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Das man in der vierten Staffel mit David Marcus noch mehr Fokus auf Kirk richtet, halte ich erstmal für bedenklich. Zum einen, weil hier wieder so viel Potential drin steckt, den Kanon wieder weiter zu beschädigen und bei den gegenwärtigen Verantwortlichen um Kurtzman und seine Henkersknechte, sehe ich da auch alle Befürchtungen für angebracht.
Außerdem ist dieser Fokus hin zu Kirk, der jetzt hier ja schon früher in die Rolle des "Enterprise Captains" reingedrückt wird, ebenfalls ein Problem mit dem Kanon, aber in erster Linie sollte SNW doch die Serie von Pike sein und nicht von Kirk. Bereits in der letzten Staffel, hat man Pike schon arg in den Hintergrund gedrängt und es gab nur ein paar wenige Folgen, in denen er im Mittelpunkt stand.
Nun, ich bin gespannt, erwarte inzwischen aber nicht mehr viel vom üblichen "New Trek".
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
ok, ich bin mit David Marcus etwas überrascht. Immerhin scheint er in Star Trek 2 + 3 ja noch relativ jung zu sein. Wie jung ist er in der Serie denn?
Nun die 4te Staffel und dann die verkürzte 5te Staffel, dann ist (leider) Schluss. Ich würde mich aber diebisch freuen, wenn die "alte" Crew am Ende der letzten Folge übernimmt und die Enterprise aus dem Raumdock steuert :-) Pille McCoy wurde ja bereits bestätigt, dann bräuchten wir eigentlich nur noch Sulu und Checkov, dann hätten wir die alte Gang zusammen.
Ich freu mich drauf. Bei David Marcus bin ich skeptisch, der dürfte da 3 oder 4 Jahre sein, aber lernt Kirk doch erst Jahre später kennen. Mal sehen ob und wie das zusammenpasst.
Das ist insovern richtig, Kirk ist in "Zorn des Khan" überrascht, dass David sein Sohn ist.
David ist dort allerdings nur ca. 20 - 25. Zwischen der ersten Folge TOS und "Zorn des Kahn" liegen 16 Jahre. SNW spielt ca. 6 - 7 Jahre vor TOS. Also könnte David tatsächlich bereits 4 Jahre alt sein, wenn er bei SNW in Erscheinung tritt.
Ich bin da echt mal gespannt, wie das mit dem Canon gemacht wird. Immerhin hatten wir bereits eine Holodeck-Folge bei SNW, auch wenn das Wort Holodeck nicht gefallen ist ![]()
Bisher finde ich, dass SNW das ganze aber ganz gut hinbekommen hat.
hmm... bin mir nicht sicher, ob man die Serie Strange New Worlds ernsthaft in den Kanon der alten Filme pressen sollte bzw. überhaupt kann. Vielleicht ist das von offizieller Seite so angedacht, aber wenn man genauer darüber nachdenkt, passt so einiges nicht in die Kontinuität, was nicht weiter verwunderlich ist, da die Spielfilme (wie z.b. Der Zorn des Khan) nunmal gealtert sind und man sich bewusst dagegen entschieden hat, die heutigen Serien im Stile der damaligen Filme zu halten. Da kann man dann diverse Gründe aufzählen, warum Namen und Kulissen zwar irgendwie mit denen der 70er/80er zusammen passen, aber dann doch grundlegend anders sind. Wenn ich z.B. den Charakter "Spock" nehme... ich würde nie glauben, dass sich der SNW-Spock zu dem Spock aus Der Zorn des Khan entwickeln würde - außer er bekommt irgendwann dazwischen eine Gehirnwäsche. Genauso verhät es sich mit einem David Marcus Kirk... Ich muss da witzigerweise direkt an Star Wars denken, als in der Serie Obi-Wan Kenobi der Namensgeber auf die junge Leia trifft - was für mich auch völlig absurd war.
Ich bin kein großer Freund von Strange New World - nicht weil ich die Geschichten doof fände, oder weil ich generell ein nostalgisch verklärter Alt-Star-Trek-Fan wäre, sondern weil mir die Personen zum grossen Teil zu albern wirken und ich ihnen ihre fiktiven Ausbildungen als Offiziere einer Sternenflotte mit militärischer Hierarchie ganz einfach nicht abnehme. Deswegen kann ich es mir aber dennoch anschauen und verbuche es in einem separaten Kanon, der mit den alten Filmen rein gar nichts zu tun hat - zumal die Technik aufgrund ihrer Evolution, sowieso nicht in diese Zeitlinie passt.
“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"
Ok, die erste Episode der neuen Staffel ist auf jeden Fall unterhaltsam und ist auch die Folge, in der man den aus dem Trailer bekannten T-Rex zu sehen bekommt.
Im Kern geht es um Zeitreisen und die Oberste Direktive und bedingt durch das Thema Zeitreisen natürlich auch darum, möglichst nirgends einzugreifen, um nichts zu verändern. Es geht also auch um das berühmte Großvaterparadoxon.
Sobald aber der Kontakt mit den „Aliens“ erfolgt und man sich mit denen trifft, ist das Erste, was man über Bord wirft, die „Oberste Direktive“ und irgendwelche Scham vor einem „Großvaterparadoxon“. Erst Pike mit „wir können natürlich helfen“ und dann noch Spock der gleich alles gibt und „wir können doch das machen und die und blablabla…“.
Aber immerhin… abgesehen von einer „Jurassic Park“ Szene, schaut die Folge zumindest visuell recht gut aus. Das meiste CGI wirkt doch recht gut umgesetzt.
Also im Prinzip… solange man nicht allzu sehr darüber nachdenkt, ist die Geschichte wirklich unterhaltsam und mehr erwarte ich schon gar nicht mehr von „Kurtzman-Trek“.
Eigentlich schon schlimm, wenn ich mir selbst eingestehen muss, dass ich SNW eigentlich nur noch zu Ende schaue, damit ich es abschließen kann und dann darauf hoffe, dass man was Besseres hinterherschickt… also in ein paar Jahren.
@MrBond
...ich würde nie glauben, dass sich der SNW-Spock zu dem Spock aus Der Zorn des Khan entwickeln würde - außer er bekommt irgendwann dazwischen eine Gehirnwäsche.
Ja, da gehe ich mit, wobei ich ihn auch bereits nicht als den Spock der TOS sehe. Trotzdem gefällt mir Ethan Peck in der Rolle besser als Zachary Quinto, der für mich deutlich unglaubwürdiger war. Den Charakter von Nimoy trifft aber keiner der beiden.
Als Ausgleich dafür empfand ich Chris Pine recht angenehm als Kirk, wenn mir auch die Filme nicht gefallen und hier halte ich aber wiederum den SNW Kirk, also Paul Wesley, für keine gute Wahl in der Position.
Es wird einfach wieder Zeit, dass man mit ST von der TOS wegkommt und wieder einer neuen Crew eine Chance gibt.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
@DrStrange
Es ist vermutlich nicht mal den Schauspielern selbst geschuldet... sondern wie die Figur geschrieben wurde. Schauen wir uns den Nimoy-Spock an: Er ist halb Mensch, halb Vulkanier, aber er versucht seine menschliche Seite so gut, wie möglich zu unterdrücken, ja sogar zu verleugnen. Eigentlich will er nur Vulkanier sein: ein kühler, emotionsarmer, analytisch denkender Logiker. Und verdammt, Nimoy spielt diese Rolle einfach nur perfekt. Man nimmt ihm die Rolle jede Sekunde ab, wenn er ernste Gespräche über Taktik und/oder wissenschaftliche Einschätzungen mit dem Captain führt. Und dennoch blitzt immer ein Hauch Emotion durch. Komik entsteht durch die Unterhaltungen mit Pille, die aber nie albern wirkt. Es ist intelligenter Witz. Das resultiert aus der Kombination aus einer perfekten Vorlage (Buch) und der Interpretation des Schauspielers.
Sowohl J.J.-Filme, als auch SNW schaffen das nicht mal ansatzweise... sie versuchen es manchmal, scheitern aber kläglich. Überhaupt sind die oben aufgeführten Punkte in diesen Verfilmungen völlig obsolet - deswegen auch meine Anmerkung, dass es unwahrscheinlich ist, dass sich der SNW-Spock zum Nimoy-Spock entwickelt... und deswegen passt diese Serie auch nicht glaubhaft in den ursprünglichen Kanon rein.
Bei Chris Pine bin ich btw. absolut bei Dir. Seine Interpretation von Jim Kirk fand ich sehr gelungen, wenngleich es für mich leider nicht dazu reicht, um die neuen Filme "gutzuspielen". Dort fehlt mir einfach zu viel. Philosophische Dilemmas, tiefgründige Charakterentwicklung und gesellschaftliche Allegorien weichen rasanter Action, emotionalen Kurzschlussreaktionen und visuellen Effekten. Diplomatie, Ethik und das Lösen von Konflikten durch Verstand waren Markenzeichen der alten Filme. Die Konflikte in heutigen Adaptionen werden selten durch wissenschaftliche Neugier oder Diplomatie gelöst. Der Fokus liegt auf Tempo und Spektakel.
Die Abrams-Drehbücher (aber auch der aktuellen Serien) nutzen oft Logiklöcher oder "bequeme Wendungen". Ein Beispiel ist der "Transwarp-Beamer", der interstellare Raumschiffe im Grunde überflüssig macht, weil man sich einfach von Planet zu Planet beamen kann - wer hat sich diesen Unsinn ausgedacht?
Die Antagonisten forderten Kirk und Co. damals auf einer intellektuellen und strategischen Ebene heraus, während heutige Bösewichte zu theatralischer, globaler Zerstörungswut ohne echten erzählerischen Tiefgang neigen. Sie dienen oft nur als Katalysator für die nächste Actionszene.
Fazit: Die alten Filme erzählen Geschichten über das Menschsein verpackt in Science-Fiction. Aktuelle Interpretationen nutzen das Science-Fiction-Szenario hingegen als Kulisse für moderne, hochemotionale Achterbahnfahrten... was grundsätzlich nicht verwerflich ist, so lange nicht "Star Trek" auf der Verpackung steht. Steinigt mich ^^.
“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"
@DrStrange Mir hat die 3. Staffel gereicht, weitere Folgen spare ich mir von dem Blödsinn.
@MrBond
Er ist halb Mensch, halb Vulkanier, aber er versucht seine menschliche Seite so gut, wie möglich zu unterdrücken, ja sogar zu verleugnen. Eigentlich will er nur Vulkanier sein: ein kühler, emotionsarmer, analytisch denkender Logiker. Und verdammt, Nimoy spielt diese Rolle einfach nur perfekt.
In den Filmen hat Spock sogar eine kleine Wandlung gemacht. In Teil 1 hat am Ende seine menschliche Seite akzeptiert und auch in den anderen Filmen lässt er bis zu einem gewissen Grad Gefühle zu.
Chris Pine fand ich ganz gut als Kirk, allerdings hatte ich bei dem ersten Film mit ihm das Gefühl, dass er da eher William Shatner spielt als James T. Kirk.
Funfact am Rande, der Kirk von Pine und der Kirk von Wesley haben den gleichen Synchronsprecher.
Bez. Spock, ich finde ihn nicht so schlecht. Besetzung absolut top. Bezüglich Emotionen bei Spock, er durchläuft später das Kolinahr, in ST1 zu sehen. Dass er vorher schon "übt" erscheint mir da logisch. Und zwischen SNW und TOS liegt noch etwas Zeit.
Grundsätzlich finde ich den Cast von SNW recht gut getroffen. Scotty geht mir zwar etwas zu sehr in richtung der J.J.-Filme, aber optisch passt er durchaus. Er müsste etwas älter sein, aber ok.
Dass die Kulissen bei SNW wesentlich moderner aussehen als in TOS, das ist eindeutig der Produktionszeit geschuldet. Natürlich hatten wir in DS9 und auch ENT die Jubliäums-Folgen welche die alten Kulissen nachgebaut haben und das war grosse Klasse. Aber, heute würde eine komplette Serie mit solchen Kulissen allenfalls keinen mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Schon die NX-01 sah moderner aus als Kirks Enterprise, wobei hier, zumindest in de Büchern, ein Kniff gefunden wurde um das zu erklären ![]()
Am Ende des Tages finde ich, macht SNW den besseren Spagat zwischen heutigem Design und TOS. Da fand ich zum Beispiel Discovery, was ja rund 10 Jahre vor TOS spielt, wesentlich unpassender von der Gestaltung her.
@MrBond
Sehr gut zusammengefasst und vor allem erklärt. Sowohl Peck als auch Quinto, sind in ihren Interpretationen der Figur deutlich emotionaler und das schon leider etwas übertrieben viel und oft. Gerade diese feinfühligen und oft nur kleinen Szenen, in denen Nimoy hier und da einen Satz fallen lässt oder etwas ganz nüchtern kommentiert, ob jetzt mit Kirk oder Pille, und man sich dann denkt… ok, hat er jetzt gerade wirklich Humor bewiesen, auf eine so subtile Weise, wie es nur Nimoy der Figur verleihen konnte. Das ist ganz große Kunst für mich.
Sowohl die Filme als auch SNW versuchen sich dann auch regelmäßig daran, aber wie du schreibst, verfehlen das Ziel um einen ganzen Warpsprung.
Bei Kirk haben wir ja auf der anderen Seite auch dieses Problem, das man ihn auf wenige Eigenschaften reduziert, während Shatner zwar auch mal die Fäuste spielen ließ, in der Regel aber vor allem ein besonders charismatischer und auch rhetorischer Captain war, der sich nicht zu schade war Konflikte durch Gespräche und seinen Witz und Intellekt zu lösen. Pine wäre hier ein guter Nachfolger geworden, hätte man ihn in einem würdigen Umfeld für ST eingebunden und nicht in den Blockbuster-Actionfilmen mit dem gleichen Namen.
Abrams in Verbindung mit dem Wort Drehbücher, ist bei mir bereits seit „Lost“ durch und jemand der auch noch frei und offen zugibt, dass er mit ST nie was anfangen konnte, hat sich bereits im Vorfeld disqualifiziert.
Bezüglich deines Fazits kann ich dir versichern, dass auch Staffel 4 von SNW hier keine Gefangenen macht und ihr Ding (den Kurtzman-Weg) weiter durchzieht.
Interessant wird noch die CC in San Diego, wo ST auch ein Panel hat und wohl so wie es aussieht die üblichen Verdächtigen dabei sind von „Secret Hideout“, also die Goldsmans und Myers, die bestimmt ein Riesending daraus machen werden, eine Aufforderung an die Fans sich doch für „Year One“ einzusetzen. Gut, „SH“ kann sowas natürlich pitchen, aber inzwischen scheint man bei Paramount nicht mehr so begeistert zu sein und die Chancen, dass so ein Projekt durchkommt, wird immer geringer. Glücklicherweise.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Ab heute bei Paramount+: "Star Trek: Strange New Worlds" startet in Staffel 4
Moviejones | 23.07.2026