Die Tochter eines Journalisten verschwindet eines Tages spurlos in der Wüste. Als sie acht Jahre danach zurückkehrt, ahnt noch niemand etwas vor dem Schrecken, der der Familie bevorsteht.
So, was habe ich gesehen? Fängt schwach an und lässt dann ganz stark nach. Cronin klaut mal wieder einen Film zusammen, der weder Hand noch Fuß hat. Gut, er hat aus seinen Fehlern aus Evil Dead Rise gelernt und zeigt auch mal Splatter und Gore. Die Story aber, ist fürchterlich zusammengeklaut. Hereditary, Paranormal Activity, Evil Dead, Poltergeist...! Von allem etwas. Allerdings völlig unausgegoren. Der Film sollte Wein werden blieb aber Wasser, weil der Macher die Trauben vergessen hatte hinzuzufügen. Eine Frage stellt sich mir im Besonderen. Warum werden in seinen Filmen ständig Kinder zu Monstern? "Wie deine Zehchen schmecken?" Seltsam, seltsam. Ich möchte ihm nichts unterstellen, aber eigenartig ist das dennoch. Egal, The Mummy hätte etwas werden können. So wie er aber ist, geht er mir am Popöchen vorbei. Nein, Dämonenhorror geht besser. Sehr viel besser. Asmodeus und Paimon lachen sich wohl kaputt.
"Zitierst Du da jemanden oder ist das auf dein Steißbein tätowiert?"
"The Mummy" hat mir wenig gegeben.
Ein Dämon fährt in einen Körper, bedroht Familie, Haus und Religiösität und muss per Exorzismus ausgetrieben werden. Das hat man jetzt schon so oft und zudem gehaltvoller gesehen, im Prinzip ist es die Billigversion von William Friedkins "Der Exorzist".
Irgendwann fällt auf, dass sich der Film nur von Ekelszene zu Ekelszene hangelt, Lee Cronin und seine Spezialisten haben sich auch ein paar nette Ideen und coole Effekte einfallen lassen, aber das trägt keine 130 Minuten, und wenn man noch "Bring Her Back" in Erinnerung hat, lockt einen der Ekel und Gore in "The Mummy" auch nicht wirklich hinterm Ofen hervor.
Am spannensten wird der Film für mich immer dann, wenn sich der Familienvater und die ägyptische Polizistin zur Hintergrund- und Ursachenforschung auf Spurensuche in die Archäologie und altägyptische Geschichte begeben.
Meine Bewertung
"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."
Ich habe mir den Film am 18. April 2026 angeschaut. (Zum Filmtagebuch)
Die erste Hälfte des Film ist wirklich extrem stimmig und überzeugt mit seiner mysteriösen Handlung und tollen Kameraperspektiven. Leider verliert sich der Streifen in der zweiten Hälfte so ein wenig bzw. bleibt seiner Linie nicht so ganz treu und artet eher in Richtung zu Filmen, wie z.B. Evil Dead Rise oder irgendwelche exorzistischen Filmen aus. Dabei ist der Streifen äußerst brutal, blutig und stellenweise wirklich unangenehm anzuschauen gewesen. Im Gesamten hat mir der Film trotzdem recht gut gefallen, gerade auch der Cast gibt so einiges her und konnte überzeugen. Ich hätte mir aber gewünscht, dass Lee Cronin seiner Linie aus der ersten Hälfte treu geblieben wäre, ich glaube dann hätte mir sein Machwerk noch ein Stück besser gefallen.
Meine Bewertung