Das wären für mich allein schon vom Namen her für jedes Jahr die prägendsten Filme gewesen, wenn es um den Titel Bester Film geht (Ich habe nicht mal alle gesehen, aber mit einer Mischung aus Kritikerlieblinge, Popularität, Popkultureingang, häufiger Filmtitel-Nennung, Bestenliste Nennungen etc...und meinem persönlichen empfinden) würde ich diese hier anführen (2025, 2022 und 2021 würde ich, was das Oscar-Film-Material angeht am Schwächsten einschätzen):
2025 Der Brutalist (The Substance)
2024 Poor Things (Oppenheimer)
2023 Babylon
2022 West Side Story
2021 Promising Young Woman (The Father)
2020 Parasite (One Upon A Time In Hollywood)
2019 Roma
2018 Three Billboards Outside Ebbing, Missouri
2017 La La Land
2016 Mad Max - Fury Road
2015 Grand Budapest Hotel (Birdman)
2014 The Wolf Of Wall Street (Gravity)
2013 Silver Linings (Argo, Django Unchained)
2012 Hugo Cabaret (The Artist)
2011 Black Swan (The Social Network, Inception)
2010 Inglorious Basterds
2009 The Dark Knight (Slumdog Millionaire)
2008 There Will Be Blood (No Country For Old Men)
2007 Pans Labyrinth (Departed, Blood Diamond)
2006 Brokeback Mountain
2005 Aviator (Million Dollar Baby)
2004 Lost in Translation (City of God, Mystic River)
2003 Der Pianist (Gangs of New York)
2002 A Beautiful Mind
2001 Gladiator
2000 American Beauty (Magnolia)
Ich finde, dass sieht deutlich mehr nach einer starken Bester Film Liste aus, als die originale.
- CINEAST -
Weiterer Zwischenstand:
Parasite (2020) – 35,4 %
Oppenheimer (2024) – 26,8 %
Diese sechs überzeugen mich alle nicht – 22 %
Everything Everywhere All at Once (2023) – 8,7 %
Anora (2025) – 5,5 %
Nomadland (2021) – 0,8 %
Coda (2022) – 0,8 %
Gesamt: 127 Stimmen
Bevor die Bots kommen:
92 Stimmen, auf Platz 1 Parasite vor Platz 2 Oppenheimer.
Nomadland und Coda ohne jede Stimme!
@Rotwang
Na, zum Glück sind meine Lieblingsfilme so alt, dass sie bereits über den Nicht-Oscar-Schock hinweg gekommen sind ^^.
“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"
@MrBond
Glaube eher dass es denen egal ist was die anderen finden, so funktionieren Jury-Preise halt, Weltfussballer, Friedensnobelpreis oder Grammy egal, den Gewinner der allen gefällt wird es nicht geben, auch das die Jury Ressourcen verschwendet muss um ein Ergebnis zu liefern das allen zusagt kann man nicht erwarten.
Frustration dass der Lieblingsfilm nicht dabei ist ist Fehl am Platze, die Akademie hat für mich sogar in vielen Jahren Schwierigkeiten 10 Filme für die Hauptkategorie zu finden, da sind oft Lückenfüller dabei.
Bei den Sexiest Bla Bla Bla Preisen geht es auch oft darum den Preis nicht immer dem selben zu geben, im Gegensatz zur Weltfussballerwahl als Beispiel.
Der Oscar ist für mich schon lange kein Qualitätssiegel mehr. Meistens bin ich maßlos enttäuscht, wenn ich mir einen Film mit dem Prädikat "Oscargewinner" anschaue, so z.B. bei Oppenheimer. Darum triggert mich das mittlerweile auch nicht mehr, wenn ein Film damit beworben wird.
Viel mehr erinnert mich der Oscar eher an eine "Sexiest [whoever] alive"-Auszeichnung, bei der zum einen nicht annähernd alle Personen zur Wahl gestellt werden, und zum anderen die Subjektivität einer kleinen Gruppe als Allgemeingültig dargestellt wird. Wenn die Gruppe Zahnlücken sexy findet, hat das der Rest der Welt gefälligst auch sexy zu finden.
“Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"
So sehr mir Parasite gefallen hat, geschaut habe ich ihn bislang nur ein einziges mal. Müsste ich mal wieder anschauen und gucken, ob er noch ähnlich wirkt.
sehr gut: Anora, Parasite
vergessenswert: Nomadland, Coda
ärgerlich: Oppenheimer, EEAAO
@TiiN
Und bei "Oppenheimer" hatte ich nicht erwähnt, dass es manchmal auch den Ausschlag zu geben oder der Vorteil zu sein scheint, wenn Filme in ihrem Wesen her sehr US-amerikanisch sind. Da würde ich dieses Jahr auch "OBAA" einordnen.
Ja, du hattest in der Vergangenheit ja mal deine Überlegung geteilt, dass man eine Awardverleihung so aufzieht, dass man die Filme auszeichnet, die zehn Jahre zuvor erschienen sind. Auf jeden Fall ein spannender Einfall um festzustellen, welche Filme die Zeit überdauert haben und vielleicht sogar noch gewachsen sind.
Danke^^ Ja, meine Oscar-Listen pflege ich weiterhin akribisch.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Für mich Parasite, Anora und Oppenheimer fand ich auch sehr gut.
EEAaO habe ich damals abgebrochen. Nomadland und Coda noch nicht gesehen.
Mit Abstand "Oppenheimer". "Parasite" war gut, aber für mich auch kein Überflieger. "EEAaO" war für mich absoluter Schrott. Die anderen interessieren mich nicht.
Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.
Mit gewissem Abstand Parasite. Der Mix aus regelrecht tarantinoesker Erzählweise, bis ins Absurde überspitzte Sozialkritik, tiefschwarzer Humor und trotzdem tiefgehende Emotionen - perfekt getragen von einem großartigen Cast - da passte alles von A bis Z.
@luhp92
Du hast zwei gute Punkte genannt die vermutlich manchmal dafür sorgen, dass es solche merkwürdigen Entscheidungen gibt. Manchmal ist es der kleinste gemeinsame Nenner auf den man sich einigen kann und dann passiert offenbar sowas wie Coda. Manchmal trifft ein Film aber auch einen einen Nerv (der Zeit) und wir haben sowas wie EEAAO.
Für meinen Geschmack lässt sich der beste Film eines Jahres am besten mit etwas Abstand zum Jahr gewinnen. Filme brauchen hin und wieder auch Zeit um zu reifen bzw. man selbst braucht die Zeit um für die Filme zu reifen und diese zu erkennen. Dann fällt Hype, Durchschnitt etc. weg und man erkennt die Qualität.
Letztendlich bleibt alles natürlich subjektiv und es gibt nie die einige richtige Antwort.
Ich finde deine Listenreihe übrigens ganz schön mit den Oscargewinnern und wie dein Gewinner ausgesehen hätte.
Welche der Filme aus heutiger Sicht am meisten überzeugen, kann ich nicht sagen, weil ich die Filme nur einmal gesehen habe, davon ist "Anora" natürlich noch am frischesten (im Februar 2025 gesehen).
Die Frage würde ich mit "Parasite" oder "Anora" beantworten, weil ich beide für die stärksten der genannten Filme halte und speziell ein "Parasite" auch ein zeitloser und universeller Film ist.
"Oppenheimer" fand ich ebenfalls stark, aber im Vergleich mit seiner Konkurrenz ("The Zone of Interest", "Past Lives", "Anatomie eines Falls", "Poor Things") käme der bei mir eigentlich nichtmal in die Nähe, den Besten Film zu gewinnen.
Die Auszeichnung für "EEAaO" (gute inhaltliche Ansätze, Gags und kreative Einfälle, aber im Gesamtzusammenspiel zu wenig) habe ich damals schon für einen Scherz gehalten, aber der Film war bei den Kritikern, dem Publikum und in der Branche halt schon sehr beliebt. Hätte mMn an "Die Fabelmans" oder "Tár" gehen müssen.
Mit "Nomadland" gewann ein zwiespältiger Film, der zwischen empathischer Aussteiger-Milieustudie und Armutsromantisierung hin- und herschwankt, in einem schwachen, von Corona bestimmten Oscar-Jahrgang. Ich hätte "Judas and the Black Messiah" oder "Promising Young Woman" genommen, die ich beide mochte, aber dass einer von den beiden der Beste Film sein soll, das sagt schon alles über die Auswahl der Academy aus. Wobei ich "The Father" noch nicht gesehen habe.
"CODA" habe ich noch gar nicht gesehen. Die Auszeichnung kommt mir immer wie der kleinste gemeinsame Nenner vor, auf den Rest konnten sie sich wohl nicht einigen, es wären auch einige odd choices dabei gewesen. Eigentlich standen die Weichen auf "The Power of the Dog" und es wäre auch verdient gewesen, aber es bleibt für die Academy bis heute ein rotes Tuch, ein Netflix-Werk als Besten Film auszuzeichnen. "Drive My Car" hätte ich ebenfalls cool gefunden.
@TiiN
Ja, anstelle von "Green Book" eindeutig "Roma".
Und anstelle von "Spotlight" entweder "Mad Max: Fury Road" oder "The Revenant".
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Sowas wie Coda oder Nomadland ist schon hart.
Auch Filme wie Green Book oder Spotlight aus den Jahren davor waren zwar nicht schlecht, aber das beste aus dem Jahr? Cmon