Moviejones.de ist ein kostenloses Angebot, welches sich durch Werbung refinanziert. Adblocker minimieren die Einnahmen monatlich um 40%. Wenn du möchtest, dass wir auch in Zukunft unsere Redakteure bezahlen können, deaktiviere bitte deinen Adblocker.

Du willst dennoch keine Werbung oder diese deutlich minimieren?

Hier mehr erfahren
Moviejones finanziert sich nur über Werbung
Möchtest du MJ helfen, deaktivere bitte deinen Adblocker. Falls du dennoch weniger Werbung sehen willst und das sogar kostenlos, erfährst du hier mehr.

Pokémon - Meisterdetektiv Pikachu

Kritik Details Trailer Galerie News
Kindgerecht - Pokémeh Ryan Reykachu

Pokémon - Meisterdetektiv Pikachu Kritik

Pokémon - Meisterdetektiv Pikachu Kritik
3 Kommentare - 11.05.2019 von ZSSnake
In dieser Userkritik verrät euch ZSSnake, wie gut "Pokémon - Meisterdetektiv Pikachu" ist.
Pokémon - Meisterdetektiv Pikachu

Bewertung: 2 / 5

Die Erwartungshaltung war nicht hoch, als ich heute Abend die Vorstellung von Pokémon - Meisterdetektiv Pikachu betrat. Die Trailer waren wenig vielversprechend, die Taschenmonster sahen als 3D Modelle irgendwie sonderbar aus und Alles in Allem wirkte nichts davon sonderlich beeindruckend. Aber manchmal wird man ja durchaus überrascht. (Spoiler: Heute nicht.)

Trailer zu Pokémon - Meisterdetektiv Pikachu

Kritik:

Der Film startet wie so viele Filme mit einer zunächst kontextlosen Eröffnungssequenz, auf die die Einführung unseres Protagonisten Tim folgt, der allerdings auch einfach "Vaterkomplex" hätte heißen können. Was? Die Figur hat aber doch einen Charakterbogen! Ja, wenn man einen so simpel wie möglich geschriebenen Weg von A nach B als Bogen beschreiben kann, dann sicherlich. Tim ist von seinem Vater entfremdet, als dieser - seines Zeichens Polizist in Poké-City (die Stadt hat einen Namen, aber wichtig ist nur, dass es eine Stadt ist, in der Pokémon und Menschen in Harmonie miteinander leben) - bei einem Einsatz stirbt. Dessen Pokémon Pikachu - auf anstrengende, irgendwie ungewollt Deadpoolige Weise gesprochen von Ryan Reynolds - hat noch einen Fall offen und glaubt nicht, dass Papa Komplex tot ist. Also machen sich beide auf die Suche nach dem verlorenen Vater und erleben dabei ein "großes Abenteuer".

Halten wir es fest, damit keiner meint ich wäre aus Stein: Ja, die Pokémon sind niedlich. Allesamt. Und als jemand der die Blaue und auch Goldene Edition sehr geliebt hat in jungen Jahren bin ich definitiv mit den Biestern aufgewachsen. Es ist schön sie alle zu sehen, es ist beileibe keines so mies animiert wie befürchtet und die sind alle total süß. Und das ist auf jeden Fall ein Plus für Fans der Knuffelwesen. Da hört es dann aber leider auch schon beinahe auf mit den positiven Aspekten des Films.

Bill Nighy als zwielichtiger (kann Nighy überhaupt NICHT zwielichtig sein?) Stadtvater und dessen fieser Sohn fallen früh ins Auge, Mewtu spielt irgendeine tragende Rolle und auch dieses blonde Reporter-Praktikantenmädchen mit dem Enton aus den Trailern (Google sagt, sie wird gespielt von Kathryn Newton und die Rolle heißt Lucy) ist irgendwie involviert. Der Plot funktioniert auch irgendwie. Er läuft in recht gerader Linie die wichtigen Elemente aus dem Einmaleins des Drehbuchschreibers ab und schämt sich nicht dafür das auch groß auf der Brust zu tragen. Durchschnittlichkeit wird hier wie ein Banner hochgehalten und durch den Film gezogen. Das misstrauische erste Zusammentreffen, die aufkeimende Freundschaft, das Love-Interest, alles aufgelockert durch Actionszenen bis das große Zerwürfnis kommt, welches im Finale dann natürlich aufgehoben wird, weil "Macht der Freundschaft" und so.

Uninspiriert wäre hier noch ein Kompliment, aber bleiben wir im Sinne der Sache mal bei "Nett". Denn Nett ist hier irgendwie alles. Das Design, die Musik, die Charaktere, der Plot, das Drehbuch - alles irgendwie Nett. Man nimmt beinahe Anstoß daran, wie Nett das alles ist. Nichts ist besonders, keine Sequenz herausragend oder besonders clever geschrieben. Überall funkt Plotvehikel Pikachu mit seiner nervigen Reynolds-Schnauze dazwischen und am Ende hatte das alles den faden Beigeschmack eines zu lange gekautem Kaugummi, der schon zu Anfang nur ein Hubba Bubba war - ein paar große Blasen und ein künstlich geschmacksverstärktes Erlebnis zu Beginn, aber je länger man ihn im Mund hat desto mehr löst er sich auf und schmeckt nach Plastik-Chemie.

Dabei war das Potenzial da: Die Designs der Monster sind gut übertragen und ziemlich originalgetreu, die Idee des Poké-Menschen-Utopia cool und hätte man sich für irgendwas im Film mehr Zeit genommen, oder die Charaktere ihre Gefühle weniger aufsagen und sie stattdessen mal zeigen lassen, wäre vielleicht wirklich was draus geworden. Aber das alles wird so dumm wie möglich verpackt, damit man auch mit drei Toilettengängen, nem Telefonat auf einem Ohr und während des gelangweilten Nasebohrens noch alles mitbekommt, was der Plot zu bieten hat. Und das nehme ich dem Film übel. Ein ADHS-Zwölfjähriger, der seine gesamte Freizeit mit Pokémon GO! verbringt, mag hier seine Freude haben und begeisternd selig grinsend das Kino verlassen. Ich als Erwachsener fühle mich, trotz meines anfänglichen nostalgischen Lächelns über die knuddeligen Taschenmonster, von der Faulheit des Skriptes richtiggehend beleidigt.

Fazit:

Pokémon - Ryan Fucking Pikachu Reynolds ist Nett. Sein Plot ist Nett, seine Figuren sind Nett, alles ist Nett. Die Pokémon selbst sind niedlich, aber das allein reicht neben verschenkten Talenten wie Nighy oder Watanabe mit ihren verlängerten Cameos und all der Belanglosigkeit einfach nicht aus, um aus diesem Film irgendwas zu machen, an das man sich in 3 Tagen noch erinnern kann. Wem es reicht 90 Minuten lang ein Showlaufen bekannter Pokémon aus 20 Jahren mit den Knuddelmonstern mitzumachen und dabei einem seicht dahinplätschernden Plot zu folgen, der möge als Fan bitte nicht auf meine Worte hören und sich im Kino die volle Dröhnung in Sachen 3D-Pokémon gönnen. Jeder andere sollte einen Bogen um den Film machen und ihn sich irgendwann mal auf dem VOD-Portal des Vertrauens anschauen. Das Geld fürs Ticket ist der Film jedenfalls definitiv nicht wert.

Von mir gibts für diese uninspirierte Videospielverfilmung

4/10 Punkte bzw. 2/5 Hüte

und auch das nur, weil die Biester halt doch bei aller Irrelevanz ziemlich knuddelig sind und Potenzial im funktionalen Plot erkennbar war.

Pokémon - Meisterdetektiv Pikachu Bewertung
Bewertung des Films
410
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray
AmazonAmazonAmazonAmazon

Weitere spannende Kritiken

John Wick Kritik

"The one you sent to kill the fucking Boogeyman" - John Wick

Poster Bild
Kritik vom 17.05.2019 von ZSSnake - 0 Kommentare
5 Jahre ist es schon her. Ein halbes Jahrzehnt seit Keanu Reeves erstmals den titelgebenden Killer im "Nicht-Ganz-So-Ruhestand" spielte, vor dem sich sogar der schwarze Mann selbst fürchtet. John Wick - Ein Name, der vermutlich das Actionkino so revolutionierte wie es zuletzt Paul Greengrass Ja...
Kritik lesen »

Avengers - Endgame Kritik

Recht solides Ende einer Ära!

Poster Bild
Kritik vom 16.05.2019 von sublim77 - 22 Kommentare
Wie immer vorab die obligatorische Warnung vor Spoilern. Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte ab hier nicht weiterlesen. Diesmal waren nicht nur Kayin, Halespare4 und ich dabei, sondern mein alter Herr, von uns allen “Vadder“ genannt. Für die Meinungsbildung hatten wir also ...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
3 Kommentare
Avatar
MrBond : : Imperialer Agent
14.05.2019 10:04 Uhr | Editiert am 14.05.2019 - 10:06 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.829 | Reviews: 19 | Hüte: 398

@ZSSnake

Naja, passabel, ganz nett... nenn es, wie Du willst. Ich bin jetzt auch nicht aus dem Kino gesprungen und hab gejubelt, was für ein Meisterwerk ich gerade gesehen habe.

Was den "sprechenden Pikachu" betrifft, so war ich diesbezüglich absolut unbefangen. Mir ist nicht mal aufgefallen, dass es die Synchronstimme von Reynolds war. Genauso hätte er von Danneberg gesprochen werden können (Hauptsache eine Stimme, die man von einem niedlichen Fellknäuel nicht erwarten würde). Für mich als Nichtkenner, schien das einfach der Gag daran zu sein, dass nur der Junge Pikachu verstehen konnte - durch irgendwelche nicht näher erklärten Gründe (passte für mich). Dass es letztlich dann doch eine Erklärung dafür gab, fand ich irgendwie traurig, da mir die Idee gefiel, dass nur einer das Vieh verstehen kann.

Wie auch immer, ich fand`s weder generisch noch vorhersehbar (und war genauso überrascht, wie damals, als sich Richter Doom outete), aber vermutlich konnte ich einfach besser in den Film eintauchen, als Du, um mir solche Fragen gar nicht erst zu stellen. Daher will ich Dir auch gar nicht absprechen, dass Deine Beobachtungen korrekt sind.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

MJ-Pat
Avatar
ZSSnake : : Expendable
13.05.2019 16:30 Uhr | Editiert am 13.05.2019 - 16:31 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.866 | Reviews: 152 | Hüte: 428

@ MrBond:

Aber als Film ansich fand ich ihn - als Nicht-Fan - durchaus passabel

Durchaus passabel klingt jetzt auch nicht soo viel positiver als "nett" wink Vielleicht hilft es auch jemanden dabei zu haben der "ansteckt". Aber das alles war mir so durch die Bank zu viel Durchschnitt und ich fand die Detektivgeschichte mal abgesehen von der Begründung für die Reynolds-Stimme doch arg generisch und vorhersehbar. Und mit der Begründung hab ich wohl nur deshalb nicht gerechnet, weil sie so bescheuert war ^^

Aber hey, good for you ^^ Ist definitiv okay den okay zu finden, bei mir zündete da praktisch nichts und am Ende war ich froh, als es vorbei war. Grade gemessen an solchen Juwelen wie Drachenzähmen leicht gemacht oder Oben, die es schaffen jung und alt als Zuschauer ernst zu nehmen und zu begeistern, war mir das für "nen Kinderfilm" VIEL zu wenig.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
Avatar
MrBond : : Imperialer Agent
13.05.2019 16:10 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.829 | Reviews: 19 | Hüte: 398

Interessante Kritik, die ich so überhaupt nicht unterschreiben kann. Ich bin ja alles mögliche, aber definitiv kein Fan der Pokémon. Das gesamte Thema ist mir bisher ziemlich am Allerwertesten vorbei gegangen und ich habe alles ignoriert, was damit zu tun hatte.

Seit mein Sohnemann mit dem Sammeln der Karten begonnen hat, lässt es sich jedoch nicht mehr vermeiden, da er mir täglich erzählt, was er wieder für tolle neue "GXer" hat und mir seine neuen "Rainbow-GXer" vorstellt. Da er die Pokémon auch lediglich von den Karten her kennt, war es abzusehen, dass wir uns den Kinofilm anschauen würden.

Gesagt getan, am Samstag waren wir drin (zum Glück in der 2D-Fassung) und was soll ich sagen... ich war positiv überrascht. Der Film wusste mich gut zu unterhalten und ich fand es echt witzig. Mein Junior war auch hellauf begeistert und der Rest der Kinogänger schien ebenfalls auf seine Kosten gekommen zu sein.

Für mich persönlich fühlte sich der Film ein wenig an, wie eine aktuelle Version von Falsches Spiel mit Roger Rabbit. Menschen leben mit Pokémon so selbstverständlich zusammen, wie im genannten Film Menschen mit Toons. Und die Geschichte ist ein richtig spannender Krimi/Detektiv-Geschichte. Der Spaß war stets gut dosiert - zum Glück war es ein Film für Kinder. So musste man sich nicht mit Fäkal-/Drogen- und Sexhumor herumschlagen. Das war wirklich erfrischend harmlos und trotzdem lustig.

Die Animationen hätten sicher besser sein können (ausser Pikachu sah vieles sehr künstlich aus, gerade das "Riesen"-Spektakel im Wald). Dennoch konnte ich gut damit leben, da, ähnlich wie bei Roger Rabbit, die Figuren ja sowieso eine Art "Cartoons" waren und somit alles passte.

Ob das ganze jetzt eine gute, oder schlechte Videospielverfilmung ist, kann ich nicht beurteilen. Aber als Film ansich fand ich ihn - als Nicht-Fan - durchaus passabel. Ich würde mich auf jeden Fall den 7/10 (von Moviejones) anschließen.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

Forum Neues Thema