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Primeval | 08.01.2012
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7095 Kommentare
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sittingbull : : Häuptling
07.02.2020 17:40 Uhr
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Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.373 | Reviews: 6 | Hüte: 43

@luhp92

haha schön wie du dir meinen Dunstkreis gemerkt hast laughing

Ja ich denke auch, dass das echt eine Bereicherung war. Dieser Klassiker hat dadurch bestimmt den ein oder anderen "Unwissenden" abgeholt...mich ja quasi eingeschlossen. Ich habe ihn allerdings zu Weihnachten gekauft und dann in 4k daheim geguckt. Kein Kino aber für mich passend.

@luhp92 & @MobyDick

Ich kann zu den Unterschieden nicht viel sagen. Der Final Cut ist aber wirklich nicht viel kürzer als Redux. Ich denke sie unterscheiden sich dann nicht so krass. Die Franzosenszene wäre für mich beispielsweise nicht essentiell gewesen.

Ich denke die Aufbereitung in Bild und Ton ist sicherlich einen Blick wert aber wenn man Redux kennt, greift man nicht unbedingt zu. Von daher verständlich. Das Vorwort von Coppola war trotzdem schön und der Final Cut wie gesagt auch. Danke für eure Kommentare dazu!

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks

Der Film lief in den Kinos glaube ich nicht so gut, da er jetzt schon gratis zu streamen war. Ich bin bei Asterix auch sehr kritisch und fand insbesondere die neusten Zeichentrickfilme so lala. Realverfilmungen kamen nach Kleopatra auch keine sehenswürdigen.

Dann kam "Land der Götter" und ich war sogar angetan. Wirkte alles recht frisch und gut durchdacht ohne die Asterix DNA zu verwässern. Der Stil war ungewohnt aber nicht zwingend schlecht. Fand ihn wirklich unterhaltsam bis auf diese miese Synchro von so halbgaren deutschen Schauspielern...

Der aktuelle Streifen gefiel mir eigentlich wieder recht gut. Der Stil ist doch nochmal bisschen anders geworden und in meinen Augen auch sehr gut. Knackig, bunt, besonders und auch aktuell. Story ist ok. Witz und Herz sind da. Es fehlt ein bisschen der Charme der Vergangenheit und diese Intelligenz aber insgesamt war auch das wieder eine amüsante und rasante Fahrt durch Gallien und Europa, die von den Franzosen gut inszentiert wurde. Das Finale ist wirklich amüsant.

Für Asterix-Fans auf jeden Fall ein Tipp! Und auch ansonsten ein wirklich schöner Animationsfilm! 8/10

Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
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MobyDick : : Moviejones-Fan
08.02.2020 08:44 Uhr
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Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.425 | Reviews: 134 | Hüte: 374

Ronzo

Ganz so simpel ist es dann doch nicht, die Episoden sind unterschiedlich lang, die längste dauert 6 Std. Mehr dann wenn der Film in der MJ DB ist smile

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
08.02.2020 15:03 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.441 | Reviews: 182 | Hüte: 428

Achteinhalb

Ein schwer zugänglicher, aber doch schon guter und berauschender Film.
Mein erster Film von Fererico Fellini, den ich mir wegen des ähnlich gelagerten "Adaption." angesehen habe. Ein autobiographisches und selbstreferenzielles Psychodrama über einen Regisseur in einer Schaffens- und Lebenskrise.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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MobyDick : : Moviejones-Fan
10.02.2020 15:11 Uhr | Editiert am 10.02.2020 - 15:12 Uhr
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Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.425 | Reviews: 134 | Hüte: 374

Sturmfrei, die Kinder zuhause, also mal den Dokufilm Apollo 11 reingeschmissen, sowas sagt ja auch den Kids zu. Aber komischerweise scheinen die Junioren so ein bisschen nach dem Senior zu kommen und Dokus gegenüber kritisch zu stehen. Originalzitat eines 6-jährigen: "Komisch, wieso muss denn bei der Doku unbedingt die Musik dabei sein? Nur um es spannender zu machen? Wirkt ja auch!" Fand ich irgendwie besser als den Film smile

Naja unabhängig davon ein guter und informativer Prpaganda-Streifen der besseren Art, locker 7 Punkte und für Fans des Subjekts sicher locker 1-2 Punkte besser. Übrigens wieder einer der Filme, die nicht in der MJ DB sind, hätte jetzt aber keine Lust, den auch noch einzureichen, gehört aber eigentlich definitiv in die DB

Dünyayi Kurtaran Adam
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eli4s : : Moviejones-Fan
10.02.2020 15:18 Uhr | Editiert am 10.02.2020 - 15:19 Uhr
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Dabei seit: 22.02.12 | Posts: 2.200 | Reviews: 33 | Hüte: 79

@Luph92

La Dolce Vita empfand ich da zB. als deutlicher eingängiger. Aber das italienische Autorenkino ist nicht ganz ohne. Da habe ich auch oft meine Probleme mit. Vom russischen Kino mal ganz zu schweigen.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
10.02.2020 19:58 Uhr | Editiert am 10.02.2020 - 19:59 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.441 | Reviews: 182 | Hüte: 428

@eli4s

"Achteinhalb" macht es dem Zuschauer ja nicht wirklich leicht, weil die Realitäts- und Traumebenen fließend ineinander übergehen und man in den meisten Fällen nicht genau weiß, was jetzt was ist. Den sollte man definitiv mit ordentlicher Aufmerksamkeit schauen^^

Ich bin dann mal gespannt auf weitere Filme Fellinis, wenn ich in Zukunft mal dazu komme.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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MobyDick : : Moviejones-Fan
10.02.2020 21:37 Uhr
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Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.425 | Reviews: 134 | Hüte: 374

Luhp92

du solltest dazu kommen!

Fellini ist großartig!

Dünyayi Kurtaran Adam
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sittingbull : : Häuptling
11.02.2020 12:36 Uhr
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Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.373 | Reviews: 6 | Hüte: 43

V wie Vendetta

Mal wieder ein Klassiker, den ich nun zum ersten Mal sah. Viele Lorbeeren gab es vorab und meine Erwartung war nicht gerade gering...im Endeffekt bin ich aber höchst zufrieden. Ein wirklich sehr sehr guter Film, der einen auf Anhieb fesselt. Der Film ist sehr intelligent, hat gute Action, einen gewissen Charme und auch eine packende Story mit sehr stilsicherer Inszenierung. Aus irgendeinem Grund hat er mich an Fight Club erinnert...ich weiß nicht wieso.

Hugo Weaving als V spielt einfach überragend und mir gefällt, dass der Film am Anfang schnell zur Sache kommt und dann erst den Storyteppich etwas gemächlicher ausrollt. Das Ende war für mich recht vorhersehbar, aber der Weg dorthin einfach super. Der Film saugt dich unheimlich an die Lippen der Schauspieler.

Zurecht bei den Top 100 der imdb dabei. Ich gebe für diesen Action-Gesellschaftsthriller gerne 9/10

Pokemon: Meisterdetektiv Pikachu

Nun ja Pokemon war und ist ja eine Riesennummer. Als Kind gab es quasi kein anderes Thema auf dem Schulhof. Auch in der heutigen Zeit ist Pokemon noch sehr relevant - gerade bei dieser "Ur-Generation". Deshalb verstehe ich den Ansatz des Filmes nicht wirklich...es ist eindeutig ein Kinderfilm, obwohl klar war dass der Großteil der Zuschauer wohl eher junge Erwachsene sein werden. Klar kann man einen Spagat attestieren. Der Film ist keine Katastrophe aber die Eindimensonalität der Charaktere und die wirklich wahrlose Story haben für mich nicht funktioniert. Es gibt so viele Szenen, die einfach keinen Sinn machen und einfach nur der Szene wegen im Film gelandet sind.

Der Film hat seine Momente, unterhält einen auch und die animierten Pokemon sind ebenfalls cool, aber das reicht für mich einfach nicht, um sich aus dem grauen Durchschnitt der Kinolandschaft zu erheben. 5/10

Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
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TiiN : : Pirat
15.02.2020 11:04 Uhr
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Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 5.180 | Reviews: 125 | Hüte: 251

Nachdem ich mir die letzten Monate alle Alejandro González Iñárritu (erneut) angesehen habe, hier mein Ranking für seine bisherige Filmografie:

  1. The Revenant
  2. 21 Gramm
  3. Babel
  4. Birdman
  5. Amores Perros
  6. Biutiful

Ein toller Filmemacher wo jeder Film ein kleines Kunstwerk ist

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TamerozChelios : : Moviejones-Fan
15.02.2020 20:05 Uhr
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Dabei seit: 20.05.14 | Posts: 2.243 | Reviews: 2 | Hüte: 68

Hi Leute, ich suche 2 Filme, eventuell sogar 3.

Die Filme habe ich nie gesehen, die wurden mir beschrieben, deswegen sind die Beschreibungen nicht von mir:

Film 1:

10 - 15 Jahre alt (muss nicht unbedingt sein). Wenn Leute Fernsehen gucken, dann werden sie "infiziert". Ein Typ wird infiziert und jagt mit Axt seine Freundin. Sie rettet sich wohl in ein anderes Wohnhaus oder so. Es ist nicht "Pulse", falls jemand den Vorschlag hat.

Film 2:

Muss wohl auch zwischen 10 und 15 Jahren alt sein. Eine wohl nackte Frau läuft wohl durch London, wer sie anschaut, der zerfällt oder stirbt. Am Ende soll wohl jede Menge Chaos sein. Vom Zeitabstand kann es nicht die Mumie mit Tom Cruise sein, was mir natürlich als erstes einfiel.

Film 3:

Diesen Film hab ich in Erinnerung, ich weiß echt nicht, wie alt der sein kann oder ob das vielleicht ein Animationsfilm ist. Ich habe ganz leichte Erinnerung an dem Film, und zwar musste ich an den denken, als mir Film 2 beschrieben wurde. Auch eine Frau, weiß nicht ob nackt xD, hat eventuell leuchtende Augen manchmal und ihr wahrer Körper besteht aus Metall oder Silber. Möglich wäre es, dass es auch ein ganz alter chinesischer Film sein kann, den ich vor über 20 Jahren mal gesehen habe.

Gute Vorbereitung ist 90% Sieg!

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Tarkin : : Moviejones-Fan
15.02.2020 22:26 Uhr
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Dabei seit: 10.10.17 | Posts: 1.276 | Reviews: 0 | Hüte: 18

Movie 43

Wirklich lustige Comedy mit Starbetzung und einer sinnfreien Handlung, die aber sowieso nicht ins Gewicht fällt. Abgefahren, witzig, überraschend.

Gut.

4,5 / 5

Du schleppst mich in dieses Junkyhaus und jetzt muss ich auch noch diesen Scheissclown umlegen

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
21.02.2020 21:51 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.441 | Reviews: 182 | Hüte: 428

The Imposter (dt.: "Der Blender")

Faszinosum Mensch:

Frédéric Bourdin, ein Hochstapler mit psychischen Identitäts- und Familienproblemen, gibt sich als ein vermisster Junge aus, der 1994 aus Arizona verschwand. 1997 taucht er "überraschend" in Spanien wieder auf, Bourdin führt mit seinen Lügen sowohl die örtliche Polizei als auch die Familie des verschwundenen Jungen hinters Licht, um jemand sein und um eine Familie haben zu können. Und das ist erst der Anfang dieser außergewöhnlichen Geschichte, selbst die Ermittler fallen später auf Bourdins Tricks herein, als sie ihn zu entlarven versuchen.

Aufgezogen als dramatisierte Dokumentation, besteht "The Imposter" sowohl aus Interviews mit Bourdin, diversen Familienmitgliedern und den Ermittlern als auch aus einer fiktionalen Nachstellung der Geschehnisse. Durch geschickten Schnitt und durch das Durchbrechen der vierten Wand verschmelzen Realität und Fiktion zu einer Einheit, was die aufgrund der Interviews ohnehin schon nahbare Geschichte noch greifbarer macht und in unangenehm-schauriger Beklommenheit, aber gleichzeitig eben auch in Faszination für menschliche Schattenseiten kulminiert.

8 von 10 Punkten

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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sittingbull : : Häuptling
23.02.2020 12:10 Uhr
0
Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.373 | Reviews: 6 | Hüte: 43

Porco Rosso

Hatte gestern einen guten Kumpel zu Besuch, der mit Anime so gar nichts am Hut hat. Ich wollte das ändern und mal einen relativ kurzen und thematisch zu ihm passenden Film (Er mag Italien und ist Ingenieur haha) auspacken. Hab ihn zwar auf DVD aber die Netflix-Veröffentlichung ist einfach der Hammer!

Nominell ist Porco Rosso in der gesamten Wahrnehmung nicht der beste Filme aus dem Hause Ghibli aber für mich bleibt er was ganz Besonderes.

Was meinen Kumpel betrifft...die Magie von Ghibli hat wieder zugeschlagen. Er war schon nach den ersten Minuten nur noch am schwärmen wie geil das alles aussieht. Er konnte es gar nicht fassen laughing Die Landschaften, die Flugzeuge mit prasselnden Motoren und die tollen Charaktere. Kurzum: Er war richtig begeistert und hat dieses Hand- und Kunstwerk auf Anhieb würdigen und verstehen können.

Ich war dem Film auch sofort wieder verfallen. Meine Kritik aus grauer und unerfahrener Vorzeit würde ich inhaltlich bis auf ein paar Nuancen wiederholen. Vom Stil vllt nicht aber egal xD Also wirklich ganz ganz tolle 90min mit glasklarer Guckempfehlung für alle Filmliebhaber. 9/10

Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
23.02.2020 13:33 Uhr | Editiert am 23.02.2020 - 13:35 Uhr
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Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 2.242 | Reviews: 51 | Hüte: 236

Pluto - Ein Schutzengel auf vier Pfoten

IMDB

Ein Film über eine wahre Begebenheit, verfilmt von eben jenem Drehbuchautoren und Regisseur, der es selbst erlebt hat. Es geht um eine Familie (Vater, Mutter, drei Kinder) und einen Hund, der ihnen zugelaufen ist. Die Familie lebt in Los Angeles, der Vater ist Angestellter einer kleinen Filmgesellschaft und arbeitet soviel, dass er keine zeit mehr für seine Familie hat. Seine Frau ist damit nicht länger einverstanden und überredet ihn, dort weg und aufs Land zu ziehen, um wieder mehr Zeit mit seiner entfremdeten Familie zu verbringen und seinen Traum als freier Autor zu verwirklichen. Um seinem Sohn wieder näher zu kommen, will er mit ihm und zwei weiteren Kindern und Pluto, dem Hund, in der Wildnis zelten zu gehen. Dabei passiert etwas unvorhergesehenes...

Die erste Hälfte des Films ist gewöhnungbedürftig, weil die Schauspieler leider alle keine wirklich guten Leistungen erbringen, besonders der Vater in der Familie spielt gelangweilt und irgendwie unglaubwürdig. Einziger toller Schauspieler ist Hund Pluto, der leider zu wenig Screentime hat. Das ändert sich zwar auch in der zweiten Hälfte des Films nicht, aber zumindest nimmt der Film dann emotional stark Fahrt auf. Mir hat der Film, obwohl er nicht frei von Schwächen ist, dennoch eingie Tränen in die Augen getrieben, sodass ich sagen kann, dass der Film sich am Ende doch gelohnt hat, vor allem vor dem Hintergrund, dass er auf einer wahren Begebenheit beruht.

Auch musikalisch zeigt sich "Pluto" von der schönen Seite.

8/10 Punkte - Sehr Gut - Geringer Wiederschauwert

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sittingbull : : Häuptling
24.02.2020 12:16 Uhr
0
Dabei seit: 22.06.13 | Posts: 2.373 | Reviews: 6 | Hüte: 43

Klassikeralarm! Erste Sichtung!

Der Soldat James Ryan

Ich weiß nicht wie oft ich diesen Film beim zappen oder sonst wo auf irgendwelchen privaten Sendern nachts "gesehen" habe. Das Spiel war immer das Gleiche: Ich bleibe kurz hängen, gucke auf die Laufzeit, denke an Werbung und schalte um...obwohl ich mega Bock auf diesen Film hatte.

Nun war es gestern endlich soweit, dass ich den Film eingelegt und "durchgezogen" habe. Meine Freundin war auch dabei. Es entschied sich zwischen Blade Runner 2049 und James Ryan. Senior Spielbergo hat den Vortritt bekommen...

Zum Film: Die Landung an der Küste der Normandie ist wohl filmtechnisch gesehen eine der besten Szenen, die ich je gesehen habe. Packend, mittendrin, Kamerafahrten, Effekte, Szenerie...da wird einem richtig anders. Diese explizite Darstellung ist streckenweise schon sehr heftig aber die Grausamkeit des Krieges kann in diesem Fall nur so dargestellt werden. Es fühlt sich wirklich realistisch an wenn man das so sagen kann...

Nach diesem heftigen Auftakt schippert der Film im besten Sinn dahin. Wir begleiten die Truppe der Soldaten und fühlen uns eigentlich als Mitglied. Wie gesagt: Filmtechnisch ist dieser Film große Spielberg-Meisterklasse. Die Story blieb für mich weitestgehend erwartbar aber davon lebt der Film nicht unbedingt. Es ist im Grunde eine sehr detailierte Sicht auf Menschen im zweiten Weltkrieg. Der Film zoomt immer wieder auf die kleinen Schicksale und ist nicht auf die ganz großen Schlachten bedacht (natürlich mit Ausnahme am Anfang). Mir gefiel diese Verfolgung und der Dokucharakter sehr sehr gut.

Ein paar Kritikpunkte habe ich. Der triefende Patriotismus muss einem nicht gefallen. Wehende amerikanische Flaggen und der Pathos zu Beginn und am Ende waren für mich etwas zu viel des Guten. Auch der Auftrag James Ryan zu retten, wird mir dann doch etwas zu heftig mit Reden aufgeblasen. Alliierte Verbündete kommen gar nicht vor. Die Deutschen sind der klare Feindstereotyp ohne Gewissen oder Ehre und die Amis regeln das schon. Verständlich und irgendwo logisch aber der krasse Kontrast zwischen Brutalität/Sinnlosigkeit/Wucht des Krieges sowie dem moralischen Unterton fiel mir schon auf.

Der Film porträtiert auch Szenen, die verdeutlichen, dass es auf beiden Seiten nicht einwandfrei zuging. Das finde ich gut und ich will betonen, dass ich auf keinen Fall den zweiten Weltkrieg von deutscher Seite her schönreden will. Jetzt ist es nur so, dass Spielberg einen Film über Menschen gedreht hat und dafür stellt er mir die andere Seite manchmal zu stereotypisch dar. Der deutsche Soldat, der freigelassen wird, ist ja am Ende maßgeblich beteiligt und bestätigt zu 100% das Klischee des abgrundtief bösen Deutschen ohne Moral oder Gewissen. Der Amerikaner erschießt ihn voller Heldenmut und gibt damit seinen ersten Schuss überhaupt ab...kam mir im ersten Moment sehr plump vor für eine Szene, die sich quasi über den ganzen Film aufbaut. Das hätte man anders/intelligenter machen dürfen. Und ganz am Ende: Es wäre doch schön gewesen, wenn James Ryan auf dem Friedhof noch einen Franzosen oder Deutschen trifft und man sich die Hände reicht in Versöhnung? Da wäre für mich die Antikriegsbotschaft final angekommen.

Mein Fazit beläuft sich auf eine sehr gute 8 mit Tendenz zur 9 von 10. Unfassbar aufwändig und schonungslos inszeniert, technisch perfekt, fast schon Dokumentarisch, spannend und bis zum Ende recht kurzweilig trotz langer Laufzeit. Endlich habe ich diesen Klassiker mal komplett gesehen laughing

Kanalratte schmeckt vielleicht wie Kürbiskuchen, aber ich werds nie erfahren, denn ich fress die Viecher nicht
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