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Toy Story 5

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Jessies Story

Toy Story 5 Kritik

Toy Story 5 Kritik
1 Kommentar - 22.06.2026 von Moviejones (F. Bastuck)
Wir haben uns "Toy Story 5" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Toy Story 5

Bewertung: 3.5 / 5

Eine legendäre Reihe kehrt mit einem neuen Teil zurück ins Kino. Toy Story 5 setzt die Geschichte fort, die Pixar im Jahr 1995 begonnen hatte. Einst der erste vollständig mit Computern animierte Spielfilm der Welt, ist dies heute zum Standard vieler Animationsfilme geworden. Schafft die Reihe es auch mit ihrem inzwischen fünften Teil, neue Maßstäbe zu setzen und weiterhin mit frischen Ideen zu glänzen?

Unsere Toy Story 5 Kritik

Woody, Buzz Lightyear, Jessie und der Rest der Bande sehen sich mit einer neuen Herausforderung konfrontiert, als Lilypad ins Kinderzimmer einzieht, ein brandneues Tablet, das ihre ganz eigenen Vorstellungen davon hat, was das Beste für ihr Kind Bonnie ist. Läutet die neue Technik das Ende der Ära der klassischen Spielzeuge ein?

Trailer zu Toy Story 5

Was Pixar mit der Toy Story-Reihe geschaffen hat, ist wirklich bemerkenswert. Nicht nur haben sie das Animationskino für immer verändert, sondern es auch geschafft, mit jedem Teil nochmal einen draufzusetzen, sowohl was die optische, als auch die inhaltliche Qualität betrifft. Toy Story 3 wurde dann sogar nicht nur als bester Animationsfilm bei den Oscars nominiert, sondern auch als Bester Film, eine Ehre, die nur ganz wenigen Filmen aus dem Animationsbereich je zuteil wurde.

Für viele war dieser dritte Teil zudem das perfekte Finale für die Reihe. Dennoch kam neun Jahre später ein vierter Teil in die Kinos, der den dritten vielleicht nicht toppen konnte, aber ebenfalls nicht enttäuschte und für die Spielzeuge zudem ein neues Kapitel öffnete. Weitere sieben Jahre später dürfen wir uns jetzt auf Toy Story 5 freuen. Doch kann die Reihe diese hohe Qualität weiter halten, oder machen sich jetzt doch allmählich Abnutzungserscheinungen bemerkbar?

Die Antwort auf diese Frage ist ein klares und eindeutiges Jein. Toy Story 5 ist ein guter Film, und für viele hier getroffenen Entscheidungen sind wir sehr dankbar. Aber so ganz rund ist er leider eben auch nicht.

Erst einmal das Positive. Es macht viel Spaß, all die über die Jahre liebgewonnenen Figuren wiederzusehen. Und wenngleich das Zusammenspiel immer noch gut funktioniert, vergisst der Film auch nicht, dass mittlerweile viele Jahre seit ihrem ersten Abenteuer vergangen sind. Auch Spielzeuge werden älter, was der Film vor allem durch Woddy darstellt. Zudem ist es ein zentrales Thema des Films, dass alte Spielzeuge nach und nach durch moderne Technologien mehr und mehr abgelöst werden. Auch das sich dadurch veränderte Verhalten der Kinder wird zum Thema gemacht.

Dabei machen es sich die Macher des Films nicht zu leicht, denn die neuen Technologien werden nicht schlicht als etwas Böses und Schlechtes dargestellt. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass es immer zwei Seiten gibt und Veränderungen zum Leben dazugehören und man diese nicht immer zwingend bekämpfen sollte. Wie sie es vor allem mit Alles steht Kopf bewiesen haben, erzählt Pixar auch hier eine Geschichte mit großer Tiefe. Und auch die emotionale wie psychologische Verfassung des Kindes der Spielzeuge (seit Teil 4 Bonnie, vorher Andy) spielt dieses Mal eine wesentlich größere Rolle, weswegen auch hier der Vergleich mit Alles steht Kopf für uns recht passend wirkt.

Für einen Kinderfilm baut man hier sehr viele soziologische Themen mit ein. Allein dies macht Toy Story 5 zu einem besonderen Film. Aus einer simplen Ausgangslage wird eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Veränderungen, dem Leben und dem, womit unsere heutigen Kinder zu kämpfen haben. Obendrauf kommt dann noch Jessies ganz persönliche Reise im Film, denn sie ist durch die Ereignisse gezwungen, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, wodurch so manches Trauma zum Vorschein kommt. Aber auch eine wertvolle Lektion, die so ziemlich jeder Heranwachsende eines Tages lernen muss.

Toy Story 5 bietet einem hinsichtlich Story und ernsten Themen sehr viel, und was diese Punkte betrifft, darf man sich auf einen qualitativ hochwertigen Film freuen. Und optisch sieht das Ganze ohnehin umwerfend aus.

Jedoch fährt der Film inhaltlich vielleicht auch ein wenig zu viel auf. Die Themen, die man hier behandelt, hätten für zwei Filme gereicht. Etwas auf der Strecke bleibt dabei der Spaß. Jedoch gibt es auch hier zwei Seiten, dies zu betrachten. Zum einen wollen wir die Macher hier ausdrücklich loben, denn sie haben nicht, wie heute oft üblich, aus jeder Szene einen Gag gemacht oder jeden emotionalen Moment durch einen billigen Witz aufgelockert.

Es ist erstaunlich, aber ein Animationsfilm hat genau das geschafft, woran so viele Realfilme zuletzt scheitern, vor allem, wenn es Live-Action-Adaptionen sind: Man nimmt sich selbst ernst. Man zerstört nicht jeden Moment durch eingeworfene Witze und lässt Emotionen auch mal wirken. Dadurch wirkt der Film auch gleich hochwertiger und vor allem anspruchsvoller. So manche Filme sollten sich hieran ein Beispiel nehmen.

Es mag jetzt etwas paradox wirken, dass wir dem Film gleichzeitig vorwerfen müssen, dass ihm etwas der Spaß fehlt. Dies liegt aber eben nicht an fehlenden Witzen, sondern unter anderem an der durch so viele ernste Themen vollgestopften Geschichte. Und auch durch einen weiteren Umstand: Konnte man die Filme vordergründig immer als unterhaltsame Abenteuer charakterisieren, rückt dieser Aspekt hier eher in den Hintergrund. Müssten wir ein Genre für den fünften Teil auswählen, so würden wir wohl Drama wählen, oder eher Dramedy, lustige Momente gibt es ja immer noch. Aber wir würden dies hier eben nicht als Abenteuer einstufen. Dies hier ist ein anderer Toy Story-Film, als es noch die vorherigen waren.

Es gibt noch eine Änderung: Dieses Mal stehen nicht Woddy oder Buzz im Mittelpunkt der Geschichte, sondern Jessie, die hier zur Hauptfigur aufsteigt. Auch dies erklärt, warum sich dieser Teil anders anfühlt und einen anderen Vibe besitzt. Manche werden dies mögen, andere weniger und die üblichen Verdächtigen sogar verteufeln.

Dieser letzte Aspekt ist auch ein Punkt im Film, an dem man erkennt, warum Toy Story 5 am Ende nicht ganz rund geworden ist. Denn offenkundig wollte man nicht komplett auf Woddy und Buzz verzichten und versuchte, die beiden irgendwie in die Hauptstory zu integrieren und gemeinsam auf ein Abenteuer zu schicken, welches an die früheren Teile erinnern möchte. Doch zum einen wirkt dies etwas erzwungen und zum anderen fragt man sich am Ende, ob es die beiden überhaupt gebraucht hätte. Vor allem Woddy wirkt in diesem Teil relativ nutzlos.

Und dann gibt es da noch eine Nebengeschichte, zu der wir im Verlauf des Films immer mal wieder springen. Es geht dabei um eine ganze Gruppe von Buzz Lightyear-Actionfiguren, die verloren gegangen sind und sich auf ein eigenes Abenteuer begeben. Wie dies am Ende mit der Hauptstory zusammenhängt, verraten wir natürlich nicht. Und wenngleich diese Nebengeschichte durchaus amüsant war und witzige Momente lieferte, hätte der Film auch dies am Ende nicht wirklich gebraucht. Auch hier wirkt diese Einbettung etwas erzwungen, um auf eine entsprechende Laufzeit zu kommen.

Vor allem die letzten Punkte sollen aufzeigen, warum wir auch unsere Probleme mit diesem Teil hatten. Der Film heißt zwar Toy Story 5, aber er hätte besser als Spin-off funktioniert: Jessie - A Toy Story-Story (vielleicht nicht der beste Titel, aber ihr versteht schon, was wir meinen).

Fazit

Am Ende bleiben wir etwas zwiegespalten zurück. Zum einen wird uns hier eine tolle und vor allem emotionale Geschichte mit echter Tiefe präsentiert, die wirklich zu berühren weiß. Hinzu kommen soziologische Themen, die nicht nur oberflächlich, sondern vielschichtig besprochen werden. Es ist ein Film, der sich traut, ernst zu sein. Viel ernster, als man es heutzutage einem Kinderfilm zutrauen würde. Toy Story 5 macht wirklich vieles richtig und hat mutige Entscheidungen getroffen.

Gleichzeitig fühlt es sich aber nicht so richtig wie ein Film der Hauptreihe an. Mit seiner leicht anderen Ausrichtung und dem Fokus auf Jessie hätte sich dies hier gut als Spin-off angeboten. Doch als Toy Story 5 vermissen wir zu viele Elemente früherer Teile. Zu vieles wirkt zudem erzwungen, um doch noch bekannte Elemente und Figuren in einen Film einzubauen, der für sie eigentlich nicht vorgesehen war. Dadurch wirkt dieser Teil nicht so rund wie seine Vorgänger und wir müssen von einer kleinen Enttäuschung sprechen.

Doch wir werten hier im Vergleich zu den grandiosen Vorgängern und sind etwas enttäuscht aufgrund der immens hohen Erwartungshaltung, die durch die hohe Qualität der bisherigen Reihe zustande kommt. Ja, man hat sich hier in einigen Punkten selbst ein Bein gestellt und hätte vielleicht sogar noch mutiger vorgehen müssen. Doch dies sollte nicht über die vielen positiven Aspekte und mutigen Entscheidungen hinweg täuschen, die hier getroffen wurden.

Als Teil einer qualitativ hochwertigen Reihe ist Toy Story 5 nicht ganz das Meisterwerk geworden, das sich einige erhofft haben. Doch als Teil der aktuellen Filmwelt beweisen die Leute bei Pixar erneut, dass sie ihr Handwerk als Geschichtenerzähler verstehen.

Toy Story 5 Bewertung
Bewertung des Films
710

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Poisonsery : : One Piece Fan
22.06.2026 18:34 Uhr
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Dabei seit: 02.03.18 | Posts: 3.050 | Reviews: 9 | Hüte: 47

Im Vergleich zu Hoppers ein Meisterwerk. Zwiegespalten weil Woody und Buzz nur Beiwerk sind. Nee geht mal gar nicht und naja Bonnie war schon in Teil 3 da! Kann ich nicht für voll nehmen.

Sir Crocodile „Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert."

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