
Bewertung: 1.5 / 5
Leider gar nicht mal so gut diese neue „Supergirl“ Verfilmung.
Letztes Jahr konnte „Superman“ überzeugen, weil man eine Comicverfilmung ablieferte, die dem Genre auch gerecht wird. Knallbunt und quietschvergnügt und vor allem einem echten Superman, der auch wieder für Hoffnung und das Gute im Menschen steht und nicht den Depri-Superman von Zack „dem Honk“ Snyder.
Trailer zu Supergirl
Mit „Supergirl“ wollte man dann wohl einen anderen Weg gehen, dabei kam am Ende, wie bereits vermutet, leider nur „Supergöre“ heraus.
Die Figur von Supergirl ist unsympathisch, arrogant und die Hälfte des Films betrunken und am Herumkotzen. Muss ich leider nicht gut finden. Zwar versucht man gegen Ende des Films die Figur etwas herumzudrehen, das kommt aber zu spät und ob das wirklich auch in die notwendige Richtung der Umkehr oder sich halt auf ein vernünftiges Niveau herunterschraubt, müsste dann eher ein weiterer Film erst zeigen… den ich gegenwärtig hier nicht mehr kommen sehe.
Natürlich versucht man sowas etwas auszublenden, weil andere Baustelle. Trotzdem war es im Vorfeld der Filmveröffentlichung nicht hilfreich, dass die Schauspielerin von Kara, also Milly Alcock, sich mit einigen Aussagen ziemlich „schäbig“ benommen hat, ähnlich wie vor nicht allzu langer Zeit Rachel Zegler, was nicht unbedingt dafürspricht, dass wir es hier mit der hellsten Kerze auf der Torte zu tun haben und solche Aktionen den Film mit Sicherheit zusätzlich torpedieren.
Der Gegenspieler, so eine Art „Pinhead für Arme“ und seine trotteligen Kumpel, wirken wie drittklassige Raider aus einem fünftklassigen „Mad Max“ Abklatsch und die ganze Figur ist so uferlos uninteressant geschrieben, dass sie in der Liste von Marvel und DC Schurken, ganz hinten im Bus Platz nehmen darf.
Jason Momoa hat bekanntlich auch ein paar Szenen im Film, in denen er mal so richtig den „Lobo“ herauslassen darf. Die Realität sieht aber so aus, das Momoa inzwischen einfach zu überpräsent ist und er sich hier im Prinzip nur selbst spielt mit einem „Undertaker-Kostüm“ und ner Zigarre im Mund. Kann man getrost darauf verzichten.
Am besten fand ich an dem Film aber die Story. Die dreht sich darum das Krypto von diesem „Angeber-Pinhead“ vergiftet wird und um ihn zu retten muss Kara das Gegengift bekommen, welches natürlich nur von diesem „Armes-Würstchen-Pinhead“ zu bekommen ist.
Aber jetzt kommt’s… Achtung… warum fliegt Kara nicht einfach mit Krypto zu einer gelben Sonne und TATAAAA... Problem gelöst und der Film wäre zu Ende gewesen. Aber die Erklärung war natürlich der Hammer: „man darf den Hund nicht bewegen“. Ja und deshalb darf man dann Kara zuschauen, wie sie sich durch den Film prügelt, trinkt, kotzt und herumrüpelt. Uff!!
Es gibt noch eine Nebenhandlung um ein Kind, deren Familie von „Rübenkopf-Pinhead“ getötet wurde und die mit dem Schwert ihres Vaters, den Schurken mal so richtig verprügeln will und ladidadida…. ebenfalls belanglos und schlecht geschrieben.
Auch David Corenswet darf mal vorbeischauen und zumindest er beweist weiterhin, dass er weiterhin eine tolle Besetzung als neuer Superman ist.
Auch Krypto ist weiterhin niedlich und hat mir gefallen, leider wird dieser im Film sehr schnell aus dem Rennen genommen und ist quasi nur der „Quest“… der besonders löchrige, dünne und schlecht geschriebene Quest…
Jetzt glaube ich genug darüber geschrieben zu haben, dass mir der Film nicht gefällt. Vielleicht kann der eine oder andere mit abgeschaltetem Hirnmodus, seinen Spaß an dem Film haben, oder auch die eine oder andere militante Frauen-Aktivistin, die das alles bestimmt töfte finden wird, aber für mich ist der Film nix. Vielleicht bin ich aber hier mal wieder nicht das Zielpublikum, was mir auch an der besonders nervigen Songauswahl im Film aufgefallen ist.
Aber vielleicht ist es auch gar nicht der Film, sondern nur ich selbst, oder wie Murtaugh ja so schön sagte: „Ich bin zu alt für diesen Scheiß“.


