
++ Update vom 18.09.2026: Die ersten Reaktionen zu Zach Creggers Resident Evil fielen bereits ausgesprochen positiv aus, und auch zum US-Kinostart zeichnet sich nun auch an den Kinokassen ein überraschend starkes Ergebnis ab. Und das könnte dem Resident Evil-Franchise sogar einen neuen Rekord bescheren.
Wie unter Berufung auf erste Schätzungen berichtet wird, soll der Film allein mit seinen US-Previews zwischen 8 und 9 Mio. US-Dollar eingespielt haben. Die Vorführungen begannen am Donnerstag bereits um 14 Uhr. Noch handelt es sich dabei nicht um die endgültigen Zahlen, doch selbst das untere Ende der aktuellen Schätzung würde einen neuen Bestwert für die Filmreihe bedeuten.
Der bisherige Preview-Rekord des Franchise fällt im Vergleich geradezu bescheiden aus: Resident Evil - The Final Chapter brachte es vor seinem regulären Start auf rund 1 Mio. US-Dollar. Creggers Neuauflage würde diesen Wert somit um ein Vielfaches übertreffen. Bemerkenswert ist außerdem der Vergleich mit Creggers letztem Horror-Erfolg Weapons. Dieser nahm bei seinen Previews 5,75 Mio. US-Dollar ein und startete anschließend mit 43,5 Mio. US-Dollar am heimischen Box Office. Resident Evil liegt bei den frühen Vorstellungen nun deutlich darüber.
Ob sich daraus automatisch ein entsprechend größeres Startwochenende ableiten lässt, bleibt natürlich abzuwarten. Preview-Zahlen lassen sich nicht eins zu eins auf das gesamte Wochenende hochrechnen, zumal die frühen Vorstellungen des Films bereits am Nachmittag begonnen haben. Dennoch sind die Zahlen ein deutliches Indiz dafür, dass das Interesse zum Kinostart wesentlich größer ausfallen könnte als bei den bisherigen Filmen der Reihe.
Schon vor Bekanntwerden der Preview-Zahlen lagen die Prognosen für das erste US-Wochenende bei etwa 40 bis 50 Mio. US-Dollar. Sollte Resident Evil tatsächlich in diesem Bereich landen, wäre Zach Cregger auch der nächste Franchise-Rekord sicher. Bislang hält Resident Evil - Afterlife aus dem Jahr 2010 den besten US-Start der Reihe. Der vierte Film mit Milla Jovovich spielte damals zum Auftakt 26,6 Mio. US-Dollar ein.
Besonders deutlich wird der Unterschied beim Blick auf den letzten Versuch, die Reihe im Kino neu zu starten. Resident Evil - Welcome to Raccoon City kam 2021 zum US-Start lediglich auf rund 5,3 Mio. US-Dollar. Creggers Film könnte somit allein mit seinen Preview-Vorstellungen bereits mehr einnehmen als das vorherige Reboot während seines gesamten ersten Wochenendes.
Damit scheint sich zumindest vorerst auszuzahlen, dass Sony und Constantin Film bei der neuen Adaption einen anderen Weg eingeschlagen haben. Creggers Version setzt weder die sechs Filme mit Milla Jovovich fort noch knüpft er an Welcome to Raccoon City an. Stattdessen erzählt der Film eine neue Geschichte innerhalb der Welt der Capcom-Spiele.
Nach den starken ersten Reaktionen ist der Preview-Erfolg damit das nächste positive Signal für das Reboot. Ob daraus tatsächlich der größte US-Kinostart in der Geschichte der Resident Evil-Filme wird, entscheidet sich allerdings erst im Laufe des Wochenendes. Die Messlatte liegt mit den 26,6 Mio. US-Dollar von Afterlife vergleichsweise niedrig, während die derzeitigen Prognosen von 40 bis 50 Mio. US-Dollar deutlich darüber liegen.
Sollten sich diese Prognosen bestätigen, wäre es für Resident Evil nicht nur ein neuer Franchise-Rekord, sondern auch ein weiterer erfolgreicher Kinostart für Zach Cregger. Nach Barbarian und Weapons würde der Regisseur damit zeigen, dass sein Name inzwischen auch bei einer etablierten Marke ein beachtliches Publikum mobilisieren kann.
Spätestens mit den vollständigen Zahlen des Startwochenendes dürfte sich zeigen, wie groß der Neustart für Resident Evil tatsächlich ausfällt.
++ News vom 16.09.2026: Mit Barbarian und Weapons hat Zach Cregger bereits bewiesen, dass er ein Händchen für ungewöhnlichen Horror besitzt. Dass ausgerechnet seine sehr freie Interpretation von Resident Evil im Vorfeld nicht bei allen Fans auf Begeisterung stieß, dürfte inzwischen ebenfalls bekannt sein. Cregger adaptiert keines der Spiele direkt, sondern erzählt eine neue Geschichte innerhalb der von Capcom geschaffenen Horrorwelt.
Nach der Premiere scheint sich diese Vorgehensweise zumindest für einige der ersten Zuschauer ausgezahlt zu haben.
Die ersten Reaktionen loben vor allem das hohe Tempo, die Spannung und die kompromisslose Horror-Ausrichtung des Films. So wird Resident Evil als regelrechter Horror-Blockbuster beschrieben, den man möglichst auf einer großen Leinwand und mit Publikum erleben sollte. Andere Stimmen heben die blutigen Actionsequenzen und die teilweise an Das Ding aus einer anderen Welt erinnernden Kreaturendesigns hervor. Wiederholt fällt dabei auch der Begriff Survival Horror - also genau jene Richtung, die Cregger für seine Neuinterpretation immer wieder angekündigt hatte.
Besonders überschwänglich äußerte sich unter anderem SplashReport-Chefredakteur Kellvin Chavez. Für ihn liefert Cregger praktisch von der ersten Szene an Spannung und Gore und möglicherweise sogar den bislang besten Resident Evil-Kinofilm. Andere Reaktionen sprechen von einem „cineastischen Spektakel“ oder zählen den Film bereits zu den gelungensten Videospieladaptionen. Auch Hauptdarsteller Austin Abrams bekommt viel Lob für seine Darstellung von Bryan.
Ganz neu ist die positive Resonanz allerdings nicht. Bereits Anfang September wurden ausgewählten Zuschauern die ersten rund 30 Minuten gezeigt. Schon damals wurde insbesondere gelobt, dass sich Creggers Film trotz seiner neuen Figuren und Geschichte stärker nach dem Spielgefühl von Resident Evil anfühlen soll als die früheren Realfilm-Adaptionen. Die jetzigen Stimmen stammen dagegen von Vorführungen des vollständigen Films und bestätigen offenbar viele dieser frühen Eindrücke.
Im Mittelpunkt steht der von Austin Abrams gespielte Bryan, ein medizinischer Kurier, der während eines verheerenden Ausbruchs in einen immer größeren Überlebenskampf gerät. Neben Abrams gehören unter anderem Zach Cherry, Kali Reis und Paul Walter Hauser zur Besetzung. Cregger schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Shay Hatten.
Natürlich gilt wie immer bei solchen frühen Reaktionen: Ein paar begeisterte Social-Media-Stimmen sind noch kein endgültiges Kritikerurteil. Gerade nach Premieren dominieren häufig die besonders positiven Eindrücke. Angesichts der schwierigen Kinogeschichte von Resident Evil dürfte es dennoch interessant sein, dass ausgerechnet Creggers eigenständiger Ansatz bislang derart viel Zuspruch erhält.
Ob sich dieser Eindruck mit den ausführlichen Kritiken und beim Publikum bestätigt, erfahren wir schon sehr bald. Auch unsere Kritik folgt in Kürze. Resident Evil startet am morgigen 17. September in den deutschen Kinos.
Zach Cregger’s ’Resident Evil’: First Reactions From the Premiere https://t.co/RS3WPcDJLP
— The Hollywood Reporter (@THR) September 16, 2026
