Nach einer weltweiten Grippe-Pandemie bewacht Pilot Hig mit seinem Hund Jasper einen Flugplatz in Colorado. Als ein seltsames Funksignal empfangen wird, macht er sich mit dem aggressiven Bangley auf die Suche nach weiteren, möglichen Überlebenden. Die Trostlosigkeit und umherziehende Plünderer machen das Unterfangen zu einem Mammut-Projekt.
Nicht allzu herausragend oder tiefgehend, aber bei "The Dog Stars" handelt es sich um ein schönes, reflektives und kontemplatives Survivaldrama darüber, wie Menschen nach dem Trauma der Grippeapokalypse zusammentreffen und versuchen, einen Weg zu finden, wieder als Gemeinschaft zusammenzuleben.
Ich kann mir nur keinen wirklichen Reim auf die Bedrohungsszenarien machen. Die degenerierten Reaper, die "Native Americans" und diese "Snowpiercer"-Gesellschaft im Flughafen. Warum geschieht das, warum entwickeln sich die Menschen so, warum befinden sich die Szenen im Film? Ich kenne die Romanvorlage nicht, habe mir aber mal die Inhaltszusammenfassung durchgelesen, das scheint alles für den Film geschrieben worden zu sein.
Immerhin wartet "The Dog Stars" dadurch mit zwei spektakulären Actionsetpieces auf, zum einen die Flucht mit dem Flugzeug und zum anderen Josh Brolin, der seinen Stützpunkt in Nachtsichtgerät-Optik gegen die Eindringlinge verteidigt.
Der deutsche Titel "Das Ende der Sterne" gefällt mir nicht so recht, ist beliebig, während "The Dog Stars" hingegen schon eine Bedeutung für die Geschichte hat.
Ridley Scott und seine Autoren haben sich von Werken wie "I Am Legend", "The Road", "The Walking Dead" und "The Last of Us" inspirieren lassen, können an deren Qualität aus meiner Sicht aber nicht anknüpfen.
6 von 10 Punkten (aus Versehen das falsche Textfeld genommen)
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
"Das Ende der Sterne" hat ein paar richtig gute Eigenschaften: er bietet mit Josh Brolin, Margaret Qualley, Jacob Elordi und Guy Pearce einige namhafte und charismatische Darsteller, die in ihren Rollen auch wirklich überzeugen. Auch ist das Setting klasse und wird durch eine gute Kameraführung teilweise sehr stark in Szene gesetzt. Auch die Musik hat mir gefallen, ebenso die Tonabmischung. Eigentlich alles eine gute Grundlage für einen guten Film, doch leider kann die Handlung bzw. das Drehbuch da nicht mithalten. Der ganze Film strotzt nur so vor Logikfehlern, ob es nun Entscheidungen der Charaktere sind oder ob es sich um Gegebenheiten der Postapokalypse handelt, vieles ist hier einfach überaus unlogisch, fragwürdig und dumm. Leider hat mich dies immer wieder ziemlich gestört. Aber der Film hat auch einige gute Actionszenen zu bieten, ebenso auch einige gute ruhige Szenen mit überzeugendem Schauspiel.
Mit einem besseren Drehbuch hätte der Film für mich einer der besten des Jahres sein können, doch so leider nicht.
Der deutsche Titel des Films ergibt übrigens mal so gar keinen Sinn.
Achtung, noch ein fetter Spoiler:
Für alle Hundeliebhaber: Der Hund stirbt leider. Daher wohl auch der englische Titel "The Dog Stars", weil der Hund gedanklich zu einem Stern für Hig am Himmel wird.
Bewertung: 6/10 Punkte
Wiederschauwert: Gering
Nachhaltiger Eindruck: Gering
Emotionale Tiefe: Mittel
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.