Star Trek-Spin-off-Serie über die Abenteuer der Enterprise-Crew aus Star Trek - Discovery: Captain Pike (Anson Mount), Spock (Ethan Peck) und Nummer 1 (Rebecca Romijn). Zeitlich erkundet hier Raumschiff Enterprise die neuen Welten der Galaxie in der Dekade, bevor Kirk ihr Captain wurde.
Staffel 4 – Episode 9
Das „ohje, ohje“ der Woche geht auch diesmal wieder an die aktuelle Episode von „Strange New Worlds“ und bestätigt mich wieder mehr darin, dass man nach dem Autorenstreik in Hollywood, als Gegengewicht nun auch für das Einreichen von miesen Drehbüchern, endlich „Öffentliches Auspeitschen“ einführen sollte.
Auch diese Woche pickt man sich wieder etwas aus der Kiste des Themenparks und bezieht sich damit direkt auf die Folge 8 der ersten Staffel von SNW, nämlich „The Elysian Kingdom“, die sich damals auch wirklich, wie eine Star Trek Folge angefühlt hat. Damals verwandelten sich die Besatzungsmitglieder in Figuren aus einem Märchenbuch, aus dem M’Benga seiner Tochter immer vorgelesen hat.
In der aktuellen Folge trifft die Enterprise nun auf einen realen Planeten, auf dem die Doppelgänger der Crew in einem Märchenland leben, incl. Märchenschloss, Zauberer, Drachen und eine entscheidende Prophezeiung. Erinnern kann sich aber an die Ereignisse aus der vorherigen Episode nur noch M’Benga.
Der Kern der Folge handelt schon wieder von La’an, die inzwischen gefühlt der Mittelpunkt fast jeder Episode von SNW ist und wie diese nun „ihre Gefühle“ erforscht. Das Thema des „meine Gefühle erforschen“ hatten wir in dieser Staffel ja bereits mit Spock und Pike und nun schreitet man halt zum nächsten Crewmitglied weiter.
Zwischenzeitlich taucht in der Folge dann auch Kirk als Prince Charming auf… offensichtlicherweise… und weil es sich wie ein roter Faden durch die ganze Staffel zieht, ist Pike quasi wieder der „Hanswurst“. Ich mag Anson Mount als Darsteller schon seit „Hell on Wheels“ wirklich gern und vielleicht macht ihm das ja Spaß hier ständig einen auf „Dumm und Dümmer“ zu machen, aber es untergräbt halt mit jeder weiteren Folge nur weiter den letzten bisschen Rest von Seriosität den ST vielleicht noch hat.
Pelia ist dann die Einzige, welche keinen Doppelgänger auf dieser Welt hat, weil sie zum damaligen Zeitpunkt wohl noch nicht auf der Enterprise war. Sagen sie so… kann ich mich nicht mehr genau erinnern. So ziemlich wie eigentlich an den Rest dieser Episode, die mich nach 20-30 Minuten verloren hat und ich mich lieber anderen Sachen zugewendet habe, während ich nur noch mit halbem Auge hingeguckt habe.
Das ist halt wieder kein Star Trek, es ist dämlich und dumm geschrieben, hat mich enorm gelangweilt und zum Glück ist nächste Woche Staffelfinale, damit der Spuk bald ein Ende hat.
Was ich mir nach dem Ende der Folge so gedacht habe war… wenn ich mich hier schon so aufrege wegen der aktuellen Staffel von SNW, was wäre geschehen wenn ich mir wirklich „Starfleet Academy“ angeschaut hätte?
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Staffel 4 – Episode 8
ACHTUNG SPOILER!
Überraschenderweise haben wir diese Woche wirklich mal eine Folge, die man als „Star Trek“ bezeichnen kann und die auch noch unterhaltsam war. Aber man sollte natürlich nicht zuviel von „New Trek“ erwarten, auch diese Episode hat viele Probleme.
Nach den erfreulichen letzten 10 Minuten der vorherigen Episode, ist Pike im aktuellen Beitrag wieder auf der Ersatzbank und darf ein Notrufsignal auf einem Planeten untersuchen, für das sie auch noch tiefer in ein Höhlensystem hineinmüssen, was natürlich zur Folge hat, dass man keine Kommunikation zur Enterprise aufrecht erhalten kann. Ganz toll gemacht, ihr lustigen Drehbuchautoren.
Diese ganze Mission ist quasi die komplett irrelevante B-Story, nur damit man Pike und die wichtigsten Kommando-Offiziere von Bord der Enterprise hat. Einzige Spock verbleibt noch zurück.
In der Höhle treffen sie dann auch… hui, Überraschung… auf eine Falle von andorianischen Piraten. Die von der Crew… hier bitte den irrelevanten Plot einfügen, den ich bereits vergessen habe… wollen. Der Nebenplot des Nebenplots ist hier, dass dabei die vor einigen Folgen eingeführte neue Vulkanierin verletzt wird, Uhura darf mal als echte Action-Sau alle rausboxen, und die ebenfalls für die komplette Staffel irrelevante Vulkanierin stellt fest, nachdem sie während der Mission verletzt wird, dass sie die Förderation nicht so toll findet und quittiert den Dienst.
Also eigentlich alles beim Alten und wieder sehr dünn geschrieben.
Ebenfalls lustig ist diese Woche wieder, die neue Idee warum Kirk schon wieder an Bord der Enterprise ist und nicht auf seinem eigenen Schiff der USS Farragut. Wollen die ihn da nicht?
Übrigens bedient man sich auch diese Woche bei einer anderen Quelle, was die A-Story angeht und da wir das ebenfalls gerade erwähnten, im Zuge der News zum neuen angedachten Star Trek Film, hat man sich auch in der aktuellen Episode bei „Crimson Tide“ bedient, incl. der 1 zu1 übernommenen Szene mit der Waffe an den Kopf halten und „gib mir die Codes“ herumschreien. Also zumindest soweit ich mich daran noch erinnern kann.
Jedenfalls kommt Admiral Reeger an Bord der Enterprise, der ein gefährliches, unsichtbares Raumschiff verfolgt, was wohl nicht romulanisch ist, und dass sie dringend verfolgen müssen. Auf Pike und sein Außenteam können sie natürlich nicht warten – ihr erinnert euch, als ich meinte „man hat sie aus dem Rennen genommen“?
So verbleiben nur Spock und überraschenderweise Kirk, der sich auch auf der Enterprise befindet, (was für ein Zufall – welch Schlitzohren doch diese Drehbuchautoren sind) und weil Reeger das Kommando übernimmt, erklärt er dann Kirk, als ranghöchsten Offizier zu seiner Nr.1.
Bin ich mir schon mal nicht sicher ob das so regelkonform ist, dass man hier Spock übergeht, weil Kirk gar nicht zur Crew der Enterprise gehört, aber ich bin mir sicher, dass es die Autoren der Episode relativ wenig interessiert hat.
Sie verfolgen das Schiff dann bis zu einem Planten auf dem es landet und Admiral Reeger sieht als einzige Möglichkeit, den kompletten Planeten zu zerstören um ganz sicher zu sein, dass dieses Schiff nicht entkommen kann. Dabei argumentiert er, dass dieses Schiff für die Zerstörung eines Planeten mit fünf Millionen Bewohnern verantwortlich ist und man dafür gerne einen Planeten mit einer Bevölkerung von etwas über 5000 Bewohnern hinnehmen kann.
Finden alle eigentlich ganz gut und akzeptieren das, weil kommt ja von Admiral Reeger und der wird schon wissen was richtig ist? Oder?
Eine sehr seltsame Situation und für mich äußerst unlogisch inszeniert. Gerade mal Scotty ist ein wenig argwöhnisch, aber am Ende ist es natürlich Kirk der sich dagegenstellt und am Ende meutert.
Am Ende stellt sich noch heraus, dass bei den fünf Millionen Opfern auch Reegers Familie darunter war und er hier auf einem persönlichen Rachefeldzug ist.
Außerdem geht es noch nebenbei um den Kirks Vater George, der damals auf dem Schiff von Reeger war und eigentlich die entscheidende Schlacht gegen die Klingonen gewonnen hat, weil Reeger ausgeknockt war, aber der hat die Lorbeeren eingesteckt und George aber nie ein Kommando erhalten. Viel Hintergrund, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob das alles Sinn ergibt oder ob wir hier wieder einen Kanonbruch haben.
Reeger wurde gegen Ende von Kirk noch ein Mittelchen in den Kaffee gepackt, das dieser überdreht handelt und M’Benga ihn seines Amtes entheben kann, wobei am Ende M’Benga die Schuld dafür auf sich nimmt. Wahrscheinlich ist das jetzt der Aufhänger, den man eingebaut hat, damit man M’Benga die nächsten Folgen von der Enterprise bekommt. Ebenfalls eine eher seltsame Entscheidung.
Also zusammengefasst: eigentlich eine kurzweilige und unterhaltsame Episode, die sich auch mal wie Star Trek anfühlt, aber mit den üblichen schwachen Drehbuchentscheidungen zu kämpfen hat, sowie dem weiter anhaltenden ignorieren des „ST-Kanons“ daherkommt.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Staffel 4 – Episode 7
ACHTUNG SPOILER!
Diese Woche darf sich die Crew der Enterprise mit einer „Soap Opera – Realität“ herumschlagen. Dazu ist die Episode mit ihren etwa 40 Minuten deutlich kürzer als die einstündigen Vorgängerfolgen… vielleicht eine gute Sache.
Keine Angst – das ist wieder keine „supertolle Star Trek Episode“, aber das diesmal verwendete Element in Form des Genres der „Soap Opera“, incl. enorm viel Melodramatik, bedeutungsschwangerer Musik die plötzlich anschwillt, ein weichgezeichnetes Bild (was übrigens auch Pike auffällt) und die obligatorischen, dramatischen Pausen, bevor etwas bahnbrechendes enthüllt wird. Klingt jetzt erstmal ganz lustig, und wären da nicht die bisherigen fragwürdigen anderen Episoden der aktuellen Staffel, dann wäre das eine durchaus nette, kleine Episode.
Verantwortlich dafür ist wieder Trelane der Q, welcher bereits in Staffel 3 – Episode 2 zu sehen war. Das Ganze ist diesmal ein Schulprojekt, mit dem er einem anderen Q das Potential von menschlichen Emotionen vorführen will.
Mein Problem hier ist weiterhin mit Trelane, dass wenn er nun mehrmals bei Pike auftaucht, müsste es darüber Aufzeichnungen in der Sternenflotte geben, zumindest im Logbuch des Captains. Warum weiß dann später Picard nichts von der Existenz der Q in TNG?! Ok, jetzt könnte man noch sagen, dass Picard über die Existenz der Q weiß, aber nicht das Trelane zu diesen Wesen gehört. Aber was ist mit Spock oder Uhura, die ja später in der OST wieder auf Trelane treffen und ihn nicht mehr erkennen. Aber wie wir ja bereits von Kurtzman wissen, kann man den Kanon des Franchise nicht berücksichtigen… so einfach kann man es sich halt auch machen.
Jedenfalls ist das Gros der Episode ziemlich albern inszeniert und versucht halt mit dieser „Soap Opera“ die Lacher auf seine Seite zu ziehen, incl. sexy Spock oder halt seinen bösen Zwillingsbruder Sybok, der mit offenen Hemd und behaarter Brust direkt dem Cover einer romantischen Schmonzette entsprungen sein könnte. Oder halt solch Klamauk wie M’Benga und sein „Weltraum-Wahnsinn“.
Alles nicht wirklich beeindruckend oder gar interessant, teils sogar langatmig inszeniert, aber wenn man hier zu früh die Reißleine zieht, würde man das Beste verpassen – die letzten zehn Minuten der Episode, welche das bisherige Highlight der ganzen Staffel darstellen und sich direkt auf das Highlight der letzten Staffel beziehen, nämlich dessen Staffelfinale in Form der Episode „New Life and New Civilizations“, in der Captain Pike ein komplettes mögliches, oder sagen wir imaginäres Leben mit Batel durchlebt. Was auch erklärt, dass in der aktuellen Folge endlich Pike wieder im Mittelpunkt steht, da er der Einzige an Bord ist, der die gestörte Realität von Trelane durchschaut.
Durch den Nebenplot, dass Trelane einbaut Uhura wäre eigentlich die Tochter von Pike… in der Natur der üblichen Soap Opera Dramatik, triggert er aber etwas, dass er gar nicht in die von ihm geschaffene Realität hineingeschrieben hat, sondern direkt aus den Erinnerungen von Pike erzeugt wird – seine Tochter Juliet aus eben dem anderen Leben, die plötzlich in seiner Unterkunft an Bord auftaucht.
Pike der Juliet geliebt hat, mit ihr gelebt und sie aufwachsen hat sehen, sie zum Traualtar geführt hat… für ihn war dies eine reale und echte Tochter.
Der Schlüssel ist hier, dass Pike zwar um Batel trauern konnte, aber nicht um Juliet, sondern dies all die Zeit wohl verdrängt hatte. Erst als sie dann verschwindet, kann er nun wirklich um sie trauern und deshalb bricht er am Ende der Folge emotional auch zusammen.
Und genau deshalb sind für mich die letzten zehn Minuten der aktuellen Episode eine glatte 10 von 10 auf einer Bewertungsskala und das ist die Qualität und Erzählweise, die ich auch von Star Trek lieben gelernt habe, sehen will und inzwischen so arg vermisse. Nur leider sieht die Realität so aus, dass die vierte Staffel momentan eher einer Vollkatastrophe gleichkommt.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Staffel 4 – Episode 6
Überraschung! Diese mal gab es wirklich mal eine Star Trek Folge bei SNW.
Gut, sie können wohl keine Episode schreiben, ohne dass es wieder eine Referenz auf irgendetwas gibt und dieses mal bekommen wir die „24 – Jack Bauer“ Folge in Echtzeit, incl. Timer der abläuft und dem dazugehörigen „tick-tick“, sowie den aus 24 bekannten Splitscreens. Nur halt ohne ersichtlichen Grund. Im Prinzip wäre das die gleiche Episode, hätte man das ganze „24-Ding“ einfach eingespart und weggelassen. Es hat keinerlei Relevanz für die Story oder die Episode an sich, musste aber wohl unbedingt sein.
In der Folge treffen sie dann auf ein Wurmloch voller Neutrinos, was einiges an Schäden verursacht an der Enterprise. Das hat mir recht gut gefallen, wie z.B. der Teil, in dem die Gravitation teils an Bord versagt.
Es gibt auf jeden Fall wieder die übliche „Technik-Bubble“ und sie werden durch den Slipstream in das Wurmloch gezogen, von dem sie entkommen müssen, bevor die Schwelle von Warp 10 überschritten wird. Wie wir ja von ST wissen, bewegt man sich mit Warp 9.9 bedeutend schneller durch das Universum, so dass die Enterprise hier eigentlich den Alpha-Quadranten recht schnell hinter sich gelassen hätte. Natürlich gibt es hier keinerlei solche Konsequenzen, weil man das anscheinend wieder nicht bedacht oder ignoriert hat.
Außerdem spielen gewisse „magische Super-Neutrinos“ eine Rolle, von denen man seltsamerweise noch nie gehört hat in den chronologisch später spielenden Serien wie TNG, DS9, oder Voyager. Also so ähnlich wie die Sache mit dem Sporenantrieb, was mir sofort wieder übel aufgestoßen ist.
Die üblichen Hierarchie-Probleme von New-Trek, dass niedrigere Offiziere wieder Anweisungen und Befehle von höheren Kommando-Offizieren hinterfragen und nicht ausführen, gibt es in der Episode natürlich auch wieder an verschiedenen Stellen. Hurra!! Sternenflotte – ein echter Sauhaufen halt.
Wie bei den Episoden zuvor, spielt auch diesmal Pike keine nennenswerte Rolle. Er darf halt am Ende der Folge herumstolzieren und ein paar wichtige Sätze vorbringen, aber man fragt sich weiterhin, wann sie denn anfangen wollen seinen Story-Arc zu vertiefen.
Es gibt im Verlauf der Folge eine Szene mit La’an und Spock und einer Gedankenverschmelzung, bei der man seltsamerweise diesmal die Handschuhe nicht ausziehen muss, obwohl wir Spock bereits gesehen haben, wie er früher dafür seine Handschuhe ausziehen musste. Auf solche Details müsste man eigentlich achten, aber wie immer schert sich „Kurtzman-Trek“ nicht darum.
Was mir sehr gefallen hat, war eine Szene zwischen Scotty und Pelia, wo sie ihn mit Geschichten ablenkt und er dann die Enterprise „fühlt“ und das hat sich ausnahmsweise wirklich mal nach einer „Star Trek Szene“ angefühlt im besten Sinne wie man es sich wünscht. Überhaupt hatte für mich Scotty diesmal die besten Szenen in der ganzen Episode.
Da sie inzwischen auf das Ende der Serie hinarbeiten, müssen sie auch darauf hinarbeiten, warum Figuren wie Ortega oder Dr. M’Benga bald nicht mehr da sein dürfen. M’Benga wird hier dann auch schon bedient, in dem man aufzeichnet, dass er „weiterziehen“ will.
Aber eine gewisse Szene mit M’Benga in der Folge, in der er von einem Tisch in zwei Hälften gespalten wird, macht eigentlich keinen Sinn, auch in Bezug auf die Kryostase. Vor allem hätte man aber hier eine der besten Möglichkeiten gehabt, ihn auf dramatische Weise sterben zu lassen, wenn er ja sowieso verschwinden muss, macht es dann aber nicht. Verpasste Chance und nicht gut geschrieben.
Es gibt einige frustrierende Szenen in der Episode und viele Kritikpunkte in allen möglichen Bereichen, aber trotzdem ist es immerhin wirklich mal Star Trek und diese „Katastrophen-Episoden“ haben früher schon gut funktioniert. Ja, man muss über einige Details hinwegschauen können und das ganze „24-Ding“ hätte man sich sparen können, aber ansonsten würde ich sagen, das war die beste Episode die wir in Staffel 4 bisher zu sehen bekommen haben.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
@CountDooku
Die dritte Staffel, mit all ihren Fehlern und wirklich schlechten Folgen, ich habe heute noch Albträume von "K-Pop-Klingonen", hatte aber auch ein paar sehenswerte und wirklich gute Episoden am Start. Nur ist nun die vierte Staffel noch tiefer anzusiedeln. Man hat sich von der sehr guten ersten Staffel, mit jeder weiteren Staffel qualitativ nach unten gearbeitet. Wie auch immer sie das zustande gebracht haben.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
@DrStrange die Puppen Folge hat mich schon seit der ersten Ankündigung abgeschreckt.
Glücklicherweise bin ich aus der Serie in der 3. Staffel ausgestiegen.
Staffel 4 – Episode 5
Mit der fünften Folge der vierten Staffel sind wir nun in der Halbzeit angekommen und es wird nicht besser sondern schlechter. Eigentlich müsste ich mir jetzt wirklich doch noch „Starfleet Academy“ anschauen, nur um sicherzugehen, ob es noch schlechter geht als die neue Episode von SNW.
Diesmal war es nämlich Zeit für die „60 Jahre Star Trek Jubiläumsfolge“ und der Episode mit den bereits angeteaserten Puppen. Die komplette Crew wird quasi durch einen Transporterunfall der Stufe 5, oder wie Scotty meint: „wenigstens war es kein Unfall der Stufe 6“, in Puppen verwandelt, bis auf Spock, der zu dem Zeitpunkt in einem Shuttle war. Als Puppen kann die Crew aber die Enterprise nicht mehr „kontrollieren“ und als dann ein Schiff mit orionischen Piraten auftaucht, wird es knifflig.
Wirklich knifflig wird es aber bei dem Punkt, an dem man überlegen muss, ob die Macher der Serie das Publikum für komplett dumm halten.
Die erste Episode der Staffel war „ok“, aber nicht großartig. Darauf folgten drei Folgen, die sich durch verschiedene Genres „bedient“ haben, aber Star Trek war nichts davon. Jetzt kommt aber zum Jubiläum der komplette Absturz. Nicht wegen den Puppen per se, sondern weil die Folge einfach richtig schlecht und dumm geschrieben ist.
Man stolpert quasi im Minutentakt über Fehler in der Handlung, der Logik und natürlich des guten Geschmacks und des verbleibenden Verstands. Jedenfalls zu viel, um jetzt alles aufzulisten, aber genug, um mich zu wiederholen: für wie dumm halten die eigentlich die Zuschauer?!
Außerdem gibt es eine Szene, die eine direkte Referenz zu einer besonders emotionalen Szene in „Der Zorn des Khan“ darstellt und hier ins Lächerliche gezogen wird. Das zeigt nur wieder einmal mehr, wie wenig diese Leute auf das Franchise geben, ja es eigentlich wie im Falle von Kurtzman auch nicht leiden können, ansonsten macht man sowas nicht.
Außerdem frage ich mich nach fünf Episoden, wann man denn nun wie versprochen, den Bogen zurück zur ersten Staffel spannen will, um auf die eigentliche Story mit Pike wieder einzugehen, die ja bekanntlich mit der finalen, verkürzten Staffel 5 abgeschlossen werden soll. Mal abgesehen davon, dass Pike immer mehr zum Schiffsclown wird und immer weniger einen Captain der Sternenflotte darstellt.
Episode 5 ist jedenfalls ein neuer Tiefpunkt des Franchise. So tief waren wir glaube ich wirklich noch nie. Nachdem die Hälfte der Staffel vorbei ist, glaube ich auch nicht mehr so recht daran, dass man nun plötzlich mit den nächsten Folgen das Ruder herumreißen wird, um uns klassisches Star Trek zu präsentieren.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Staffel 4 – Episode 4
Und es geht wieder weiter mit dem „Star Trek Themenpark“. Nach einer „Jurassic World/Park“ Episode, einer Geisterfolge im Stil von „Event Horizon“ und zuletzt der „Hangover-Episode“, gab es diesmal eine schwarz-weiß Noir Folge im Stil von Metropolis.
Das ist ja alles ganz nett und offensichtlich hat man ja wohl keine eigenständigen Ideen, wenn man sich so durch die Filmlandschaft „klauen“ muss. Aber ich frage mich langsam zwei Dinge. Erstens, warum tue ich mir das noch immer an und zweitens, wann bekommen wir denn endlich eine „Star Trek“ Folge zu sehen?
Hinzu kommt das die komplette Folge so richtig dummfrech geschrieben ist, dass man sich schon wieder fragen muss, für wie doof man die Zuschauer eigentlich hält.
ACHTUNG SPOILER!
Eigentlich wollen sie nur eine Sonde mit dem Shuttle bergen, die ist aber im klingonischen Raum, oder zumindest einem Sperrgebiet der Klingonen. Die fehlenden Farben werden dabei erklärt, dass ein Stern hierfür verantwortlich ist und die übliche „Technik-Bubble“ wieso und warum.
Die Sonde kann man noch zur Enterprise weiterleiten, aber wegen einem Klingonenschiff ist die Crew aus Uno, Uhura und Dr. M’Benga auf dem Planeten zu landen, der von den Klingonen besetzt ist und dessen komplette Oberfläche!! – also alles – nur aus Stadt oder Städten besteht, so dass man nicht landen kann ohne entdeckt zu werden. OK, macht ja vollkommen Sinn, oder eben auch nicht, aber um die unglaubwürdige Geschichte noch weiterzuspinnen, stoßen sie dort auf eine Doppelgängerin von Uno, die auch noch… tataaaa! – die Anführerin des lokalen Widerstands ist. Klar, muss ja so sein. Ist ja auch wirklich realistisch. M’Benga toppt es nur noch mit dem Satz, „dass es schon ungewöhnlich ist, dass sie noch nicht früher auf irgendwelche Doppelgänger getroffen sind“.
Ja Kinder, dass kommt dabei raus, wenn man den Praktikanten die Drehbücher schreiben lässt. Merkt es euch für die Zukunft!!
Mal abgesehen davon, dass die Episode so in etwa zur Hälfte ihrer Spielzeit sowohl mein Interesse als auch meine Aufmerksamkeit verloren hat, ob der zweifelhaften Qualität, gab es noch einen Subplot an Bord der Enterprise, bei dem es um die Sonde und die Sicherheitschefin La’an ging, die hier einer Sache nachgeht bezüglich fehlender Daten und weil die Sonde noch etwas überträgt usw. - sorry, ich hatte hier schon teils mental abgeschaltet. Am Ende war die Person an Bord dahintergesteckt, mit dem größtmöglichen technischen Knowhow… die Krankenschwester. War ja klar!
Am Ende kommt noch raus, dass Pike über alles im Bilde war, aber die Leute einfach mal hat machen lassen. Toller Captain, dieser Pike.
Da schalten wir doch auch nächste Woche wieder ein, wenn der „Star Trek Themenpark“ ruft und es steht ja zumindest noch eine Muppet-Folge aus. Aber lassen wir uns überraschen, ob für die alten Fans doch noch eine richtige Star Trek Episode dabei ist. Ja, das ist schon wirklich weit hergeholt, aber man kann ja noch hoffen.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Staffel 4 – Episode 3
War die erste Folge der neuen Staffel noch ok, wenn auch mit fraglichem Hintergrund, und die zweite Folge ein fürchterlich, banaler Rip-Off von „Event Horizon“, liefert uns „Kurtzman-Trek“ diese Woche eine alberne Blödel-Folge in Form eines „Hangover“ Beitrags. Das ist so fürchterlich schlecht geschrieben, mit einem „Baby-Gaga-Gugu“ Humor, das ich aus voller Brust mit Sicherheit sagen kann… ich hasse die Folge.
Es gibt zwar gegen Ende der Episode noch einen Subplot, der ein wenig mehr Hintergrund dazu steuert, aber das ist zu dem Zeitpunkt bereits so belanglos und eh nicht mehr wichtig… im Prinzip wollten die Autoren hier einen auf „Hangover“ machen – das ist der entscheidende Kern.
Wie man es von „New Trek“ oder halt „Kurtzman Trek“ bereits ausführlich kennt, untergräbt man damit nur weiter die komplette Art und Weise, das Fundament, auf dem das Franchise aufgebaut wurde. Ob es die Sprache, die Tonalität, die Hierarchie, das Verhalten von Offizieren der Sternenflotte ist, alles wirkt nur noch wie ein Zerrbild dessen, was man einst mit Größe, Würde und viel Intellekt aufgebaut hat über viele Serien und Filme hinweg. Star Trek ist nur noch ein Schatten seiner selbst und die aktuelle Folge liefert das Musterbeispiel dafür, warum dem so ist.
Was ich zudem überhaupt nicht leiden kann, ist wenn mich eine Serie oder auch ein Film als Zuschauer nicht ernst nimmt und für komplett dumm hält. Etwas, was ich so gar nicht verzeihen kann – siehe auch Amazons „The Rings of Power“ – genau die gleiche Ecke.
Staffel 4 von SNW ist bisher eine derbe Enttäuschung. Ich hoffe das noch Episoden kommen, die das Ruder herumreißen, hege aber inzwischen wenig Hoffnung.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
VORSICHT – DUTZENDE SPOILER IM TEXT
Staffel 4 – Episode 2
War die erste Folge noch unterhaltsam, wenn auch nicht wirklich ein Knüller. Vor allem weil man mit dem ganzen Hintergrund der Geschichte, viel zu tief in die Geschichte der Menschheit eingreift, nur um wieder irgendwelche „Superlativen“ in der Erzählstruktur zu verbauen.
Jedenfalls sind wir mit der zweiten Episode wieder beim kompletten Quatsch angekommen, wie man es von „New Trek“ und dem ganzen Kurtzman-Kram kennt. Hatte die letzte Staffel bereits eine dämliche „Zombie-Folge“, die wenigstens noch ein wenig spannend inszeniert war, wenn auch superdämlich, haben wir jetzt eine von „Event Horizon“ geklaute Geister-Folge, die auch noch stinklangweilig erzählt ist.
Kirk, Spock und La’An treffen auf ihrem Rückflug mit dem Shuttle zur Enterprise, auf die verschollen geglaubte USS Griffin, bei der sich herausstellt, dass bei einem Zwischenfall, die Leute aufeinander los gingen und ein Besatzungsmitglied, Commander X… keine Ahnung wie deren Name war, hat so ziemlich den Großteil der Besatzung umgebracht, in dem sie alle nach draußen ins All gebeamt hat.
Die läuft und spukt jetzt auf dem Schiff und taucht ganz „buhuhu“ im Hintergrund auf und man erkennt schnell, dass so ziemlich das meiste, was geschieht, sich in den Köpfen der Crewmitglieder abspielt. Die sich übrigens, clever wie sie sind, natürlich auf dem Schiff aufteilen und damit genauso dumm agieren wie Protagonistenopfer in einem Horrorfilm.
Am Ende wird das Schiff an die hauseigene „Division 12“ der Sternenflotte übergeben, also die „Mulder und Scully – Akte X – Abteilung“ der Sternenflotte. Von der ich ehrlich gesagt nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt und auch noch nie gehört habe. Also zumindest nicht in der Originalserie. Wenn ich hier mal kurz Google zu Rate ziehen darf, befürchte ich, dass dies wirklich eine Erfindung von „SNW“ ist, die man für diese Folge aus dem Ärmel gezogen hat.
Am Ende erzählt Pike noch eine Gruselgeschichte aus seiner Jugend und dass es im Universum doch noch mehr gibt und neben der Schönheit auch viel „Terror“ da draußen ist.
Ich sage es wie es ist. Ich mag es nicht, es gefällt mir nicht und ich lehne es auch rigoros ab. Für mich ist das nicht „Star Trek“. Wenn es in früheren Serien zu… sagen wir mal… etwas „übernatürlicheren“ Begegnungen kam, hatte man auch immer eine Erklärung bereit und wenn es nur die übliche „Technik-Bubble“ war. Jetzt hier mit Spuk, Geistern, Zombies und Monstern anzufangen, passt einfach überhaupt nicht in den Kanon, den man über 60 Jahre aufgebaut hat. Aber wie Kurtzman ja schon sagte… „Kanon kann man leider nicht berücksichtigen“. Wie sich zeigt, hat er das ja eindeutig ernst gemeint.
Ich bin so froh, wenn diese ganze Kurtzman & New Trek ScheiXX endlich ein Ende hat und man hoffentlich wieder zu dem Punkt zurückkehrt, wo ST noch ein richtiges Highlight war.
Oh Mann, ich befürchte das wird eine sehr lange Staffel 4.
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Ich habe mir die Serie am 01. November 2025 angeschaut. (Zum Serientagebuch)
Staffel 3
Meine Bewertung
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Staffel 3:
Auch in der dritten Runde bedient „Strange New Worlds“ die klassische Ecke des Franchise. Also ein wenig die Serie, um die alten Fans ruhig zu stimmen habe ich den Eindruck, während man mit „Star Fleet Academy“ den nächsten Ableger 2026 bringen wird, nach dem eigentlich keiner gefragt hat.
Zurück zur Serie. Diesmal war für mich keine „Killerfolge“ zu finden, aber es gibt löblicherweise auch keine Ausfälle. Was bei nur 10 Episoden einem Todesstoß gleichkommen würde. Das Finale fällt diesmal deutlich weniger actionlastig, sondern im Gedanken der klassischen ST-Reihe philosophisch nachdenklich aus.
Grundsätzlich finde ich es auch weiterhin gut, dass die meisten Crewmitglieder mal in den Mittelpunkt gerückt werden und teils auch ihre eigenen Episoden bekommen. Naja, beinahe halt bei nur 10 Folgen. Leider alle bis auf Captain Pike selbst. Ähnlich wie bereits in Staffel 2, wirkt der Captain mehr wie eine Nebenfigur. Zwar eine wichtige Nebenfigur, die irgendwie immer anwesend, oder aus dem Augenwinkel zu sehen ist, aber einen Fokus erhält sie nicht. Betonung liegt hier auf „wieder“ nicht. Eine mehr als seltsame Entscheidung der Drehbuchautoren und schon eher als fragwürdig einzustufen. Immerhin hat man mit Anson Mount einen tollen Charakterdarsteller, der mir hier fast schon unterfordert vorkommt.
Im Prinzip ist weiterhin das meiste in Ordnung und ich bin mit der Staffel zufrieden. Auch wenn ich hier weiterhin das „Damoklesschwert des Kurtzman“ über allem Schweben sehe.
Ich wünschte mir für Star Trek einfach weniger „New Trek“ und mehr „The Orville“, oder zumindest mal jemand der das Licht auf der Kommandobrücke einschaltet.
7,5 von 10 Punkten
Meine Bewertung
"The Wheel weaves as the Wheel wills"
Staffel 1, bis auf eine Ausnahme top. Staffel 2 ging es eigentlich gut weiter, aber Staffel 3 war einfach nur albern.
Meine Bewertung
Ganz klar die beste Star Trek-Serie seit dem Neustart 2017 - Anson Mount als Captain Pike und Ethan Peck als Mister Spock verkörpern den Star Trek-Geist wie keine anderen, selbst mein Junior mit seinen 6 Jahren sieht am liebsten Captain Pike! ;) Schön, das es nicht mehr weit bis zur 3. Staffel ist!
“The problem with socialism is that you eventually run out of other people’s money.”
Ich habe mir die Serie am 23. August 2023 angeschaut. (Zum Serientagebuch)
Staffel 2: wieder eine gelungene und im besten Sinne von Star Trek inszenierte Prequel-Staffel. Dieses mal mit zwei 10/10 Folgen, aber leider auch zwei leidigen Fillern, was bei der geringen Episodenanzahl doch zu arg ins Gewicht fällt. Auch eine "direkte" Pike Folge habe ich etwas vermisst. Das Staffelfinale war mir dann auch etwas zu viel "New Trek" Geholze. Rundherum bin ich aber zufrieden mit der Ausbeute.
Meine Bewertung
"The Wheel weaves as the Wheel wills"