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Primeval | 08.01.2012
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7208 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
29.09.2020 22:57 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.350 | Reviews: 149 | Hüte: 472

Für alle Fußballbegeisterten: Eine sehenswerte Doku über den Start der Bundesliga, über die Gründung und Motive.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
30.09.2020 23:27 Uhr | Editiert am 30.09.2020 - 23:48 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.350 | Reviews: 149 | Hüte: 472

Berlin Alexanderplatz (1931)

Hm... Ein Film über einen Mörder, der nach vier Jahren Gefängnis in der Gesellschaft wieder Fuß fassen möchte und erneut in die Kriminalität abdriftet. Toll geschauspielert von Heinrich George, aber inhaltlich gefühlt nur Stückwerk. Liegt es an der kurzen Laufzeit von 84 Minuten? Zudem scheint es mir so, als hätte der Kameramann die Berliner Kulisse oft spannender und faszinierender gefunden als die Charaktere. Das hätte eher eine Doku sein sollen. Als Zeitdokument aber interessant, wie Nationalsozialisten hier gelegentlich durch das Bild spazieren und angesprochen werden, als sei es das normalste der Welt.

4 von 10 Punkten

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
30.09.2020 23:39 Uhr | Editiert am 30.09.2020 - 23:39 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.350 | Reviews: 149 | Hüte: 472

Hier mal als Werbung oder: Filme, von denen ich mir welche in der nächsten Zeit ansehen werde^^

Filmklassiker der 20er in der ARD-Mediathek

https://www.ardmediathek.de/daserste/sendung/babylon-berlin-filmklassiker-der-20er/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2JhYnlsb24tYmVybGluLWZpbG1rbGFzc2lrZXItZGVyLTIwZXI/

- Metropolis
- Der blaue Engel
- Der letzte Mann
- Dr. Mabuse, Teil 1 & 2
- Berlin Alexanderplatz
- Tagebuch einer Verlorenen
- M - Eine Stadt sucht einen Mörder
- Menschen am Sonntag
- Aschenputtel
- Die Büchse der Pandora
- Die Frau im Mond

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
02.10.2020 18:06 Uhr | Editiert am 02.10.2020 - 18:49 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.350 | Reviews: 149 | Hüte: 472

Der letzte Mann

Von Friedrich Wilhelm Murnau

Ein teils expressionistisches Stummfilm-Sozialdrama, inspiriert von "Kleider machen Leute". Über den Abstieg eines Hotelportiers mit schicker Uniform und prächtigem Schnauz-/Backenbart hin zum einfachen Toilettenputzer und Handtuchhalter, was er selbst nicht verkraftet - sowohl aufgrund des eigenen Stolzes und Geltungsdrangs als auch aufgrund der gesellschaftlichen Reaktionen. Dauermüde schleppt er sich durch den Tag und die Arbeit, flüchtet sich in Traumvorstellungen und stiehlt irgendwann die Uniform zurück. Gesellschaftlich geachtet sind in der Weimarer Republik weiterhin das Militär beziehungsweise militärisch-preußisch anmutende Würden sowie Angehörige des Großkapitals, verschleppte Attribute des Kaiserreichs.

Für die damalige Zeit der 1920er Jahre ungewöhnlich, entfernt sich die Kameraführung vom statischen Filmen und bewegt sich stattdessen freier durch den Raum, das Kameraauge nimmt auch die Position des Hauptcharakters ein, um so insgesamt dessen geistigen und emotionalen Zustand zu verdeutlichen. Gleichzeitig wird die Rolle des Hotelportiers hervorragend durch Emil Jannings verkörpert, mit einem gezielten Einsatz von themenbezogenen Märschen setzt Murnau darüberhinaus musikalisch genau die richtigen Akzente, "Der letzte Mann" benötigt größtenteils keine Schrifttafeln, um seine Inhalte zu vermitteln.

7-8 von 10 Punkten

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
12.10.2020 18:01 Uhr | Editiert am 12.10.2020 - 18:05 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.350 | Reviews: 149 | Hüte: 472

Masel Tov Cocktail

Ein 30-minütiger Kurzfilm über jüdisches Leben im Deutschland der Gegenwart.
Aus Sicht eines 18-jährigen Schülers erzählt, stilistisch vergleichbar mit "How To Sell Drugs Online (Fast)".

Sehr empfehlenswert, 8 von 10 Punkten.

https://www.arte.tv/de/videos/094428-000-A/masel-tov-cocktail/

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
13.10.2020 21:53 Uhr
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Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 8.631 | Reviews: 35 | Hüte: 531

The Hungover Games
Ein guter Esel stößt sich nur einmal und ja, ich frage mich wirklich warum ich immer und immer wieder die gleichen Fehler mache. Vielleicht bin ich einfach ein hoffnungsvoller Mensch? Ich mag Komödien und umso mehr Parodien auf bekannte Filme. Schuh des Manitu, die 7 Zwerge oder Der Wixxer wenn man an Deutschland denkt, gefallen mir schon sehr. Und auch in Übersee gibt es immer wieder tolle Filme wie A Million Ways to die into the West oder natürlich Klassiker wie Nackte Kanone, Austin Powers oder Top Secret.

Und dann gibt es Scary Movie. Ich denke der erste Film ist Kult. Doch schon damals hat der Film ziemlich derben Humor mit viel Nacktheit und Fäkalien-Humor. Gefühlt wurde dies von Teil zu Teil schlimmer, genau wie die immer gleichen Witze auch in den Ablegern vorkamen. Ich kann ja sogar Fantastic Movie und Superhero Movie irgendwie irgendwo was abgewinnen. Aber leider sind der Großteil der Filme nochmals unterirdischer wie z.B. Meine Frau, die Spartaner und ich und halt Hungover Games.

Dabei ist die Idee wie so oft bei diesen billigen Parodien nicht schlecht. Nachdem Dougs Ehe scheiterte, da er herausfand, dass er in Wirklichkeit schwul ist, heiratet er ein weiteres Mal. Natürlich wird ein Junggesellenabschied gefeiert und natürlich geht dies schief. Die Jungs wachen als Tribute in der Zukunft auf, wo sie um ihr Leben kämpfen müssen. Denn die Menschheit hat es mittlerweile satt immer wieder Fortsetzungen, Prequels und Spin-Offs zu sehen, weswegen bekannte und beliebte Figuren um Leben und Tod kämpfen müssen. Deshalb stehen die Jungs aus Hangover plötzlich Jack Sparrow, Ted, Thor, Carrie oder Willy Wonka gegenüber - in einer Arena. Doch sie haben eigentlich ein anderes Problem: Doug ist wieder verschwunden.

Bei der netten Idee bleibt es dann leider, denn sonst kommen halt die bekannten peinlichen Witze, Fäkalhumor und Fremdschmämmomente. Und die Hoffnung, dass die nächste Parodie wieder witzig und damit besser wird.

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
18.10.2020 00:44 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.350 | Reviews: 149 | Hüte: 472

Hema Hema: Sing Me a Song While I Wait (Bhutan, 2016)

"Bitte nehmen Sie eine Identität an, Anonymität ist die Maske von Tätern."

Tief in den bhutanischen Wäldern findet alle zwölf Jahre ein spirituelles Festival statt, welches von den Menschen besucht wird, um sich von der Zivilisation oder dem Alltag zu erholen oder um zu sich selbst zu finden. Oberstes Gebot des Festivals ist es, die eigene Identität und je nach Präferenz auch das eigene Geschlecht durch das Tragen von Masken (und Kleidung) zu verbergen. Wer gegen die Festivalregeln verstößt und sich eines Verbrechens schuldig macht, dessen Identität wird offenbart und wird mit Gefangenschaft bestraft; selbst auf das freiwillige Preisgeben der Identität steht die Freiheitsstrafe. Der männliche Protagonist verliebt sich auf dem Festival in eine Frau und wird eifersüchtig auf deren Ehemann.

Auch wenn das Festival durch das Aufstellen von Regeln und Strafen klar strukturiert und organisiert ist, wird durch die Zelebrierung der Anonymität die Büchse der Pandora geöffnet, dem die Festivalorganisation im Notfall nur schwer bis gar nicht Herr werden kann. Die eigene Identität kann durch das Tragen von Masken schließlich nicht nur verschleiert werden, durch einen Maskentausch lässt sich die Festivalidentität auch leicht radikal verändern, ohne dass dies rückblickend nachzuvollziehen ist.

Anonymität bietet Schutz, spendet Kraft, macht Mut und prompt werden innere Triebe aktiviert, werden persönliche Schattenseiten ersichtlich und es geschehen Dinge, die weder der Zuseher noch der Protagonist von sich selbst erwartet haben. Vom sleazigen Spiritualitsmuserlebnis wandelt sich "Hema Hema" von jetzt auf gleich zum eskalierenden Thriller. Anonymität ist keineswegs ein Hort jedoch eindeutig ein Katalysator des Kriminellen, es bedarf daher einer rigorosen Gesetzgebung und entsprechender Gesetzeshüter zur Aufklärung anonymer Verbrechen und Verurteilung der Verbrecher. (In der heutigen Zeit insbesondere im Bezug auf soziale Medien ein großes Problem.). 24 Jahre später, also zur Zeit des übernächsten Festivals, ist der Täter bezeichnenderweise immer noch nicht bekannt, das System ist machtlos.

Die wahre Identität des Täters steht mittlerweile allerdings unter totalem Einfluss der Taten seiner anonymen Maskenidentität, er wird dermaßen von Schuld- und Reuegefühlen geplagt, dass er seine wahre Identität als verwirkt empfindet. Auch wenn man sich stets um eine Trennung realer und erfundener (virtueller) Identitäten bemüht und/oder daran glaubt, sind sie doch zumindest auf psychisch-emotionaler Ebene untrennbar miteinander verbunden. Dieser Teil hätte inhaltlich nicht nur kurz angerissen sondern noch weiter ausgeführt werden sollen. "Hema Hema" endet mit einer schönen, bittersüßen Schlusszene, die gleichzeitig aber noch etwas konkreter hätte formuliert werden müssen, um den creepigen, chauvinistischen Unterton auszuräumen.

Mit John-Woo-Schauspieler Tony Leung und Xun Zhou ("Cloud Atlas"). Zu sehen auf Vimeo on Demand.

7 von 10 Punkten

Zum Thema Identität und Anonymität wieder immer hörenswert:
"Sein Name sei Peng" von Shaban & Käptn Peng (siehe das einleitende Zitat)
https://www.youtube.com/watch?v=Crl7GBEfQXk

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
18.10.2020 23:01 Uhr | Editiert am 18.10.2020 - 23:02 Uhr
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Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.673 | Reviews: 30 | Hüte: 142

Westfront 1918: Vier von der Infanterie (1930, Georg W. Pabst)

Das deutsche Gegenstück zu Im Westen nichts neues aus den USA, ebenfalls von 1930. Wobei man Gegenstück dick in Gänsefüßchen stellen sollte, wo beide ja auf Vorlangen deutscher Autoren beruhen und die deutsche Perspektive einnehmen. Interessanerweise arbeiten beide in vielen Szenen sehr ähnliche Themen ab, die permanente Gefahr der Front bleibt natürlich im Zentrum, aber auch die Szenen von Fronturlaub und in Lazaret haben ganz ähnliche Ansätze.

Der Film ist deutlich schwächer in der Charakterisierung seiner Figuren, und die Erzählweise ist etwas stockend und weniger zugänglich als bei Im Westen nichts neues. Das der Film in Original verloren ging und rekonstruiert werden musste, wobei wohl Szenen komplett verloren gingen, hat sicher nicht geholfen. Dafür punktet der Film mit einem extrem naturalistischen Stil, besonders bei den Schlachtszenen verweigert sich die Kamera oft jeder Bewegung, was unsere Sehgewohnheiten stören kann. Das gibt dem ganzen einen Charakter, den man eher in einer Dokumentation erwarten würde, und das ganze beängstigend authentisch macht. Besonders gegen Ende wird der Film deutlich stärker, und baut gerade im letzten Akt ein paar Bilder zusammen, die nicht so schnell aus dem Kopf gehen.

Dafür, dass es sich hier um die Frühzeit der Tonfilme handelt, und wohl auch der erste Tonfilm von G.W. Pabst war, sehr beeindruckend. Läuft gerade bei MUBI, sehr empfehlenswert.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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