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Die Odyssee

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Elon Musk vs. Christopher Nolan

Musk vs. Nolan: Was würde Homer zur "Odyssee"-Debatte sagen?

Musk vs. Nolan: Was würde Homer zur "Odyssee"-Debatte sagen?
31 Kommentare - So, 17.05.2026 von MJ-GPJ
Christopher Nolans "Die Odyssee" sorgt schon Monate vor Kinostart für ungewöhnlich heftige Diskussionen. Im Zentrum stehen Casting, historische Authentizität, Elon Musk und die Frage, ob Homer selbst diese Debatte vielleicht ziemlich absurd gefunden hätte.

Homer gilt als einer der bedeutendsten Dichter der Antike. Ihm werden die „Ilias“ und die „Odyssee“ zugeschrieben. Epen über Krieg, Heimkehr, Götter und menschliche Schwächen. Historiker gehen heute allerdings davon aus, dass diese Geschichten über lange Zeit mündlich weitererzählt, verändert und ausgeschmückt wurden, bevor sie schriftlich festgehalten wurden.

Der moderne Geschichtenerzähler Christopher Nolan steht nun mit seiner Version der Die Odyssee unter Dauerbeschuss von Elon Musk. Es geht um Fragen von historischer Genauigkeit, moderner Interpretation und kultureller Darstellung.

Besonders viel Kritik entzündete sich zuletzt an der Besetzung von Lupita Nyong’o als Helena von Troja. Kritiker argumentieren, die Besetzung passe historisch oder kulturell nicht zur antiken Vorlage. Elon Musk formulierte seine Kritik auf X nun besonders drastisch und warf Nolan sinngemäß vor, mit seinen Castingentscheidungen „auf Homers Grab zu pissen“.

Daneben wird auch die allgemeine Optik des Films kontrovers diskutiert. Vor allem Agamemnons dunkle Rüstung wird häufig als zu modern oder „Batman-artig“ beschrieben. Manche Zuschauer kritisieren zudem Helme, Kostüme oder Schiffe als zu wenig griechisch und eher wie stilisierte Fantasy. Hinzu kommt die Diskussion um Travis Scott als Barde sowie das bislang unbestätigte Gerücht, Elliot Page könne Achilles spielen. Vor allem letzteres lässt Teile des Internets beben, inklusive massiver Boykottaufrufe. Sollte sich das Gerücht tatsächlich bestätigen, dürfte die Debatte endgültig eskalieren.

Zusätzliche Dynamik bekam die Debatte zuletzt durch Musks Beiträge auf X, in denen er Behauptungen rund um den Film und dessen angebliche „DEI“-Ausrichtung postete. Unter anderem unterstützte Musk Beiträge, die behaupteten, Filme müssten für eine Oscar-Nominierung zwingend bestimmte Quoten an nicht-weißen oder LGBTQ-Darstellern erfüllen. Das US-Magazin Forbes widersprach mehreren dieser Behauptungen allerdings deutlich. Die Diversitätsstandards der Academy seien komplexer, als viele Beiträge suggerierten, und könnten etwa auch über Produktions- oder Ausbildungsprogramme erfüllt werden.

Forbes wies zudem darauf hin, dass mehrere der online verbreiteten Behauptungen über Casting-Vorgaben oder angebliche Oscar-Regeln verkürzt oder irreführend dargestellt wurden. Tatsächlich sind viele dieser Debatten historisch deutlich komplizierter, als es auf Social Media dargestellt wird. Historiker und Altphilologen betrachten Homers „Odyssee“ heute nicht als nüchternen Tatsachenbericht. Die Epen gelten vielmehr als Produkt einer langen mündlichen Erzähltradition. Zwischen der vermuteten Zeit des Trojanischen Krieges und Homers eigener Lebenszeit lagen wahrscheinlich mehrere Jahrhunderte.

Deshalb finden sich in den homerischen Epen häufig Elemente unterschiedlicher Epochen nebeneinander. Manche Waffen oder Rüstungen erinnern eher an die mykenische Bronzezeit, andere eher an die Epoche Homers selbst. Absolute historische Präzision war dabei nie das eigentliche Ziel.

Genau darauf verweist offenbar auch Nolan selbst. Im großen TIME-Porträt zum Film erklärte der Regisseur ausführlich, dass Produktion und Kostümdesign intensiv zur Bronzezeit recherchiert hätten. Selbst die viel diskutierte schwarze Rüstung Agamemnons begründet Nolan mit Theorien über geschwärzte Bronze in der mykenischen Zeit. Außerdem habe man bewusst sowohl Elemente der Bronzezeit als auch Vorstellungen aus der späteren Epoche Homers einfließen lassen.

Auch die Diskussion um Helena von Troja ist historisch weniger eindeutig, als viele aktuelle Debatten suggerieren. Tatsächlich wurde die Figur über Jahrhunderte hinweg immer wieder unterschiedlich dargestellt. Antike Darstellungen zeigen Frauen des trojanischen Sagenkreises häufig mit dunklem Haar. Erst spätere europäische Kunsttraditionen, besonders Renaissance, Neoklassizismus und später Hollywood, prägten das heute vertraute Bild der hellhäutigen oder blonden Helena.

Das bedeutet natürlich nicht, dass Nolans Interpretation jedem gefallen muss. Manche Zuschauer wünschen sich offenbar einen streng historischen Historienfilm, andere eher eine freie Mythos-Verfilmung. Die Odyssee scheint sich bewusst zwischen diesen Polen zu bewegen.

Vielleicht hätte Homer selbst diese Diskussion weniger überraschend gefunden als viele heutige Zuschauer. Seine Geschichten wurden über Jahrtausende hinweg weitererzählt, verändert und neu interpretiert. Wahrscheinlich hätte Homer darin auch weniger eine Entweihung gesehen als vielmehr das, was kreative Werke seit Jahrtausenden lebendig hält: dass Menschen sie weitererzählen, verändern und leidenschaftlich über sie diskutieren.

Findet ihr die Kritik an Nolans Vision der Odyssee berechtigt?
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31 Kommentare
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GPJ : : Popcornologe
02.06.2026 22:03 Uhr
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Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 1.390 | Reviews: 5 | Hüte: 83

Schöner Artikel.

Aber ob die Adressaten das lesen? Ich glaube nicht. Die Woke-Keule hat manche mental zurück in die Steinzeit katapultiert, so kommt es mir jedenfalls vor. Jedenfalls auf social media. Ich versuche mir immer einzureden, dass das nur eine kleine Minderheit sind. Die, die halt nicht anderes zu tun haben.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
02.06.2026 20:57 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.203 | Reviews: 190 | Hüte: 700

Weil ich die "Musk"-Argumentation heute wieder im Netz gelesen habe:

Die Oscars werden seit 98 Jahren verliehen und jeder einzelne der für den Besten Film nominierten Filme erfüllt die Kriterien der neuen Inklusionsregeln der Academy. Die Kriterien zu erfüllen, ist einfach. Hier hat sich jemand die Mühe gemacht, das alles einmal aufzulisten. Die Argumentation, das Casting für "The Odyssey" sei auf die Oscar-Bewerbung ausgerichtet und zurückzuführen, ergibt keinen Sinn, wenn es jedem anderen Film ebenfalls gelingt. Und ohne dass es dabei zum großen Aufschrei kommt.

https://variety.com/2026/film/awards/academy-diversity-standards-best-picture-elon-musk-odyssey-1236751219/

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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RaylanGivens : : Moviejones-Fan
29.05.2026 11:13 Uhr | Editiert am 29.05.2026 - 14:25 Uhr
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Dabei seit: 13.03.23 | Posts: 126 | Reviews: 0 | Hüte: 3

"Muss mal kurz die Lügen des Rechtsauslegers mit dem Cowboy-Avatar widerlegen."

Lügen? Rechts?

"Die Nächste kommt schneller!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
22.05.2026 12:09 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 19.203 | Reviews: 190 | Hüte: 700

Da werden die Oscars normalerweise mit dem Arsch nicht angesehen, aber wenn ein Werk wie "The Odyssey" im Zentrum steht, sind die Oscars auf einmal von großer Relevanz und Marionettenspieler im Hintergrund^^

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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GPJ : : Popcornologe
22.05.2026 11:18 Uhr
0
Dabei seit: 26.09.24 | Posts: 1.390 | Reviews: 5 | Hüte: 83

Hat Musk das überhaupt gesagt, was hier lautstark kritisiert wird?

Ja, und noch viel mehr. Wenn man sich das alles anschaut, muss man feststellen, dass er bewusst Falschinformationen gegenüber Nolan verbreitet.

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
22.05.2026 08:33 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 2.927 | Reviews: 18 | Hüte: 310

Muss mal kurz die Lügen des Rechtsauslegers mit dem Cowboy-Avatar widerlegen.

“Who specifically is the asshole who added DEI lies to Academy Awards eligibility instead of it just being about making the best movie?” he asked.

Musk doubled down on his attacks Friday, writing on X, “Chris Nolan desecrated the Odyssey so that he would be eligible for an Academy Award.”

Aber danke für das Bonmot sich selbst zu paraphrasieren und anzunehmen, dass dies als Beleg für irgendwas gelten könne, diese Mischung aus Chuzpe und argumentativer Inkompetenz hat mich immerhin zum Schmunzeln gebracht.

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RaylanGivens : : Moviejones-Fan
22.05.2026 07:28 Uhr | Editiert am 22.05.2026 - 07:29 Uhr
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Dabei seit: 13.03.23 | Posts: 126 | Reviews: 0 | Hüte: 3

Die Kunstschaffenden haben selbstverständlich das Recht z.B. gegen den Strich zu casten, 50:50 Quoten zu halten oder ihr Werk komplett mit homosexuellen Schwarzen zu besetzen.

Zumindest sollte es so sein.

Die Frage, die jedem Filmfan umtreiben sollte, lautet aber unweigerlich: Haben die überhaupt so viel Einfluss darauf?

Für die Üblichen ist klar: "SICHER! Alles Andere ist rechte Propaganda! Also haltet gefälligst die Klappe!"

Aber wie so oft ist es dann doch ein wenig komplexer und einige Dinge werden gezielt verschwiegen oder verschleiert.

Nicht nur, dass sich Filmschaffende selber schon dazu geäußert haben, auch Musks Aussage wird hier absichtlich verfälscht dargestellt.

In dem Artikel steht gar nichts davon, dass Musk etwas zu den immer schärfer werdenden Oscarregeln gesagt hat. Er hat die DEI-Reglen insgesamt kritisiert, beim Oscarkram nur irgendwelche Beiträge von anderen geliked (das ist natürlich NICHT das Selbe).

Und so können die üblichen Verdächtigen sich auf Nebenschauplätze stürzen.

Selbstverständlich sind die Oscarregeln ein Eingriff in die Kunstfreiheit, was denn sonst? Aber es gibt ja noch viel, viel mehr.

Ich paraphrasiere mich mal:

"Nachdem schon einige Produzenten eine politische Richtung vorgegeben haben, kommen noch Sensitivity Reader, Inklusions- und Diversitätsbeauftragte, Hintergrundchecks von Autoren, ethnische Minderheitengruppen, LGTBQ-Initiativen (Corporate Equality Index HRC), Intimitätskoordinatoren, Gewerkschaften, Regierungen und NGOs, die durch Zwang, Auflagen, Gewährung oder Entzug von Fördergelder ein Mitsprache- oder Lenkrecht am Drehbuch und Casting wollen usw. usf."

Fazit: Hat Musk das überhaupt gesagt, was hier lautstark kritisiert wird? Geht es bei der Kunstfreiheit, bei seiner Kritik tatsächlich nur um Oscarregeln oder wird das absichtlich so hingestellt? Hatten die Kunstschaffenden in dem Genre jemals Kunstfreiheit und wird die heutzutage immer mehr und mehr abgewürgt?

Ich bin mir sehr, sehr sicher, dass Nolan weiß, dass solche Diskussionen nichts Gutes erahnen lassen und er sie hinsichtlich der Erfolgsaussicht gerne vermieden hätte.

Und ich bin mir sicher, dass man für solche Projekte Kröten schlucken muss und dass diese immer größer werden.

Vielleicht ist es einigen Künstlern auch egal. Denn viele werden auch für erwartbare Flops bezahlt.

"Die Nächste kommt schneller!"

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DrStrange : : Moviejones-Fan
19.05.2026 16:59 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 4.120 | Reviews: 74 | Hüte: 170

@MrBond

Passend zu deinem Beispiel, wäre hier das ähnliche Beispiel mit der neuen "Robin Hood" Serie von MGM, welche wirklich äußerst gut ausgefallen ist und die Figur des "Little John" mit dem schwarzen Darsteller Marcus Fraser besetzt wurde.

Ich fand seine Leistung als Schauspieler wirklich gut und mir hat die Zeichnung der altbekannten Figur hier gefallen. Nur sollten sie zugunsten der Logik noch mal nachholen, warum ein Angelsachse plötzlich "afrikanische Wurzeln" besitzt. Es gibt zwar eine Szene, in der sowas angedeutet wird, aber halt nie richtig beleuchtet. Würde ja der Figur selbst seitens ihrer Exposition wirklich was bringen.

Mal schauen was dazu in Staffel 2 noch kommt.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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MrBond : : Imperialer Agent
19.05.2026 14:06 Uhr
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Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.117 | Reviews: 30 | Hüte: 645

@DrStrange

In der Tat, mein Beispiel hinkt an dieser Stelle. Dadurch, dass bei Robin Hood zum einen die Figur nicht zur eigentlichen Erzählung gehört, und zum anderen ihre Herkunft sinnvoll erklärt wird, ist der Vergleich falsch.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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DrStrange : : Moviejones-Fan
19.05.2026 12:25 Uhr
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Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 4.120 | Reviews: 74 | Hüte: 170

@MrBond

Besser in Erinnerung hatte ich, dass viele Leute überrascht über Freemans Auftritt im 91er Film waren, aber weder positiv, noch negativ. Es war halt einfach so. Punkt.

Was damals daran lag, das man die Figur logisch und schlüssig eingebaut hat. Also soweit wie es von der Story möglich war. Daran stoßen sich sicherlich die Wenigsten. Bei heutigen Filmen findet das "race swapping" mehr in Richtung "Bamm, nehmt das!!" dar, in feinster Linksideologie.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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MrBond : : Imperialer Agent
19.05.2026 10:35 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.117 | Reviews: 30 | Hüte: 645

@DrStrange

Danke für die Richtigstellung. Ich hatte die Serie als Kind zwar gesehen, aber das dann doch nicht mehr so in Erinnerung gehabt. Besser in Erinnerung hatte ich, dass viele Leute überrascht über Freemans Auftritt im 91er Film waren, aber weder positiv, noch negativ. Es war halt einfach so. Punkt.

"Außerdem gibt es zu "Robin Hood" nicht DIE Quelle..."

Ja, das ist mir bewusst, und ich überlegte noch, ob ich meinen Text editiere und auf "Überlieferung" umschwenke. War mir dann aber nicht wichtig genug ^^

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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DrStrange : : Moviejones-Fan
19.05.2026 10:14 Uhr
1
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 4.120 | Reviews: 74 | Hüte: 170

@MrBond

Nur zur Richtigstellung: die Figur welche Morgan Freeman im 91er "Robin Hood" spielt, hat man sich aus der TV-Serie "Robin of Sherwood" von 1984 "entliehen". Auch wenn dort die Rolle von Nasir nicht mit einem schwarzen Darsteller besetzt war, stellte Mark Ryan trotzdem einen Sarazenen dar.

Außerdem gibt es zu "Robin Hood" nicht DIE Quelle, aber es ist natürlich richtig, dass es in den wenigen historischen Texten, in denen die Figur erwähnt wird, keine morgenländische Begleiter erwähnt werden.

"The Wheel weaves as the Wheel wills"

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MrBond : : Imperialer Agent
19.05.2026 09:22 Uhr | Editiert am 19.05.2026 - 09:23 Uhr
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Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 4.117 | Reviews: 30 | Hüte: 645

Davon abgesehen, dass ich es nicht glaube, dass Nolan unbegrenzte künstlerische Freiheit genießt, was das Drehen eines Films angeht - letztlich sind es immer die Studios/Produzenten, die das Geld geben und die Vorgaben über den Rahmen der Produktion setzen (es sind vermutlich nur Indi-Produktionen, die größere Risiken eingehen) und jeweils klinisch exakt abwägen, welcher Shitstorm schlimmer sein wird (Pro-Entscheidung vs. Contra-Entscheidung), würde ich den Musk-Äußerungen nicht so wahnsinnig viel Beachtung beimessen.

Der Mann leidet - nach eigenen Aussagen - am Asperger-Syndrom, was u.a. dazu führt, dass die betroffene Person die eigene (für sie potentiell richtige bzw. wahre) Meinung mit Leidenschaft vertritt und dabei keine Grenzen kennt, diese in die Welt zu tragen (siehe auch Greta Thunberg). Darüber kann man jetzt natürlich ebenso leidenschaftlich diskutieren, sich aufregen, solidarisch zustimmen, oder es einfach abhaken unter ferner liefen. Schauen wir mal, wie der Film als Film performt (und das ist bei Nolan ja sowieso tagesformabhängig ^^).

Ich kann mich btw. auch nicht erinnern, dass Robin Hood vor 1991 (!) einen dunkelhäutigen Weggefährten hatte... und doch wurde uns damals mit Kevin Costner und Morgan Freeman ein grandioser Ritt durch den Sherwood Forest auf die Leinwand gebracht (ich liebe den Film nach wie vor, auch wenn er sich ggf. nicht 100%ig an die Vorlage hielt).

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Rotwang : : Moviejones-Fan
18.05.2026 11:35 Uhr | Editiert am 18.05.2026 - 11:46 Uhr
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Dabei seit: 11.06.20 | Posts: 1.534 | Reviews: 0 | Hüte: 43

Das wird eh nur eine Nebenrolle sein, sollte es jedenfalls nicht so ins Gewicht fallen.

Wie schon oft geschrieben so woke ist das alles nicht sonst würde man ja Protagonisten woke besetzten, die Protagonisten die woke besetzt werden, werden oft sabotiert, wie am Besipiel Schneewitchen, wo man dann einen richtig miesen Film geleifert hat. Ähnliches gilt für Starke-Frauen-Rollen, die aber von Männern geschrieben werden, das oft ohne großen Mühen, das ist heuchlerisch, etweder man gibt gute Rollen die gut ausgearbeitet sind sonst bringt das nix.

Über den Aspekt den Janno beshreibt, man nimmt jemanden wie Zendaya, der einen Querschnitt hergibt und so weniger aneckt, als sortenrein verpaarte Ethnien, habe ich auch nachgedacht, ich habe auch mal gehört das der Erfolg von Eddie Murphy in Deutschland primär auf seine Synchronstimme zurückzuführen ist, der weiße Mann hat nämlcih enormen Respekt vor den gigantischen Genitalien, des schwarzen Mannes, die ihm Vorteile verschaffen bei der Partnersuche und er darüber in die Jagdgründe eindrigen kann, so entschloss man sich eine eunuchen-artige Synchronisation zu etablieren, damit weniger Gefhr ausgeht für den weißen Mann und so ein positiveren Gefühl generiert werden sollte, weiß aber nicht ob das stimmt. Aber das sind Protagonisten, wenn irgendwo eine Nebenrolle existiert wird das sicher nicht Scharen ins Kino locken.

Ansonsten wie geschrieben gehts um Awards, komerziellen Erfolg kann man immer haben.

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bartacuda : : Mitternächtlicher Haijäger
18.05.2026 10:25 Uhr | Editiert am 18.05.2026 - 10:34 Uhr
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Dabei seit: 03.03.10 | Posts: 4.516 | Reviews: 0 | Hüte: 360

Moin!

Grundsätzlich halte ich es wie Paul. Sehe da auch mehr Nebelkerzen, die Musk zündet.

Aber zu dem Punkt "Dennoch muss die Frage erlaubt sein, welchen Einfluss solche Regeln grundsätzlich auf auf die Kunstfreiheit haben."

Wieso sollten diese Regeln, egal wie eng man sie interpretiert, Einfluss auf die Kunstfreiheit haben? Sie haben doch, wenn überhaupt, nur Einfluss auf die Oscar-Berücksichtigung, nicht auf die Kunstfreiheit. Hier ist es dann doch eher der (persönliche) Anspruch nach Prestige-Preisen, der den/die Macher einschränkt. Und wie so oft im Leben, das Eine will man, das Andere muss man. wink

... ... aber lass uns ganz offen sein, Du hast nie Wert gelegt auf meine Freundschaft!
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