Hier dreht sich alles um die X-Men - Dark Phoenix von Moviejones. Tausch dich mit anderen Filmfans aus.
Hört sich ja nicht so berauschend an. Aber irgendwie war so etwas ja nach den ganzen Problemen und Verschiebungen im Vorfeld abzusehen. Als X-Men Fan und Fan vor allem der ersten beiden Teilen der neuen Generation muss ich den Abschluss natürlich trotzdem sehen um mir mein eigenes Bild zu machen.
@Nicktator
Was ist denn eine objektive Meinung?
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
@luph92
Hättest du dir meinen Text durchgelesen, würdest du es verstehen. Ansonsten mache ich mir Sorgen. Beim nächsten Mal setze ich aber gerne Anführungszeichen, damit es dich nicht ganz verwirrt... ;)
@Nicktator
Kann man dann auch sagen, dass du objektiv gesehen totalen Müll hier schreibst? Hihihi
Das Höchste was eine Frau im Leben erreichen kann ist eine gute Hausfrau und Mutter zu sein
Chen Zhili, former President of the All-China Women’s Federation
@Musashi
Klar, wenn du es faktisch begründen kannst. Aber bei Leuten, die „hihihi“ hinter ihre eigenen Kommentare schreiben, bezweifel ich das ganz stark.
@Nicktator
Wenn du anscheinend zwischen Information/Fakt und Meinung nicht differenzieren kannst, dann seh ich da leider keinen gemeinsamen Boden ne Diskussion zu starten.
Witzig, dass ich gerade gestern Abend ne ähnliche Diskussion mitbekommen hab, in der jemand auch behauptete Portugiesisch sei objektiv gesehen die schönste Sprache der Welt. Jeder, der das nicht so sieht liegt falsch und hat keine Ahnung.
Wenns so Leuten wie euch damit besser geht, solls mir Recht sein^^ hihihi ![]()
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Chen Zhili, former President of the All-China Women’s Federation
@ Nicktator:
Damit du hier nicht ungebildet rausgehst, mal kurz das "Problem" das Luhp und Musashi mit deinem Text haben in Form zweier Wortdefinitionen, die dir weiterhelfen könnten.
ob·jek·tiv
Adjektiv BILDUNGSSPRACHLICH
1. unabhängig von einem Subjekt und seinem Bewusstsein existierend; tatsächlich
"die objektiven Tatsachen"
sub·jek·tiv
Adjektiv BILDUNGSSPRACHLICH
1. zu einem Subjekt (1) gehörend, von einem Subjekt ausgehend, abhängig
"das subjektive Bewusstsein"
2. von persönlichen Gefühlen, Interessen, von Vorurteilen bestimmt; voreingenommen, befangen, unsachlich
"ein allzu subjektives Urteil"
Du magst nach der Lektüre nun feststellen, dass "objektive Meinung" ein Oxymoron darstellt und entsprechend etwas problematisch ist. Bevor du fragst:
Oxy·mo·ron
Substantiv, Neutrum [das] RHETORIK•STILKUNDE
Zusammenstellung zweier sich widersprechender Begriffe in einem Kompositum oder in einer rhetorischen Figur (z. B. bittersüß, eile mit Weile)
„Eine Kritik ist eine objektive Meinung, basierend auf eine fundierte Argumentation.“
Also ich verstehe nicht so ganz, warum man das so falsch verstehen kann. Bemühen wir mal Wikipedia.
„Unter einer Meinung wird in der Erkenntnistheorie eine von Wissen und Glauben unterschiedene Form des Fürwahrhaltens verstanden.“
Was Nicktator hier fehlt ist eine am Film geführte Argumentation, warum es z.B. „an Größe fehlt“. Eine objektive Meinung ist nicht zwangsläufig ein Oxymoron, man kann sie sich wohl an Fakten und einer soliden Argumentation bilden (kein Angriff auf dich ZSSnake...). So ich muss Nicktators Meinung zur Kritik von MJ nicht zu 100% teilen, aber ich verstehe schon was er hier will.
Aber @Nicktator hat das schon ganz gut beobachtet, auf die „Argumentation“ von einigen Leuten muss man nicht so viel geben.
"Fanatical legions worshipping at the shrine of my father’s skull."
Musashi:
Habe den Film jetzt doch gesehen, konnte irgendwie nicht anders.
Ich fand den Film richtig gut! Erstaunlich gut. Aber ich kann ihn nur eingeschränkt empfehlen.
Kritik folgt noch :-)
@MB80
Es ist völlig egal, wie gut er beschreibt, dass es dem Film "an Größe fehlt", das ist auch nur seine persönliche Wahrnehmung, die nicht wenige User hier nicht haben. Liegen die jetzt falsch und er richtig? Was bei ihm funktioniert, funktioniert bei manch anderen nun mal nicht.
Hagazussa ist zB so ein Film, der überhaupt nicht an mich ging, null. Als großer Fan von The Witch ging ich mit großer Vorfreude an den Film und wurde total enttäuscht. Wenn ich dann so Sätze in deiner Kritik les wie "Aus dieser hilflosen Isolation schöpft der Film eine seiner großen Stärken, er überträgt die nagende Ungewissheit seiner Protagonistin auf das Publikum", dann ist das wunderbar, dass es bei dir geklappt hat, bei mir aber nicht, da wurd nämlich leider überhaupt nix übertragen.
Umgekehrt hab ich The Witch nem guten Freund von mir empfohlen, der ihn leider total langweilig fand. Soll ich jetzt sagen er liegt damit falsch und hat keine Ahnung?
Die Definition von Snake (unabhängig von einem Subjekt und seinem Bewusstsein existierend) ist dabei eigentlich mehr als selbsterklärend.
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Chen Zhili, former President of the All-China Women’s Federation
Musashi:
Es ist natürlich nicht egal, wie gut er beschreibt, warum es an Größe fehlt. Wenn einer ausführlich, logisch konsistent und am Text belegbar schreibt, warum es an "Größe" fehlt (wobei das schon fast ein zu abstrakter Begriff ist, den man erst mal definieren müsste) und ein anderer mit "Das seh ich aber anders" antwortet und dazu nichts schreibt, ist es vollkommen egal, wie viele letzterem zustimmen, er mag vielleicht eine "Wahrheit" ausgesprochen haben, aber seiner Substanziierungslast ist er nicht gerecht geworden. Das muss er aber, wenn man seinen Einwand irgendwie ernst nehmen soll. Würdest du übrigens in hundert anderen Fällen gar nicht anders sehen. ("Mein Job funktioniert so, das ist gut so, weil..." "Das seh ich aber anders." - wer hat jetzt Recht?)
Um das dann auch zum hundersten Mal zu sagen: mit Gefühlen wie "langweilig" kann man genauso wenig streiten wie mit "Mir ist kalt, ich hab Hunger". Ich hab mich auch schon durch so manchen Klassiker gelangweilt, das kommt vor. Wenn dein Freund jetzt aber gesagt hätte, er hielte den für schlecht, weil [x], wäre eine Diskussion eröffnet (und ein "Der ist schlecht, weil langweilig" ist keine Argumentationslinie, der irgendein Wert zukäme...). Insofern ist dein Beispiel schlecht gewählt und geht auch irgendwie gar nicht auf das von MB80 geschriebene ein.
Sollte alles subjektiv sein, kann die Definition übrigens gerade nicht selbsterklärend sein. Denn, wenn alles subjektiv ist, also von meiner Wahrnehmung abhängig, brauch alles einen Interpretationsakt meinerseits, um eine Bedeutung zu erlangen. Anderenfalls wäre der Defintion ja gerade eine Bedeutung eingeschrieben, die nicht von mir oder dir abhängig ist. Das ist aber gerade einer der größeren Aspekte einer "objektiven Wahrheit"...
"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."
-Vern
@Silencio
Und da haben wir es wieder, was der eine für "Größe" hält, kann den anderen völlig kalt lassen. Er kann dann natürlich genau erklären, warum es für ihn episch/ groß was auch immer ist,es ist dann aber halt auch nur seine Wahrnehmung davon.
Kann mich an eine Kritik zur Star Wars PT erinnern, in welcher der Autor mit Anakins Geschichte versucht hat zu erklären, warum sie nicht nur besser als die OT ist, sondern sogar ein absolutes Meisterwerk sei. Das ist alles schön begründet worden, leider konnte ich keinen der Punkte nachvollziehen, da ausgerechnet der Teil für mich der größte Schwachpunkt der PT ist. Kann ich dann auch alles schön begründen. Was nun? Hat dann der Recht, der sich am Ende besser ausdrücken kann?
Welcher Argumentationslinie kämen denn Werte zu? Auf die Charakterententwicklung (zB so wie in der Star Wars PT) einzugehen? Auf die Größe (wie auch immer man sie definieren mag)? Die Struktur? Technische Aspekte? Bildsprache? Und das ist alles objektiv und macht am Ende auch aus ob der Film nun gut oder schlecht ist?
Die Frau von Freitag Abend hatte auch jede Menge "Argumente" warum ausgerechnet portugiesisch schöner als alle anderen Sprachen sein soll (eleganter, flüsternder und vibrierender Klang und so weiter). Kann sie natürlich gerne so sehen, für mich bleibts trotzdem immer japanisch und kantonesisch. Zu behaupten diese Dinge sind dann objektive Fakten ist im Grunde wie ein kleines Kind das sagt "Ich hab aber Recht!".
Und ich hab auch nie behauptet alles sei subjektiv.
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Chen Zhili, former President of the All-China Women’s Federation
Musashi:
Ne, damit haben wir es eben gerade nicht, mich kann auch "Größe" kalt lassen. Ich könnte "Größe" definieren, ich könnte dann daran erklären, warum der Film eine solche hat - und im Zweifel könnte ich damit sogar auch falsch liegen. Nur weil irgendwer Unsinn redet (dein "Episode 1"-Beispiel), heißt das ja nicht automatisch, dass man etwas nicht argumentieren kann, es heißt nur, dass diese eine Person das nicht kann. Deine Argumentation funktioniert nur, sofern man einen Konsens, der über solche Begriffe besteht (ja, auch "Größe" hat eine Bedeutung, die in Kritiken gerne mal bemüht wird - genau wie "episch" usw.), ignoriert. Wörter haben eine Bedeutung, daraus ergibt sich ja gerade ihr Informationsgehalt. Manche haben breiteren Bedeutungsgehalt, da sollte man dann konkretisieren (eben durch eine Definition), wenn man vernünftig verstanden werden will.
Wenn wir nach reinen "Diskursregeln" gehen, dann hat derjenige Recht, der seine Ansicht besser begründen kann. Das ist auf verschiedene Arten und Weisen möglich, das muss nicht mal der "bessere Ausdruck" sein, das kann auch einfach eine bessere Argumentation sein. Es gibt durchaus Leute, die sehr gut schreiben und nur sehr schlecht logisch denken können. Wenn der bessere Ausdruck jetzt bspw. trotzdem in logischen Fehlschlüssen mündet, hat das wenig Wert. Das führt dann auch zum nächsten Absatz:
Sprechen wir konkret über Filme, sind solche Argumentationslinien vernünftig und der Diskussion eröffnet, die eben nicht nur auf sich selbst verweisen. Das muss jetzt nicht mal einen der von dir genannten Punkte direkt umfassen, denn ein guter Film (ein gutes Buch etc. pp.) eröffnet sich gerade mehreren Betrachtungsweisen - da ich ja gestern "Under the Silver Lake" gesehen habe: der ist unter zig Betrachtungspunkten zu analysieren und zu besprechen, die alle gleichwertig nebeneinander stehen können. Man kann ihn durchaus unter Gender-Gesichtspunkten betrachten, als ideologiekritischen Film, als Film über den Film und als Film über die Filmrezeption. Diese Betrachtungsweisen haben alle eins gemeint: sie setzen sich mit dem Film auseinander, sie verweisen nicht nur auf mich. Wenn ich die Aussage deines Kumpels mal erweitere, dann kommt ja folgendes raus: "Das war ein schlechter Film, weil ich ihn langweilig fand". Das sagt eigentlich gar nichts aus außer, dass der Film deinem Kumpel nicht gefallen hat. Anders betrachtet ist das fast tautologisch: "Ich fand den schlecht, weil der langweilig ist, ich fand den langweilig, weil der schlecht ist." Da hast du einen argumentativen Zirkelschluss, der keinen logischen "Denkgesetzen" folgt.
Wie jetzt Charakterzeichnung funktioniert, da gibt es einen Konsens drüber, den kann man zB in unzähligen Drehbuchratgebern nachlesen, wie man eine Geschichte strukturiert auch. Das ist so ein bisschen, was mich an diesen Diskussionen stört: da haben sich unzählige intelligente Leute unzählige Gedanken zu gemacht, mit denen man wortwörtlich ganze Bibliotheken füllen kann. Wenn einen also nun wirklich interessiert, wie Bildsprache funktioniert, was ästhetisch ansprechende Photographie ausmacht, wie ein Schnitt Bedeutung schafft usw. usf., kann man das nachlesen und an dem daraus gewonnenen Wissen in anderen Fällen argumentieren. Hilft übrigens auch dabei, "Größe" zu erkennen, die einen dann aber trotzdem nicht interessiert...
Dein "Aufstampfen" kann man übrigens wundervoll umdrehen: indem du Werturteile in jedem Fall als "rein der Wahrnehmung unterliegend" (genau das kommt hier übrigens an, deswegen meine Annahme, du hieltest alles für subjektiv - solltest du das anders meinen, erklär mir das bitte), stellst du alle Werturteile gleichwertig nebeneinander - und kannst so auch Dinge, die du nicht adäquat argumentieren kannst oder willst, weiterhin verteidigen und die Ansichten anderer gleichzeitig entwerten.
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-Vern
Musashi:
„Und ich hab auch nie behauptet alles sei subjektiv.“
So argumentierst du halt leider gerne, alles egal, kommt eh drauf an wie es empfunden wird. Lies dir doch einfach mal durch was du da geschrieben hast, du gehst da halt auch null auf mich ein, genauso wie du weiter unten null auf die Punkte von Nicktator eingehst.
Ergo schön, dass du dich angesprochen fühlst, und schön, dass du nen Strich drunter machst.
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ZSsnake
Deutschstunde die Zweite:
Ein gern gesehener Fehler in diesem Zusammenhang ist, dass beispielsweise in gewissen Klugscheisserkreisen Tautologie sehr oft mit Oxymoron verwechselt wird. Dabei ist Erstgenannter Begriff quasi das Gegenteil von letztgenannten, wie zum Beispiel der Begriff weisser Schimmel...
Cheers und frohe Pfingsten allerseits
Kritik: X-Men - Dark Phoenix von Moviejones
Moviejones | 05.06.2019