@Rotwang
Ich fand das 2010er-Jahr stark. "Inglourious Basters", "District 9" und "Avatar" an der Spitze, dahinter die sehr guten bis guten "Up in the Air", "A Serious Man", "Oben" und "The Blind Side", wobei letzerer mittlerweile natürlich sehr schlecht gealtert ist. "An Education" und "Precious" habe ich nicht gesehen und "The Hurt Locker" war der einzige, der mir nicht gefallen hat.
Gewinnerpotential nach klassischen Oscar-Gesichtspunkten ist weniger vorhanden, das stimmt schon, "Inglourious Basterds" wäre aber definitiv ein verdienter Sieger gewesen, egal was mit "Pulp Fiction" ist. Sollte dieses Jahr "OBAA" gewinnen, soweit ist der von "Basterds" nicht entfernt, und "Basterds" feiert zudem das Kino, nur halt radikaler als es die Academy üblicherweise sieht.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Ohne Bots fällt Affleck vom unangefochtenen 1. Platz auf den letzten zurück^^
Gut beobachtet, @Lehtis, der Hintergrund war, dass hier Bots ca 500 mal abgestimmt haben und ich dann die Votings resetted habe. Allerdings bleibt dann da die (falsche) Gesamtangabe.
CINEAST
Basterds habe ich echt gerne geschaut aber Oscar dann eher damals Pulp Fiction, Herr der Ringe hat den Oscar für mich bekommen, weil es stellvertretend für das Projekt der Trilogie war, Fellowship ist für mich der stärkere Film, Avatar als bester Film wäre ein Witz gewesen, aber da es ja auf 10 aufgeblasen wurde um Mainstreamfilme zu nennen sind da halt solche Streifen drin.
@Rotwang
Doch, Inglourious Basterds ; )
Und wenn man nach alten Maßstäben geht, hätte man Avatar auch ohne Probleme auszeichnen können.
Der ist in allen relevanten technischen Kategorien, State of the Art gewesen. Regie wäre auch noch drin gewesen. Kein klassischer Drehbuch-Story Oscar-Film, aber das war Herr der Ringe ja auch nicht.
- CINEAST -
@luhp92
Das Hurt Locker-Jahr war aber auch eines der sehr schwachen, bei den 10 Filmen ist keiner bei den man so durchwinken würde, nix was einen richtig umgehauen hatte, nach Oscar-Gesichtspunkten, einige Sachen die gut zu schauen waren, aber prinzipiell zu wenig. Jahe mit There will be Blood waren da deutlich stärker ...
@GPJ Da stimmt was nicht. Die Prozentgesamtzahl liegt bei ~6% und nicht 100%.
Auch hier wie bei den letzten Umfragen, die letzte oder einzige Sichtung ist schon lange her, also wie sie heute wirken, weiß ich nicht.
Ich würde "No Country For Old Men" nehmen, knapp dahinter "The Departed" und "Slumdog Millionär". Der Coen-Film sticht abseits seiner Qualitäten durch sein Subgenre als zeitgenössischer Kriminalwestern hervor und bietet mit Anton Chigurh einen der ikonischsten Antagonisten des 21. Jahrhunderts. "The Departed" konkurriert innerhalb seines Genres als Gangsterfim viel mehr mit anderen (noch stärkeren) Filmen, auch wenn sich der Film natürlich wie kein anderer der US-irischen Kultur annnimt. Bei "Slumdog Millionär" könnte es sein, dass mir der Film als Elendsdrama heutzutage vielleicht etwas weniger gefällt als früher.
Unabhängig davon hätte nicht "No Country For Old Men" den Oscar gewinnen sollen, sondern "There Will Be Blood". Und nicht "Slumdog Millionär" sondern "Benjamin Button". Die Gegenkandidaten sind in ihren Erzählungen allumfassender. "The Departed" sehe ich hingegen als den stärksten Film unter den Nominierten seines Oscar-Jahrgangs an.
"Argo" fand ich damals als Politthriller stark, aber nicht überragend, die Auszeichnung kommt mir aus heutiger Sicht mehr wie eine politische Konsensmeinung und Momentaufnahme vor. "Life of Pi" wäre mein Film gewesen, "Silver Linings" (eine der besten romantischen Tragikomödien der letzten Jahrzehnte) wäre eine willkommene Überraschung gewesen und "Django Unchained" hätte man sicherlich auch in Erwägung ziehen können.
"The King´s Speech" habe ich als durchschnittliches Biopic wahrgenommen, aber die Academy liebt ja ihre Biopics. Schade für "Inception", "Toy Story 3", "The Social Network" und "Black Swan".
"The Artist" als Film über die Filmindustrie/Showbusniess fand ich ähnlich durchschnittlich, aber wie klassische Biopics liebt die Academy auch solche Filme. Schade ist die Auszeichnung mMn auch deshalb, weil mit "Hugo Cabret" ein weiterer Film über die Filmkunst nominiert war, welcher die Filmmagie, die Nostalgie und die Tragik wesentlich besser eingefangen hat. Den Oscar hätte ich "The Tree of Life" gegeben.
"The Hurt Locker" muss ich dringend rewatchen und überprüfen, ob ich den Film immer noch als zu einseitig pro-US-amerikanisch wahrnehme. Wir müssen hier beim Duell zwischen Bigelow und Cameron nichtmal über "Avatar" reden, wenn gleichzeitig die tiefgründigeren "inglourious Basterds" und "District 9" nominiert sind. Bei letzterem bin ich auch heute immer noch darüber erstaunt, wie der es geschafft hat, für den Besten Film nominiert zu werden, eine der ungewöhnlichsten Nominierungen der Oscar-Geschichte.
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
So, ich habe die Antworten der Bots komplett gelöscht, alles wieder auf Null, viel Spaß beim Voten!
@GPJ
Sag Bescheid, wenn die neue Umfrage da ist^^
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Ohje, ich werde die Befragung nochmal neu starten, sobald die Botarmee vorbei gezogen ist.