
Bewertung: 3.5 / 5
Den Film habe ich im Kino nicht angeschaut.
Zum einem weil mir Nolans letzter Film "Tenet" nicht gefallen hat, zum anderem weil das Thema nicht nach einem Film klang der unbedingt auf der großen Leinwand angeschaut werden muss.
Trailer zu Oppenheimer
Meine erste Sichtung war dann erst, als der Film auf Bluray releast wurde.
Damals fand ich zwar gut aber wirr erzählt.
Vor kurzem habe ich die Biographie "J. Robert Oppenheimer" von Kai Bird und Martin J. Sherwin gelesen und hatte Lust den Film nochmal anzuschauen.
Der Film hat mir bei der zweiten Sichtung besser gefallen.
Die Geschichte um Oppenheimer ist spannend erzählt und die Darsteller sind alle sehr gut in den Rollen.
Mein Problem mit dem Film ist allerdings, dass Nolan zu viel in den 3 Stunden Film reinquetscht. Dadurch wirken viele Dinge nur kurz angerissen und ohne Hintergrundwissen eher verwirrend.
Zum Beispiel die Sache mit dem vergifteten Apfel, die zwar in der Biografie vorkommt, aber eigentlich im Film nichts bringt.
Auch schwirren viele Namen und Gesichter durchs Bild, die ich mir ohne die Buchkenntnisse nicht hätte merken können.
Es erinnert mich an die Verfilmungen der Harry Potter Bücher, bei denen man Elemente aus den Büchern ohne richtigen Kontext reingeworfen hat
Trotzdem waren die 3 Stunden sehr kurzweilig.
Die Szenen mit Florence Pugh wirkten ziemlich albern und waren wohl sehr frei erfunden. Vielleicht wollte Nolan sie auch einfach oben ohne sehen, wer weiß.
Die Kamera-Arbeit ist sehr gut.
Auch die Musik ist nicht schlecht, auch wenn mir kein Thema wirklich im Ohr blieb.
Insgesamt war der Film jetzt nicht das große Meisterwerk, aber ein unterhaltsamer Film.


