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Martin Scorsese Top-Liste
Auf welchem Platz liegt Die Farbe des Geldes?

Martin Scorsese Top-Liste

Eine Liste von luhp92 mit 14 Filmen (Letztes Update: 14.09.26)
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Nun im September 2026 habe ich für mich auch mal eine Scorsese-Topliste erstellt und mir ist dabei wieder aufgefallen, warum ich das lange Zeit nicht getan habe. Zu viele Filme vor der Jahrtausendwende habe ich bisher noch nicht gesehen und bei diversen Filmen ist die Sichtung so lange her, dass ich keinen Text dazu habe und/oder die Filme auch einmal auffrischen muss.

Silence
#14
mit Andrew Garfield, Adam Driver, Liam Neeson
Filmstart: 02.03.2017
Ich emfpand "Silence" leider trotz der guten Schauspielerleistungen, der visuellen Stärken und der eigentlich interessanten, komplexen Thematikm als ziemlich langweilig und streckenweise belanglos. Das Ganze hätte man finde ich auch in einer kürzeren Laufzeit verpacken können.
Die Farbe des Geldes
#13
mit Paul Newman, Tom Cruise, Mary Elizabeth Mastrantonio
Filmstart: k.A.
25 Jahre nach den Ereignissen in "Haie der Großstadt" kehrt Paul Newman als ehemaliger Poolbilliard-Profi Fast Eddie Felson zurück. Er verdient sein Geld nun als Spirituosen-Händler, bis er auf den jungen und arroganten Billiard-Spieler Vincent Lauria (Tom Cruise) trifft, in dem er sein früheres Selbst erkennt und ihn fortan als Mentor unter seine Fittiche nimmt.

Martin Scorseses Legacy Sequel zu Robert Rossens Film von 1961, der mir womöglich besser gefallen hätte, würde ich den Vorgänger nicht kennen. "Die Farbe des Geldes" wirkt im Vergleich wie die altersmilde und domestizierte Version der Geschichte. Das Schwarzweiße bringt das Billiard-Spielen in den dämmrigen und verrauchten Kneipen und Spelunken, ebenso die Schattenseiten der Figuren atmosphärisch wesentlich besser zur Geltung als es dem beliebiger erscheinenden Farbfilm gelingt. "Haie der Großstadt" geht zudem härter und radikaler mit seinen Charakteren und den Hustler-/Betrüger-Machenschaften ins Gericht, während "Die Farbe des Geldes" einer klassischeren Mentor-Schüler-Dramaturgie folgt und die Beziehung zwischen Eddie und Vincent auf einer versöhnlichen und positiven Note enden lässt.

Tom Cruise spielt klasse, Paul Newman bewegte sich in "Haie der Großstadt" mit seiner fiebrigen Performance zerfressen von Ehrgeiz und Alkoholsucht allerdings auf einem ganz anderen, existenzielleren und basaleren Niveau.* Auch der gealterte Paul Newman erreicht nicht die Tiefe seines jüngeres Selbst, gleichwohl dies vor allem in Momenten ver Verletzlichkeit immer mal wieder aufblitzt; Newman erhielt hierfür den Oscar, den er eigentlich 1962 verdient gehabt hätte (damals aber auch das Pech hatte, gegen Maximilian Schell konkurrieren zu müssen).

Außergewöhnlich bleibt aus heutiger Sicht zweifelsohne die Castzusammenstellung. Der 23-jährige Tom Cruse, der 28-jährige John Turturro und der 24-jährige Forrest Whitaker - alle drei noch mehr oder weniger am Anfang ihrer Karrieren - interagieren hier mit der 60-jährigen Legende Paul Newman. Speziell Whitaker beeindruckt nachhaltig, der in seiner Szene als Hustler Amos die Leinwand dominiert und Paul Newman ebenbürtig die Stirn bietet.

Ein allgemeines Problem, welches ich persönlich nicht nur mit "Die Farbe des Geldes" sondern auch mit "Haie der Großstadt" habe: Ich empfinde Poolbilliard nicht als allzu spannenden Sport zum Zusehen, wenn man nicht selbst aktiv mitspielt, es fehlt mir hier zum Vergleich das komplexere Spielsystem sowie Stil und Eleganz vom Snooker. "Haie der Großstadt" bekommt es zumindest besser hin, das Spielen per Kameraeinstellung glaubwürdig im Bild zu präsentieren, während "Die Farbe des Gedes" viel mit Nahaufnahmen und Schnitt arbeitet, wodurch schnell auffällt, dass hier niemand wirklich Poolbilliard spielt.

* Timothee Chalamet nennt Paul Newmans Hustler in "Haie der Großstadt" als eine der Hauptinspirationen für seinen Marty Mauser in "Marty Supreme". Das ist einer der Gründe, warum ich mir die beiden Filme nun angesehen habe.
Aviator
#12
mit Leonardo DiCaprio, Cate Blanchett, Kate Beckinsale
Filmstart: 20.01.2005
Ich habe bisher nur die ersten 45 Monaten gesehen.
Gangs of New York
#11
mit Leonardo DiCaprio, Daniel Day-Lewis, Cameron Diaz
Filmstart: 15.02.2003
Hugo Cabret
#10
mit Asa Butterfield, Chloë Grace Moretz, Christopher Lee
Filmstart: 09.02.2012
Shutter Island
#9
mit Michelle Williams, Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo
Filmstart: 25.02.2010
Kundun
#8
mit Tenzin Yeshi Paichang, Gyurme Tethong, Robert Lin
Filmstart: 19.03.1998
Eine sperrig erzählte Geschichte über die ersten 20 Jahre des 14. (aktuellen) Dalai Lama, seine Entdeckung, seine geistliche Ausbildung und die Anfänge seines politischen Kampfes gegen die chinesische Übermacht, verpackt in audiovisuell berauschenden Montagen. Wenn man den tibetanischen Buddhismus filmisch greifbar machen kann, dann so wie es Scorsese hier tat! Mit einem ausgefeilteren bzw. längeren Drehbuch hätte Kundun allerdings noch besser sein können.
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