der Marsianer eine Überraschung, wie geschrieben sein Output ist zu hoch, dazu unnötige Fortsetzungen wie Gladiator, den ersten fand ich als Teenager super, jetzt brauche ich den nicht mehr, ist aber trotzdem ein guter Streifen.
Mir fällt auch kaum ein Film ein, im Kino wo dann die x-te Verfilmung eines Klassikers dann plötzlich der Hit war, Graf von Monte Cristo hab ich gern geschaut, mehr aber auch nicht.
Bei Tarantino glaube ich dass er aktuell auch Probleme hat, der erste Ansatz war ja gescheitert, dazu provokative Filmlisten, Kommentare über Schauspieler die sich im Ton vergreifen, und andere Sachen hat er auch noch rausgehauen, vielleicht kommmt er durch Trumps Drogenpolitik nicht mehr and das gute bewustseinserweiternde Zeug ran, die ihn helfen sich auf seine Arbeit zu konzentrieren.
@DesertHunter24
Ich halte diese Tarantin-Geschichte mit "ich mache nur X Filme" für Gelaber, Wichtigmacherei und ziemlichen Blödsinn, da mir mindestens die Hälfte seiner Filme aber eh nicht gefällt, ist er für mich zu unbedeutend als dass ich mir hier weiter Gedanken machen würde.
Grundsätzlich war das nur als Beispiel, das man manchmal auch erkennen muss wann es einfach gut und genug ist. Scott hat diesen Punkt verpasst und schon lange überschritten.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
@DesertHunter24
"Genügend Wissenschaftler haben dem Ganzen bereits vor Jahren den Wind aus den Segeln genommen."
Naja, Deine Kritik ist da aber ein wenig übertrieben. Das hat weder das Buch, noch der Film verdient. Sowohl das Buch als auch die Verfilmung von Der Marsianer wurden von der weltweiten Wissenschaftsgemeinde – allen voran von der NASA – für ihre außergewöhnliche Genauigkeit gefeiert. Das Werk gilt bis heute als Paradebeispiel für „Hard Science-Fiction“.
Es stimmt zwar, dass Wissenschaftler im Nachgang Fehler aufgezeigt haben, aber sie taten dies fast durchgehend mit großer Begeisterung. Die Kritik hat dem Film nicht „den Wind aus den Segeln genommen“, sondern die Fiktion lediglich in ein reales Licht gerückt.
Zusammenfassend lässt sich die wissenschaftliche Realität des Werks so aufteilen:
Die echten Fehler (bewusste Fiktion): Der Autor Andy Weir hat die größten Fehler selbst offen zugegeben. Der heftige Staubsturm zu Beginn ist physikalisch unmöglich, da die Marsatmosphäre viel zu dünn ist, um diese Kraft zu entwickeln. Auch das „Iron Man“-Rettungsmanöver am Ende ist im echten Weltall unkontrollierbar (im Buch verwirft Watney die Idee deshalb auch, im Film wurde sie für den Hollywood-Effekt eingebaut). Zudem lässt sich die geringere Mars-Schwerkraft (38 % der Erde) im Filmstudio visuell kaum über zwei Stunden simulieren.
Was wissenschaftlich exakt war: Die Berechnung der orbitalen Flugbahnen, die Chemie zur Wassergewinnung, das botanische Prinzip der Kartoffelzucht im Marsboden und die gezeigten Technologien (wie die Ionenantriebe) basieren auf realer Physik und echten NASA-Konzepten. Die NASA saß bei der Verfilmung sogar direkt als Berater mit am Tisch.
Kein Hollywood-Film ist eine 100-prozentige Dokumentation. Der Marsianer ist und bleibt jedoch einer der wissenschaftlich fundiertesten Blockbuster der Filmgeschichte. Dass Wissenschaftler überhaupt so tiefgehend darüber diskutiert haben, liegt nicht daran, dass der Film schlecht recherchiert war – sondern im Gegenteil so gut, dass es sich lohnte, fachlich darüber zu reden.
“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"
@MrBond
Jetzt interpretierst du in meine Kritik mehr rein als wirklich drin steckt. Kernaussage: "Der Film wurde übertrieben hochgehypt". Der Film war gut, aber dem Hype wurde er aus meiner Sicht nicht gerecht. Das ist lediglich eine Geschmacksfrage.
@DrStrange
"Ich halte diese Tarantin-Geschichte mit "ich mache nur X Filme" für Gelaber, Wichtigmacherei und ziemlichen Blödsinn, ..."
Naja, genügend Selbstverliebtheit hat er schon längst bewiesen.
"...da mir mindestens die Hälfte seiner Filme aber eh nicht gefällt, ist er für mich zu unbedeutend als dass ich mir hier weiter Gedanken machen würde."
Bin da ganz bei dir. Kann mich nicht gerade als Fan seiner hochgelobten Filmografie betiteln. Es ist scheinbar auch dieser absurde Hype, der ihm wohl über die Jahre zu Kopf gestiegen ist.
@Rotwang
"...vielleicht kommmt er durch Trumps Drogenpolitik nicht mehr and das gute bewustseinserweiternde Zeug ran, die ihn helfen sich auf seine Arbeit zu konzentrieren."
Durchaus möglich. Kann ich aber jetzt nicht beurteilen. Dazu weiß ich nicht genügend über seine Person. Dafür ist er für mich auch einfach nicht interessant genug. Da stellt sich jedoch die allgemeine Frage, ob etwaige Substanzen als Talent durchgehen dürfen sollten. Eine fragwürdige Muse. Ein noch fragwürdigeres Vorbild. Egal wie man es betrachtet...
Ich finde bei der gesamten Diskussion kommt Ridley Scott zu schlecht weg. Über The Marsianer wurde genug geschrieben, aber auch andere Filme werden hier maßlos stark kritisiert. Hier wird gar von Beleidigung geschrieben - für mich harter Tobak.
Ja, seine Historienfilme sind sicherlich kritikwürdig, als dass die Historie mehr oder weniger oft frei interpretiert wird. Ich muss aber sagen, dass krasse Schnitzer auch nicht jede Sekunde passieren, sondern halt vieles für die klassische Hollywood-Blockbuster-Dramaturgie angepasst werden. Ich bleib weiterhin dabei - wer historisch akurates sehen will, sollte sich eine Doku anschauen. Da wird man auch schlauer. Aber Filme sollten dann doch auch große Bilder schaffen. Und dies schafft Scott, selbst bei den schlechteren Filmen, immer noch wie sonst keiner. Bildgewalt, Schlachten, Sets - letztendlich ist er quasi der einzige Mann, der dies immer noch hinbekommt - und wohl auch deshalb immer noch Budget für solche Filme bekommt.
Dabei will ich ihn sicherlich nicht heilig sprechen. Ich bin meistens auch enttäuscht - aber das muss von irgendwoher kommen. Und ich denke halt nicht, weil er historisch sich immer Freiheiten nimmt. Naopoleon z.B. scheitert nicht an historischen Ungenauigkeiten - sondern einfach, dass er 3 Filme in einen Blockbuster packen möchte. Bildgewaltig ist der Film trotzdem und die Schlachten stechen bei weitem heraus.
Bei Scott hofft man einfach immer wieder über das nächste Meisterwerk, über den nächsten Monumentalfilm. Schaffen tut er dies leider nicht. Trotzdem stechen seine Filme für mich weiterhin in der Filmlandschaft immer noch heraus - gerade in einer Zeit wo eigentlich alles kritisiert wird als Franchise, Sequel, Superheld, etc.
Seine Aussagen diesbezüglich interessieren mich nicht - dann müsste ich halb Hollywood kritisieren. Scorcese labert auch nur noch Mist, Tarantino ist ne Witzfigur und über gewisse Darsteller schreib ich lieber nix.
Scott macht leider zu wenig aus dem riesigen Potential - trotzdem ist er damit immer noch besser als viele andere Regisseure, die halt manchmal mit noch weniger Geld scheffeln.
@DesertHunter24
Alles klar, danke dir für die Klarstellung! Dann habe ich deine Kritik anfangs tatsächlich missverstanden und zu viel hineininterpretiert.
Wenn man es als reine Geschmacksfrage im Bezug auf den Hype sieht, hast du natürlich völlig recht. Manchmal wird ein Film im Vorfeld so extrem als Meisterwerk angepriesen, dass die Erwartungen utopisch hoch werden (insbesondere bei der literarischen Vorlage). Da kann ich absolut nachvollziehen, dass Der Marsianer diesem riesigen Hype für dich nicht ganz gerecht wurde.
Was man dem Film – unabhängig vom Hype – aber lassen muss, ist, dass er wissenschaftlich über weite Strecken erstaunlich akkurat und stark umgesetzt ist. Aber das ändert ja nichts daran, wie der Film als Gesamtkunstwerk auf einen wirkt.
Ich persönlich fand ihn klasse... wenngleich das Buch nochmal um einiges besser ist. Das ist auf jeden Fall einer der Filme, die wir (meine Frau und ich) uns regelmäßig anschauen können. Für uns ein richtig toller Scott-Film.
“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"
Hugh Jackman wird zu Long John Silver in "Treasure Island"
Moviejones | 15.06.2026