Hier dreht sich alles um die X-Men - Dark Phoenix von Moviejones. Tausch dich mit anderen Filmfans aus.
@ MB80
"Aber: Regisseure und Filmkritiker müssens sich mit Filmsprache auskennen, das sind sehr wohl objektiv auszumachende Kriterien. ... Sind die Charaktere überzeugend geschrieben?..."
An diesem einen Punkt habe ich etwas auszusetzen. Denn dieser in deinen Augen objektiv bewertbare Aspekt eines Films ist nicht wirklich objektiv bewertbar. Auf der Welt gibt es 7,8 Mrd. Menschen. Jeder davon ist individuell und einzigartig auf Basis seiner bisherigen Erfahrungen und Erlebnisse und seines Umfeldes. Es gibt also quasi alle Arten von Menschen, von gutherzig bis gefühllos, von selbstlos bis egoistisch, von dumm bis intelligent, von gerissen bis tollpatschig, von sportlich bis unsportlich, von abgemagert bis extrem fettleibig, von schüchtern bis mutig, von introvertiert bis extrovertiert, von fröhlich bis traurig, von glücklich bis unglücklich, von faul bis fleißig, etc.. Dies kann ewig weiter ausgeführt werden. Es gibt unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten an Eigenschaften und individuellen Gedanken, sodass eigentlich niemals von einem schlecht oder unglaubwürdig geschriebenen Charakter gesprochen werden kann. Alle frei erfundenen Charaktere sind einem echten menschlichen Geist entsprungen, und zwar auf Basis seiner eigenen Lebenserfahrungen und Gedanken. Kritiker A hält Charakter A für gut geschrieben, während Kritiker B meint, dass Charakter A total unglaubwürdig sei und eher Charakter B gut geschrieben sei, was Kritiker A wieder nicht so sieht. Das alles sind subjektive Meinungen auf Basis ihrer eigenen Lebenserfahrungen.
Es gibt aber natürlich auch die absolut überzeichneten Film-Charaktere, die Alleskönner oder Unbesiegbaren. Da muss man sich fragen: Wäre es nicht langweilig, wenn jeder Film nur glaubwürdige und reale Charaktere zu bieten hätte? Als Beispiel nehmen wir mal einen typischen Film-Agenten: Der Agent eines Agententhrillers kann meistens so ziemlich alles: Er ist Physiker, Chemiker, Analytiker, Nahkampfexperte, kennt sich mit Sprengstoffen und Waffen aller Art aus, kann mit Messern umgehen und kann oft sogar noch einen Hubschrauber oder ein Flugzeug fliegen und beherrscht zehn Sprachen flüssig. Das ist so unglaubwürdig, dass man dem Film objektiv ja schonmal eine schlechte Note am Drehbuch hinsichtlich der geschriebenen Charaktere verpassen muss. Ergo hätte demnach ein solcher Film niemals die Chance, einen absolut objektiven Kritiker vollends zu überzeugen, was einfach nicht fair ist, denn der Film würde ohne diese Überzeichnung einfach nicht unterhaltsam sein, so wie er es mit den überzeichneten Charakteren jedoch ist. Ein Superheldenfilm z. B. lebt von unrealistischen Charakteren, das macht ihn überhaupt erst aus. Wie kann man eine absichtliche Überzeichnung kritisieren? Ich z. B. kann mit Fußball nichts anfangen und halte das für langweilig und selten dämlich, wenn 22 Leute einem Ball hinterherlaufen udn finde es noch dämlicher, dabei zuzusehen. Aber ich maße mir nicht an, öffentlich Kritiken zu schreiben, wie dumm (objektiv!) Fußball doch ist. Ich bin nicht die Zielgruppe. Das wäre so, als wenn ich plötzlich zu einem Thema, von dem ich keine Ahnung habe und das mich auch nicht interessiert, eine Abhandlung verfassen würde: Am Thema vorbei und völlig irrelevant für die Menschen, die sich wirklich für das Thema interessieren und sich darin auskennen. Also kann ich mir die Abhandlung mit Halbwissen auch gleich sparen. Ich mag keine Liebesfilme, also bewerte ich sie auch garnicht erst, weil meine Bewertung keinerlei Relevanz hätte.
Meiner Meinung nach dürfte man solche absichtlich überzeichneten Filme gar nicht objekiv beurteilen, weil man den Filmen damit Unrecht tut. Nach objektiven Maßstäben hätte ein überzeichneter Film überhaupt nicht die Chance auf eine gute Note, weshalb die Vergabe einer solchen objektiven Note absoluter Schwachsinn ist und den normalen Zuschauern ein falsches Bild vom Film vermittelt.
Meiner Meinung nach dürften objektive Kritiken nie das öffentliche Licht der Welt erblicken, weil diese neimals kompatibel zur Meinung des Durchschnitts-Zuschauers ist. Leider jedoch hat der Kritiker die Macht dazu, den Durchschnittszuschauer von einem Kinobesuch abzuhalten, weil diese zu schnell das nachäffen, was objektive Kritiker von sich geben, obwohl sie gar keine Ahnung haben, was der Kritiker eigentlich genau am Film kritisiert. Der Durchschnittszuschauer will unterhalten werden und würde ein schlechtes Pacing vielleicht nichtmal bemerken.
Ich finde es bedenklich, dass Kritiker heute eine so große Macht der (negativen) Beeinflussung haben. Ehrlicher wäre es, wenn die Kritiker da draußen mal von ihrem hohen Ross heruntersteigen würden und Filme mal "ganz normal" schauen würden, mit dem Auge eines subjektiven Zuschauers, der sich einfach nur berieseln und unterhalten lässt. Aber Kritiker sind oft der Meinung, ihre Meinung stünde über allen anderen. Und selbst die ja ach so objektiven Kritiker sind sich offenkundig meist nicht einig. Ich habe von Kritikern oftmals schon völlig gegensätzliche "objektive" Kritiken gelesen, dass ich lachen musste.
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.
Normalerweise versuche ich mich aus solchen Diskussionen mit eigenen Kommentaren ja herauszuhalten, aber so langsam nervt es mich dann doch sehr, dass hier immer wieder die gleichen Holzhacker-Gegenargumente ohne tieferen Unterbau (teilweise völlig am Thema vorbei) hervorgekramt werden, wenn von anderer Seite treffend und fundiert argumentiert wird.
Ist es denn wirklich so schwer, sich den geschriebenen Text dieser User einmal Wort für Wort durchzulesen? Es wurde bereits (mehrfach) alles gesagt und trotzdem können oder wollen einige es immer und immer wieder nicht verstehen.
DAS verstehe ich nicht...
(Respekt an die geduldigen Erklärbären, die immernoch die Ruhe bewahren)
PS: (auch wenn ich hier bewusst niemanden "namentlich" nenne, muss man folgendes wohl heute immer dazu schreiben, damit sich hier keiner persönlich angegriffen fühlt...hier wird ja viel mit "fühlen" argumentiert). Dieser Einwurf bezieht sich ausschließlich auf die hier an den Tag gelegte, themenbezogene Diskussionskultur einiger User hier, nicht auf die generellen Beiträge oder Haltungen von ihnen.
- CINEAST -
So. Ich komme grad aus dem Kino. Und haben ich mir die X men rein gezogen. Also, ich war auch einer der vielen, der den Film in Vorfeld unnötig verdonnert haben. Den Simon kinberg, hat uns doch was anderen belehrt. Der Film hat paar Pazer, bzw. den dritte Akten usw ... Das hat den Film geschwächt. Nicht die Aktion usw. eher der Inhalt. Dabei hat kinberg die X men mMn besser verstanden als Bryan Singer je getan hat. Es gibt ein Grund warum die X men, die beste Marvel charachteren sind. Und hier worden das nicht 100%ig durchgeführt,.. aber verdammt nochmal, wurde viele richtig gemacht. Und dann doch Hans Zimmer Score . sry EG. Ich Geselle mich zu den X men: Dark Phoenix. Den der hat mich mehr gereitz und guten Action geleistet. Und das von ein Regisseur, der so gut wie nie Regie geführt hat. Ich wünsche mir, das kinberg weiterhin an seinen Regie Talent arbeiten
Man was für eine Diskussion ihr hier breittrettet, anstatt über den Film zu Sprechen.
Eigentlich wollte ich dazu was schreiben, aber ich Glaube HIER wird sehr gut erklärt, weshalb eigentlich jede Kritik im Bereich Kunst und speziell beim Film nie rein Objektiv ist.
Ich finde der Autor gibt sehr gute Beispiele.
Zum Thema "es fehlt das große Ganze" verstehe ich nicht so ganz wo manche hier das Problem sehen. MJ bezieht sich doch mit dem fehlenden großen Ganzen auf die komplexäre Comic Vorlage, und da gebe ich recht. Eine würdige Verfilmung der Comic Storyline hätte als Zweiteiler oder Trilogie umgesetzt werden müssen, jedoch getrennt von der Vorlage gesehen ist der Film gut inszeniert und hat (vorsicht Subjektivität) mich sehr gut unterhalten.
Ich persönlich fand ihn sogar besser als Avengers Endgame, da er unteranderem mMn nicht soviele Logiklöcher hatte wie Endgame
Aber dies ist nur meine bescheidene subjektive Meinung und ich verstehe auch nicht weshalb viele Leute den Film so schlecht bewerten, scheinbar wurde hier wie bei anderen Filmen im Vorfeld schon schlecht geredet.
Chris:
Alter Schwede, ich freue mich, dass er dir auch ganz gut gefallen hat. Und wir sind ja mal komplett einer Meinung, auch mit dem Schlussakt. Aber der Film ist halt wirklich ganz gut. Ich sehe es übrigens bzgl Kinberg auch so, von mir aus darf der gerne wieder ran ![]()
@Raven13
Silencio schrieb:
Wie jetzt Charakterzeichnung funktioniert, da gibt es einen Konsens drüber, den kann man zB in unzähligen Drehbuchratgebern nachlesen, wie man eine Geschichte strukturiert auch. Das ist so ein bisschen, was mich an diesen Diskussionen stört: da haben sich unzählige intelligente Leute unzählige Gedanken zu gemacht, mit denen man wortwörtlich ganze Bibliotheken füllen kann.
Da hast du es! Ein paar (intelligente) Leute setzen sich zusammen definieren was gut ist, wer das nicht so sieht, liegt halt falsch ![]()
Das Höchste was eine Frau im Leben erreichen kann ist eine gute Hausfrau und Mutter zu sein
Chen Zhili, former President of the All-China Women’s Federation
Musashi:
Die haben sich nicht zusammengesetzt und definiert, was gut ist, die haben sich hunderte und tausende Texte angeschaut/gelesen und dort die Gemeinsamkeiten festgestellt. Was denkst du denn, wie Textanalyse funktioniert? Lies doch einfach mal ein Buch, bevor du hier so "lustige" Kommentare ablässt. Ernsthaft, die meisten erklären ihre Methode sogar ganz leicht verständlich.
"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."
-Vern
@ MobyDick:
im ernst. Ich kann X men 3 nicht ausstehen. Geschweige die wolverine Filme. Und mit Apocalypse war nie ein Freund von den. Aber mit Dark Phoenix ist das mMn einer der beste Film, neben X2,ZiV und First Class. Kinberg hat mich was Regie angeht mehr überzeugt als Singer.. auch wenn der Film wirklich kurz ist,.. dennoch zeigt er die X-Men, was wie 1:1 auf Comic. Den diese Konflikte zwischen Raven/Charles fand ich echt einer der beste Moment. Nach wie vor sind Sophie Turner und der Scott Darsteller Fehlbesetz. Aber mit ein starker Drehbuch, von kinberg, konnten die echt überzeugender spielen, als das was Singer vermurks hat.
irgendwie bin auch grad verärgert, das die X men zurück bei Marvel sind. Aber die Fragen ist nur? Wird Marvel selbst auch die X men mehr emotionaler in Bild setzen ? Oder muss wir mit MCU Humor damit leben ? Ich wünsche mir auch in Zukunft, das kinberg an sein Regie Arbeit, weiterhin arbeiten. Er hat bessere X men gemacht, als die wolverine gesamte Reihe, wenn du mich fragst. Ich war echt überrascht, das er so düster und emotionale ausgefallen war. Nur das er so von der Kritiker verrissen wird, hat der Film mMn nicht verdient
Raven13:
Welchen Teil des Wortes "abschließend" hast du denn nicht verstanden ![]()
Also gut, weil du es bist.
Also zu Absatz 1, ich denke nicht dass Filmkritik die Individualität oder Geschmack absteiten will, falls du in die Richtung willst. Aber da ich gerade ein Kapitel darüber lese, wie Charaktere geschrieben werden kann ich..
"Es gibt unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten an Eigenschaften und individuellen Gedanken, sodass eigentlich niemals von einem schlecht oder unglaubwürdig geschriebenen Charakter gesprochen werden kann."
..mit nein beantworten. Was die Handlung von einem Charakter motiviert, wie diese ihn (mit einer innernen Logik wohlgemerkt) charakterisiert und für das Drama wichtig machen, darüber machen sich die Menschen ja seit der griechischen Tragödie Gedanken. Und zwar nicht so, wie es unser Akademiker-Troll gerne sehen möchte, da steckt durchaus Empirik drin. Wie Silencio unten erläutert, dazu gibt es ja zitierende Literatur.
Mit "interner Logik" würde ich auch deinen zweiten Absatz beantworten, auch du fändest es halt blöd wenn Gandalf sich in der letzten Schlacht ne Tüte ansteckt und die Orks mit Lasern aus seinem Hintern wegfurzt. Die Charakterisierung muss nicht unbedingt "realistisch" sein, sonst gäbe es keine Fiktion. Aber es bedarf schon einer internen Logik und Motivation (auch hier könnte ich weitermachen) damit der Zuschauer eine Bindung aufbaut.
"Meiner Meinung nach dürfte man solche absichtlich überzeichneten Filme gar nicht objekiv beurteilen, weil man den Filmen damit Unrecht tut."
Mad Max: Furry Raod ist komplett überzeichnet und hat trotzdem von professionellen Kritikern top Noten bekommen. Themen, Struktur, Motivation, Charaktere :-)
"Meiner Meinung nach dürften objektive Kritiken nie das öffentliche Licht der Welt erblicken, weil diese neimals kompatibel zur Meinung des Durchschnitts-Zuschauers ist. "
Bitte schau doch mal das Video an. Ja, der Kritker muss als Person ein Urteil fällen, aber er sollte sich dabei schon von handwerklichen Kriterien leiten lassen... Und er muss den Mut haben ein Urteil zu fällen, und das bedeutet, nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner zu befriedigen. Der Tag, an dem ich zu "Transformers: Revenge of..." lesen muss "Bunte Action: 10/10!" statt "zynisch, rassistisch, sexistisch, chaotisch" ist der Tag, an dem ich mit Filmkritikern abschließe.
"Ich finde es bedenklich, dass Kritiker heute eine so große Macht der (negativen) Beeinflussung haben."
Du findest es bedenklich, dass Leute, die sich intensiv mit einer Materie auseinandersetzen, eine Stimme haben? Wenn du ein Atomkraftwerk baust, findest du es bedenklich, dass Physiker involviert sind? ![]()
Kleiner Spass. Aber das stimmt so einfach nicht. "Venom" z.B.: grauenhafte Kritiken, machte eine Tonne Kohle (warum auch immer...). Die Transformers Filme... Die Liste lässt sich weit spannen. Also wenn du andeuten möchtest, es besteht die Gefahr, Kritiker könnten die Menschen vom Kinogang abhalten: davon sind wir weit entfernt.
So, macht es spassig, ich geh Wildschweine füttern ![]()
"Fanatical legions worshipping at the shrine of my father’s skull."
Chris:
Hut!
MB80:
Und - hat es geschmeckt? ![]()
Mad Max ist übrigens ein absoluter Einzelfall, den man vielleicht nicht zu Vergleichszwecken heranziehen sollte, da da jeder Vergleich hinkt und verlieren würde... Ja gut, ich habe das selbst mit Logan gemacht, aber das zählt natürlich nicht ;)
@Musashi
Yuval Noah Harari <3
Ich habe das Buch erst vor Kurzem gelesen, das hat echt große Klasse!
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
@ MB80
"Also gut, weil du es bist."
![]()
"Mit "interner Logik" würde ich auch deinen zweiten Absatz beantworten, auch du fändest es halt blöd wenn Gandalf sich in der letzten Schlacht ne Tüte ansteckt und die Orks mit Lasern aus seinem Hintern wegfurzt. Die Charakterisierung muss nicht unbedingt "realistisch" sein, sonst gäbe es keine Fiktion. Aber es bedarf schon einer internen Logik und Motivation (auch hier könnte ich weitermachen) damit der Zuschauer eine Bindung aufbaut."
Okay, dann habe ich den Anspruch des professionellen Kritikers falsch eingeschätzt. Aber deinen letzten Satz kann ich leider auch nur wieder entkräften: Jeder sieht halt "Glaubwürdigkeit" anders. Für mich ist es glaubwürdig, wenn z. B. Bruce Willis alias Paul Kersey in Death Wish auf Rachefeldzug geht. Die Kritiker wiederum finden sein Schauspiel und die Rolle absolut unglaubwürdig. Sorry, aber wenn ich sage, dass ich das glaubwürdig und überzeugend finde, dann hat niemand mir zu sagen, ich irre mich. Jeder Mensch hält andere Dinge für glaubwürdig. Es gibt auch Leute, die glauben gar nichts, egal wie real und perfekt es inszeniert ist. Pure Skeptiker. Ich kann auch ein Skeptiker sein. Z. B. wenn es um das Kaufen von Produkten geht oder um Werbung oder Marketing oder um Geschäfte. Aber wenn es um sowas geht wie eine Rolle wie ein Bruce Willis als Rächer, dann ist das für mich glaubwürdig genug. Ein weiteres gutes Beispiel wären für mich Kylo Ren, Rey und Luke. Für mich sind 99 % der Handlungen in den neuen Star Wars-Filmen absolut glaubwürdig und nachvollziehbar. Komisch, die Kritiker sehen das zum Teil wieder anders, aber das uist mir wurscht. Und weshalb? Weil ich auch im Hinblick auf "professionelle" Kritiker ein. rate mal. Skeptiker bin. ![]()
"Mad Max: Furry Raod ist komplett überzeichnet und hat trotzdem von professionellen Kritikern top Noten bekommen. Themen, Struktur, Motivation, Charaktere :-)"
Wie MobyDick schon sagte: Ausnahmefall.
"Bitte schau doch mal das Video an. Ja, der Kritker muss als Person ein Urteil fällen, aber er sollte sich dabei schon von handwerklichen Kriterien leiten lassen... Und er muss den Mut haben ein Urteil zu fällen, und das bedeutet, nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner zu befriedigen. Der Tag, an dem ich zu "Transformers: Revenge of..." lesen muss "Bunte Action: 10/10!" statt "zynisch, rassistisch, sexistisch, chaotisch" ist der Tag, an dem ich mit Filmkritikern abschließe."
Ich habe mir das Video angesehen. Klar, einerseits hat der Herr von der Filmanalyse recht, es gbit subjektive und subjektivistische Kritiken. Meine eigenen Kritiken würde ich ganz klar der letzteren Gruppe zuordnen, was ich für mich persönlich völlig in Ordnung finde. Jeder, der meine Kritik liest, kann ja selbst entscheiden, ob ihm das, was mir am Film so toll gefallen hat, ebenfalls gefallen würde, denn jeder sollte seinen eigenen Geschmack kennen. Lese ich hingegen eine sehr objektive Kritik, dann kann ich mit 90 % des geschriebenen wenig anfangen, weil da auf Dinge eingegangen wird, auf die ich in einem Film wenig wert lege. Was ich aber bedenktlich finde, wenn diese objektiven Kritiker eine Endwertung abgeben, sagen wir 4/10 Punkte. Viele Menschen achten am Ende nämlich nur auf genau diese Endwertung, ohne den Text zu lesen oder maximal nur das Fazit. Und dann gehen sie nicht ins Kino, wegen solcher Bwertungen, die eigentlich gar nicht die Teile des Films ansprechen, die den Durchschnitts-Zuschauer überhaupt interessieren.
Übnrigens muss ich dem Herrn an einer Stelle widersprechen: Als er sagt, dass es über einen Film nichts aussagt, wenn man eine Gänsehaut bekommt, weil man eine Gänsehaut auch bei etwas schlechtem im Leben bekommen kann, dann ist das ein unsinniger Vergleich. Eine Gänsehaut, wenn mir kalt ist, ist natürlich nicht das gleiche, als wenn ich vor Wohligkeit oder totaler Freude eine Gänsehaut bekommen. Das muss man schon differenzieren und nicht einfach alles in einen Topf werfen.
Dein Transformers-Beispiel ist übrigens auch eher schlecht gewählt, denn nur wegen "bunter Action" würde niemand einem Film volle 10/10 Punkte geben, zumindest kein professioneller Kritiker. Dann würde ich auch vom Glauben abfallen.
"Du findest es bedenklich, dass Leute, die sich intensiv mit einer Materie auseinandersetzen, eine Stimme haben? Wenn du ein Atomkraftwerk baust, findest du es bedenklich, dass Physiker involviert sind? wink"
Was für ein vergleich, ich bin sprachlos. Aber war ja von dir auch nicht ganz ernst gemeint. -)
"Kritiker könnten die Menschen vom Kinogang abhalten: davon sind wir weit entfernt."
Manchmal ja, manchmal habe ich aber auch das Gefühl, eher nicht.
"So, macht es spassig, ich geh Wildschweine füttern"
Ich hoffe, es hat den Wildschweinen geschmeckt. -)
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.
@Raven13
"Ich hoffe, es hat den Wildschweinen geschmeckt."
Wenn MB80 nicht mehr antwortet, hat er den Wildschweinen geschmeckt :-)
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Raven:
"John Wick" und die Fortsetzungen haben alle gute bis sehr gute Kritiken gekriegt, "Fury Road" ist da keine "absolute" Ausnahme. Ich weiß nicht mal, ob ich überhaupt von einer Ausnahme reden würde...
"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."
-Vern
@ luhp92
Hut für deinen Kommentar!
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@ Silencio
""John Wick" und die Fortsetzungen haben alle gute bis sehr gute Kritiken gekriegt, "Fury Road" ist da keine "absolute" Ausnahme. Ich weiß nicht mal, ob ich überhaupt von einer Ausnahme reden würde..."
Das kann ich nun wirklich nicht so recht beurteilen, da mir die Aspekte eines professionellen Kritikers in Filmen meist nicht so auffallen. Allerdings gibt es schon einige Ausreißer, die merkwürdigerweise besonders gut oder besonders schlecht von manchen Kritikern bewertet werden, obwohl sie definitiv nicht besonders gut oder besonders schlecht sind. Wenn einem Fury Road oder einem John Wick nur Belobigungen ausgesprochen werden, obwohl die Drehbücher banal und oberflächlich sind, dann frage ich mich, warum oberflächliche und schwache Drehbücher manch anderen Filmen von eben denselben Kritikern zur Last gelegt werden?
Ich könnte jetzt wieder Aquaman als Beispiel nennen, der von Kritikern verrissen wurde, obwohl er doch einiges richtig gut macht. Er ist handwerklich einwandfrei, hat eine extrem gute Kameraführung, tolle Filtertechnik und Farbgebungen, verdammt gute CGI-Technik, bietet tolle Panoramaaufnahmen, hat tolle Schauspieler, die ihr bestes zu den gegebene Rollen geben, hat einen exorbitant guten Tonschnitt und Tonabmischung und eine wunderbare Musikuntermalung und dazu eine relativ gut verfolgbare Story mit Twists. Klar mag das Drehbuch nicht besonders gut sein, aber das ist doch fast schon alles, was man dem Film anlasten kann. Alle meine genannten Punkte sind aber ebenso wichtige Aspekte, die gerade für einen objektiven Kritiker nicht außer Acht gelassen werden sollten, aber dennoch wurde der Film verrissen, nur wegen seiner Drehbuchschwäche und seinen Kontinuitätsproblemen zum DCEU. Es gibt Filme, die von Kritikern besser bewertet werden, obwohl sie viel mehr objektive Schwächen haben als Aquaman.
Manchmal habe ich einfch das Gefühl, das "Objektivität" von einigen kritikern missbraucht wird und die Regeln zu ihren Gunsten gebeugt werden. Einen Grund kann ich mir nicht erklären, aber es scheint oft so zu sein.
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.
Kritik: X-Men - Dark Phoenix von Moviejones
Moviejones | 05.06.2019