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ARD startet große LGBTQIA+ Filmreihe

Queer-Sommerkino in der ARD Mediathek: Vier starke Filme und eine Doku zum Start

Queer-Sommerkino in der ARD Mediathek: Vier starke Filme und eine Doku zum Start
0 Kommentare - Do, 18.06.2026 von D. Heim
Die ARD startet ihr queeres Sommerkino 2026 – mit vier starken Filmen, die von Identität, Liebe und Selbstbehauptung erzählen. Eine vielseitige Reihe, die internationale Festival?Lieblinge erstmals breit zugänglich macht.

Die ARD macht den Sommer 2026 erneut zum queeren Filmfestival: Unter dem Label "QUEER" präsentieren BR, rbb, MDR und WDR eine gemeinsame Filmreihe mit insgesamt 16 Titeln und einer begleitenden Dokumentation.

Die ersten vier Filme erscheinen im Juni und Anfang Juli, bevor die Reihe im weiteren Sommer fortgesetzt wird. Alle Titel stehen nach TV-Ausstrahlung mindestens 30 Tage in der ARD-Mediathek zur Verfügung.

Die Filme aus der Queer-Filmreihe im Juni 2026

Rodeo (Frankreich, 2022)

Online ab: 18. Juni 2026 Free-TV-Premiere

Eine junge Frau kämpft sich in die hypermaskuline Welt illegaler Motorrad-Biker-Crews hinein. Das Drama erzählt von Freiheit, Risiko und Selbstbehauptung – roh, energiegeladen und mit einer starken Hauptfigur, die sich gegen jede Erwartung behauptet.

Lilies Not for Me (Südafrika/USA/Großbritannien, 2025)

Online ab: 25. Juni 2026 Deutsche Erstausstrahlung

Ein historisches Liebesdrama im England der 1920er Jahre: Zwei junge Männer müssen ihre Beziehung in einer Zeit verbergen, in der Homosexualität kriminalisiert wird. Mit Louis Hofmann in einer der zentralen Rollen.

Die ersten Juli-Highlights der queeren Reihe in der ARD-Mediathek

Close to You (Kanada/Großbritannien, 2023)

Online ab: 2. Juli 2026

Ein intensives Familiendrama mit Elliot Page über die Rückkehr eines Trans-Mannes in sein altes Umfeld. Der Film erzählt von Identität, Nähe und der Schwierigkeit, sich selbst treu zu bleiben, wenn alte Wunden wieder aufbrechen.

Fireworks (Italien, 2023)

Online ab: 9. Juli 2026

Ein Coming-of-Age-Drama im Sizilien der 1980er Jahre: Zwei Jugendliche entdecken ihre Gefühle füreinander in einer Zeit, in der Homosexualität noch tabuisiert ist. Sommer, Sehnsucht und ein Hauch Rebellion.

Begleitdoku: „Queer im Kino – Wild. Romantisch. Frei.“

Online ab: 15. Juli 2026

Die Dokumentation beleuchtet die Geschichte und Ästhetik des queeren Kinos – von frühen Tabubrüchen über ikonische Figuren bis zu modernen Erzählformen. Filmschaffende, Kritikerinnen und Aktivistinnen ordnen ein, warum queere Geschichten heute sichtbarer und vielfältiger sind als je zuvor.

Ausblick auf den weiteren Sommer im Zeichen des Regenbogens

Die Queer-Reihe der ARD ist in diesem Jahr deutlich größer angelegt als in den Vorjahren. Nach den ersten vier Titeln folgen im Juli und August weitere internationale Festival-Lieblinge, deutsche Erstausstrahlungen und queere Coming-of-Age-Geschichten aus Europa und Übersee.

Viele der Filme liefen zuvor nur auf kleineren Festivals oder hatten in Deutschland gar keinen regulären Kinostart – entsprechend bietet die Mediathek hier erstmals eine breite Sichtbarkeit.

Hier ist der komplette Überblick über die nächsten Titel, jeweils mit Startdatum:

Ab 16. Juli – The People’s Joker

Eine anarchische, queere Coming-of-Age-Satire, die Superhelden?Mythologie, Identitätssuche und Medienkritik wild miteinander vermischt. Ein Kultfilm, der lange nicht regulär ausgewertet werden durfte.

Ab 23. Juli – Girl Picture

Finnisches Coming-of-Age-Drama über drei junge Frauen, die zwischen Freundschaft, Sexualität und Selbstfindung ihren Platz im Leben suchen. Warmherzig, modern und mehrfach preisgekrönt.

Ab 30. Juli – Blue Jean

Intensives britisches Drama über eine Sportlehrerin im England der 1980er Jahre, die ihre Beziehung verbergen muss, während die politische Stimmung immer feindseliger wird.

Ab 6. August – My Fake Boyfriend

Romantische Komödie über einen jungen Mann, der mithilfe eines erfundenen Social-Media-Freundes versucht, seinen Ex zu vergessen – bis die Lüge ein Eigenleben entwickelt.

Ab 13. August – A Place of Our Own

Indisches Drama über zwei Trans-Frauen, die nach dem Verlust ihrer Wohnung um Anerkennung, Sicherheit und ein selbstbestimmtes Leben kämpfen.

Ab 20. August– Lola (Frankreich/Belgien)

Roadmovie über eine trans Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem entfremdeten Vater eine Reise antritt – ein Film über Versöhnung, Identität und Neuanfang.

Ab 27. August – Something You Said Last Night

Kanadisches Familien-Drama über eine junge trans Frau, die mit ihrer Familie in den Urlaub fährt und zwischen Nähe, Überforderung und Selbstbehauptung navigiert.

Quelle: ARD Mediathek
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